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Gleichgeschlechtliche Ehe - Eure Meinung

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Homosexuelle Ehe in Deutschland erlauben?

  • Ja

    Stimmen: 163 88,6%
  • Nein

    Stimmen: 21 11,4%

  • Umfrageteilnehmer
    184

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Frauen hatten ursprünglich auch mal keine Rechte im Grundgesetz und waren Eigentum des Mannes. Irgendwann kam Mann drauf, dass diese Gesetzgebung nicht mehr zeitgemäß und uncool ist.
 
Weniger Rechte an sich, das stimmt. Ich sag nur "Vergewaltigung in der Ehe" oder dass sie den Mann fragen mussten, wenn sie arbeiten wollten. Das waren aber Änderungen von StGB und BGB. Im Grundgesetz waren sie fadenscheinig immer gleichberechtigt, ergänzt durch die auch heute gängige Floskel "näheres regelt ein Bundesgesetz".
 
Weniger Rechte an sich, das stimmt. Ich sag nur "Vergewaltigung in der Ehe" oder dass sie den Mann fragen mussten, wenn sie arbeiten wollten. Das waren aber Änderungen von StGB und BGB. Im Grundgesetz waren sie fadenscheinig immer gleichberechtigt, ergänzt durch die auch heute gängige Floskel "näheres regelt ein Bundesgesetz".

Soweit ich das letztens in einem Artikel mal gelesen habe, wurde '94 euer Grundgesetz um folgende Passage ergänzt, im Rahmen des Kampfes für Gleichberechtigung:

Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.
 
Schön, dass die "Ehe für alle" im Bundestag endlich durch ist. Schade nur, dass das im Jahre 2017 überhaupt noch ein Thema sein musste.

So sehr ich mich für den eigentlichen Beschluss freue, so sehr erschreckt es mich wieder, wie viel homophoben Mist das Thema zu Tage fördert. Durch die gestrige Entscheidung gibt ja nun fast jeder seine Meinung dazu kund. Was ich da teils wieder in den sozialen Medien lese oder unterwegs/im Gespräch höre. Das wechselt in den Diskussionen ja sehr schnell zum Thema "Homosexualität an sich", was bei diesen Personen eher selten sachlich bleibt oder auf wirklichen Argumenten beruht.

Wenn ich von genau diesen Leuten dann gleichzeitig etwas von Intoleranz und am besten noch Diskriminierung lese/höre, weil ihre Meinung nicht akzeptiert wird ...

Meinungsfreiheit schön und gut, aber nicht wenn diese andere diskriminiert. Solange in einigen Köpfen homophobe Gedanken verankert sind, solange werden diese (bewusst/unbewusst) weitergegeben und es wird immer irgendwo zu Problemen kommen. Daher muss man einfach weiter versuchen die Ansicht dieser Leute zu ändern.

Die Adoption ist hier ein gutes Beispiel. Wie oft hört man als Gegenargument Sätze wie "Aber die armen Kinder werden doch später in der Schule schikaniert, weil sie homosexuelle Eltern haben.". Dass das eigentliche Problem schon in der Erziehung/Umfeld der mobbenden Kinder liegt, wird ausgeblendet.

Nun gut, mit der Ehe/Adoptionsrecht ist jetzt erstmal ein wichtiger Schritt getan. Das Ganze wird über die Zeit sicherlich auch helfen, weitere Menschen zu sensibilisieren.
 
Zuletzt bearbeitet:
Soweit ich das letztens in einem Artikel mal gelesen habe, wurde '94 euer Grundgesetz um folgende Passage ergänzt, im Rahmen des Kampfes für Gleichberechtigung:
Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.

Ich weiß das wird wieder ausarten gleich. :D Dennoch: Dieser Passus war wieder ein selten dämlicher Akt von Symbolpolitik. So richtig das auch ist, im Ergebnis führte das zu der gängigen Floskel "Frauen werden bei gleicher Qualifikation und Eignung bevorzugt eingestellt." Jedenfalls im öffentlichen Dienst führte das zu absurden Konstellationen. Ich kann gar nicht mehr erinnern wie viele Konkurrentenverdrängungsklagen ich durchführen musste in den letzten 10 Jahren. Es ist aus meiner Erfahrung tatsächlich überdurchschnittliche häufig vorgekommen, dass im ÖD auch bei nicht gleicher Qualifikation die Frau eingestellt wurde. Da wird in der Behörde lieber einmal mehr gefördert, bevor man einen Fehler macht und von oben einen auf den Deckel bekommt. Jedenfalls habe ich das Phänomen erlebt, dass hochqualifizierte Männer, die super geeignet waren ein Jahr zu hause saßen und immer wieder an dieser Hürde gescheitert sind. In den staatlichen Programmen war kein Platz für diese Menschen vorgesehen. Sie konnten sich nicht weiterqualifizieren, weil bildungstechnisch die Fahnenstange erreicht war. Und so waren sie trotz Eigeninitiative festgefahren. Die Agentur für Arbeit ist mit den nichtqualifizierten ausgelastet und hat auch keine Handhabe etwas an der Situation zu verändern. Es gab auch einige Fälle, in denen die Frau sich später hat scheiden lassen, weil der Alte keinen Job finden konnte.

