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MOVIE Interstellar (Zeitreise-Sci-Fi von Christopher Nolan)

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Vorhin im Netz gefunden und genau DAS ist meine These zum Ende. Schön, dass ich damit nicht alleine da stehe :D
http://www.cinemablend.com/new/Why-...esn-t-Mean-What-You-Think-It-Means-68115.html
Wenn dem tatsächlich so wäre, dann hätte Cooper den ganzen Film über bereits tot sein müssen. Denn dann hätte er seiner Tochter ja auch nie als "Geist" erscheinen können; Cooper wäre auch niemals zur NASA-Station gefahren.

Noch mal generell zur Diskussion: Mal abgesehen von der Todestheorie oben müssen die Menschen zwangsläufig den neuen Planeten besiedelt haben. Die Erde hat nicht mehr genügend Nahrung für die Bevölkerung geboten und man musste (innerhalb weniger Jahre) den Planeten verlassen. Wie sollte man die gesamte Erdbevölkerung auf einem noch viel lebensfeindlicheren Saturnmond (oder wo auch immer die Station war) unterbringen und dauerhaft am Leben erhalten? Das ist völlig abwegig. Wäre dies möglich gewesen, hätte man es auch auf der Erde machen können. Wenn Cooper als nicht tot ist (was wieder andere Logikprobleme mit sich brächte), dann muss der Planet bereits von den Menschen besiedelt sein, wenn Brand dort eintrifft. Eigentlich kann die alte Murph auch nur deshalb davon wissen, dass Brand gerade eingetroffen ist.
 
Es spricht doch nix gegen Bexters Theorie, weil eben alles ab diesem Zeitpunkt eben nur
ein Traum ist. Das kann also heißen, dass alle samt Menschheit eben sterben.
 
Vorhin im Netz gefunden und genau DAS ist meine These zum Ende. Schön, dass ich damit nicht alleine da stehe :D
http://www.cinemablend.com/new/Why-...esn-t-Mean-What-You-Think-It-Means-68115.html
Da wird mir doch zu gewollt etwas rein interpretiert. Ehrlich gesagt fände ich das sogar noch schlimmer als das eigentliche Ende :ugly:

Das die Menschheit einen Tesseract gebaut hat um sich selbst zu retten finde ich rein Wissenschaftlich gesehen schon wieder extrem interessant und das ist für mich auch der Part wo mich der Film abholt, das man sich bei der Darstellung der Physik und der Planeten so viel mühe gegeben hat. Wenn man dem eh schon etwas kitschigen Ende jetzt noch eins oben drauf setzt indem man es zu einer Nahtoterfahrung der Liebe macht...ne...dann doch lieber Variante A :ugly:
 
@SirHorst
dann hat man aber wieder das Problem, dass Cooper nur deshalb im Tesserakt gelandet ist, weil aus dem Tesserakt die Koordinaten zur NASA Basis geschickt wurden. Dies konnte jedoch nur geschehen, weil Cooper überlebt hatte und Murph die zweite Hälfte der Formel gab, damit die Menschheit überleben kann. Ohne den Zukunftscooper fliegt Cooper also erst gar nicht ins All, aber ohne Flug ins All gibt es keinen Zukunftscooper. Henne / Ei und so.
 
Und da haben dann Zeitreisefilme immer wieder ihre Probleme. Ich finde Bexters Theorie auch zu sehr an den Haaren herbei gezogen bzw mit zu wenig tatsächlichen Hinweisen drauf. Die im Film genannte Erklärung ist für mich dann auch die Plausibelste. Natürlich mit der oben genannten Problematik warum dann das Ei vor der Henne da sein konnte.
 
