Ich möchte dir da nur einen Ratschlag mit auf den Weg geben: Halte dich fern von Steam Sales, so gut es geht. Sie sind Gift für die Motivationssysteme und saugen dem Hobby seine gesamte Faszination aus.
Find ich überhaupt nicht. Natürlich sollte man nicht wie ein Verrückter die Spiele im 50er-Pack kaufen und sich innerhalb eines halben Jahres einen nicht mehr zu bewältigenden Berg an ungespielten Spielen anlegen.
Ich kauf mir pro großem Sale vllt. 5-10 Spiele (höchstens), davon viele kleine Indie-Spiele. Momentan hab ich in meiner "ungespielt"-Kategorie 16 Spiele, ein paar umfangreichere Spiele, aber auch viele kleine Perlen, die schnell gespielt sind. Und trotzdem spiele ich eins nach dem anderen, so wie ich sonst auch spiele. An meiner Motivation zehrt das rein gar nicht und ich hab massiv Geld gespart, da ich nur Spiele kaufe, die auf meiner Wunschliste stehe, die ich also so oder so zocken will. (klar, Ausnahmen bestätigen die Regel, ab und an ist ein kleiner Impulskauf drin).
Also: Selbstdisziplin, dann passt das auch.
Zum Topic: Toller Text, spiegelt meine Meinung wieder und war damit auch einer der Gründe, wieso ich jetzt all in all nen PC für 1300€ daheim stehen hab.
Die Strategie der Zwischen-Generationen bei Konsolen passt mir gar nicht, ich sehe keine Vorteile für die jeweiligen Ökosysteme. Daher hab ich keine PS4 Pro und werde mir auch keine kaufen. Denn auch die aufgepimpten Konsolen sind ein Kompromiss, was die Leistung angeht. Und ich tausche einen Kompromiss gegen einen leicht besseren Kompromiss. Daher ist meine Hauptplattform halt so leistungsstark, dass ich ausnahmslos jedes hierfür erscheinende Spiel im vollen Details, mit unglaublich sauberer Optik genießen kann. Denn auch wenn diese Ansicht (mal wieder) hier verpönt ist: für mich bringt eine bessere Optik mehr Spaß beim Spielen. Ein mieses Spiel wird nicht besser, aber in einem aktuellen Beispiel hat mich die unsaubere Optik bei FF XV gestört. Flimmern hier, nur 30 fps da, deutlich sichtbare Schattenkaskaden und Dithering dort, fehlendes AF überall. Das nervt mich eben und es fällt mir auch auf, wenn ich nicht bewusst darauf achte. Oder Metro Last Light: Die creepy Atmosphäre wird eben durch ein perfekt sauberes Bild, knackscharfen Schatten, pompöses Lighting etc. unterstrichen und für mich ist der Outcome eben besser.
Dann natürlich die Preise für Spiele, selbst wenn man die halbseidenen Alternativen wie G2A außen vor lässt. Die Konsolen werden hier bei digitalen Käufen besser (v.a. Sony hat wirklich oft gute Sales), aber Steam ist eben immer noch unschlagbar und den Konsolen in jedem Aspekt überlegen (Preise, DL-Speed, kostenlose CLoud-Saves mit keinem Gesamtkontingent, sondern pro Spiel, dazu noch 10GB für Screenshots, Store-Navigation etc.). Wie Dow Jones ja auch schon festgestellt hat, brauch man auch kein halbes Informatikstudium mehr, um den PC zockbar zu halten. Spiele patchen von alleine, der GPU-Treiber kommt von alleine und Probleme hat man (meiner Erfahrung nach) auch nicht mehr als bei Konsolen.
Das Ding ist im Wohnzimmer an Monitor und TV (inkl. Surroundanlage) angeschlossen, so dass ich auch hier flexibel bin, wenn meine Frau den TV braucht. Geht bei Konsolen nicht.
MS hat auch für mich die Xbix total uninteressant gemacht, da ich jedes Spiel für den PC bekomme - in besser. Und auch über die Scorpio kann mein PC nur müde lächeln.
Meine PS4 würd ich aber auch nicht missen wollen, da mich das Exklusivangebot von Sony schon extrem anspricht.
Naja, jedenfalls sieht es für mich nicht so aus, als würde sich an der Konstellation irgendwann was ändern. Mit dem PC als Hauptplattform fühl ich mich sehr wohl. Klar, es ist hardwaretechnisch teurer als Konsolen, wenn man kompromisslos zocken will (also alle Grafikregler komplett nach rechts hauen will), aber dafür holt man bei der Software viel Geld wieder rein. Aber ehrlich gesagt ist mir das mein Haupt-Hobby eben wert. Dazu noch ne Playstation als Zweitkonsole und ich hab mehr Zockfutter als ich jemals irgendwie bewältigen könnte.