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MULTI No Man's Sky

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

So siehts aus. Die Entscheidung, ob man noch nachträglich monetrisiert, liegt nicht beim Entwickler, sondern bei Sony als Publisher.

Murray ist imo ein supersympathischer Mensch, aber man merkt regelmäßig, wie ihn die PR- und Marketingmaschinerie der Branche überfordert, dafür ist er einfach nicht geschaffen. Er ist halt Entwickler und wurde damals beim Reveal ins Rampenlicht gezerrt, als VIsionär dargestellt und jetzt hat er diese unpassenden Rolle.

Ich find es aber schade, wenn für solche Dinge bei den Zockern zu wenig Einfühlungsvermögen und Verständnis für die Zustände und "Regeln" der Branche vorhanden sind und gleich abfällig über ihn gehetzt wird.
Das würde keiner von uns besser machen.

Jeder Entwickler hätte es wohl am liebsten, nie Geld für DLCs verlangen zu müssen und einfach nur das beste Spiel entwickeln zu können. Das wird er bei seiner Aussage wohl auch gedacht haben und jetzt wurde er nachträglich vom Publisher zurechtgewiesen, bitte nicht so kategorische Aussagen zu treffen über Entscheidungen, die er nicht zu treffen hat.
 
Nein darum geht es mir nicht, sondern eher darum das ich die 60 Euro als Investition in dieses Projekt gesehen hatte.
Mit dem wissen, das die DLC's kostenlos sind, sonst hätte ich mir das Spiel nie zum Vollpreis gekauft und hätte gewartet, bis es eine Komplettedition gibt.
 
Irgendwie ist es ja süß, es ist immer der arme, idealistische Entwickler und immer die bösen, geldgierigen Publisher. Nicht nur hier, praktisch immer, wenn es um solche Themen geht :grins:
Wenn man es in Stereotypen verpacken will, ists auch so.
Natürlich hat die Realität Graustufen, aber im Prinzip will ein Entwickler das bestmögliche Spiel abliefern und der Publisher den bestmöglichen Gewinn einfahren.
Da verteilen sich die Rollen halt mehr oder weniger so.
 
Wirklich klar, wessen Entscheidung das ist, ist es nicht. Hängt vom Publishing-Vertrag mit Sony ab. Es kann auch sein, dass sie nur Marketing investiert haben und dafür die Konsolenexklusivität erhalten haben.
 
So siehts aus. Die Entscheidung, ob man noch nachträglich monetrisiert, liegt nicht beim Entwickler, sondern bei Sony als Publisher.

Du kennst also deren Vertrag? Und selbst wenn es nicht bei Hello Games liegt diese Entscheidung zu treffen, dann treffe ich nicht so eine Aussage eine Woche vorher und stelle mich als den Heilsbringer dar. Als Chef sollte man seine Verträge dann kennen.
 
Ich sag ja, aus der Ferne ist immer leicht reden und man würde natürlich alles besser machen. Ist beim Fussball ja nicht anders :p

Aber ist ja auch egal...
 
Irgendwie ist es ja süß, es ist immer der arme, idealistische Entwickler und immer die bösen, geldgierigen Publisher. Nicht nur hier, praktisch immer, wenn es um solche Themen geht :grins:

Natürlich ist es nicht immer Schwarz/Weiß. DLCs sind im Interesse beider seiten. Der publisher bekommt extra cash und der Entwickler wird (je nach größe des dlcs) länger bezahlt. Aber für dlcs wird nicht das gesamte Team benötigt, wodurch nur ein kleiner teil des Entwickler Teams bezahlt wird, während der andere teil am neuen Projekt arbeitet und hoffen muss, dass ein publisher das Projekt gut genug findet, um es zu "Greenlighten" und zu finanzieren. Zumindest gilt das für Entwickler, die nicht einem publisher gehören.
Bestes beispiel ist DontnoD mit sowohl 'Remember Me' als auch 'Life is Strange', wo sie die projekte (bevor sie ihren Publisher gefunden haben) etlichen publishern gezeigt haben. Sie wurden jedoch immer abgelehnt, weil man in beiden spielen einen weiblichen Charakter spielt und die publisher denken, dass sich das nicht verkauft.

Aber wie gesagt. dass Hauptproblem im falle von NMS war wohl die fehlende Kommunikation zwischen Sean und Sony.
 
Natürlich ist es nicht immer Schwarz/Weiß.

Genauer gesagt, ist es das nie! Deshalb finde ich es ja immer so ... interessant ... , daß die Entwickler immer in Schutz genommen werden, während alles Böse und Schlimme grundsätzlich nur beim Publisher zu suchen ist. Wie hier jetzt auch wieder. Es sind immer EA, Acti, Sony oder Ubi, die dafür verantwortlich sind, daß die Gamer nicht die Perle bekommen, die ihnen die Entwickler doch so sehnsüchtig und selbstlos zukommen lassen wollen. Und das ist einfach Blödsinn.
 
Es ist bei jedem Spiel anders. Bei Destiny z.b war es nunmal Activision, der content ausm Hauptspiel geschnitten hat, um sie als dlcs zu verkaufen. Bei NMS ist es vielleicht anders. Aber wie du schon gesagt hast, ist es nicht immer Schwarz/Weiß. Aber manchmal ist es das eben. (zumindest im falle von Destiny)
 
Zuletzt bearbeitet:
Hä?
ich hab doch selbst geschrieben, dass die Realität immer grau ist.

Abgesehen davon ich hab für mich persönlich die Perle bekommen, die ich mir erhofft hab. Von daher hab ich keinen Grund, in diese Richtung zu argumentieren.

Aber ich informiere mich viel über die Branche (v.a. über US-Quellen), hab schon so einige Leute - Entwickler, Journalisten, ehemalige Entwickler, ehemalige Publishing-Mitarbeiter etc. - (allgemein: Menschen mit echten Connections in die Branche und Ahnung von der täglichen Arbeit dort) reden gehört und da bekommt man so einige interessante Einblicke, wie das da alles funktioniert. Natürlich nicht in schwarz und weiß, aber naturgemäß gibt es halt eine recht durchgängige Rollenverteilung und Interessenslagen, es gibt Medien- und PR-Profis, die geschickt mit Meinungen der Masse jonglieren und es gibt PR-Amateure wie Murray, die sich halt in Sachen PR sehr hilflos anstellen.

Natürlich gibt es auch grandiose Schwätzer wie Mollepete. Der ist aber PR-Profi und unfassbar abgezockt, Murray ist sichtlich "clumsy", idealistisch und immer noch unerfahren, wie man richtig mit dem sehr speziellen Zielpublikum des Zockers umzugehen hat. Daher halte ich es für die vollkommen falsche Einschätzung, ihn in die selbst berechnende Ecke wie Mollepete oder Randy Pitchford zu stecken.
Ersterer ist zwar auch Idealist, aber er nutzt seinen Pathos gezielt, um Luftschlösser zu bauen, er weiß genau, wann er was sagt. Und Pitchford ist einfach nur ein Lügenbaron, der aus purer Berechnung Dinge verspricht, wohlwissend, dass im selben Moment die Wahrheit komplett anders aussieht (siehe dieses miese Alien-Spiel aus seiner Verantwortung).
 
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