Nachdem ich erst vor kurzem Resident Evil 1 Directors Cut mit Jill und Chris durchgespielt habe, hatte ich direkt Bock mir folgenden Knaller vorzunehmen:
Bevor man überhaupt ins Hauptmenü gelangt, darf man erst mal dieses tolle Einführungsvideo bestaunen:
Brillant. Aber das Genialste ist immer noch das richtige Intro zum Spiel, in dem die Stadt Raccoon City von den Zombies überrannt wird (nach Jills Monolog), was ich auch unbedingt hier posten möchte:
Absolut top. Besser kann ein Spiel einen nicht auf eine Zombieapokalypse einstimmen. Noch nie habe ich ein besser inszeniertes Intro mit der Thematik gesehen. Es handelt sich wahrlich um einen Meilenstein im Videospiel-Bereich. Die Tatsache, dass es sich hierbei um ein PS1-Spiel handelt, ist umso beeindruckender.
Resident Evil 3 spielt zeitlich nach Teil 1 sowie vor und nach den Ereignissen aus Teil 2. Klingt komisch, ist aber so und ergibt innerhalb der Resi-Timeline durchaus Sinn. Jill Valentine und ihre STARS-Kollegen haben vergeblich versucht, der Polizei und der Stadtverwaltung zu erklären, dass sich die Stadt dank der Experimente in der Spencer Mansion in großer Gefahr befindet. Natürlich haben die Behörden die Zeugen für unglaubwürdig erklärt, was allerdings durchaus nachvollziehbar ist, denn so ganz ohne Beweise ist die Geschichte doch ein wenig weit hergeholt. Das Unvermeidliche geschieht und beim Mordversuch an William Birkin werden der G-Virus sowie verschiedene "BOWs", bio-organische Waffen, freigelassen. Weder die Polizei noch die private Söldnerarmee der Umbrella Corporation können die Zombiehorden aufhalten und Raccoon City wird von den Untoten überrannt. In der Rolle von Jill hat man jetzt zwei Ziele: Flüchten und Überleben.
Doch das ist leichter gesagt als getan, denn neben Zombies, mutierten Hunden oder experimentellen Kreaturen muss man sich auch dem Nemesis entgegen stellen. Und dieses... "Ding", meine lieben Leute, ist ein verdammt zäher Bastard. Man glaubt, ihn nach einem langen, harten Kampf besiegt zu haben und dann steht er wieder auf. Man versucht zu flüchten, weil man zu wenig Munition hat und auf dem Zahnfleisch läuft, jedoch folgt einem dieser Mistkerl durch so gut wie jede Tür. Irgendwann hat man ihn endlich abgeschüttelt. Doch irgendwann kommt er wieder. Und dann wieder. Und dann wieder. Derartige Situationen werden übrigens von einem fantastischen Soundtrack begleitet, welcher sehr stark zur Stimmung beiträgt. Jedes Mal, wenn sich der Auftritt von Nemesis anzubahnen scheint, fängt ein ruhiges Beben im Hintergrund an zu ertönen, was einem das Blut in den Adern erfrieren lässt. Und wenn er dann ganz plötzlich wieder auftaucht, ist blanke Panik angesagt. Das ist ganz große Kunst und eine Form von Horror, die seinesgleichen sucht.
Zum ersten Mal hat man eine echte, permanente Bedrohung, die einen buchstäblich durch die ganze Stadt und das ganze Spiel jagt. Das ist meiner Meinung nach DAS Alleinstellungsmerkmal und mit der Grund, warum ich Resident Evil 3 innerhalb der Reihe als sehr einzigartig ansehe. Auch dass man im Gegensatz zu den beiden Vorgängern nicht nur einem sehr großen Gebäude gefangen war, wo es mehr darum ging, dessen Geheimnisse zu lüften, sondern einen regelrechten Roadtrip durch Raccoon City erleben darf, finde ich immer noch großartig. Man ist zwar nicht komplett frei, aber immerhin in recht großen Arealen unterwegs. Und jedes einzelne Bild, das man durchläuft, erzählt eine Geschichte. Eine Geschichte, die ganz der eigenen Fantasie überlassen wird. Man stellt sich vor, wie es wohl vor der Apokalypse ausgesehen hatte, was an dem Ort passiert sein muss, damit er so aussieht, wie er aussieht. Wie es dazu kommen konnte, dass eine ganze Stadt in eine derart schlimme Lage gebracht werden konnte.
Klar, die Hintergründe sind vorgerendert, aber für ein PS1-Spiel finde ich es immer noch sehr beeindruckend, wie viel Detailverliebtheit da drin steckt.
