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VOTE Chico einschläfern oder Leben lassen?

Wie soll es mit Chico weitergehen?


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Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Natürlich gibts Rassen, die im Schnitt andere Charaktereigenschaften aufweisen als andere. Das man sowas züchten kann ist seit Jahrhunderten bekannt. Nicht umsonst werden spanische Stiere auch auf Aggressivität gezüchtet. Und das gleiche funktioniert auch bei Hunden.

Und da sind wir wieder beim Hauptproblem angelangt bzw. bei der wahren Bestie. Und die heißt Mensch.
 
Zum Thema von aggressiver Disposition...

Spielt mal folgendes Gedankenexperiment durch (welches übrigens ein ganz praktisches ist, wovon die meisten Züchter die mit ihren Welpenkäufern in Kontakt bleiben ein Lied singen können):

Ihr habt einen Wurf mit vielen Welpen (9 zum Beispiel; oder 16, wenn ihr dieselbe Verpaarung 2 Jahre später nochmal durchführt und dabei dann 7 Welpen herauskommen) und vergleicht diese dann im Alter von 5 Jahren. Aus dem einen wurde ein ziemlich dominanter und aggressiver Hund, der andere ist ein ängstlicher Schisser, der nächste ausgeglichen, der andere fast schon zu extrem gechillt, das nächste Wurfgeschwisterchen hyperaktiv, ein anderer wird sogar zum Therapiehund eingesetzt usw...

Woran liegt diese charakterliche Diversität in ein und demselben Wurf (oder über zwei Würfe, bei selben Eltern) nun? Bloß alles allein durch die Gene determiniert? An der Sozialisierung und ganz allgemein den Erfahrungen die gesammelt wurden? Am Zufall (der ja Hand in Hand mit zuvor erwähnter Erfahrungen geht) oder vielleicht irgendeinem Mix dieser Dinge? Vielleicht gar irgendwas Anderes (man setze hier zB irgendeinem Götzen für etwaige religiöse Erklärungen ein)?

Die Frage ist genauso schwierig und ungewiss zu beantworten als ob man selbiges Beispiel nun mit Menschen statt Hunden durchspielen würde. Ich würde aber zumindest die reine Herrschaft der Gene und Götzeneinwirkung ausschließen.

Man sollte dich davor hüten besonders “höhere Lebewesen“ (ja, blödes Wort aber mir fiel auf Anhieb kein besseres ein) als reine, biologische Maschinen zu betrachten, außer man möchte dies auch beim Sapiens tun und das würde zumindest den meisten ziemlich kontraintuitiv erscheinen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Bestimmte Charakterfehler kannst du aber nicht mehr wegtrainieren. Da kann der Rütter noch so oft kommen.

doch.. ich hab so n fall seit 4 jahren hier. hat mich in den ersten jahren in die hand, den fuss und die waden gebissen (aufgrund ihrer geschichte). macht sie mittlerweile nicht mehr. viel geduld, viel vertrauen und immer alles positive belohnen. ich kann in 3 metern abstand an anderen hunden vorbei ohne gemecker, weil ich ihr wichtiger bin, als der andere hund. bevor sie einen passanten angeht, guckt sie mich an, was ich von der situation halte bzw, was ihr vorher angst gemacht hat, is jetzt eine situation, wo sie was tolles bekommen kann, wenn sie sich benimmt. niemand hat dran geglaubt, dass unsere trulla mal ein relativ entspanntes leben führen könnte... hat sie aber jetzt. die olle war so heftig, dass 3 trainer aufgegeben haben.
und rütter is auch so n spacko, der auf aversion trainiert. nen hund durch angst erziehen. keine gute idee...
und bitte keine überholtes alpha-gequatsche mehr. das hat der "entdecker" dieser theorie selbst widerrufen, nur hundehalter haben da aus irgendeinem grund noch spass dran. es.. gibt.. KEINEN alpha in einem rudel. man ist sich bei hunden nicht mal sicher, ob es rudel gibt, weil das ein ständiges kommen und gehen ist in einer gruppe (hunde.. wölfe is nochma anders. da sind familienverbünde, ebenfalls OHNE alpha oder so n quatsch)
 
Zum Thema von aggressiver Disposition...

