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Die große Sexismus-Debatte

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

ganz klar, aber wenn man jmd. direkt anspricht das sei es doch jedem selbst überlassen welche Worte er/sie/es wählt.
Jemandem, der einfach nur schnurstracks an Dir vorbeigeht, etwas an den Kopf zu rufen, ist aber kein "direkt ansprechen".

Und es gibt eben auch einfach Zeiten, da will man einfach nicht reden/angesprochen werden, deswegen bestehe ich persönlich so auf ein höfliches Entschuldigen, weil ein Anreden auch immer eine Unterbrechung ist, in dem, was man gerade tut. Ich bin oft einfach total tief in Gedanken und plane Zeug, wenn ich unterwegs bin, da ist es scheiße, so rausgerissen zu werden, insbesondere, wenn hinter mir eine/r was nachbrüllt und ich nichtmal 100% sicher sein kann, ob ich auch wirklich gemeint bin. Es nervt einfach unendlich, es ist unhöflich und respektlos.
 
@Gerri
1. Der Witz ist doch gerade, dass es sich hier um eine Situation handelt, die nicht gerade schreit: "Männer dieser Welt, bitte versucht hier_und_jetzt mit mir zu flirten!"
In den meisten Fällen hat es einen Grund, wenn jemand an dir vorbei geht. Nämlich: er*sie will an dir vorbei. Alles andere zwängst du deinem Gegenüber auf, dessen sollte man sich bewusst sein.
2. Grundsätzlich sollte man andere Menschen nicht so anreden, wie man es selbst gerne will, sondern so, wie es die andere Person will.
Deswegen ist ein "Hey, Zuckermäuschen" eventuell auch dann unpassend, wenn derjenige, der das sagt, das für die beste Ansprache der Welt hält.

@dweezzu
Wenn ich dran denke, dann sage ich das mit einer kleinen Pause. Also z.B. Passant*innen spreche ich wie "Passant Innen". Wenn ich nicht dran denke und es noch in der Aussprache merke, schiebe ich die vergessene weibliche oder männliche Form nach. Oder ich vergesse es einfach, was vermutlich sehr oft der Fall ist.
 
ganz klar, aber wenn man jmd. direkt anspricht das sei es doch jedem selbst überlassen welche Worte er/sie/es wählt.
das ist ja keine eingleisige sache. es gibt sender und empfänger und daher sollte es doch selbsverständlich sein, dass man etwas wählt, womit beide was anfangen können. ich mach was ich will, die anderen haben das problem ist doch keine grundlage. da denkt man nur an sich selbst..
 
Man sollte vllt auch etwas differenzieren und zwischen einem freundlichen "How are you doing?" z.B. mitten in einem Gespräch oder bei direktem Augenkontakt (an der Kasse, im Bus usw.) oder einfach nur einem plumpen und hinterhergerufenen "How are you doing?" unterscheiden. Letzteres, täglich 100 mal aus allen Richtungen an den Kopf geknallt, ist sicherlich weitaus weniger angenehm als ersteres aus dem Kontext einer vernünftigen Kommunikationsbasis.

hab ich doch....ich meinte "ansprechen", kein "rufen" oder "an den Kopf knallen"

und zwar ohne Basis, weil noch keine da ist...der Kerl will versuchen damit erst eine aufzubauen.

Es ist Angebot zur Kommunikationsentwicklung, das sie annehmen oder ablehnen kann UND das freundlich und gesittet zu gestalten ist, ABER TROTZDEM wird sie nach xx Vorfällen genervt sein.

Was mach man dann?
 
wird vielleicht doch Zeit, dass man diese Trennwege für Ich-Schau-Beim-Gehen-Ständig-Auf-MeinSmartphone-Nutzer auch bei uns einführt. Für eben diese, oder Menschen, die während ihres Gehens in der Öffentlichkeit nicht aus ihren Gedanken gerissen werden wollen
 
Ich kann mich auch irgendwie des Eindrucks nicht erwehren, dass es sich hier einfach um "schlechtes Benehmen" anstatt um "Sexismus" handelt

Das ist für mich jetzt weniger ein gesellschaftliches Problem der Geschlechter-Diskriminierung als einfach nur (etliches davon) ungebührliches Verhalten

aber ja, nicht ohne einen gewissen derartigen Einschlag und wehret den Anfängen und so
 
das ist ja keine eingleisige sache. es gibt sender und empfänger und daher sollte es doch selbsverständlich sein, dass man etwas wählt, womit beide was anfangen können. ich mach was ich will, die anderen haben das problem ist doch keine grundlage. da denkt man nur an sich selbst..