Resident Evil 3 wirkt auf mich oft wie der verlorene Sohn der Reihe. Zwischen den übermächtigen zweiten und vierten Teilen der Serie steht es auf einem sehr undankbaren, verlorenen Posten.
Resident Evil 1 hatte damals den Grundstein gelegt, Resident Evil 2 baute auf diesem Fundament eine bis heute äußerst beliebte Fortsetzung auf. Teil 4 ging neue Wege und ebnete den Pfad für die heutige Dominanz des Third-Person-Shooters. Code Veronica streitet sich mit Teil 2 und Teil 4 regelmäßig darüber, wer nun der beliebteste Serienableger ist. Das Remake zeigte auf dem Gamecube, wie sich das Ursprungsprinzip der Reihe gelungen modernisieren lässt. Teil 5 und 6 sind unter Fans verhasst und brachten Capcom trotz durchaus ansehnlicher Verkaufszahlen nicht den erhofften kommerziellen Erfolg.
Während Resident Evil 3 vielen oft nicht mal eine Erwähnung wert ist. Was ich sehr, sehr schade finde. Für mich persönlich war es schon immer der Teil, mit dem ich am meisten anfangen konnte, zu dem ich am ehesten einen Zugang fand.
Was auch immer wieder vergessen oder übersehen wird, ist, dass Teil 3 im Gegensatz zu Teil 2 auch in Sachen Gameplay eine Menge sinnvolle Neuerungen und Verbesserungen mit sich brachte:
Dazu kommen noch so Kleinigkeiten wie die Möglichkeit, Treppen hochzulaufen, ohne die X-Taste drücken zu müssen oder dass sich die Items in den Kisten automatisch stapeln lassen. Auch die Qualität der Hintergründe wurde merklich verbessert. Und gerade wenn ich Resident Evil 3 mit dem ersten Teil vergleiche, welchen ich ja letztens erst mehrmals durchgespielt habe, kommt es mir so vor, als würde alles deutlich schneller von der Hand gehen. Jill ist hier zum Beispiel deutlich flotter auf den Beinen unterwegs als alle Protagonisten in den Vorgängern. Das Inventarmanagement, das Wechseln vom Inventar zum Spielgeschehen und umgekehrt, geht alles angenehm schnell vonstatten.
Die Summe all dieser Neuerungen ergibt für mich eine verdammt gut gelungene Fortführung und Erweiterung des Spielkonzeptes von Resident Evil 1. Von daher verdient es meiner Meinung nach absolut seine Daseinsberechtigung in der Gaming-Welt.
Zu guter Letzt möchte ich noch den unfassbar grandiosen Soundtrack würdigen.
Für meine Begriffe ist das das Beste, was Capcom jemals abgeliefert hat und in seiner Gänze schlichtweg perfekt. Sogar in dem oder anderen Rätsel ist so manch wundervolle Musik enthalten, dass einem das Herz aufgeht. Ich erinnere mich da gerade an dieses Spieluhr-Rätsel:
Auch in Sachen "Heiß machen auf den Schlussspurt" steht Resident Evil 3 meiner Meinung nach an der Spitze. Ich habe noch ganz genau die Musik im Kopf, die anfängt zu spielen, sobald es kurz vor Ende zum großen "Showdown" aufgeht – die ich euch natürlich ebenfalls nicht vorenthalten will:
Davon bin ich allerdings noch ziemlich weit entfernt. Befinde mich gerade mal am Anfang, im Polizeirevier, den viele von euch aus dem 2. Teil kennen müssten (auch wieder eine Sache, die ich toll finde), nachdem ich meinen ersten Nemesis-Fight hinter mir habe.
Freue mich schon auf's weiter spielen.
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Ansonsten spiele ich momentan noch Metal Gear Solid 2 (wurde aber auch echt mal Zeit – einfach nur top das Ding) und ziemlich viel Minecraft.
Bevor man überhaupt ins Hauptmenü gelangt, darf man erst mal dieses tolle Einführungsvideo bestaunen:
Brillant. Aber das Genialste ist immer noch das richtige Intro zum Spiel, in dem die Stadt Raccoon City von den Zombies überrannt wird (nach Jills Monolog), was ich auch unbedingt hier posten möchte:
Absolut top. Besser kann ein Spiel einen nicht auf eine Zombieapokalypse einstimmen. Noch nie habe ich ein besser inszeniertes Intro mit der Thematik gesehen. Es handelt sich wahrlich um einen Meilenstein im Videospiel-Bereich. Die Tatsache, dass es sich hierbei um ein PS1-Spiel handelt, ist umso beeindruckender.