Und da haben dann Zeitreisefilme immer wieder ihre Probleme. Ich finde Bexters Theorie auch zu sehr an den Haaren herbei gezogen bzw mit zu wenig tatsächlichen Hinweisen drauf. Die im Film genannte Erklärung ist für mich dann auch die Plausibelste. Natürlich mit der oben genannten Problematik warum dann das Ei vor der Henne da sein konnte.
Hast Du denn eine plausible Erklärung für die o.g. Problematik, dass Murph und die Erdbevölkerung bereits lange vor der Ankunft Brands den Planeten besiedelt haben müssten, Brand aber auf einem leeren Planeten ankommt?
 
Das war ja auch meine ursprüngliche Frage für die bisher noch keine Antwort gegeben wurde. Wenn ich es mir einfach mache sage ich
dass die Cooperstation wohl lange gebraucht hat bis sie fertig gestellt war und die Menschen noch nicht lange am Saturn waren. Außerdm sah sie mir sehr nach einer Habitatstation aus. Sie ist riesig und hat eine eigene Atmosphäre, so dass ich denke sie wird dauerhaft von den Menschen bewohnt. Diese sind wohl mit die letzten Menschen die Leben und haben Angst dieses zu riskieren. Da die erste und die zweite Mission verschollen sind und Murph ja auch denken muss dass ihr Vater tod ist, befürchten sie wohl dass in der anderen Galaxie wohl der Tod auf sie wartet. Daher unternehmen sie keinen Versuch dorthin zu gelangen. Dafür spricht jaauch dass Cooper am Ende alleine aufbricht.Und eben nicht mit einer dritten Mission zusammen. Alles degenerierze Schisser.
 
Das war ja auch meine ursprüngliche Frage für die bisher noch keine Antwort gegeben wurde. Wenn ich es mir einfach mache sage ich
dass die Cooperstation wohl lange gebraucht hat bis sie fertig gestellt war und die Menschen noch nicht lange am Saturn waren. Außerdm sah sie mir sehr nach einer Habitatstation aus. Sie ist riesig und hat eine eigene Atmosphäre, so dass ich denke sie wird dauerhaft von den Menschen bewohnt. Diese sind wohl mit die letzten Menschen die Leben und haben Angst dieses zu riskieren. Da die erste und die zweite Mission verschollen sind und Murph ja auch denken muss dass ihr Vater tod ist, befürchten sie wohl dass in der anderen Galaxie wohl der Tod auf sie wartet. Daher unternehmen sie keinen Versuch dorthin zu gelangen. Dafür spricht jaauch dass Cooper am Ende alleine aufbricht.Und eben nicht mit einer dritten Mission zusammen. Alles degenerierze Schisser.
Das ist allerdings nicht konsequent zu Ende gedacht. Murph wusste, dass die Infos zur Quantentheorie von ihrem Vater kamen. Auch wusste sie aufgrund dieser Tatsache, dass der neue Planet gefunden worden war und die Zivilisation dort erhebliche wissenschaftlivhe Fortschritte gemqcht haben musste (irgendwann in (ferner) Zukunft). Es ear also klar, dass nicht der Tod auf sie warten würde.
 
Woher soll sie das denn wissen? Sie hat nur die Lösung des Quantenrätsel übermittelt bekommen. Nichts von Brand und dem Planeten und letzten Endes auch nicht dass ihr Vater überhaupt noch lebt. Das weiß er in dem Moment doch selbst nicht mal. Der ist im schwarzen Loch und der 5. Dimension. In dem Moment muss er eigentlich damit rechnen dass er dort sterben wird.
 
Hab gehört dass er im Kino implodiert ist so groß war seine Leere im Kopf weil er ihn so schlecht fand.

Mittlerweile bin ich wegen den ganzen Hypewertungen hier aber doch skeptisch. Das kommt mir komisch vor dass wir alle so auf Kuschelkurs sind.
 