Klar aber wenn du jmd. absprichst kennst du ja die Person nicht und weißt garnicht auf was sie positiv bzw negativ reagiert.....
Ich zb hab ne ziemlich lockere aber nicht unhöfliche Art. mingo müsste wohl erstmal seinen Stock geraderücken damit er nicht krumm da steht...
 
Ich kann mich auch irgendwie des Eindrucks nicht erwehren, dass es sich hier einfach um "schlechtes Benehmen" anstatt um "Sexismus" handelt

Das ist für mich jetzt weniger ein gesellschaftliches Problem der Geschlechter-Diskriminierung als einfach nur (etliches davon) ungebührliches Verhalten

aber ja, nicht ohne einen gewissen derartigen Einschlag und wehret den Anfängen und so

Quatsch, da es um eine Frau geht ist es Sexismus!!!!!! Bist du unsensibel!!!
 
Und das ungebührliche Verhalten resultiert möglicherweise nicht auch aufgrund von Auswüchsen einer gesellschaftlich verankerten Geschlechterdiskriminierung, die zweifelsfrei noch immer allgegenwärtig ist? Und warum soll ein "schlechtes Benehmen" und "Sexismus" nicht in Relation zueinander stehen können? Ersteres kann selbstverständlich auch ein unmittelbares Produkt von letzterem sein. Die Schlussfolgerung ist mir zu simpel, insbesondere auch in Anbetracht der Tatsache, dass es oftmals nur einem Geschlecht in dieser Häufigkeit widerfährt. Es sei aber auch erwähnt, dass eine Geschlechterdiskriminierung sich selbstredend nicht ausschliesslich auf ein bestimmtes Geschlecht beschränkt.
 
hat flexx heute morgen nen Mingo gefrühstückt?

finde man macht sich das immer irgendwie ziemlich einfach, wenn man von der "Gesellschaft" und "gesellschaftlich verankert" redet. Der Großteil der Passanten wird ihr eben nicht irgendwas hinterher gerufen haben. Das sind dann vereinzelte Schwachmaten, die sich gerne als Macho aufspielen wollen.
 
Kann es sein, dass es in New York wesentlich üblicher ist, dass man ganz allgemein schneller auf der Strasse ins Gespräch kommt? Egal ob Mann oder Frau? Ich war ja noch nicht da, aber wenn ich mir das Experiment in Berlin vorstelle, könnte ich mir vorstellen, dass da rein gar nix passiert.

Ich selbst habe in meinem ganzen Leben noch nie ne wildfremde Frau auf der Strasse auf so eine Weise angesprochen. Ich hab so etwas höchstens bei Südländern erlebt und ich kenne einen einzigen Deutschen, der Frauen schamlos auf der Straße anquatscht und der sieht auch unverschämt gut aus. Als ich mal mit ihm unterwegs war, hatte ich den Eindruck, dass ca 70% der angesprochenen Frauen sich davon geschmeichelt fühlten, 30% nicht.

Ich glaube, es gibt da auch Untersuchungen darüber, dass Frauen auf sexistische Sprüche deutlich weniger allergisch reagieren, wenn sie von attraktiven Männern geäussert werden! :D
 
Und das ungebührliche Verhalten resultiert möglicherweise nicht auch aufgrund von Auswüchsen einer gesellschaftlich verankerten Geschlechterdiskriminierung, die zweifelsfrei noch immer allgegenwärtig ist?

Möglicherweise, aber meiner Meinung nach nicht. Ich schätze es so ein, dass sie angemacht wird, weil sie attraktiv erscheint, _nicht_ weil sie wegen ihres weiblichen Geschlechtes als etwas Niederes angesehen (und damit diskriminiert) wird.

Das Problem ist in dem Fall dann eher jenes, dass sie nicht wissen wie man sich zu benehmen hat und nicht ein solches, dass Frauen geringeren Wert hätten o.ä.. (Wobei natürlich gerade bei Holzköpfen, die Problem A mit sich tragen, auch Problem B überdurchschnittlich häufig zu beobachten sein wird. Aber ich sehe nicht diese strikte, zwingende Kausalität von A zu B.)


Und warum soll ein "schlechtes Benehmen" und "Sexismus" nicht in Relation zueinander stehen können? Ersteres kann selbstverständlich auch ein unmittelbares Produkt von letzterem sein.

