Bin auch grade an
Dead Island, was ich grade ausgeliehen hab.
Joa, macht schon Spaß. Das Gameplay ist bisher halt Standard mit Quests zugeschüttet werden und der einzig fähige Mensch auf der Insel zu sein. Hol mir dies, bring das da hin, sammel 5 von jenen... Ich hoffe, dass da ein wenig Abwechslung reinkommt, sonst könnte das auf die Dauer ein wenig ermüdend werden.
Ich hab den Rapper genommen, der gut mit Blunt Weapons umgehen kann und das scheint auch eine gute Wahl gewesen zu sein.

Die Kampfmechanik gefällt (habs auf Schlagen mit Trigger umgestellt, dieses Stick rotieren mag ich nicht), die Schläge wirken wuchtig und die taktische Komponente mit Armen brechen/absäbeln macht Spaß, ebenso das Einschlagen der Zombieköpfe

Genug Waffen scheints auch zu geben, so dass ein guter Sammeltrieb aufkommt.
Grafisch sieht das Spiel doch sehr schön aus, die Atmosphäre mit Postkarten-Inseloptik gepaart mit der typischen Zombieapokalypsen-Einsamkeit hat was. Technisch ist das Spiel aber durchwachsen... Auf den ersten Blick siehts schön aus, allerdings ist die Draw Distance des maximalen LoD erschreckend gering... Es poppen nicht nur Gebüsch etc. sowie die Schatten schlagartig auf, auch komplette Gegenstände werden erst 10 Meter vor der Kamera ohne Übergang in den max. Detailgrad geschaltet...
Mich stört ein wenig, dass man ein wandelnder Packesel ist und Unmengen an Loot rumschleppen kann... Da hätte ein Gewichtssystem eigentlich gut gepasst... Ebenso gehen Waffen sehr schnell kaputt. Wirkt sich aber nicht so schlimm aus, da es erstens Perks gibt, die das abschwächen und man so viele Waffen mitschleppen kann, dass man immer Ausweichmöglichkeiten guter Qualität dabei hat.
Weiterer Kritikpunkt sind die unterirdischen Gesichtsanimationen. Heilige Scheiße, sowas statisches und lebloses hab ich schon lange nicht mehr gesehen
Macht schon Spaß, das Ding... Auch wenn der Trailer damals immer noch Blendwerk war und diese Atmo rein gar nicht rüberkommt. Es ist und bleibt ein Zombieslasher, auch wenn durch vereinzelte heulende Menschen, die ihre Familie umbringen mussten, versucht wird eine emotionale Komponente reinzubringen. Das ist aber nicht wirklich gelungen, dafür sind diese Momente zu beiläufig und schlecht inszeniert, dazu rauben die miesen Mimiken jegliche Emotionalität, so dass einem die Schicksale der Überlebenden recht egal sind und die Spielmotivation aus dem Looten und Leveln kommt.