Ich persönlich begrüße die Rolle der modernen Frau. Ich halte die Ausweitung der Regelungen (prominentes Beispiel die Quote in den Aufsichtsräten) jedoch für verfehlt. Wir leben mittlerweile in einer Zeit, in der es für jeden Jungen völlig selbstverständlich ist dass die Mädels Karriere machen, in Schule und Uni voll dabei sind. Das Problem der Frauen, nicht in Führungspositionen zu kommen, wird sich mE durch Zeitablauf – mit Aussterben der letzten Dinosaurier in den Chefetagen – von allein erledigen. Schon jetzt machen Frauen die 1,0 Abiture und weisen später die besseren Studienverläufe und -Abschlüsse vor. Meiner Meinung nach war die Quote auch deshalb verfehlt, weil der Frau so suggeriert wird, sie könne es ohne gesetzliche Hilfe nicht schaffen. Auf einen derartigen Mitleidsbonus ist heute keine Frau angewiesen - schon gar nicht die Frau, die Karriere machen will. Kann man natürlich anders sehen, aber in meinem beruflichen und privaten Umfeld hat bisher jede Frau meine Meinung geteilt.
 
Ich finde im Grundgesetz keinen Artikel der die Ehe definiert, nur dass sie zu schützen sei. Zusammen mit dem Gleichheitsgrundsatz sehe ich da überhaupt keinen Handlungsbedarf. Auch wenn ich durch meinen Beruf schon in der Lage bin Gesetze "zu lesen" bin ich natürlich ein Laie im Vergleich zu Verfassungsrichtern und kann nicht annähernd abschätzen, wie sich ein waschechter Jurist oder ein Gericht das Ganze evtl. hinbiegen könnte.

Korrekt. "Ehe und Familie stehen unter dem besonderen Schutze der staatlichen Ordnung."
Da steht aber nicht was Ehe ist. Das BVerfG hat einfach historisch bedingt irgendwann mal den Begriff der Ehe definiert. In den Grenzen des Wortlauts "Ehe" ist auch eine andere Interpretation möglich. Die Entscheidungen der letzten Jahre haben auch gezeigt, dass die Gleichstellung vom Verfassungsgericht gesehen wurde und faktisch vollzogen wurde. Das man sich bisher nicht anders geäußert hat kann uU auch damit erklärt werden, dass man hier den Spielball zur Legislative zurück gespielt hat. Motto: "Wir sind bereit, ihr Vertreter des Souverän gebt uns mal bitte einen Wink, damit wir können und niemanden vor vollendete Tatsachen stellen. Stichwort Gewaltenteilung." Es wäre jedenfalls ein Leichtes - und für den Fall einer Überprüfung durch die AfD auch aus meiner Sicht wahrscheinlich – hier einfach zu einer anderen Auslegung überzugehen. Dann wird aus Ehe = Mann und Frau einfach Ehe = zwei Menschen. Neben den Erwägungen zur Gewaltenteilung muss man auch einfach sehen, dass der Begriff der Ehe verfassungsrechtlich einfach zu ganz anderen Zeiten definiert wurde und es bisher keinen passenden Sachverhalt gab, in dem man sich mal wirklich damit auseinander setzen musste.
Die Begründungen der Union sind jedenfalls haltlos. Da gibt es zahlreiche Beispiele, in denen Karlsruhe die Auslegung des Grundgestzes schon auf morderne Füße gestellt hat. ME bedarf es da auch keiner Grundgesetzänderung.


Achso, ich hab mal für Ja gestimmt. Aus meiner Sicht gibt es zwar wenige Dinge die ich als so unwichtig einstufe wie dieses Thema. Ich hab aber kein Problem damit, es ist mir einfach total egal. Weil es aber anderen hilft und mir dadurch kein Nachteil entsteht, wüsste ich jetzt keinen Grund dagegen zu sein. Mein Nachbar schmeißt sicher gleich wieder den Rasenmäher an, damit ich viel größere Probleme am Sonntagmorgen..
 