Ja, kann. Wenn jemand sich Frauen gegenüber generell schlecht verhält, weil er sie für schwach, dumm, was auch immer hält.

Kann aber auch ohne (engen/kausalen) Zusammenhang stattfinden, wenn da jemand so plump und anstößig verhaltensauffälig wird.


Die Schlussfolgerung ist mir zu simpel, insbesondere auch in Anbetracht der Tatsache, dass es oftmals nur einem Geschlecht in dieser Häufigkeit widerfährt. Es sei aber auch erwähnt, dass eine Geschlechterdiskriminierung sich selbstredend nicht ausschliesslich auf ein bestimmtes Geschlecht beschränkt.

Angemacht/angeflirtet zu werden ist mMn erst mal an sich keine geschlechtsbedingte Schlechterstellung, kein Diskriminieren, als welche ich "Sexismus" verstehe. Männer sind im Schnitt einfach umtriebiger, geiler, etc., dann passiert es einfach häufiger in die eine als in die andere Richtung. Ist so, macht nix und gehört auch nicht politisch korrekt mit staatlichen Maßnahmen angeglichen. Es gilt in der Art und Weise menschlicher Begegnung einfach nur den Anstand zu wahren.
 
Es geht selbstredend auch nicht um das Flirten an sich. Es geht um die Art und Weise, wie man sich dabei verhält und in welchem Affekt dies geschieht. Hier kommt die viel zitierte Differenzierung wieder ins Spiel. Ich hab mich übrigens speziell zu diesem Thema bereits heute Morgen geäussert.

Es besteht manchmal ein schmaler Grad, wie diesem Video eindrücklich zu entnehmen ist, zwischen einer freundlichen Aufmerksamkeit und einer befremdlichen Aufdringlichkeit, die so mit Sicherheit mehr als verwerflich ist. Aber gerade ersteres halte ich für einen begrüßenswerten und essentiellen Bestandteil unseres täglichen und sozialen Zusammenlebens. Schlussendlich muss irgendwo und irgendwann eine Kommunikation ihren Anfang nehmen, um mit einem anderen Menschen/Geschlecht in Kontakt treten zu können. Die Art und Weise, wie dies geschieht, ist dabei wohl der springende Punkt.
 
Der größte Sexist aller Zeiten:

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Gerd, aus der Wochenshow. Erinnert sich noch jemand? Millemillemillemillemille!
 
Angemacht/angeflirtet zu werden ist mMn erst mal an sich keine geschlechtsbedingte Schlechterstellung, kein Diskriminieren, als welche ich "Sexismus" verstehe.
Wikipedia dazu:
Wikipedia schrieb:
Als Sexismus wird die auf das Geschlecht (lat. sexus) bezogene Diskriminierung bezeichnet. Unter dem Begriff werden Geschlechterstereotype, Affekte und Verhaltensweisen gefasst, die einen ungleichen sozialen Status von Frauen und Männern zur Folge haben oder darauf hinwirken.
"... die einen ungleichen sozialen Status von Frauen und Männern zur Folge haben oder darauf hinwirken."
Ungleich, wohlgemerkt. Soziale Ungleichheit entspricht nicht zwingend sozialer Ungerechtigkeit (gleichwohl Ungleichheit in den meisten Fällen als ungerecht empfunden wird).

Männer sind im Schnitt einfach umtriebiger, geiler, etc.,
Boys will be boys.
Ich halte das für ausgemachten Blödsinn und ein billiges Freilos für ungeniertes Verhalten. Es steckt eben in meiner DNA, was will ich machen?
Ist so, macht nix
meh
und gehört auch nicht politisch korrekt mit staatlichen Maßnahmen angeglichen.
Stimmt.
Es gilt in der Art und Weise menschlicher Begegnung einfach nur den Anstand zu wahren.
Stimmt auch.
 
Ganz doof gesagt: Man merkt doch in den meisten Fällen ob jemand möchte angesprochen werden oder eher nicht.

Viele reden hier von den ersten Worte, aber es fängt mMn schon mit dem Augenkontakt an. Ist der nicht vorhanden, spreche ich die Frau auch nicht an, ganz einfach.

Ob das verhalten im Video Sexistisch ist oder nicht? Keine Ahnung.
Auf jedenfall sind die frechen Kommentare einfach von (meistens) arbeitslosen, rumgammelden, assi Menschen die genau auch jeden Typ(männlich:D) dumm anquatschen weil ihnen die Kleidung, Religion, Hautfarbe, oder irgendetwas anderes nicht passt.
 
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