Spielt mal folgendes Gedankenexperiment durch (welches übrigens ein ganz praktisches ist, wovon die meisten Züchter die mit ihren Welpenkäufern in Kontakt bleiben ein Lied singen können):

Ihr habt einen Wurf mit vielen Welpen (9 zum Beispiel; oder 16, wenn ihr dieselbe Verpaarung 2 Jahre später nochmal durchführt und dabei dann 7 Welpen herauskommen) und vergleicht diese dann im Alter von 5 Jahren. Aus dem einen wurde ein ziemlich dominanter und aggressiver Hund, der andere ist ein ängstlicher Schisser, der nächste ausgeglichen, der andere fast schon zu extrem gechillt, das nächste Wurfgeschwisterchen hyperaktiv, ein anderer wird sogar zum Therapiehund eingesetzt usw...

Woran liegt diese charakterliche Diversität in ein und demselben Wurf (oder über zwei Würfe, bei selben Eltern) nun? Bloß alles allein durch die Gene determiniert? An der Sozialisierung und ganz allgemein den Erfahrungen die gesammelt wurden? Am Zufall (der ja Hand in Hand mit zuvor erwähnter Erfahrungen geht) oder vielleicht irgendeinem Mix dieser Dinge? Vielleicht gar irgendwas Anderes (man setze hier zB irgendeinem Götzen für etwaige religiöse Erklärungen ein)?

Die Frage ist genauso schwierig und ungewiss zu beantworten als ob man selbiges Beispiel nun mit Menschen statt Hunden durchspielen würde. Ich würde aber zumindest die reine Herrschaft der Gene und Götzeneinwirkung ausschließen.

Man sollte dich davor hüten besonders “höhere Lebewesen“ (ja, blödes Wort aber mir fiel auf Anhieb kein besseres ein) als reine, biologische Maschinen zu betrachten, außer man möchte dies auch beim Sapiens tun und das würde zumindest den meisten ziemlich kontraintuitiv erscheinen.

Das ist ja auch ganz logisch. Ich glaube, hier hat auch niemand behauptet, dass allein die Gene einen Hund aggressiv machen, sondern eher danach gefragt, ob es nicht doch Tendenzen gibt. Also wenn bei einer Verpaarung bestimmter Rassen nicht doch die tendenzielle Veranlagung zur Aggressivität oder zu Entspanntheit oder was auch immer weitergegeben wird. Also wenn du in so einem Wurf immer deine 40-50% an Welpen hast, die diese eine Veranlagung mitbringt. Die muss dann ja auch nicht vollumfänglich vorhandein sein, sondern muss dann noch geformt werden. Nur, das kann ja auch mehr oder weniger unbewusst durch falsche Haltung und Behandlung passieren.
 
@Urgs

Du wirst auch bei den sogenannten Kampfhunden keine durchgängigen Veranlagung zur erhöhten Aggression finden, im vergleich zu anderen Rassen. Dazu wurden auch schon etliche Studien durchgeführt, die hier keine Auffälligkeiten bzw. erhöhtes Aggressionspotential im Vergleich zu anderen Rassen festgestellt haben. Das Problem ist, dass aus eigentlich fast jedem Hund ein aggressiver durch die falsche Erziehung und die falschen Erfahrungen werden kann. Beim zB Kleinpudel ist das halt meist bloß kein großes Problem, wenn sich dieser mal aggressiv verhält, da ihm die Physis fehlt.
 
