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Europawahl 2014 - Welche Partei habt ihr gewählt?

  • Ersteller Ersteller straikar
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Europawahl 2014 - Welche Partei habt ihr gewählt?

  • CDU

    Stimmen: 4 5,3%
  • SPD

    Stimmen: 8 10,5%
  • GRÜNE

    Stimmen: 8 10,5%
  • FDP

    Stimmen: 1 1,3%
  • DIE LINKE

    Stimmen: 9 11,8%
  • CSU

    Stimmen: 0 0,0%
  • FREIE WÄHLER

    Stimmen: 0 0,0%
  • PIRATEN

    Stimmen: 7 9,2%
  • AfD

    Stimmen: 8 10,5%
  • ÖDP

    Stimmen: 0 0,0%
  • FAMILIE

    Stimmen: 0 0,0%
  • DIE PARTEI

    Stimmen: 5 6,6%
  • VOLKSABSTIMMUNG

    Stimmen: 0 0,0%
  • BAYERNPARTEI

    Stimmen: 0 0,0%
  • CHRISTLICHE MITTE

    Stimmen: 0 0,0%
  • AUF

    Stimmen: 0 0,0%
  • DKP

    Stimmen: 0 0,0%
  • BüSo

    Stimmen: 0 0,0%
  • TIERSCHUTZPARTEI

    Stimmen: 0 0,0%
  • NPD

    Stimmen: 2 2,6%
  • Pro NRW

    Stimmen: 0 0,0%
  • MLPD

    Stimmen: 1 1,3%
  • Ich wähle eine andere Partei

    Stimmen: 1 1,3%
  • Ich mache meinen Stimmzettel ungültig

    Stimmen: 0 0,0%
  • Ich werde nicht wählen

    Stimmen: 22 28,9%

  • Umfrageteilnehmer
    76

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Wer nicht wählt, zeigt imo jedenfalls, dass er nichts, was hier in Europa um ihn herum geschieht, zu schätzen weiß. Wenn derjenige das hier bestehende System und die Gesellschaft ablehnt, dann kann er das natürlich tun, macht ihn mir aber nicht unbedingt sympathisch. Die meisten machen es sich aber eh nur in ihrer Faulheit und "ich kann ja eh nichts ändern" Mentalität bequem.
 
Ich komme aus ner Familie, in der auch eher selten zur Wahl gegangen wurde. Man hatte halt Sonntags immer was besseres vor. Ich fand das immer empörend und seid ich 18 bin hab ich keine einzige Wahl ausgelassen. Das ist für mich auch ne Sache, über die gar nicht groß nachgedacht wird, das ist einfach ne Selbstverständlichkeit.

Meine Frau hats diesmal allerdings verkackt. Die hatte ihren Perso auf der Arbeit liegengelassen.
 
Und wenn jemand einfach nur nicht wählen geht, weil er nicht will, lässt du das nicht gelten?

Es steht nicht unter Strafe, aber ich find's nicht ok. Man tritt all das mit Füßen, wofür sehr viele Menschen Jahrzehnte lang gekämpft haben. Und es betrifft das eigene Leben so unmittelbar, dass ich nicht verstehe, wie einem das egal sein kann.
Und ich kann mir auch nicht vorstellen, dass es ernsthaft jemanden gibt, der von so gravierenden Dingen wie Flüchtlingspolitik bis hin zu so trivialen Sachen wie Energiesparlampen keine Meinung hat oder denkt, ihn beträfe das sowieso nicht.

Der Gauck hat das heute auch treffend formuliert:

Der Bundespräsident verlangt mehr gesellschaftliches Engagement von den Deutschen: Die "grassierende Gleichgültigkeit" sei besorgniserregend, sagte Joachim Gauck bei einer Podiumsdiskussion beim Katholikentag. "Viele Menschen denken, Leben ereignet sich einfach so", beklagte er. Es sei aber für eine Gesellschaft von Nachteil, den "größten Schatz unserer individuellen Möglichkeiten" nicht zu heben.

Eine Ursache für diese Entwicklung ist nach Einschätzung Gaucks, dass es vielen Menschen in Deutschland gut geht: "Wenn unser Leben uns in den Schoß fällt, denken wir nicht mehr daran, dass wir es gestalten und verantworten müssen."

(http://www.spiegel.de/politik/deuts...gauck-beklagt-gleichgueltigkeit-a-972401.html)
 
Zuletzt bearbeitet:
Also dieser nette Herr hier unten zählt doch eine Menge sehr überzeugender Argumente gegen das Wählen auf, finde ich!

[vid]https://www.youtube.com/watch?v=4g90O85aTJY#t=703[/vid]
 
Und ich kann mir auch nicht vorstellen, dass es ernsthaft jemanden gibt, der von so gravierenden Dingen wie Flüchtlingspolitik bis hin zu so trivialen Sachen wie Energiesparlampen keine Meinung hat oder denkt, ihn beträfe das sowieso nicht.