Resident Evil 3 spielt zeitlich nach Teil 1 sowie vor und nach den Ereignissen aus Teil 2. Klingt komisch, ist aber so und ergibt innerhalb der Resi-Timeline durchaus Sinn. Jill Valentine und ihre STARS-Kollegen haben vergeblich versucht, der Polizei und der Stadtverwaltung zu erklären, dass sich die Stadt dank der Experimente in der Spencer Mansion in großer Gefahr befindet. Natürlich haben die Behörden die Zeugen für unglaubwürdig erklärt, was allerdings durchaus nachvollziehbar ist, denn so ganz ohne Beweise ist die Geschichte doch ein wenig weit hergeholt. Das Unvermeidliche geschieht und beim Mordversuch an William Birkin werden der G-Virus sowie verschiedene "BOWs", bio-organische Waffen, freigelassen. Weder die Polizei noch die private Söldnerarmee der Umbrella Corporation können die Zombiehorden aufhalten und Raccoon City wird von den Untoten überrannt. In der Rolle von Jill hat man jetzt zwei Ziele: Flüchten und Überleben.
Doch das ist leichter gesagt als getan, denn neben Zombies, mutierten Hunden oder experimentellen Kreaturen muss man sich auch dem Nemesis entgegen stellen. Und dieses... "Ding", meine lieben Leute, ist ein verdammt zäher Bastard. Man glaubt, ihn nach einem langen, harten Kampf besiegt zu haben und dann steht er wieder auf. Man versucht zu flüchten, weil man zu wenig Munition hat und auf dem Zahnfleisch läuft, jedoch folgt einem dieser Mistkerl durch so gut wie jede Tür. Irgendwann hat man ihn endlich abgeschüttelt. Doch irgendwann kommt er wieder. Und dann wieder. Und dann wieder. Derartige Situationen werden übrigens von einem fantastischen Soundtrack begleitet, welcher sehr stark zur Stimmung beiträgt. Jedes Mal, wenn sich der Auftritt von Nemesis anzubahnen scheint, fängt ein ruhiges Beben im Hintergrund an zu ertönen, was einem das Blut in den Adern erfrieren lässt. Und wenn er dann ganz plötzlich wieder auftaucht, ist blanke Panik angesagt. Das ist ganz große Kunst und eine Form von Horror, die seinesgleichen sucht.
Zum ersten Mal hat man eine echte, permanente Bedrohung, die einen buchstäblich durch die ganze Stadt und das ganze Spiel jagt. Das ist meiner Meinung nach DAS Alleinstellungsmerkmal und mit der Grund, warum ich Resident Evil 3 innerhalb der Reihe als sehr einzigartig ansehe. Auch dass man im Gegensatz zu den beiden Vorgängern nicht nur einem sehr großen Gebäude gefangen war, wo es mehr darum ging, dessen Geheimnisse zu lüften, sondern einen regelrechten Roadtrip durch Raccoon City erleben darf, finde ich immer noch großartig. Man ist zwar nicht komplett frei, aber immerhin in recht großen Arealen unterwegs. Und jedes einzelne Bild, das man durchläuft, erzählt eine Geschichte. Eine Geschichte, die ganz der eigenen Fantasie überlassen wird. Man stellt sich vor, wie es wohl vor der Apokalypse ausgesehen hatte, was an dem Ort passiert sein muss, damit er so aussieht, wie er aussieht. Wie es dazu kommen konnte, dass eine ganze Stadt in eine derart schlimme Lage gebracht werden konnte.
Klar, die Hintergründe sind vorgerendert, aber für ein PS1-Spiel finde ich es immer noch sehr beeindruckend, wie viel Detailverliebtheit da drin steckt.
Resident Evil 3 wirkt auf mich oft wie der verlorene Sohn der Reihe. Zwischen den übermächtigen zweiten und vierten Teilen der Serie steht es auf einem sehr undankbaren, verlorenen Posten.
Resident Evil 1 hatte damals den Grundstein gelegt, Resident Evil 2 baute auf diesem Fundament eine bis heute äußerst beliebte Fortsetzung auf. Teil 4 ging neue Wege und ebnete den Pfad für die heutige Dominanz des Third-Person-Shooters. Code Veronica streitet sich mit Teil 2 und Teil 4 regelmäßig darüber, wer nun der beliebteste Serienableger ist. Das Remake zeigte auf dem Gamecube, wie sich das Ursprungsprinzip der Reihe gelungen modernisieren lässt. Teil 5 und 6 sind unter Fans verhasst und brachten Capcom trotz durchaus ansehnlicher Verkaufszahlen nicht den erhofften kommerziellen Erfolg.
