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Die große Sexismus-Debatte

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Hm, ich beschäftige mich ja nun auch schon länger mit der Thematik, auch fernab des Studiums und ich kann das Thema trotzdem ernst nehmen.
Aber gut, ich werde niemandem vorschreiben können oder wollen, was er oder sie zu denken hat. Genauso wenig beanspruche ich das auch umgekehrt und finde die Belustigungen daher schon als schade.

Wenn ich mich mit so einem Thema beschäftige (bei Rassismus z.B. genauso), dann mache ich das sachlich und differenziert. Ich versuche es zumindest so gut es geht.

Und eben das erwarte ich auch von meinem Gegenüber!

Und da bewirkt eben jede Provokation und jedes Pamphlet und jede Übertreibung und jedes Dogma, daß ich die Lust verliere, mich damit zu beschäftigen. Das ist nicht das Niveau, auf dem ich mich bewegen möchte. Im Zweifel verlasse ich dann die Diskussion und ignoriere das Thema. Und ich schätze, da bin ich nicht alleine.
 
Hm, ich beschäftige mich ja nun auch schon länger mit der Thematik, auch fernab des Studiums und ich kann das Thema trotzdem ernst nehmen.
Aber gut, ich werde niemandem vorschreiben können oder wollen, was er oder sie zu denken hat. Genauso wenig beanspruche ich das auch umgekehrt und finde die Belustigungen daher schon als schade.
Nee, deswegen kommt auch sowas hier:
Der Thread ist ein einziges q.e.d. bisher.
Ich finde es ja richtig, dass wir uns Gedanken zu Sexismus und Rassismus machen müssen, aber diesen Twitter-Mist zuerst als Aufreger zu verstehen und dann schön sanft zurück zu rudern, irritiert mich einfach.

Damit schafft man mehr Grenzen als man abbauen möchte. Diesen Hashtag kann und darf man m. E. in einer ernsthaften Diskussion keinesfalls für voll nehmen - schon gar nicht als Anstoss für eine Diskussion, wie sie hier geführt wird.
 
Wenn ich mich mit so einem Thema beschäftige (bei Rassismus z.B. genauso), dann mache ich das sachlich und differenziert. Ich versuche es zumindest so gut es geht.

Und eben das erwarte ich auch von meinem Gegenüber!

Und da bewirkt eben jede Provokation und jedes Pamphlet und jede Übertreibung und jedes Dogma, daß ich die Lust verliere, mich damit zu beschäftigen. Das ist nicht das Niveau, auf dem ich mich bewegen möchte. Im Zweifel verlasse ich dann die Diskussion und ignoriere das Thema. Und ich schätze, da bin ich nicht alleine.
Da muss ich aber jetzt dagegenhalten, dass dich mit dem Thema Sexismus auf vielfältige Arten und Weisen beschäftigt wird. Seien es zig kluge Artikel und Kommentare oder wissenschaftliche Beiträge, Vorträge, Diskussionen etc. und das alles differenziert und sachlich.
Nur leider besteht da wohl leider kein Interesse außerhalb der Bubble, die sich eh damit auseinandersetzt. Oder es wird per se nicht ernst genommen.
 
Ich bin nicht in der Bubble und ich will da eigentlich auch nicht rein. Wenn aber der Diskurs außerhalb der Bubble von solchen Hashtags immer wieder torpediert wird, wird das Thema bei der breiten Masse nie richtig ernst genommen werden.
Jede dieser Provokationen zerstört die Beiträge von 100 sachlichen Diskutanten. Insbesondere wenn dann immer gleich die Rächer der Enterbten hier angesprungen kommen und das auf Teufel komm raus verteidigen. Dann ist (hier z.B.) keine sachliche Diskussion mehr drin

Ich denke bei mir dann immer "ach, fickt euch doch, ich mach was Anderes". Deshalb: probates Mittel? Nope.
 
Ich bin nicht in der Bubble und ich will da eigentlich auch nicht rein. Wenn aber der Diskurs außerhalb der Bubble von solchen Hashtags immer wieder torpediert wird, wird das Thema bei der breiten Masse nie richtig ernst genommen werden.
Jede dieser Provokationen zerstört die Beiträge von 100 sachlichen Diskutanten. Insbesondere wenn dann immer gleich die Rächer der Enterbten hier angesprungen kommen und das auf Teufel komm raus verteidigen. Dann ist (hier z.B.) keine sachliche Diskussion mehr drin

Ich denke bei mir dann immer "ach, fickt euch doch, ich mach was Anderes". Deshalb: probates Mittel? Nope.
Und ich sage ja.