Doch, gibt es. Ist einfach so. Wir hatten mal einen Praktikanten, der konnte Deutschland nicht auf einer Weltkarte zeigen (kein Scherz). Der konnte unsere Kanzlerin nicht beim Namen benennen, und dachte, der zweite Weltkrieg ging von 1917-1964!!! Solche Leute gibt es auch (trifft man bei der Bundeswehr zuhauf :grins: ). Und ich sag ganz ehrlich: Ich mag nicht nur diese heuchlerischen "egal was ihr wählt, Hauptsache ihr geht wählen!"-Sprüche nicht, nein, ich bin sogar froh, wenn Leute wie oben genannter Praktikant bei der Wahl zu Hause bleiben, statt mit über unsere politische Zukunft zu entscheiden.

Zum Schluss noch ein anderer Gedanke: Nicht wählen zu gehen, ist auch eine Art von Wahl. Wenn zum Beispiel bei der Bundestagswahl 70% Wahlbeteiligung herrscht, bei der EU-Wahl dann plötzlich nur 50%, dann sagt das auch einiges über die Akzeptanz und Gewichtung der EU beim Wähler aus.
Die Politik (siehe Gauck in deinem Zitat) schiebt die Schuld ja gerne auf den Wähler, der zu faul ist, zum Wahllokal zu latschen. Ich finde aber, auch anders kann ein Schuh draus werden: Wenn die Menschen bloß noch das Gefühl haben, verarscht zu werden; und zwischen SPD und CDU sowieso keinen Unterschied mehr feststellen können, weil beide Parteien zur Mitte streben; wenn Dinge wie Rettungsschirm, zweifelhafte EU-Richtlinien oder Rentengeschenke auf Kosten der Jungen als alternativlos angepriesen und von allen wichtigen Parteien getragen werden, dann muss man sich auch nicht wundern, wenn die Leute keinen Bock mehr haben.
 
Zum Schluss noch ein anderer Gedanke: Nicht wählen zu gehen, ist auch eine Art von Wahl. Wenn zum Beispiel bei der Bundestagswahl 70% Wahlbeteiligung herrscht, bei der EU-Wahl dann plötzlich nur 50%, dann sagt das auch einiges über die Akzeptanz und Gewichtung der EU beim Wähler aus.

Ich glaube, hier liegt das Problem v.a. in einem Punkt: Sowohl die EU als auch die Politik hierzulande schaffen es nicht, den Leuten die Bedeutung der EU für das Leben der Bürger in ihr klarzumachen. Das muss man ganz klar den Politikern anhaften. Viele wissen da halt gar nicht, was sie überhaupt wählen oder denken, das bringt eh nichts, weil die EU als politisches Organ einfach viel zu weit weg ist. Das ganze Gebilde wirkt für viele ja relativ abstrakt.

Wenn die Menschen bloß noch das Gefühl haben, verarscht zu werden; und zwischen SPD und CDU sowieso keinen Unterschied mehr feststellen können, weil beide Parteien zur Mitte streben; wenn Dinge wie Rettungsschirm, zweifelhafte EU-Richtlinien oder Rentengeschenke auf Kosten der Jungen als alternativlos angepriesen und von allen wichtigen Parteien getragen werden, dann muss man sich auch nicht wundern, wenn die Leute keinen Bock mehr haben.

Klar, Frustration oder halt das oben schon erwähnte "die machen ja eh was sie wollen" wird ja oft als Argument gebracht. Aber wenn man eben nicht wählen geht, sorgt man ja gerade genau dafür, dass die machen können was sie wollen. Im Prinzip erreicht man damit ja genau das Gegenteil von dem, weswegen man nicht zur Wahl geht.

Außerdem müsste man ja nur selbst dann mal den Arsch hochkriegen, ne Partei gründen oder sich eine der vielen anderen aussuchen, die noch um die Wähler kämpfen. Das wird ja so ziemlich alles abgedeckt. Da kann mir keiner erzählen, dass er mit gar keiner eine zumindest halbwegs große Abdeckung der eigenen Interessen erreicht. Aber da machen viele sich leider nicht die Mühe, die wenigstens mal durchzusehen. Die Parteienwelt besteht ja nicht nur aus SPD und CDU.
 
Natürlich, du hast ja auch recht. Ich habe nur mal versucht darzulegen, warum eben viele nicht wählen gehen.
Ich zum Beispiel gehe ja auch eigentlich immer wählen - bis auf dieses eine Mal jetzt. Nur ich finde es eben genauso in Ordnung, wenn jemand nicht wählen geht - egal warum.
 

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