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Gleichgeschlechtliche Ehe - Eure Meinung

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Homosexuelle Ehe in Deutschland erlauben?

  • Ja

    Stimmen: 163 88,6%
  • Nein

    Stimmen: 21 11,4%

  • Umfrageteilnehmer
    184

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Es ist genau 0 schlecht wenn ein Kind von 2 Frauen/Männern erzogen wird.

Auf twitter verbreitet sich gerade eine Studie das die Gefahr als Kind missbraucht zu werden bei homosexuellen Partnern deutlich höher liegen soll als bei heterosexuellen, bei bisexuellen sogar nochmals höher. Woher die Studie kommt, niemand weiss es. Was genau in ihr steht, niemand sagt es. Lediglich der scheinbar passende Abschnitt wird verbreitet. Wird leider seine Verbreitung finden und demnächst häufiger zu sehen sein. Gibt ja genug Vollidioten die das [zugegeben nicht sehr glücklich gewählte] Schlagwort "Ehe für alle" gleichsetzen mit Heirat von Kindern, Tieren und Gegenständen.

Edit: Falls es tatsächlich jemanden geben sollte der es nicht erahnen kann, ich habe natürlich für ja gestimmt. Das man im Jahr 2017 in Deutschland bzw. der "ersten/westlichen Welt" noch darüber diskutieren muss ob es sowas geben soll/darf ist dagegen eine farce. Aber unsere Kinder werde ja auch schwul gemacht bzw. "frühsexualisiert" [<-- tolle Wortschöpfung der Idioten um ersteres, geselschaftlich zu recht geächtetes nicht nutzen zu müssen]. :ugly:
 
Zuletzt bearbeitet:
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Auf twitter verbreitet sich gerade eine Studie das die Gefahr als Kind missbraucht zu werden bei homosexuellen Partnern deutlich höher liegen soll als bei heterosexuellen, bei bisexuellen sogar nochmals höher. Woher die Studie kommt, niemand weiss es. Was genau in ihr steht, niemand sagt es. Lediglich der scheinbar passende Abschnitt wird verbreitet. Wird leider seine Verbreitung finden und demnächst häufiger zu sehen sein. Gibt ja genug Vollidioten die das [zugegeben nicht sehr glücklich gewählte] Schlagwort "Ehe für alle" gleichsetzen mit Heirat von Kindern, Tieren und Gegenständen.

Edit: Falls es tatsächlich jemanden geben sollte der es nicht erahnen kann, ich habe natürlich für ja gestimmt. Das man im Jahr 2017 in Deutschland bzw. der "ersten/westlichen Welt" noch darüber diskutieren muss ob es sowas geben soll/darf ist dagegen eine farce. Aber unsere Kinder werde ja auch schwul gemacht bzw. "frühsexualisiert" [<-- tolle Wortschöpfung der Idioten um ersteres, geselschaftlich zu recht geächtetes nicht nutzen zu müssen]. :ugly:

Auf Twitter? Was is denn das schon wieder für ein Bullshit. War wohl der selbe Autor, der behauptet hat, Impfen ist gefährlich.
 
Puh, teils harter Tobak hier im Thread. Ich verstehe nicht, wie man im Zeichen der Toleranz über Menschen anderer Meinung so herziehen kann, ohne zu merken, welche bigotten Ansichten man hat.

Zum Thema:
Soll heiraten wer will, tut mir nicht weh. Andererseits wurde die Ehe als Institution zur Organisation der Gesellschaft geschaffen, allerdings zu ganz anderen Zeiten. Je nachdem, von welcher Seite man es beleuchtet, gibt es ganz nüchterne Argumente für ein Ja oder Nein, ganz ohne Unterstellungen.
Aber wie gesagt, mich ficht das Thema nicht genug an, um mich damit wirklich zu beschäftigen und meine Meinung steht auch so.
 

http://www.tagesschau.de/inland/ehefueralle-139.html

Dem widersprechen führende deutsche Juristen, sie halten die Ehe für alle verfassungsgemäß. Christoph Degenhart, Professor für Öffentliches Recht an der Universität Leipzig, sagte der "Rheinischen Post", er könne sich vorstellen, "dass das Bundesverfassungsgericht pragmatische Lösungen sucht, um das Gesetz zu halten". Er sei nicht sicher, ob das Bundesverfassungsgericht das Standvermögen hätte, sich dem neuen Gesetz in den Weg zu stellen.
 
Ja was denn nun? Ist sie verfassungsgemäß oder ist es wahrscheinlich, das das Bundesverfassungsgericht kein Standvermögen gegen den Shitstorm aus der Bevölkerung und den Medien beweist?
 
Ja was denn nun? Ist sie verfassungsgemäß oder ist es wahrscheinlich, das das Bundesverfassungsgericht kein Standvermögen gegen den Shitstorm aus der Bevölkerung und den Medien beweist?
gerichte haben je nach gesetz handlungsspielraum. warum sollte sich ein gericht also gegen die gesellschaftlichen wünsche stellen, wenn es das gesetz nicht zwingend hergibt und es handlungsspielraum hat?
 