Vorsicht, ebenfalls leicht provokant: Warum fühlt man sich als Mann, der das Thema Sexismus an sich ernst nimmt und Gleichberechtigung gut findet, von einem mehr als offensichtlich polemischen Hashtag und Tweet so angegriffen?
 
Ich fühle mich durch den Tweet nicht angegriffen, weil ich mich absolut nicht angesprochen fühle.
So was geht an mir einfach vorbei. :)

Mir tut eher die Frau, die das geschrieben hat leid.
Anscheinend ist sie traumatisiert und hat üble Erfahrungen mit Männern gemacht.
 
Vorsicht, ebenfalls leicht provokant: Warum fühlt man sich als Mann, der das Thema Sexismus an sich ernst nimmt und Gleichberechtigung gut findet, von einem mehr als offensichtlich polemischen Hashtag und Tweet so angegriffen?
persönlich angegriffen fühl ich mich z.B. auch gar nicht. Da bin ich ganz bei Cthulhu und sage mir, wenn ich so in eine Schublade gesteckt werde und mir Eigenschaften vorgeworfen werden, für die ich nix kann, fühl ich mich gar nicht erst angesprochen. Den Sinn hinter solchen Tweets kann ich ja trotzdem verstehen und mir darüber Gedanken machen.

Und da stellt sich mir eben die Frage, was solche Aussagen jetzt besser macht als andere polemische und populistische Aussagen aus Lagern, die man eben nicht so toll findet wie Feminismus. Anscheinend heiligt hier für einige der Zweck die Mittel. Auf mich wirkt das ganze dann eben einfach nur heuchlerisch, wenn ich bei anderen gesellschaftspolitischen Themen nicht müde werde zu betonen, die Umstände zu betrachten, nicht zu pauschalisieren und den Einzelfall zu betrachten, bei Verallgemeinerungen, deren Grundintention ich befürworte dann aber mit Sprüchen wie "think about it" komme.

Da ist der Unterschied zu Phrasen wie "wacht auf" auch nicht mehr allzu groß. Lediglich meine Meinung.
 
Und ich sage ja.

Vorsicht, ebenfalls leicht provokant: Warum fühlt man sich als Mann, der das Thema Sexismus an sich ernst nimmt und Gleichberechtigung gut findet, von einem mehr als offensichtlich polemischen Hashtag und Tweet so angegriffen?

Ich fühle mich nicht angegriffen, ich halte mich auch nicht für einen Sexisten (zumindest nicht für einen schlimmen). Ich halte den Tweet nur für dumm und das ist nicht gerade diskussionsfördernd.

Kurz gesagt, ich muss mich nicht mit Sexismus beschäftigen. Ich wil es auch eigentlich nicht, ist ja nicht unbedingt ein angenehmes Thema. Und interessant finde ich es auch nicht, da gibt es viel interessantere Sachen, mit denen ich meine Zeit verbringen kann.

Ich beschäftige mich nur dann damit, wenn ich zu dem Schluß komme, das das Thema wichtig ist! Und das ich eine sinnvolle Diskussion darüber führen kann. An so einem Hashtag ist aber nun mal gar nichts sinnvoll. Er ist oberflächlich, verallgemeinernd, provozierend und dumm. Das soll mich dazu bringen, mich ernsthaft mit dem Thema auseinander zu setzen? Mich dazu zu bringen, zu denken, daß das Thema wichtig ist? Es bringt mich dazu, zu denken, auf der anderen Seite sitzen nur Idioten, die dumme Tweetes in den Orbit husten. Niemand, der es wert ist, das ich mit ihm diskutiere. Sorry, gewogen und für zu leicht befunden. Ich bezweifle, das sich irgendjemand wegen dem Tweet damit näher auseindersetzt, so funktioniert das nicht. Bestenfalls ist das ein Schulterklopfen für die Bubble-Gang.
 
"Die Feminismus-Bewegung" hat darauf hingearbeitet, dass Männer bestimmen auf welche Art und Weise man sie bitte kritisieren darf.

Nein. Einfach nein. Mir geht es hier nicht darum, dem Feminismus vorzuschreiben, wie sie was zu machen haben. Das steht mir nicht zu. Mir geht es schlicht darum, dass ich nicht glaube, dass diese Twitter-Kampagne irgendwem etwas nützt, weder dem Feminismus noch sonst wem.
 
