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Bexter schrieb:Zimtzicke schrieb:Wenn man sich bei 4p registriert, kann man die (ohnehin eher überflüssige) %-Zahl auch ausblenden lassen.
Was bleibt, sind die qualitativ und inhaltlich besten Tests in der Branche, denn wie schon oft erwähnt, kann man nach der Lektüre wirklich ziemlich gut abschätzen, was für einen selbst wichtig ist und was nicht.
Das finde ich persönlich sogar super und ne Spitzenidee! Ich mag eh keine Prozentwertungen, weil Entertainmentprodukte immer zum Teil subjektiv bewertet werden - was verständlich ist, denn seinen eigenen Geschmack kann man nicht abstellen.
Leider sind aber die User dann immer DIE, die schreien, dass sie ohne Wertungen nicht wollen - sonst könnte man die längst abschaffen, wenn es nach mir ginge! Die meisten klicken aber eh nur aufs Fazit von dem Test, schauen sich die Wertung an und das war es dann - den Test durchlesen tun sich leider nur weniger User.
Bexter schrieb:weil Entertainmentprodukte immer zum Teil subjektiv bewertet werden
el_barto schrieb:Und wenn z.B. ein CoD zum x-ten Mal 90%+x abräumt, dann muss man sich nur die Absatzzahlen (und damit indirekt den Spaß, den viele Menschen damit offensichtlich haben) anschauen um zum Schluss zu kommen, dass die Wertungen wohl nicht so aus der Luft gegriffen und "geschmiert" sind wie manche meinen.
Dito.Bexter schrieb:Übrigens zum Thema Wertungen und schmieren:
Kann da nur von uns reden, aber die Redaktion (nicht mal mehr die Chefredaktion) weiß AKTIV was in welcher Höhe bei uns gebucht ist.
Im Endeffekt erfahren die erst, dass wir Werbung zu dem Spiel haben, wenn sie diese auf der Seite sehen. Kampagnen werden auch meist lang VOR dem Test bei uns eingebucht.
Trayal schrieb:el_barto schrieb:Und wenn z.B. ein CoD zum x-ten Mal 90%+x abräumt, dann muss man sich nur die Absatzzahlen (und damit indirekt den Spaß, den viele Menschen damit offensichtlich haben) anschauen um zum Schluss zu kommen, dass die Wertungen wohl nicht so aus der Luft gegriffen und "geschmiert" sind wie manche meinen.
Gutes Marketing lässt noch lange nicht auf die eigentliche Qualität rückschließen.
Spiele sind kreative Erzeugnisse, die Emotionen hervorrufen und keine Hautcremen.
Wertungssysteme für Spiele, Filme, Musik und Literatur sind etwas Magisches. Sie sorgen dafür, dass Kritiker wie Leser die Qualität eines Werks an einer einzigen Zahl festmachen können. Ein gutes Spiel beispielsweise erhält 8/10 Punkten, ein ausgezeichnetes 10/10 Punkten und ein wirklich schlechtes Spiel bekommt eine 4/10.
In der Theorie klingt das alles fantastisch. Das Problem: In der Praxis funktioniert es nicht.
Ein einziges Schlamassel
Die Wurzel allen Übels ist, dass Zahlen eine Vergleichbarkeit und mathematische Objektivität suggerieren. Doch abgesehen von direkten Kopien (sofern sie vorkommen) sind Spiele, Filme, Musik, Literatur nur in den seltensten Fällen eins zu eins vergleichbar und Rezensionen sind niemals objektiv.
Einem Kritiker mag ein Spiel wahnsinnig gefallen, während ein anderer sich an den negativen Aspekten stößt. Und das ist auch gut so, denn so erhalten Leser verschiedene Meinungen und Argumente und können sich anhand der Texte selbst ein Bild machen bzw. entscheiden, welche Argumente für einen persönlich mehr und welche weniger Gewicht haben. Doch schließt ein Rezensent seine Besprechung mit einer Zahl ab, hat es etwas Endgültiges. Eine 8/10 gibt einem Spiel das universelle Prädikat "gut". Welche Kriterien und Motive für diese Bewertung dahinterstehen, fällt unter den Tisch.
Zahlen, die gar nichts sagen
Die Aussagelosigkeit dieses Konzepts kulminiert schlussendlich in Meta-Bewertungsplattformen, die aus vielen Quellen die Bewertungen sammeln, um dann einen Durchschnitt zu errechnen. Eigentlich ein optimales System, könnte man meinen, denn so werden gute und schlechte Noten zusammengeführt. Doch wie aussagekräftig sind solche Durchschnittswertungen? Verlässt man sich auf Metacritic.com, sind laut den Kritikern "Persona 4 Golden", "Punch Quest" und "Mark of the Ninja" die besten Spiele des Jahres. Glaubt man wiederum den Spielerbewertungen ist "FIFA 13" eines der schlechtesten Spiele aller Zeiten. Wirklich?
Hinzukommt bei Metacritic, dass Medien, die keine Wertung vergeben, überhaupt nicht miteinbezogen werden. Anstatt die Meinungen und Argumente in den Vordergrund zu stellen, fördert dieses System die Reduktion der Inhalte auf Zahlen und verwässert so jegliche Kritik.
Orden vor den Augen
Anstelle aber Inhalte zu diskutieren, scrollen Leser direkt zur Wertung und streiten sich in Foren über "faire" 6/10s und "unfaire" 9/10s, während Journalisten ihre Anstrengungen dahingehend verlagern, sich ein ausgefeiltes Wertungssystem zu überlegen oder kapitulieren und unter jeden zweiten Test eine 8/10 setzen.
Schlussendlich profitiert davon nur einer: Der Hersteller, der seine Spielepackungen mit gut aussehenden, aber nichtssagenden Zahlen und glitzernden Bestnoten in Form von Orden ziert.
Spiele sind keine Hautcreme
Es ist ein Unsinn, der hier betrieben wird. Spiele, Filme, Musik und Literatur sind kreative Erzeugnisse, die Emotionen hervorrufen und keine Hautcremen, deren Inhaltsstoffe auf Wirksamkeit in Labors untersucht werden können.
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