Hab mich gerade durch die ersten Farm Missionen gequält und jetzt abgebrochen.
Seit West Elisabeth quäle ich mich durchs Spiel, weil ich nicht kurz vorm Ende aufhören wollte. Das Legend of the West Outfit hatte mich noch ein wenig bei der Stange gehalten, jetzt hab ich aber einfach die restlichen Missionen abzuhaken versucht, seit dem Farmabschnitt wirds mir aber zu doof.
Die meisten Zwischensequenzen breche ich nach der Hälfte ab weils einfach nur langweilig ist.
Also echt mal. Wie kann man die Story nur so loben? Die geht doch nicht über billige TV-Produktionen hinaus. Zumal etwas mehr Overacting den Figuren sogar gut getan hätte.
Wirklich ALLE Charaktere wirken unnatürlich, künstlich und profillos. Jede der Nebenfiguren ist einfach nur ein billiger Stereotyp dem man kein Leben abkauft, sondern der irgendwie einfach nur für die Stelle im Spiel erschaffen wurde.
Am Meisten geht mir John auf den Sack. Stück für Stück wurde er mir unsympathischer. Seine Entscheidungen, sein Verhalten, seine Art zu reden. Das alles sorft dafür, das ich mich immer weniger mit ihm identifizieren konnte. Klar kann man sagen es ist kein Rollenspiel und nicht mein Charakter den ich erschaffen habe, sondern der Hauptdarsteller einer festen Story. Aber innerhalb dieser Story verhält John sich nur unglaubwürdig.
Als er seine Familie wiederbekommen hat, wurde dem ganzen noch die Krone aufgesetzt. Ich hab mich Monate lang durch verschiedene Staaten und sogar Länder geballert, bin zum massenmordenden Werkzeug verschiedener tyrannischer Regierungen geworden und hab meine ehemalige Familie gekillt. Ich hab quasi ALLES gemacht von dem John sich lossagen wollte. Hab ihm die Hölle zurück geholt, nur um seine Familie zu retten. Dann öffnet sich die Tür der Farm...... und heraus kommt eine rüpelhafte Schnepfe die sofort zeigt wie lieblos die ganze Familie ist. Von der Seite dann der Sohn, dens alles nicht interessiert.
Ach, stimmt. Der ist ja noch viel zu jung um gesagt zu bekommen das sie entführt wurden und ich die schlimmsten Dinge tun musste um sie zu befreihen. Er ist ja auch erst 15.
Jetzt mal ehrlich. Wer in der schwachen Story tiefe sehen will denkt wohl auch Transformers wäre eine Thriller.
Aber irgendwie sind Rockstar Fans da wohl anders gepolt. Ein Kumpel von mir war schon bei GTA 4 total euphorisch. Aber wo er Realismus sieht sehe ich schwachsinn. Das Gameplay, auch bei GTA, ist schon immer einfach nur auf sich immer wieder wiederholende Ereignisse ausgelegt. Und darin soll dann die lebendige Welt liegen.
Wenn ich so Gamedesignschwäche sehe wie ein Dutch, der durch nen Tunnel wegrennt und 3 mal in einer fast genau gleichen kurzen Sequenz oben von einer Leiter 2 Schüsse und einen blöden Spruch ablässt, dann muss ich unweigerlich an die vorletzte Generation der Konsolenspiele denken und nicht an einen Millionenseller.
Werde das unglaubliche Ende (John stirbt. Ooooh neeeein.) leider nicht erleben. Ist mir aber egal, da mich Johns Tod nicht interessieren würde und ich die Trauer seines Sohnes und seiner Frau als aufgesetzt empfinden würde.
Manche Spiele werden einfach zu sehr gehyped und manche Spieler bilden sich zu viel auf ihren Hype ein.