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Die große Sexismus-Debatte

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Dr. Oetker auch endlich im Jahr 1954 angekommen.

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heute morgen auch diesen lkw vor mir gehabt
villing_technologie_gmbh.jpg
Ich find beides jut!!!
 
Irgendwie ja witzig, dass es auch in Europa so schräge Vögel gibt, die sich dieser eigentlich typisch amerikanischen Alt Right Bewegung anschließen...wobei, wollte nicht auch Breivik, nach eigener Aussage, Norwegen gegen den Kulturmarxismus verteidigen? :O_o:
Jo, Breivik wollte das "kulturmarxistische/multikulturalistische politische Establishment" zerstören bzw. versteht er alles, was die 68er-Generation hervorgebracht hat als Kulturmarxismus.

Wenn sich Tom-Tek sich solcher Ideologien verbunden fühlt, wundert es nicht, dass er sprachlichen Wandel als Ideologie sieht. Find's nur schade, dass man dafür auch noch Zuspruch erntet.
Aber gut, der Rechtsruck in den Köpfen und in der Gesellschaft ist wohl immer schwerer zu verhindern.
 
Wobei ich mich mit diesem Gendering auch sehr schwer tue. Ich verstehe den Sinn dahinter voll und ganz und finde die Idee an sich gut aber es ist sprachlich einfach so...wie soll ich sagen...beschissen?

Die einzig meiner Meinung nach halbwegs praktikable Form, ist die doppelte Aussprache aber darauf verzichte ich aus Gründen der Bequemlichkeit auch mehr als ich es nutze. Nicht aus Trotz heraus, sondern einfach weil ich meistens nicht großartig darüber nachdenke - wenn es mir gerade wieder zufällig in den Sinn kommt, nutze ich das sogar.

Da muss es doch irgendeine bessere Lösung für unsere Sprache geben. Von mir aus auch das meist geschlechterneutrale, englische Wort dafür aber diese Gendergaps, Binnenmajuskel, Binnen-Is und derlei sind doch fürchterlich zu lesen und auch auszusprechen.
 
Naja, im Sinne der Gleichberechtigung muss man vielleicht mal kleine Unbequemlichkeiten in Kauf nehmen.

Je mehr man es auf die Agenda setzt, desto normaler wird es. Vor allem für zukünftige Generationen.
Die kennen es irgendwann nicht mehr anders und schwupps, herrscht (immerhin) eine sprachliche Gleichberechtigung.
 
Immer interessant zu sehen, wie die Leute keinen blassen Schimmer haben wie sowas funktioniert.
Es geht nur bedingt darum, dass sich alle jetzt ändern und nicken. Es ist jedem bewusst, der so eine Veränderung beiführen will, dass das für die kommenden Generationen ist. Die letzten Generationen haben auch noch ganz anders getickt und ticken auch bis heute noch anders. Aber wir sind schon wieder ganz anders, genau wie unsere Kinder und Kindeskinder ganz andere Vorstellungen haben werden, was normal ist. Aber es ist unsere Aufgabe, diese Veränderungen voranzutreiben, dass später einmal das Ganze als Normal gesehen wird, weil man es so gewohnt ist. Sprecht mal ne Weile alles nur in der weibliche Form aus, und das bewusst. DAS kommt euch dann auch seltsam vor, weil ihr denken werdet, is doch schräg so.
Die Welt ist ja auch nicht unbedingt ein besserer Ort geworden, seit Frauen alles dürfen. Schaut euch doch an, was unter Merkel alles passiert ist... :D

Nicht besser kann man streiten, aber gerechter. Es geht nicht darum zu sagen, dass Frauen alles besser können. Sondern dass ihnen die Möglichkeit gegeben ist, es besser zu machen.
 
is halt blöd, dass wir Deutschen bei Berufsbezeichnungen etc. immer ne männliche und weibliche Form haben.
Die Engländer/Spanier/Franzosen kümmert das wenig, die haben einen Begriff und der gilt für alle. Teilweise is dann der Artikel mal männlich, mal weiblich, aber das juckt keinen.