@JokerofDarkness hat natürlich vollkommen recht, wenn er sagt, dass ein Mensch gegen einen Hund dieser Größe keine Chance hat. Nichtsdestotrotz entsetzt es mich, dass es hier gleich zwei Todesopfer gegeben hat. Natürlich kann so ein Hund einen Menschen ganz übel zurichten, zerfleischen und ihm lebensbedrohliche Verletzungen beibringen. Es ist aber nun mal so, dass der menschliche Körper auch einiges auszuhalten imstande ist. Selbst wenn so ein Tier einem die Gliedmaßen zerfleischt, ist man in der Regel nicht gleich Tod. Daher stellt sich mir hier die Frage, wie es dazu kommen konnte, dass hier wirklich zwei Menschen zu Tode gekommen sind. Ich habe keine Ahnung von Hunden, aber ich frage mich, ob so ein Tier wissen kann, was es tun muss, um einen Menschen gezielt zu töten (sich z.B. in den Hals verbeißen). Wenn er ansonsten nur wild drauflos geschnappt hat, weil er sich bedroht fühlte oder warum auch immer, kann es natürlich mal Todesfolgen haben, aber gleich in zwei Fällen?
 
Und da kann man dann plötzlich wieder eine ganze Rasse verurteilen? Interessant.

Ich denke eine Hunderasse kann man eher verurteilen als den einzelnen Hund, der nichts dafür kann. Ich denke viele sehen Nackthunde-Rassen oder die Teacup-Rassen auch als Verbrechen an der Natur. Das könnte man genauso gut auf Rassen übertragen, die auf möglichst kompakt-muskulöse Statur und Bisskraft getrimmt wurden. Ein möglichst sanftes Gemüt lag da jedenfalls sicher nicht im ersten Interesse der Züchter.
 
Klar, was hätte ich auch sonst schreiben sollen. Es sollte auch klar sein wie ich das gemeint habe. Damit spreche ich ja nicht den einzelnen KTler an. Aber der Mensch als Ganzes betrachtet ist eine Bestie und ein Vernichter. Stelle mal die größten Errungenschaften gegen die furchtbaresten Taten, die Grausamkeit sticht da doch deutlich hervor.

Dass der Mensch an sich aber auch großzügig und generell gut sein kann, bestreite ich nicht. Aber er hat halt auch ganze Völker, Rassen, Natur usw. ausgelöscht. Die Grausamkeiten in der Antike und im Mittelalter waren ja auch nicht ohne.

Der Mensch ist trotz seines Sachverstandes einfach zu unvorstellbar grauenvollen Taten imstande. Und da es schon immer so war, und auch weiterhin sein wird (das zeigen die zahlreichen Kriege), ist der Mensch als Ganzes nun mal eine Bestie.

Aber nein @Frequenzberater - Dich persönlich meine ich nicht damit. ;)
 
Ob ich den Hund nun einschläfern lassen würde? Wahrscheinlich ja. Er hat zwei Menschen getötet, egal warum. Ob lebenslang wegsperren nun "humaner" ist, bezweifel ich im Sinne des Tieres mal.

Mein Sohn wurde letzte Woche (wieder) vom Nachbarshund gebissen. Er hatte zum Glück noch seine dicke Jacke und einen Pulli an, so dass es "nur" ein fetter blauer Fleck wurde, aber das reicht ja auch. Der Hund war am spielen, es standen mehrere Leute genau daneben und dann hat mein Sohn den Ball einfach nur im anscheinend falschen Moment aufgehoben und wollte ihn wieder wegwerfen.

Der Hund ist eigentlich total friedlich, ist auch erst ein Jahr alt. Ich gehe auch davon aus, dass es wie so oft ein Erziehungsfehler ist/war. Aber was bringt diese Tatsache? Zu wissen, dass wahrscheinlich viele Hunde falsch erzogen sind verringert die potentielle Gefahr ja nicht wirklich.

Jeder Idiot darf hier einen Hund halten und mit ihm quasi machen, was er will. Leinen- und Maulkorbpflicht ist bei vielen Haltern immernoch ein Fremdwort, es wird ja aber auch kaum kontrolliert.

Ich will mich aber hier in die Diskussion auch nicht sonderlich einbringen. Mir ist sehr suspekt, wieviel Tierfreund man sein kann um alles zu entschuldigen.

Ich bin "Menschenfreund" und ganz sicher werden Menschen durch mangelhafte Erziehung und/oder gesellschaftliche Probleme irgendwann zu potentiellen Tätern. Aber es herrscht beim Menschen der Konsens, dass auch dann nach einem doppelten Tötungsdelikt eine Strafe erfolgen muss.
 
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