Aus dem Zuletzt-gesehen-Thread :P :


Ich habe schon bestimmt zwei Tage keine auf die Schnauze bekommen wegen meines Filmgeschmacks. Deswegen habe ich mir jetzt einen besonderen Film ausgesucht und gebe mein Bestes.

interstellar2.jpg


Interstellar

Zur Vorbereitung hatte ich in der letzten Woche den großen SciFi-Klassiker 2001: A Space Odyssey und Nolans Batman-Filme, die Spitzen des Hollywoodkinos, gesehen. Um einen relativ leeren, aber dennoch großen Saal zu erwischen, holte ich dann Karten für Montag Abend. So richtig erfolgreich war das nicht. Nicht weit von uns saßen drei halbstarke Mittdreißiger, die in 'ner Kneipe besser aufgehoben gewesen wären. In den ruhigen Momenten wurde ich so wieder daran erinnert, weswegen ich Filme am liebsten zu Hause gucke.

Wie auch immer. Der Film schaffte es mich ab der ersten Sekunde in seinen Bann zu ziehen. Das lag an der cleveren Storyführung. Wie in einem Thriller ließ man den Zuschauer nie zu viel wissen und köderte ihn mit interessanten Informationen und dem Weglassen von Informationen. Das funktionierte über die gesamte Spielfilmlänge, aber auch einzelne Szenen spielten isoliert betrachtet viel mit dem Ungewissen, in großen physikalischen Fragen und auch in persönlichen Beziehungen. Genial, wie Nolan hier wieder Fingerspitzengefühl beweist. Das ist perfekt inszeniertes Hollywoodkino.

Als es dann Richtung endlose Weiten des Weltraums ging, wurde die Atmosphäre des Films stark angehoben. Man sah diese gigantischen Himmelskörper, andere Welten. Ich hatte gleich das Gefühl eines unglaublichen Abenteuers und bestaunte als kleiner Mann die Größe dieser Geschichte. Es gab für mich bis jetzt keinen Film der ein Weltraumabenteuer so authentisch transportieren konnte wie Interstellar. Ich bin großer Fan von realistischer Science Fiction und es gibt nichts Vergleichbares.

Nolan weiß es den Zuschauer mitzureißen und liefert dann in der zweiten Hälfte des Films auch spektakuläre Actionszenen im Stile von Gravity. Die fügten sich aber wunderbar in den Film. Ich zitterte schon lange nicht mehr so bei solchen Szenen. Die Charakterkonflikte, die den Spannungsbogen im Weltraum mitaufbauten fand ich ehrlich gesagt dagegen etwas banal. Das waren vorhersehbare Dialoge und zu schwach gezeichnete Charaktere. Das hat im Gegensatz zum Familiendrama im Film für mich gar nicht funktioniert.

Dann kam das Ende, trotz drei Stunden Laufzeit, irgendwie überhastet und hat mich leider etwas verloren. Ich habe mehr erwartet als diesen "Storykreis", den man aus anderen Zeitreisefilmen kennt. Ich fand die Auflösung verglichen mit anderen Nolan-Filmen sehr simpel. Nolan hat hier versucht - im wahrsten Sinne des Wortes - unfassbare Theorien dem gemeinen Zuschauer näherzubringen und das macht das Unterhaltungskino selten so realistisch, aber inhaltlich fehlte mir hier der Kick.

Ich muss leider auch sagen, dass ich sogar viel mehr Science erwartet habe. (Das ist keine Kritik. Der Film braucht das nicht.) Als es hieß, dass hier ein renommierter theoretischer Physiker mitgearbeitet hat, habe ich gedacht, dass die Theorien sehr viel tiefer betrachtet werden würden. Das wäre natürlich eine Mammutaufgabe hier den Spagat zwischen Unterhaltung und Realismus zu finden. Nolan hätte ich es durchaus zugetraut. Letztendlich hat mir die Theorien aber sehr oberflächlich aufgegriffen, so dass jeder, der mal bei diesen N24-Dokus hängen geblieben ist oder Galileo regelmäßig schaut, jetzt keinen Mindfuck erleben sollte. Wie die Raumzeitkrümmung dann zwischen zwei Astronauten mit einem Blatt Papier und einem Bleistift erklärt wurde, fand ich etwas albern. Hätte man sich sparen können und sollen.