Mein Gegenvorschlag daher: Einfach das "in" hinter den Begriffen abschaffen :p

da will doch keiner mehr deutsch lernen, wenn in den Lehrbüchern Sätze stehen wie "Der/Die Bäcker*in legte seine/ihre frisch gebackenen Brötchen für die Kund*en*innen in die von ihm/ihr zuvor geputzte Ablage."
 
Naja, im Sinne der Gleichberechtigung muss man vielleicht mal kleine Unbequemlichkeiten in Kauf nehmen.

Die Veränderung einer eigentlich schönen Sprache hin zu einer grammatikalischen Katasptrohe ist in meinen Augen nicht unbedingt eine Unbequemlichkeit sondern einfach scheisse. Und auch wenn ich der Meinung bin dass es wichtig ist und durchaus berechtigt ist im alltäglichsten Bewusstsein zu schaffen, nervts mich einfach tierisch. Vor allem wenn man sieht, dass sonst relativ wenig in Sachen Gleichberechtigung weiter geht.

Von mir aus kann man alles auf weiblich umstellen, kränkt mich in meiner Mannesehre absolut nicht. Ich werds wahrscheinlich trotzdem nicht mehr verinnerlichen und zur Bäckerin gehen (wenns denn nicht tatsächlich eine ist) oder zur Mechanikerin.

Was die Werbung angeht: ich hoffe, man wird auch weiterhin Werbung produzieren die aneckt und mit Sex und Geschlechtern spielen. Die 2 Beispiele sind da nicht so der Burner da sie einfach plump sind. Aber Einheitsbrei und 100% political correctness machen Werbung unfassbar langweilig.
 
Naja, im Sinne der Gleichberechtigung muss man vielleicht mal kleine Unbequemlichkeiten in Kauf nehmen.

Je mehr man es auf die Agenda setzt, desto normaler wird es. Vor allem für zukünftige Generationen.
Die kennen es irgendwann nicht mehr anders und schwupps, herrscht (immerhin) eine sprachliche Gleichberechtigung.

Ich halte die Grundidee dahinter zwar wie gesagt für sinnvoll aber bin mir nur nicht sicher, ob das auch wirklich der richtige Ansatz ist. Also im Vergleich dazu wie viel Energie da reinfließt. Ich habe da eine ganz andere These, die so auch von vielen Denkern und Denkerinnen vertreten wird, die zwar voll und ganz für die Gleichberechtigung sind, allerdings dieses Gendering für eine fragwürdie Sache halten, die am Kern der Sache vorbei zielt.

Der Ansatz des Genderings ist ja, dass man in der generischen Form gleich an einen Mann denkt (Direktor, Arzt, Präsident, Chef,...), statt ebenso an die Frau, die in diesen Positionen genauso vorkommt bzw. genauso qualifiziert dafür ist. Wenns aber so wäre und das ist ja die recht starke, empirische These, dann müsste bei Sprachen ohne Genus Unterschied (zB Englisch) dieser Unterschied ja schwächer sein, was ja nicht der Fall ist. Anderes Beispiel, man spricht auf Deutsch von etwas das sowieso mit einem femininen Genus daher kommt, wie etwa von einer Lichtgestalt, einer Koryphäe oder einer Person,...trotzdem denkt man hier meist sofort an einen Mann und nicht an eine Frau und das nicht weil das Wort dies durch eine Maskulinität suggeriert, nein denn das wäre ja grundsätzlich feminin oder neutral.

Wir denken an den Mann weil wir gewisse Stereotype/Rollenvorstellungen im Kopf haben, die gar nicht direkt mit der Sprache korrelieren bzw. aus dieser hervorgehen. Ergo die Sprache ist in dieser Hinsicht (dem Gendering, in seinen verschiedenen Formen) nicht hinreichend um so eine Stereotype entstehen zu lassen, auch wenn sich jene später durchaus in der Sprache äußern können. Ich kann mich dem daher nicht vollständig anschließen, dass das Problem durch die Sprache verursacht wird. Das ist mir zu kurz gedacht oder anders gesprochen: Hier handelt es sich lediglich um Symptombekämpfung und um eine Ursachenvielfacht, vielleicht sogar bloß um eine Scheinkausalität.
 
