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MOVIE Godzilla: King of Monsters

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

das Pacing fand ich gar nicht so übel, wie viele es hier sehen.
Das Problem am Mittelteil ist viel mehr, dass es an Identifikationsfiguren mangelt
Der "Held" des Films ist einfach eine austauschbare Wurst
Brian Cranstons Charakter war hier wirklich der einzige, zu dem man irgendwie eine emotionale Verbindung hatte. Da steckte eine Menge Potential drin, das mit seinem Tod einfach verbraten wurde. Übrig bleibt "die Vergangenheit interessiert mich nicht die Bohne"-Ford, der überall und aus welchen Gründen auch immer an jeden Krisenherd mitgeschleppt wird. Da bringts auch nix ihn einen kleinen asiatischen Jungen retten zu lassen um ihn uns irgendwie näher zu bringen. Anscheinend dachte Edwards, nach der Szene müssen wir ihn einfach lieb gewonnen haben. negativ.

So wird Godzilla zum eigentlichen Helden des Films, mit dem man mitfiebert und ihm die Daumen drückt. und das kreide ich dem Film auch an (zumindest bis zum Finale, da sollte dann der Zuschauer selbst merken, ohne dass es einem schon vorher breit erklärt wird, was Godzilla denn den lieben langen Tag so macht, "aha, der will UNS eigentlich gar nix, wir stehen halt dummerweise nur im Weg"). Klar, jeder der sich ein bisschen mit Godzilla auskennt weiß, dass er nie so wirklich der Böse ist und am Ende der eigentlichen Bedrohung in die Eier tritt. Trotzdem will ich sowas wie Anspannung und Furcht spüren wenn der Boss auftaucht. Mit einem Godzilla schwimmt man nicht mal eben durch den Pazifik Gassi. Godzilla tritt Ärsche, ganz egal wer ihm da gerade in die Quere kommt. War mir dann doch etwas zu lieb, der Gute. Zum Glück hat man ihm immerhin nicht zur Belohnung ein paar Laster Fische serviert.
 
Godzilla

sleepy.gif


Ich würd den Film jetzt nicht als Katastrophe betiteln denn er wirklich hat viele gute Ansätze und auch ein paar gute wenn nicht sogar starke Momente. Denn der Beginn mit der Ausgrabungsstätte (hat mich irgendwie an Jurassic Park erinnert :D ), dem Atomkraftwerk bis hin zum
Schlüpfen des ersten Muto
hat mir sehr gut gefallen und war auch stark und spannend inszeniert.

Danach wird’s dann leider etwas schwieriger. Denn die Geschichte des nach Hause wollenden Soldaten zieht sich dann doch brutal in die Länge und ist einfach nur langweilig. Das liegt auch daran, dass einem die Figuren schlichtweg egal sind und sie auch schauspielerisch gegen Bryan Cranston und Ken Watanabe nichts ausrichten können. Diese beiden können nur rumstehen und füllen die Figuren mit nur einem Blick mit mehr Leben als die anderen Darsteller zusammen. Und es hilft dem Film auch nicht gerade, dass man das erste Aufeinandertreffen von Godzilla mit den Mutos nur so nebenbei mitkriegt. Da sieht man den König der Monster sich in Duellmanier vor dem Rieseninsekt auftürmen… und was passiert? Kamera blendet aus und als nächstes sieht man eine verwüstete Stadt und dann den Sohn des Soldaten der in den Nachrichten kurze Zusammenschnitte des Kampfes. Da wurde mir zum ersten Mal so richtig klar wieso der Film überall so kritisiert wurde und ich konnte einfach nicht fassen, dass da nichts gezeigt wurde. Zum Glück konnte dann der Showdown doch noch überzeugen und die Fans etwas versöhnlich stimmen. Der war wirklich gut inszeniert auch wenn es die Macher trotzdem nicht lassen konnten
den Hauptdarsteller auf irgend ne Art und Weise einzubauen. Das ist Godzilla verdammt noch mal und nicht irgend ein Autobot der gegen nen Decepticon kämpft. Godzilla braucht keine Hilfe… Godzilla ist das Alpha Raubtier… der König der Monster… eine Naturgewalt um die Balance auf der Erde aufrechtzuerhalten. Der muss nicht gerettet werden. Und das schon gar nicht von einem popeligen Soldaten.

Für nen Godzilla Film war mir das am Ende dann doch einfach zu wenig Godzilla. Auch wenn ich die Intention des Regisseurs alles aus der Sicht der Protagonisten zu zeigen interessant finde, es ist trotzdem schlichtweg an der Zielgruppe vorbei inszeniert. Ich hoffe die Fortsetzung macht das besser, denn die Zutaten an sich sind ja vorhanden. Jetzt muss man es nur noch richtig zusammensetzen.

5 von 10 Mutos
 
So, habe den Film vor einer Woche gesehen und ihn etwas sacken lassen. Und ich bin immer noch hin und weg :D Ich glaub es war gut, dass ich nur den ersten Trailer gesehen habe und sonst nix. Ich hatte den Eindruck, dass es selten zuvor einen Film gab, wo es vorher soviel Material zu sehen gab.

Ja, das Drehbuch ist sehr sehr schwach und genau das macht viel kaputt und daher verstehe ich, dass viele enttäuscht sind. Ich kann bei so was gut drüber wegschauen, und hatte dann sehr viel Spaß mit dem Streifen. Ich fand den Film sehr atmosphärisch (grade den Anfang). Es gab sehr geile Settings und die Darsteller waren ok. Besonders hat mir die viel gescholtene Kameraarbeit gefallen: es wurde einfach konsequent aus Sicht der Menschen gefilmt (gab glaube ich nur ganz wenige Ausnahmen) und das sehr abwechslungsreich. So kam dann auch die schiere Größe Godzillas zur Geltung. Und jedes mal, wenn man ihn gesehen hat, war es Magie pur :dhoch: Fand auch nicht, dass er zu wenig Screentime hatte.