Natürlich mit ja gestimmt...
Hab 2 schwule Ehepaare im engeren Freundeskreis... von daher hab ich da eh keine Berührungsängste...
verstehe allerdings auch nicht, was da für eine Debatte draus entstanden ist... schwule und lesbische Verbindungen gehören für mich schon lange zum Alltagsleben... warum da jetzt immer noch irgendwelche Politiker dagegen sind, erschließt sich mir nicht...
 
Natürlich mit ja gestimmt...
Hab 2 schwule Ehepaare im engeren Freundeskreis... von daher hab ich da eh keine Berührungsängste...
verstehe allerdings auch nicht, was da für eine Debatte draus entstanden ist... schwule und lesbische Verbindungen gehören für mich schon lange zum Alltagsleben... warum da jetzt immer noch irgendwelche Politiker dagegen sind, erschließt sich mir nicht...
Die sind nicht gegen schwule sondern gegen die ehe. Es gab davor ja schon eine eingetragene partnerschaft, ich weiss nixht mal was sich da gerade groß ändert. Ist ja nicht so dass schwule jetzt in der katholischen kirche heirraten kann mein ich, man darf mich gerne korrigieren.
 
Die sind nicht gegen schwule sondern gegen die ehe. Es gab davor ja schon eine eingetragene partnerschaft, ich weiss nixht mal was sich da gerade groß ändert. Ist ja nicht so dass schwule jetzt in der katholischen kirche heirraten kann mein ich, man darf mich gerne korrigieren.

Ich glaube es ist jetzt einfacher Kinder zu adoptieren.
Das ging vorher zwar auch, der Weg war aber deutlich schwieriger.

Ansonsten verstehe ich die ganze Diskussion auch nicht.
Hätten die Leute mal lieber soviel Energie aufgebracht, als am 25. Juni der §30a im StUmgBG ersatzlos gestrichen wurde.
 
Ist alles vollkommen irrelevant was ihr quatscht. Jeder Mensch mit Geist kennt den heiligen Bund und Grund der Ehe.
Und Homosexuelle sind unheilig und 'ne Schande vor Gott.

Darum geht's und nicht Menschen haben Gott erfunden, sondern Gott hat den Mensch erschaffen und erfunden.

Wenn ihr zu unfähig schwach seid zu glauben, weil ihr euch lieber in Sünde wälzt, ist das euer Bier, aber ich und viele andere sind Menschen mit göttlichen Bewußtsein und Herz und wir folgen dem Herrn mit Geist und Herz und werden durch ihn wahrhaftig und gut, da das als Mensch nur durch Gott im wirklich wahrhaftigen Sinne möglich ist.

Viele von euch können nichtmal definieren was es bedeutet wahrhaftig gut zu sein und das ist Fakt und bestätigen mir einfach Leute und Atheisten immer wieder, weil sie so voller Schande und verfangen in Sünde leben, das sie dazu quasi im wahrsten Sinne verdammt unfähig sind.

Soll heißen ihr hört aber begreift garnichts.

Sicher? Gott hat dem Menschen doch den freien willen gegeben, es gibt selbst homosexuelle Tiere.

Kann also nicht so ungewollt sein wie du gerne hättest.
 
Ach schade. Ich hätte mir doch so gerne noch seine Meinung dazu angehört, dass man Wolle und Leinen nicht mischen soll, dass Fraue keine Männerkleidung tragen dürfen und überhaupt, was er von "God's Loophole" hält... :(
 
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Ich würde aber wirklich gerne wissen, wie man wahrhaft gut definiert. Damit hätte man alle Probleme des Normativen geklärt. Mit dem Aufsatz müsste ich ein Leben lang nimmer arbeiten.
 
die csu will möglicherweise eine verfassungsklage prüfen lassen. das wird wohl ne weile dauern...

was wäre eine volksabstimmung zu dem thema ein traum, aber nö.....
 
Kann sie sich ja der AfD anschließen um Karlsruhe nicht unnötig doppelt zu belasten... die wären eh schon lange die passendere Parteien-Union. Und wenns nicht klappt, können sich halt ne Seite mehr in ihren Bayern-Plan kleben.
 
AfD kann gar nix machen, da in dieser Sache wohl nur Landesregierungen oder ein Viertel der MdBs das BVerfG über eine abstrakte Normenkontrolle anrufen kann.
Und die einzige realistische Variante wäre die bayrische Regierung. Und da man auch da wohl die Umfrageergebnisse bzgl. der gesellschaftlichen Akzeptanz kennen wird, weiß ich nicht, wie realistisch das kurz vor den Wahlen ist...

Wenn man als Privatperson ne Klage am BVerfG anstrengen will, dann muss man sich ja nachvollziehbar in seinen Grundrechten beschnitten fühlen. Und das dürfte schwer fallen zu argumentieren, da ja niemandem etwas genommen wurde.
 
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