Ich kann ja durchaus pedantisch formulieren (und sein), aber ich kann mich gar nicht so präzise ausdrücken, damit nicht irgendwas in meinem Posting gefunden wird, was Anlass für Kritik gibt. Dieses Posting ist davon sicherlich nicht ausgeschlossen.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Ich fühle mich nicht angegriffen, ich halte mich auch nicht für einen Sexisten (zumindest nicht für einen schlimmen). Ich halte den Tweet nur für dumm und das ist nicht gerade diskussionsfördernd.

Kurz gesagt, ich muss mich nicht mit Sexismus beschäftigen. Ich wil es auch eigentlich nicht, ist ja nicht unbedingt ein angenehmes Thema. Und interessant finde ich es auch nicht, da gibt es viel interessantere Sachen, mit denen ich meine Zeit verbringen kann.

Ich beschäftige mich nur dann damit, wenn ich zu dem Schluß komme, das das Thema wichtig ist! Und das ich eine sinnvolle Diskussion darüber führen kann. An so einem Hashtag ist aber nun mal gar nichts sinnvoll. Er ist oberflächlich, verallgemeinernd, provozierend und dumm. Das soll mich dazu bringen, mich ernsthaft mit dem Thema auseinander zu setzen? Mich dazu zu bringen, zu denken, daß das Thema wichtig ist? Es bringt mich dazu, zu denken, auf der anderen Seite sitzen nur Idioten, die dumme Tweetes in den Orbit husten. Niemand, der es wert ist, das ich mit ihm diskutiere. Sorry, gewogen und für zu leicht befunden. Ich bezweifle, das sich irgendjemand wegen dem Tweet damit näher auseindersetzt, so funktioniert das nicht. Bestenfalls ist das ein Schulterklopfen für die Bubble-Gang.

Man sollte echt nicht so einen auf intellektuell (oder besserwisserisch) machen, wenn man sich den Auswirkungen von Sexismus scheinbar nicht im klaren ist und ebenso wenig von Medienwirksamkeit versteht. Themen wie Sexismus, Sklaverei, Fremdenhass und co können gar nicht plakativ, übertrieben und polemisch genug behandelt werden. Zumindest muss es teilweise so sein. Damit auch der letzte Schwätzer damit konfrontiert wird. Denn seien wir mal ehrlich, wie viele von den wirklich Schuldigen ziehen sich schon eine lupenreine und ernste Abhandlung zu dem Thema rein? Sicher so um die 0,4%.

Und so lange meine Freundin mir noch mitteilen muss, dass sie auf dem Weg zur Arbeit wieder an den Po gefasst wurde oder irgendwelche Sprüche an den Kopf geworfen bekommt, so lange darf auch eine wahre Hetzjagd gegen Männer geführt werden. Der Schaden ist im Vergleich viel geringer, als was Frauen durch das Wegsehen mitmachen müssen. Inbesondere auch karrieretechnisch.
 
Ja, dem Feminismus ist sicher damit geholfen, in dem man der (Männwer)welt solche Hashtags und Verallgemeinerungen ins Gesicht drückt...einjeijei, das dann auch so noch zu unterstützen, während in allen anderen Fällen, zurecht, Polemik aufs schärfste kritisiert wird ist heuchlerisch.

Aber im Grunde egal, denn:
#Allesschlampenaußermutti
 
Die Leute, die mit diesem "damit ist dem Feminismus kein Stück geholfen"-Schmu um die Ecke kommen sind immer nur dann besorgt um den Feminismus wenn er ihnen zu radikal zu werden droht.
Und selbst noch nie irgendwas aktiv dafür gemacht dem Feminismus auch nur "ein Stück zu helfen".
 
Was weißt du bitte über mich und andere? Deine Verallgemeinerungen und in eine Eckedrängerei kotzen mich an und machen dich neben deinen wirklich guten Denkanstößen zum absoluten Quälgeist. Du raffst immer noch nicht, dass du genau das tust, was du anderen vorwirfst. Pauschalisieren, über einen Kamm scheren usw.

Du weißt einen Scheiß über mich und mein Verhalten, aber das ist dir egal, du glaubst das, was in deine Scheuklappenwelt passt, für alles andere scheint kein Platz zu seien. Auch die Vehemenz, mit der du Dinge ansprichst, diskutierst ist eher löblich, bei dir allerdings gibt es nie einen Schritt zurück oder auch mal Einsicht oder dergleichen, immer volle Pulle voraus seine Meinung fahren.

Und ja, ich nehme es persönlich, wenn man über einen Kamm geschoren wird, das macht mich sogar furchtbar wütend. Mit diesem Verhalten unterscheidest du dich leider sehr wenig von der Diskussionskultur derer, die du so verachtest.
 