Das einzige was mich neben den ollen Drehbuch etwas gestört hat:
Die Mutos sahen dem Cloverfield-Monster sehr ähnlich.

Fazit: Kann sich neben dem grandiosen Cloverfield einreihen! Toller Monster-Film. 9/10
 
Was ich nicht raffe: in meiner gestrigen Vorstellung gabs bei der ersten Erwähnung von "Gojira" (Ken Watanabe) gellendes Gelächter im halben Kino. Die darauf folgenden Male ebenfalls. WTF? :D

Auch als beim letzten Shot ein Kumpel von mir "was für ein Scheißfilm" rausgehauen hat, lachte beinahe der komplette Saal, ein total merkwürdiger Abschluss war das. ^^ Habe mir selbst mehr vom Film erwartet, aber eine so extreme Negativreaktion verstehe ich nicht. Beinahe alle meiner Begleiter haben sich anschließend richtig über den Film ausgekotzt.
 
Gabs bei mir nicht. Keiner den Saal verlassen, keiner dämlich gelacht und hat auch keiner gemeckert als der Film zu Ende war.
 
Mein bester Kumpel fand den auch geil und wir haben so ziemlich den selben Filmgeschmack. Muss ich mir den am Wochenende wohl doch mal geben.
 
die Kameraführung war doch einer der wenigen Punkte, bei denen sogar die Hater gesagt haben, sie sei sehr gut gewesen?
oder was genau meinst du mit "viel gescholtene Kameraarbeit"?
 
Und, wie viele konnten sich bei euch im Kino bei der Nahaufnahme des Chamäleons nicht beherrschen "Godzilla" reinzurufen? :D

Heimkino wird echt immer attraktiver. Bald kommt man gar nicht mehr unter Leute. :ulgy:
 
Ich wurde bei Godzilla leider sehr von meinen Sitznachbarn genervt.
Die haben sich auch immer über die japanische Aussprache von Godzilla amüsiert und in der letzten halben Stunde mussten die praktisch jeden Satz kommentieren.
Kann solche Leute nicht verstehen. Die sollen doch bitte wo anders hingehen wenn sie sich unterhalten wollen, als ins Kino. Finde das höchst unhöflich und würde mir nicht im Traum einfallen ständig zu labern.
Bin aber leider zu höflich bzw. schüchtern in der Situation, um denen zu sagen das sie mal ihre scheiß Fressen halten soll.
 
Ja sowas kenne ich, ist auch einer der Mitgründe weshalb ich selten ins Kino gehe. Heimkino taugt mir persönlich einfach mehr. Für mich ist eigentlich nur noch der späte Release einer BD ein Nachteil gegenüber dem Kino.
 
die Kameraführung war doch einer der wenigen Punkte, bei denen sogar die Hater gesagt haben, sie sei sehr gut gewesen?
oder was genau meinst du mit "viel gescholtene Kameraarbeit"?

Naja, bin den Thread jetzt nicht nochmal durchgegangen, aber ich hatte im Hinterkopf, dass einige hier über die Kamera-Einstellungen hergezogen sind, insbesondere weil halt oft auf den Vordergrund (mit den Menschen) fokussiert wurde. Kann man jetzt auch zur Regie zählen, aber für mich ist das einerlei :p
 
Ja sowas kenne ich, ist auch einer der Mitgründe weshalb ich selten ins Kino gehe. Heimkino taugt mir persönlich einfach mehr. Für mich ist eigentlich nur noch der späte Release einer BD ein Nachteil gegenüber dem Kino.

Wobei ich das mittlerweile auch fast ausnahmslos in Kauf nehme. Filme werden angekündigt, ich freu mich auf sie, sie laufen im Kino an, ich komme ein paar wenige Augenblicke ins Grübeln, verwerfe die Gedanken rasch wieder und in paar Monaten steht der Film auch schon im Regal. Problematisch wird es eigentlich nur bei Kandidaten wie eben Godzilla und Interstellar, in dem entweder ein Lieblingsakteur/-regisseur mitwirkt, oder er schlicht ein Ableger einer meiner gefeierten Reihen ist.

Geht halt nix über den Komfort in den eigenen Wänden, wo auch keine Teenies mit ihren iPhones rumleuchten oder reinquatschen. :deal:
 
Jop, ist bei mir auch so. Vor Godzilla und Days of Future Past war ich glaub ca. 4 Jahre nicht mehr im Kino. Der nächste Film wird dann Godzilla 2. :D
 
Habe den Film auch gestern im Kino gesehen und hat mir überraschenderweise doch ziemlich gut gefallen. Besonders nett fand ich, dass Godzilla seinem Original sehr ähnlich sah und auch der Schrei im Kino sehr geil rüberkam. Das Beste, muss ich aber wohl in Spoiler-Tags packen. :D
Ich fand es so cool, als Godzilla das andere Monster gepackt und dann mit dem Laser in den Rachen "gelasert" hat. :D Als er dann den Kopf genommen und einfach fallengelassen hat, war ich geflasht. :D Sehr, sehr cool. Hoffe, es wird noch eine Fortsetzung gedreht. Vielleicht auch wieder mit großem Gummi-Godzilla-Anzug. ;) Äh, oder auch nicht. :D
 
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