Watch Dogs 2 [PC]
Nach knapp 20 Stunden ist der erwartete Ubisoft-Effekt bei mir eingetreten. Einige der Nebenaktivitäten sind mir zu belanglos geworden und werden folglich ignoriert (Driver SF, das Einsammeln der einzelnen Research Points und das Fotografieren der Sehenswürdigkeiten). Die storybasierten Nebenaufgaben sind immer noch unterhaltsam, auch wenn man natürlich die Ähnlichkeiten zueinander mehr und mehr erkennt.
Was mich aber am meisten nervt, sind die Stealth-Missionen. Ich finde nicht, dass Watch Dogs 2 ein wirklich gutes Stealth-Gameplay hat, das einem variantenreich die eigene Route durch eine Mission erlaubt, wie es z.B. ein Dishonored oder Deus Ex vormachen. Oft ist es ein Rätseln, was das Spiel von mir will, damit ich ungesehen durch eine Mission komme. Denn entdeckt werden ist hier keine wirkliche Option. Viel zu viele nachkommende Gegner, Marcus hält zu wenig aus. In WD1 hab ich verbockte Stealth-Sektionen immer mit der Waffe gelöst, hier klappt das gar nicht.
Nicht alle Stealth-Missionen sind schlecht, aber die die es sind, zerren immer ordentlich an der Motivation.
Was imo auch viel schlechter gelöst ist als im Erstling sind Verfolgungsjadgen mit Wanted-Status. Es fällt mir extrem schwer, Verfolger abzuschütteln. Im Gegensatz zu WD1 gibt es viel weniger ausfahrbare Straßensperren und explosionsfähige Kanalrohre, so dass man oft nicht weiß, wie man die Gegner loswerden soll. Kann man sie abschütteln, kommen einem so viele gegnerische Autos aus allen Richtungen entgegen, dass man sich in Windeseile wieder Verfolger eingehandelt hat. Hat man es dann irgendwie geschafft, dass sie nur noch suchen, ist das verstecken sauschwer, da die Gegner plötzlich winzigste Nebengassen ab - in denen man sich zufällig versteckt. Und das Spiel geht von vorne los.
Hat man dann missionsbedingt ein langsames, nicht wendiges Auto, ist das Frust pur und hat mich gestern zum Abbruch einer Nebenmission gebracht.