Veränderungen müssen Wege gehen die vorher noch nicht beschritten wurden. Irgendwann muss der Anfang gemacht werden. Das ist so das Ding an Veränderungen.
Ich finde auch "Versuchskanichen" kein schöner Begriff für sowas. Hier werden Kinder von zwei Menschen aufgezogen die gut durchleuchtet werden und nicht von zwei Löwen mit nem zweit Job bei Aldi.
Natürlich kommen da Herausforderungen auf die Eltern und auf die Kinder zu. Aber in meinen Augen sind das alles Hindernisse die man meistern kann und die auch vorhersehbar sind. Nichts mit Versuchskaninchen.
Irgendwann in der Zukunft wird das völlig normal sein, davon bin ich überzeugt, wie fern diese Zukunft ist kann man jetzt schlecht absehen. Aber das wir uns glücklicheriweise in diese Richtung entwickeln ist ja schon mal ein guter Anfang.
Sag ich ja, ein Testfall, um eine Veränderung voranzutreiben. Wird schon gut gehen. Und wenn nicht, dann wars wenigstens mal ein Anfang.
Wenn in dem theoretischen Fall, dass zwei gleich qualifizierte Paare, das eine hetero, das andere homo, für eine Adoption zur Verfügung stehen, dann bleibe ich bei der Meinung, dass es automatisch den Zuschlag für das Hetero-Pärchen geben sollte.
Nicht nur wegen der möglichen gesellschaftlichen Probleme oder des möglichen Mobbings (das im übrigen wie von
@Mandos schon angesprochen auch meiner Ansicht nach nicht nur gesellschaftlich vorgegeben ist, sondern von Kindern in der Gruppe auch ohne äußeren Einfluss selbst ausgebildet wird), sondern auch, weil ich nicht der Meinung bin, dass zwei Männer oder zwei Frauen einem Kind beim Aufwachsen überall das gleiche geben können, wie ein Vater und eine Mutter.
Das hat auch nichts mit Rollenbildern zu tun, sondern schlicht mit unterschiedlichen Interessen und Einstellungen von Mann und Frau, die auch Einfluss auf die Kinder haben. Die lesbische Mutter kann ihren Sohn zum Fußball bringen, kann mit ihm Trecker spielen und Dinosaurier malen - in den meisten Fällen wird sie dafür weder die Begeisterung noch den Zugang haben, den ein Vater in dem Bereich vielleicht hätte. Und Kinder merken sowas natürlich. Das gleiche gilt bei Problembewältigungen innerhalb der Familie, an die Mann und Frau i.d.R. unterschiedlich herangehen.
Ich sage nicht, dass homosexuelle Pärchen keine guten Eltern sein können, oder dass sie gar Schuld an negativen sozialen und gesellschaftlichen Beeinflussungen sind, aber wenn die Wahl zwischen ihnen und einer Hetero-Familie besteht, dann ist die Hetero-Familie für das Kind erstmal die bessere und logische Wahl.