Aber wie gesagt, der Film braucht nicht mehr Physik. Er hat ein gutes Maß für wissenschaftliche Begeisterung und filmische Unterhaltung gefunden. Nur um den Bogen zu schließen: Der Film ist ein Meisterwerk. Er schafft es ein schwieriges wissenschaftlichen Thema interessant aufzugreifen, verbindet es mit einer tiefen, rührenden Beziehung zwischen Vater und Tochter, erzeugt mit seiner Action und zwischenmenschlichen Konflikten bebende Spannung. Der Film ist ein Glanzprojekt des Hollywoodkinos. 10/10
- Bester Science Fiction-Film seit vielen Jahren und überhaupt einer der besten Filme überhaupt.

Und jetzt werden mich wieder einige falsch verstehen, weil ich ein "aber" dahinterklemme. Aber egal.

Glanzprojekt des Hollywoodkinos, aber wir haben hier weiterhin einen Hollywoodfilm, der im Aufbau, in der Dramaturgie, in den Beziehungen konservative Wege geht. So richtig tief traut er sich weder in die Vater-Tochter-Beziehung noch in die Wissenschaft. Enttäuscht hat es mich, dass er bei der Schwester-Bruder-Beziehung noch nicht einmal die Gelegenheit beim Schopf packt und den Konflikt in einem Dialog Tiefe verleiht. Das Gleiche gilt für Brand/Cooper. Hätte dem Film jedenfalls nicht geschadet.

Und hier kommen wir auch dem Nahe, was ich eigentlich ausdrücken will, abseits der eigentlichen Filmbewertung. Der Film spielt nicht in einer Liga mit 2001: A Space Odyssey mit. Mich wundern die Vergleiche und mich wundert noch mehr, dass man Interstellar in die Arthouse-Ecke schieben will. Ich kann mir bei bestem Willen nicht vorstellen, dass jemand, der so einen Vergleich zieht, überhaupt 2001 gesehen hat.

2001 ist kein Meisterwerk des Hollywoodkinos. Der Film hat keinen konventionellen Aufbau, er hat keinen richtigen Spannungsbogen, als Film langweilt der Film sehr schnell. Ganze Teile des Films erschließen sich überhaupt erst am Ende oder eben gar nicht. Es ist ein Rätsel in vier abgeschnitten Akten. Der Film spielt fernab der Wissenschaft, die Intention des Machers ist die persönliche Interpretation, der emotionale Instinkt. Es ist ein Film, der voller Details steckt, dass man nach dem Schauen die Bedeutung einzelner Kompositionen des Scores googlet. Es werden einem Brotkrümel vor die Nase geworfen, die nirgendwo und überall hinführen. Der Film ist ein unglaublich komplexes Kunstwerk. Und bis auf das Genre (SciFi) sehe ich keine Ähnlichkeiten zu Interstellar, der einen gänzlich anderen Weg geht.
 
Deshalb schreiben wir ja, dass Interstellar an 2001 erinnert, und FC Arte Arthouse ist es erst recht nicht, sondern immer noch ein Hollywood-Film. Aber im Gegensatz zu den 99,9% der 08/15 Konservenhollywoodmachwerken ein Film, den man einfach im Kino gesehen haben muss.
Ich hätte mir auch vieles im Film anders gewünscht, weiss aber, dass der Film den Mainstream bedienen muss und er schafft wunderbar den Spagath zwischen Anspruch und Popcorn.
Für mich der beste Film seit Herr der Ringe Teil 1.

Godzilla ist für mich ein Paradebeispiel, wie man Filme nicht machen sollte, Interstellar das Paradebeispiel wie man Filme machen sollte. Zumindest um meinen eigenen persönlichen subjektiven Geschmack zu bedienen bzw. nicht zu bedienen.
 
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