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KT Zimtzicke fragt sich: raubt uns das Internet den potentiellen Spass an Spielen?

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Ich persönlich finde sowieso das schlimmste, dass im Internet als Gesamtes scheinbar nur in Superlativen geredet werden kann. Ein Spiel ist entweder das Beste aller Zeiten und alles andere ist nur schmoderhafter Dreck, der vergessen werden kann oder ein Spiel ist der nutzloseste Müll und jeder Müllcontainer bringt einem mehr Entertainment.

Fand das auch recht überraschend im Uncharted Thread, das Spiel ist zweifelsohne verdammt gut, aber bei den einseitigen Lobhudeleien, die das Spiel ja fast schon als die Eröffnung des Paradieses betiteln, könnte man fast vergessen, dass sehr bald die Erweiterung für zumind. hier im Forum ebenfalls als eines der besten Spiele (wenn nicht das beste Spiel aller Zeiten) betitelte Spiel rauskommt. Doch das geht jetzt, wo es nicht mehr ganz so aktuell ist wie z.B. Uncharted 4, fast komplett unter.

Ich weiß nicht, ich denke lieber einfach an verdammt gute Spiele, die mir verdammt viel Spaß machen, als dann gleich von wegweisenden Meilensteinen der Videospiel-Geschichte oder anderen überladenen Bezeichnungen zu sprechen...
 
Bei unbekannteren Spielen hat es dann den Vorteil, dass ich sie deutlich günstiger bekomme. Da kann ich über bestimmte Mankos wie Ruckeleien oder Bugs ganz gut hinwegsehen, wenn ich den Titel nicht zum Vollpreis erworben habe und es aber irgendwas anderes hat, womit es die Mankos kompensiert.

Nee, das ist bei mir nicht der Fall. Ein Manko im Spiel ist und bleibt ein Manko. Egal, ob ich dafür 30€ oder 70€ bezahlt habe. Das Spielerlebnis verändert sich nicht mit dem Preis. Einzig der persönliche Verlust mindert sich.

Ich gehöre aber auch nicht zu denen, die im Sale alles kaufen, was nicht bei 3 im Aldi ist, nur damit man es gekauft hat.
 
Viele dieser überschwenglichen Formulierungen entstehen aber auch einfach aus dem Bauch heraus, weil man total geflasht ist. Oder man nie wieder andere Spiele würdigen können wird etc. Eine Woche nach dem Durchspielen sieht man das wieder nüchterner. :D
 
Doch, mein Spielerlebnis ist durchaus auch abhängig von der Erwartungshaltung und dem Preis, den ich dafür investiert habe. Ich nehme ja bei jedem Spiel automatisch eine Art Kategorisierung vor. Wenn ich ein Game von nem kleinen Entwickler habe, der sich ganz viel Mühe beim Story-Telling gegeben hat oder beim Gameplay, dafür aber die Technik nicht so gut im Griff hat, dann kann ich mich damit arrangieren.

Oder aber, wenn ein so großes Spiel wie der Witcher ab und an leicht ruckelt, da rechne ich das auch gegeneinander auf. Klar wäre es schöner, wenn es nicht ruckeln würde, aber anderseits ist es halt auch ein riesiges Spiel, vollgestopft mit Content. Also verschmerzbar.
 
Viele dieser überschwenglichen Formulierungen entstehen aber auch einfach aus dem Bauch heraus, weil man total geflasht ist. Oder man nie wieder andere Spiele würdigen können wird etc. Eine Woche nach dem Durchspielen sieht man das wieder nüchterner. :D
Naja, aber muss das wirklich sein? Ich sehe es immer so, wenn ich jetzt sage, dass z.B. Uncharted 4 DAS beste Spiel ALLER Zeiten und für immer und ewig ist, heißt das mindestens, dass z.B. Witcher 3 schlechter ist. Immerhin hab ich ja scheinbar so viel Wert darauf gelegt, nicht einfach klar machen zu müssen, dass Uncharted EINES der besten Spiele oder ein verdammt geiles Spiel ist, nein, es ist der Superlativ, die Spitze.

Nur hat z.B. ein Witcher das verdient? Es sind beides komplett einzigartige Erfahrungen, die auf ihre Art komplett andere Felder abdecken. Und für viele, wenn auch vielleicht nicht für alle, verdammt viel Spaß gemacht haben. Muss man da wirklich sagen, dass eines doch einen Ticken krasser ist, reicht es da nicht einfach mit beiden Spielen oder sogar noch viel mehr Spielen einfach ein verdammt geiles Spielerlebnis gehabt zu haben?
 