Man sollte echt nicht so einen auf intellektuell (oder besserwisserisch) machen, wenn man sich den Auswirkungen von Sexismus scheinbar nicht im klaren ist und ebenso wenig von Medienwirksamkeit versteht. Themen wie Sexismus, Sklaverei, Fremdenhass und co können gar nicht plakativ, übertrieben und polemisch genug behandelt werden. Zumindest muss es teilweise so sein. Damit auch der letzte Schwätzer damit konfrontiert wird. Denn seien wir mal ehrlich, wie viele von den wirklich Schuldigen ziehen sich schon eine lupenreine und ernste Abhandlung zu dem Thema rein? Sicher so um die 0,4%.

Und so lange meine Freundin mir noch mitteilen muss, dass sie auf dem Weg zur Arbeit wieder an den Po gefasst wurde oder irgendwelche Sprüche an den Kopf geworfen bekommt, so lange darf auch eine wahre Hetzjagd gegen Männer geführt werden. Der Schaden ist im Vergleich viel geringer, als was Frauen durch das Wegsehen mitmachen müssen. Inbesondere auch karrieretechnisch.
This.

Und ich glaube auch, dass viele ganz froh über den Hashtag sind. Ein Vorwand quasi, sich gar nicht mit dem Inhalt oder dem Thema Sexismus zu beschäftigen, sondern den Hashtag (und damit die komplette Thematik Sexismus) als Hexenjagd auf Männer und Quatsch abzustempeln.
"Du wirst strukturell, institutionell und gesellschaftliche benachteiligt? Wayne, ich fühle mich getriggert."
 
Das weiß ich nicht, aber seit wann ist Provokation kein probates Mittel? Diese Form des "Protests" (mir fällt gerade kein besseres Wort ein) ist doch üblich, warum also auch nicht hier?
Natürlich will man auch wissen, wie die Gegenreaktion ist. Und man muss sagen: es ist wenig überraschend.

Du bist dir der Thematik doch durchaus bewusst, ist doch super.
Ich persönlich (als weißer, heterosexueller Mann) fühle mich in keinster Weise durch den Hashtag angesprochen oder beleidigt oder getriggert. Bei denen das passiert, da soll es wohl genau das bewirken.

Kleines Beispiel? Würde ich schreiben, "Ich versuche zumindest mich mit Rassismus zu beschäftigen und ihn ernst zu nehmen", wie du es mit Sexismus tust, da würde man sich sicherlich an den Kopf fassen und sagen, dass Rassismus nichts ist, was man versuchen muss ernst zu nehmen.
Nein, Rassismus ist scheiße und muss bekämpft werden. Egal ob Mann oder Frau. Ich wehre mich ja auch gegen Rassismus, obwohl ich als weißer Mann wohl nie im Leben rassistische Erfahrung machen werde.

Also wenn du explizit danach fragst, was du tun sollst: Nimm es ernst (jetzt mal fernab von dem Hashtag, darüber kann man natürlich geteilter Meinung sein).
Mir war in dem Moment klar, dass irgendwer darauf anspringt, dass ich von versuchen geschrieben habe. Gut, mein Fehler. Hatte keine lust, das zu korrigieren.

Aber Cale spricht schon einige Punkte an. Ich für meinen Teil weiß halt nicht, was von mir eigentlich erwartet wird. Im Gegenteil wird die Diskussion mit einer Aggressivität geführt, die einfach zu nichts führt: ALLE Männer sind Trash. wenn ihr euch davon nicht angesprochen fühlt ist das ja sehr schön für euch, ich hab aber keinen Bock mich als trash bezeichnen zu lassen, nur weil ich ein Mann bin. Ich rede auch nicht abwertend über Frauen.
Wenn das also das Ergebnis (ich spreche expliziti nicht von dank, denn den erwarte ich nicht) für meine Versuche ist den Sexismus aus unserer Gesellschaft zu bekommen, habe ich relativ wenig Interesse, mich dahingehend weiter zu engagieren. Denn offensichtlich bin ich ja ein großer Teil des Problems da ich selber nicht erkennen, was ich alles falsch mache und es SOFORT abstelle.

Jetzt bin ich selbstbewusst genug davon auszugehen, dass Leute wie Cale oder ich durchaus bereitwilliger und offener mit diesem Thema umgehen, als viele andere. Aber selbst bei uns kommt das nicht gut an. Wie viel Erfolg soll sowas dann bei diesen anderen haben? Wieso ist dann so ein BS, der das wichtige Thema Sexismus nicht wirklich nach vorne bringt verteidigenswert?
 
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