Eine pragmatische Lösungs wäre dann wohl, dass man das Gesetz nicht einkassiert, aber die nächste Regierung dazu auffordert, die Verfassung zu ändern. Was völlig okay wäre. Oder welchen Handlungsspielraum siehst du da noch?
 
Ich finde im Grundgesetz keinen Artikel der die Ehe definiert, nur dass sie zu schützen sei. Zusammen mit dem Gleichheitsgrundsatz sehe ich da überhaupt keinen Handlungsbedarf. Auch wenn ich durch meinen Beruf schon in der Lage bin Gesetze "zu lesen" bin ich natürlich ein Laie im Vergleich zu Verfassungsrichtern und kann nicht annähernd abschätzen, wie sich ein waschechter Jurist oder ein Gericht das Ganze evtl. hinbiegen könnte.

Mein persönlicher Eindruck ist aber, dass unsere Verfassung die Ehe nicht auf Mann und Frau beschränkt und alles andere mühselig hineininterpretiert wird, weil es halt niedergeschrieben wurde, als gleichgeschlechtliche Ehe "undenkbar" waren. Aber es steht auch drin, die Würde des Menschen sei unantastbar. Wenn man jetzt mal bedenkt, dass es zu Zeiten, als homosexuelle Handlungen Straftaten waren, auf öffentlichen Toiletten der Reeperbahn die sogenannten "Spannerspiegel" gab, hinter der unsichtbar ein Polizeibeamter saß, ist das wiederum heute "undenkbar".

Ich denke mal der gesamte gesellschaftliche Blick auf "die Ehe" hat sich verändert und es würde für das Verfassungsgericht schon schwierig zu kommunizieren sein "im Namen des Volkes" dagegen zu urteilen, wenn es eine klare Definition im Grundgesetz gar nicht gibt.

Und damit meine ich jetzt natürlich nicht allgemein beliebtes Justizgebashe. Natürlich wird es in einem freien Land immer Gegenmeinungen und Gegenstimmen geben, die dann fragen "Wieso? In meinem Namen passiert das nicht, bin ich etwa kein Teil des Volkes?"
 
Zuletzt bearbeitet:
Ja was denn nun? Ist sie verfassungsgemäß oder ist es wahrscheinlich, das das Bundesverfassungsgericht kein Standvermögen gegen den Shitstorm aus der Bevölkerung und den Medien beweist?
Das Grundgesetz definiert nicht, ob für eine Ehe Mann und Frau notwendig sind.
Das waren vergangene Entscheidungen auf Basis der vorherrschenden gesellschaftlichen Werte. Und die können sich ändern und damit auch die Rechtssprechung in dieser Sache.
Über 80% Zustimmung in der Bevölkerung zeigen ja schon an, dass sich hier Werte verschoben haben.

Hab vorhin aber gelesen, dass es in dieser Sache nur in Form einer “abstrakten Normenkontrolle“ ans BVerfG gehen kann und die kann nur von einer Landesregierung oder 20% der Abgeordneten im Bundestag angestrengt werden.
Kann also wohl nicht einfach die AfD kommen und vors Gericht ziehen.
 
Eine pragmatische Lösungs wäre dann wohl, dass man das Gesetz nicht einkassiert, aber die nächste Regierung dazu auffordert, die Verfassung zu ändern. Was völlig okay wäre. Oder welchen Handlungsspielraum siehst du da noch?
du hast vermutlich nicht mitbekommen, dass die spd eine verfassungsänderung ausgeschlossen hat. falls das gericht also entscheidet, es müsse eine änderung geben, ist das gesetz am ende.

momentan ist doch nichtmal sicher ob das gesetz verfassungswidrig wäre. weder definitv noch vermutlich. sollte es aber schwamming sein und das gericht interpretieren bzw seinen handlungsspielraum haben/nutzen, wüsste ich nicht, was dagegen spricht, das gesetz durchzuwinken. zumal es eben gesellschaftlich gewollt ist (und niemandem weh tut)
 
Also ich bin auch kein Jurist, aber die Argumentationskette, wieso das Grundgesetz da eindeutig ist (gerade weil Mann und Frau da nicht extra genannt werden und weil Ehe und Familie in einem Atemzug dort erwähnt werden) kann man ja in dem von mir verlinkten Text nachlesen.

Nee, ich hatte das nicht mitbekommen. Warum hat die SPD das ausgeschlossen? Weil die Mehrheit dafür nicht zu bekommen wäre?
 
Ja ich verstehe das auch! Aber gleichzeitig hat das Verfassungsgericht auch die Verantwortung darüber zu urteilen, wie dies 2017 zu bewerten ist und nicht (und das formuliere ich jetzt bewusst überspitzt) "Wie hat ein Haufen Leute, unter denen auch viele Ex-NSDAP-Mitglieder waren, das 1949 gemeint?"

Man sieht ja auch wie die Rechtsauffassung sich beim KPD-Verbot und beim NPD-Verbot verändert hat.
 
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