Uncharted 4 kann ja garnicht das beste Spiel aller Zeiten sein wenn es nichtmal das beste Spiel im Franchise ist. :P
 
Naja, aber muss das wirklich sein? Ich sehe es immer so, wenn ich jetzt sage, dass z.B. Uncharted 4 DAS beste Spiel ALLER Zeiten und für immer und ewig ist, heißt das mindestens, dass z.B. Witcher 3 schlechter ist. Immerhin hab ich ja scheinbar so viel Wert darauf gelegt, nicht einfach klar machen zu müssen, dass Uncharted EINES der besten Spiele oder ein verdammt geiles Spiel ist, nein, es ist der Superlativ, die Spitze.

Nur hat z.B. ein Witcher das verdient? Es sind beides komplett einzigartige Erfahrungen, die auf ihre Art komplett andere Felder abdecken. Und für viele, wenn auch vielleicht nicht für alle, verdammt viel Spaß gemacht haben. Muss man da wirklich sagen, dass eines doch einen Ticken krasser ist, reicht es da nicht einfach mit beiden Spielen oder sogar noch viel mehr Spielen einfach ein verdammt geiles Spielerlebnis gehabt zu haben?
Kann ich den Leuten nicht verübeln. Ich selbst versuche aber, ein neues Spiel trotz rosaroter Brille von Anfang an richtig für mich einzuordnen. Da hilft ein bewährtes Bewertungssystem mit über 176 Titeln schon sehr. Beim Beispiel Uncharted vs. Witcher haben beide eine 5.0 bei mir.
 
Und bei mir sind es einfach beides geile Spiele.
Für mich gibt es 3 Wertungen: Geiles Spiel, das mir viel Spaß macht, okayes Spiel, das ich schon mal als Zeitvertreib spielen kann und Spiel, das mir nicht liegt oder keinen Spaß macht... :D
 
Mein Beitrag zu dem Thema:

Wie sehr man sich mit dem Thema Games im Vorfeld beschäftigt, hat auf jeden Fall Auswirkungen wie man die Titel wahrnimmt.
Als ich früher für eine Redaktion geschrieben habe, und man sich deswegen permanent mit Videospielen auseinandersetzt, hat man natürlich im Vorfeld eine gewisse Erwartungshaltung (oder zumindest gute Eindrücke). Durch die sozialen Medien wird das alles verstärkt. Und so fallen auch Mängel etc stärker auf.
Nachdem ich mit dem Job aufgehört hatte, hat sich mein Gaming Verhalten und die Wahrnehmung komplett verändert. Mittlerweile informiere ich mich vor Release absolut null über Spiele (schaue auch nur sehr selten Trailer) und bin meist überrascht, wenn ich im Media Markt plötzlich neue Titel sehe oder in meiner Freundesliste neue Sachen gezockt werden. Erst dann schaue ich nach Meinungen oder Artikeln zu dem Titel. Day One Käufe kommen bei mir fast gar nicht mehr vor.
Und wisst ihr was? Ich war nie entspannter und glücklicher beim Zocken. Ich war richtig zufrieden als sich beim Zocken wieder diese Entspanntheit eingestellt hat, die ich jahrelang nicht hatte.
Durch Distanz zu dem Thema wurde es wieder mehr zu dem Hobby/Freizeitausgleich, wie es sein soll :dhoch:
 
Prinzipiell findet das Internet immer alles scheiße. Von daher ja, man kann sich oft die Lust auf einen Titel, ein Spiel, eine Band, einen Film oder was auch immer verderben lassen, weil "alle" maulen. Und am Ende ist es meist halb so schlimm.

Von daher weniger Internet, mehr eigene Meinungsbildung.
 
ach komm..die sogenannten "pros", wie sie sich selber gern betiteln finden doch prinzipiell alles schlecht was ihnen subjektiv nich gefällt. man kann das internet sinnvoll nutzen und paar videos zu nem spiel ansehen, um mal den groben überblick zu haben. aber jetzt die eigene meinung ausnahmslos über solche videos zu bilden, is doch ziemlich respektlos den entwicklern gegenüber, die ihr herzblut da reingesteckt haben. ich versuch zb game-reviews völlig zu meiden
 
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