Cloud Strife
Trotro
Huch, was ist denn da passiert? Ich habe jetzt mal eine Nacht drüber schlafen müssen, aber mein Eindruck hat sich nicht geändert. Als großer Nolan-Fan bin ich vielleicht sogar noch etwas mehr enttäuscht als ich es wäre, wenn der Film nicht von ihm wäre. Lasse ich den Nolan-Bonus nicht weg, wüsste ich dennoch einfach nicht, wie ich dem Film mehr als eine 6/10 geben sollte. Handwerklich und so weiter alles sehr gut, aber vier Punkte Abzug für die komplett fehlende "Unterhaltung", wenn man das in einem Antikriegsfilm so überhaupt nennen kann.
Mir ist schon klar was er da versucht hat, aber es geht mMn voll in die Hose und er ist über sich selbst gestolpert. Selten einen handwerklich so gut gemachten Film gesehen, der einfach nicht enden wollte, obwohl er ja ganz untypisch gar keine 2 oder 3 Stunden lang geht.
Der Film zeigt drei verflochtene Schicksale, die beginnend einmal ab einer Woche, einmal ab einem Tag und einmal ab einer Stunde vor dem Finale erzählt werden - parallel. Wer nun aber einen Nolan'schen Kniff dahinter erwartet, wird enttäuscht werden, denn es spielt überhaupt keine Rolle und wenn das nicht am Anfang irgendwo gestanden hätte, würde es einem nicht mal auffallen. Die Woche an der Mole ist so in Szene gesetzt, dass das eigentlich eher wie 24 Stunden wirkt. Ich frage mich sogar, ob die Idee mit den Zeiten erst im Nachhinein versucht wurde da reinzuwurschteln. Anyway, spielt eh keine Rolle.
Der Film beginnt stark und verspricht einem einen mit auf eine intensive Reise zu nehmen. Sobald es dann an den Strand von Dunkirchen geht nach wenigen Minuten, wird das Tempo komplett rausgenommen und man versucht die Aktionen der Darsteller zu verstehen bzw. richtig zu interpretieren, denn gesprochen wird kaum. Alles tutti, wenn nur wieder was passieren würde, was es rechtfertigen würde es in weiteren 100 Minuten zu erzählen. Emotional packt einen der Film nicht mehr, dafür ist die Kamera zu losgelöt von Individuuen und die Akteure handeln mit sehr wenigen Ausnahmen immer sehr nüchtern. Mag sein dass das wahrscheinlich sogar 10x realistischer ist, wie die Kriegsmüden Soldaten dargestellt werden im Vergleich zu anderen Filmen, aber dann geht der Film dennoch auf dieser Ebene nicht weiter als wenn ich mir einen einseitigen Abstrakt zur Evakuierung durchgelesen hätte.
Die paar Filegerangriffe sind sehr intensiv und kurz, durchbrechen die Malancholie am Strand kurz aber nüchtern. Auf Gewaltdarstellung wird eigentlich komplett verzichtet. Die weggebombten Soldaten hinterlassen keine Spur. Mitunter wirkt es, als sollte ordentlich gespart werden und später z. B. per CGI die Menge an Soldaten noch aufgestockt werden. Es ist die Rede von 400.000 Soldaten am Strand. Tatsächlich stehen dort ein paar wenige hundert, was auch nicht groß verschleiert wird.
Die Erzähllinie der beiden in ihren Fliegern trägt nicht wirklich was zum Film bei. Die Charaktere auf dem kleinen Boot verhalten sich sehr unnatürlich. Es passiert nichts und doch viel. Alles scheint egal zu sein.
Die Uhr tickt permanent im Film und alles ist darauf ausgelegt auf diesen einen Moment hinzuarbeiten, der sich explosionsartig entlädt. Aber er kommt nicht. Von daher ist die Erzählweise mMn die komplett falsche für diese Art Film. Das hätte dann besser in eine 45minütige Nachmittagsdoku gepasst.
Mir ist schon klar was er da versucht hat, aber es geht mMn voll in die Hose und er ist über sich selbst gestolpert. Selten einen handwerklich so gut gemachten Film gesehen, der einfach nicht enden wollte, obwohl er ja ganz untypisch gar keine 2 oder 3 Stunden lang geht.
Der Film zeigt drei verflochtene Schicksale, die beginnend einmal ab einer Woche, einmal ab einem Tag und einmal ab einer Stunde vor dem Finale erzählt werden - parallel. Wer nun aber einen Nolan'schen Kniff dahinter erwartet, wird enttäuscht werden, denn es spielt überhaupt keine Rolle und wenn das nicht am Anfang irgendwo gestanden hätte, würde es einem nicht mal auffallen. Die Woche an der Mole ist so in Szene gesetzt, dass das eigentlich eher wie 24 Stunden wirkt. Ich frage mich sogar, ob die Idee mit den Zeiten erst im Nachhinein versucht wurde da reinzuwurschteln. Anyway, spielt eh keine Rolle.
Der Film beginnt stark und verspricht einem einen mit auf eine intensive Reise zu nehmen. Sobald es dann an den Strand von Dunkirchen geht nach wenigen Minuten, wird das Tempo komplett rausgenommen und man versucht die Aktionen der Darsteller zu verstehen bzw. richtig zu interpretieren, denn gesprochen wird kaum. Alles tutti, wenn nur wieder was passieren würde, was es rechtfertigen würde es in weiteren 100 Minuten zu erzählen. Emotional packt einen der Film nicht mehr, dafür ist die Kamera zu losgelöt von Individuuen und die Akteure handeln mit sehr wenigen Ausnahmen immer sehr nüchtern. Mag sein dass das wahrscheinlich sogar 10x realistischer ist, wie die Kriegsmüden Soldaten dargestellt werden im Vergleich zu anderen Filmen, aber dann geht der Film dennoch auf dieser Ebene nicht weiter als wenn ich mir einen einseitigen Abstrakt zur Evakuierung durchgelesen hätte.
Die paar Filegerangriffe sind sehr intensiv und kurz, durchbrechen die Malancholie am Strand kurz aber nüchtern. Auf Gewaltdarstellung wird eigentlich komplett verzichtet. Die weggebombten Soldaten hinterlassen keine Spur. Mitunter wirkt es, als sollte ordentlich gespart werden und später z. B. per CGI die Menge an Soldaten noch aufgestockt werden. Es ist die Rede von 400.000 Soldaten am Strand. Tatsächlich stehen dort ein paar wenige hundert, was auch nicht groß verschleiert wird.
Die Erzähllinie der beiden in ihren Fliegern trägt nicht wirklich was zum Film bei. Die Charaktere auf dem kleinen Boot verhalten sich sehr unnatürlich. Es passiert nichts und doch viel. Alles scheint egal zu sein.
Die Uhr tickt permanent im Film und alles ist darauf ausgelegt auf diesen einen Moment hinzuarbeiten, der sich explosionsartig entlädt. Aber er kommt nicht. Von daher ist die Erzählweise mMn die komplett falsche für diese Art Film. Das hätte dann besser in eine 45minütige Nachmittagsdoku gepasst.