Während Resident Evil 3 vielen oft nicht mal eine Erwähnung wert ist. Was ich sehr, sehr schade finde. Für mich persönlich war es schon immer der Teil, mit dem ich am meisten anfangen konnte, zu dem ich am ehesten einen Zugang fand.
Was auch immer wieder vergessen oder übersehen wird, ist, dass Teil 3 im Gegensatz zu Teil 2 auch in Sachen Gameplay eine Menge sinnvolle Neuerungen und Verbesserungen mit sich brachte:
- Eine schnelle 180°-Drehung wurde hier erstmals möglich
- Man kann Zombies wegschubsen und anderen Gegnern ausweichen, indem man z. B. Die R1-Taste im richtigen Moment drückt. Ein sehr nützliches Feature, da man oft eine große Horde von Monstern vor sich hat bzw. von ihnen umzingelt wird; allerdings nicht so einfach einzusetzen. Auch gegen Nemesis sehr nützlich
- Man kann seine Munition mittels eines Nachfüllgerätes selber herstellen; Dabei gibt es drei verschiedene Pulverarten, die man im Laufe des Spiels an verschiedenen Orten findet: Pulver A (rot), Pulver B (gelb) und Pulver C (blau); wobei Pulver C ausschließlich aus einer Vermischung von Pulver A und B resultiert, meine ich; bin mir gerade nicht ganz sicher
- Es gibt an bestimmten Stellen des Spiels Situationen, in denen man sich innerhalb von wenigen Sekunden zwischen 2 Aktionen entscheiden muss, was den Spielablauf variabler macht und den Wiederspielwert dadurch erhöht.
- Man kann sich unter anderem explosive Fässer zu Nutze machen, indem man diese aus sicherer Entfernung abschießt
- Bestimmte Items befinden sich beim nächsten Durchlauf je nach Spielweise an komplett anderen Orten
Dazu kommen noch so Kleinigkeiten wie die Möglichkeit, Treppen hochzulaufen, ohne die X-Taste drücken zu müssen oder dass sich die Items in den Kisten automatisch stapeln lassen. Auch die Qualität der Hintergründe wurde merklich verbessert. Und gerade wenn ich Resident Evil 3 mit dem ersten Teil vergleiche, welchen ich ja letztens erst mehrmals durchgespielt habe, kommt es mir so vor, als würde alles deutlich schneller von der Hand gehen. Jill ist hier zum Beispiel deutlich flotter auf den Beinen unterwegs als alle Protagonisten in den Vorgängern. Das Inventarmanagement, das Wechseln vom Inventar zum Spielgeschehen und umgekehrt, geht alles angenehm schnell vonstatten.
Die Summe all dieser Neuerungen ergibt für mich eine verdammt gut gelungene Fortführung und Erweiterung des Spielkonzeptes von Resident Evil 1. Von daher verdient es meiner Meinung nach absolut seine Daseinsberechtigung in der Gaming-Welt.
Zu guter Letzt möchte ich noch den unfassbar grandiosen Soundtrack würdigen.
Für meine Begriffe ist das das Beste, was Capcom jemals abgeliefert hat und in seiner Gänze schlichtweg perfekt. Sogar in dem oder anderen Rätsel ist so manch wundervolle Musik enthalten, dass einem das Herz aufgeht. Ich erinnere mich da gerade an dieses Spieluhr-Rätsel:
Auch in Sachen "Heiß machen auf den Schlussspurt" steht Resident Evil 3 meiner Meinung nach an der Spitze. Ich habe noch ganz genau die Musik im Kopf, die anfängt zu spielen, sobald es kurz vor Ende zum großen "Showdown" aufgeht – die ich euch natürlich ebenfalls nicht vorenthalten will:
Davon bin ich allerdings noch ziemlich weit entfernt. Befinde mich gerade mal am Anfang, im Polizeirevier, den viele von euch aus dem 2. Teil kennen müssten (auch wieder eine Sache, die ich toll finde), nachdem ich meinen ersten Nemesis-Fight hinter mir habe.
Freue mich schon auf's weiter spielen.
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Ansonsten spiele ich momentan noch Metal Gear Solid 2 (wurde aber auch echt mal Zeit – einfach nur top das Ding) und ziemlich viel Minecraft.