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Der Grund, warum ich es nicht nutze ist, weil es die Effizienz in Wort und Schrift reduziert. Ob lesen, schreiben oder sprechen. Es wird vollkommen unnötig anstrengend. Tut mir leid, das ist es mir nicht wert.
 
Ich halte die Grundidee dahinter zwar wie gesagt für sinnvoll aber bin mir nur nicht sicher, ob das auch wirklich der richtige Ansatz ist. Also im Vergleich dazu wie viel Energie da reinfließt. Ich habe da eine ganz andere These, die so auch von vielen Denkern und Denkerinnen vertreten wird, die zwar voll und ganz für die Gleichberechtigung sind, allerdings dieses Gendering für eine fragwürdie Sache halten, die am Kern der Sache vorbei zielt.

Der Ansatz des Genderings ist ja, dass man in der generischen Form gleich an einen Mann denkt (Direktor, Arzt, Präsident, Chef,...), statt ebenso an die Frau, die in diesen Positionen genauso vorkommt bzw. genauso qualifiziert dafür ist. Wenns aber so wäre und das ist ja die recht starke, empirische These, dann müsste bei Sprachen ohne Genus Unterschied (zB Englisch) dieser Unterschied ja schwächer sein, was ja nicht der Fall ist. Anderes Beispiel, man spricht auf Deutsch von etwas das sowieso mit einem femininen Genus daher kommt, wie etwa von einer Lichtgestalt, einer Koryphäe oder einer Person,...trotzdem denkt man hier meist sofort an einen Mann und nicht an eine Frau und das nicht weil das Wort dies durch eine Maskulinität suggeriert, nein denn das wäre ja grundsätzlich feminin oder neutral.

Wir denken an den Mann weil wir gewisse Stereotype/Rollenvorstellungen im Kopf haben, die gar nicht direkt mit der Sprache korrelieren bzw. aus dieser hervorgehen. Ergo die Sprache ist in dieser Hinsicht (dem Gendering, in seinen verschiedenen Formen) nicht hinreichend um so eine Stereotype entstehen zu lassen, auch wenn sich jene später durchaus in der Sprache äußern können. Ich kann mich dem daher nicht vollständig anschließen, dass das Problem durch die Sprache verursacht wird. Das ist mir zu kurz gedacht oder anders gesprochen: Hier handelt es sich lediglich um Symptombekämpfung und um eine Ursachenvielfacht, vielleicht sogar bloß um eine Scheinkausalität.
Ohne das jetzt groß ausführen zu wollen (auch weil es dann weiter in andere Bereiche geht), bin ich schon der Überzeugung, dass Sprache es vermag, auch Stereotypen zu bilden und zu festigen.

Aber gut, euch alten Männer muss das Thema eh nicht mehr interessieren, seine eigene gelernte Sprache ändert man nicht so tiefgreifend. Auf den zukünftigen Generationen liegt daher meine Hoffnung.
Und ich würde mich auch nicht so auf die (ich gebe es zu: komplizierten) Schreibweisen konzentrieren, irgendwas wird sich da auch noch tun. Aber da ich kein Sprachwissenschaftler bin, muss ich mich damit auch nicht befassen.

Ich kann mich allerdings noch daran erinnern, wie mein Opa immer "Frau Bundeskanzler" zur Merkel gesagt hat und mein Opa war ein ziemlich progressiv denkender Mann. Aber als ich ihn drauf angesprochen hab, warum er nicht Bundeskanzlerin sagt, hat er mir – halb in Rage – versucht zu erklären, warum das Quatsch ist, da jetzt Bundeskanzlerin zu sagen.

Wäre mal ganz amüsant wissen zu können, wie Sprache in 100 oder 200 Jahren aussieht.
 
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