Foren Aktuelles Erstellen Mitglieder Anmelden

Verzichtet Ihr, in Zeiten der Maßlosigkeit?

  • Ersteller Ersteller Urgs
  • Erstellt am Erstellt am

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

tim_buktu schrieb:
Urgs schrieb:
Naja, wie gesagt. Abgesehen davon, dass sich so eine Situation für ne lange Zeit kaum vorstellbar ist, wäre sie auch auf keinen Fall ein Grund für die Anschaffung eines Autos. Das lohnt sich doch nicht mal ansatzweise.

Vielleicht würde ich es ja so machen und meinen Sohn da hinbringen. Mein Fahrrad noch mitnehmen und dann dort draussen die Gegend erkunden, ne Radtour machen und ihn dann später wieder abholen. Wäre ne Möglichkeit. :D

Irgendwann brauchste trotzdem eins, spätestens wenn du dir dann irgendwann ein Häuschen außerhalb kaufst. :deal:

:lol:

Das werden wir nie tun. Für mich hat es mehr Lebensqualität, in der Stadt zu leben. Und ich halte es auch für ein Klischee, dass Kinder dort besser aufwachsen. Berlin ist zudem eine sehr grüne Stadt. Ich kann hier alles mit dem Rad erreichen und muss nicht jeden Tag 2-4 Stunden im Auto vergeuden, um zu nem Haus im Speckgürtel zu kommen, dass auch nur Arbeit macht. Nee Danke. Das ist nicht unser Ding!
 
Urgs schrieb:
Hey, ihr sitzt ja alle (Alex, Dowie) vorm PC. Ich fahr jetzt gleich noch mit dem Rad zum Flughafenfeld. Wenn ihr Lust habt? :D

Das ist z.b. Ne Sache die mir tierisch auf den Sack gehen würde.
Ich Sitz auch hier mit ein paar Freunden in meinem Garten, das ist für mich viel mehr Luxus als mitten in ner Großstadt zu wohnen.
 
Das entscheidet ha jeder für sich selbst. Bzw ich bin ne Großstadtpflanze, hier geboren. Uffm Land mal Urlaub machen oder ne Radtour, okay, aber nach ner Woche krieg ich nen Koller.
 
Ich hab mir darüber schon viele Gedanken gemacht. Schließlich gab es auch bei mir Zeiten in denen ich mal weniger und mehr Geld zur Verfügung hatte und zudem auch Phasen, in denen ich mir alles mögliche kaufen wollte und wieder Phasen, in denen ich alles für Plunder hielt.


Jeder sollte sich das kaufen, wozu er Lust hat. Und die wenigsten würden das neiden, wenn man auch sieht, dass der Käufer für seine Kohle hart arbeitet. Auch den Managern großer Firmen würde man die ein oder andere Million mehr gönnen, wenn man sieht, dass seine Angestellten auch etwas davon haben, in dem Sinne, dass es der Firma "gut" geht und die Angestellten einen sicheren Arbeitsplatz. Aber das ist ja eher die soziale Gerechtigkeit, und die ist gar nicht das Thema.

Also jeder soll sich kaufen, was er will. Wo sich die Geister - und das sah man ja auch im Thread hier- scheiden, ist, die Zur-Schau-Stellung des eigenen Lebensstils.

Und da kommt es für mich darauf an, ob sich jemand nur und ausschließlich über das definiert, was er sich kauft. Als würde er sagen: "Seht her ich bin nichts weiter als die Summer meiner Konsumgüter!"- dann ist das für mich am Ziel vorbei. Diese Personen sind für mich unheimlich leer, uninteressant, und wenn sie mich durch mein Leben verfolgen und ich immer darauf stoße, dass es dort nichts weiter gibt als das Konsumgut ist das für mich Dekadenz der Extraklasse. Als gäbe es nichts anderes auf der Erde. Oder auch, ich Arbeite nur für das Konsumgut, und das Konsumgut ist mein Leben.

Geht natürlich auch für die andere Richtung, wenn mich nämlich jemand permanent damit nervt, dass er lebt, um nicht zu konsumieren. Und die anderen dafür auch noch abstraft in dem er Wurstfreunde als Mörder beschimpft, oder Autos für eine unsinnige Erfindung (im Unterschied zu, ich brauche keines) hält etc pp.

Niemand wird, und zu dieser Aussage würde ich mich noch mal hinreißen lassen, ausschließlich dadurch zufriedener, wenn er sich neues Zeug kauft. Egal ob Autos, Kleidung oder sonst was für Zeug. Das ist dann ne Ersatzbeschäftigung für Langeweile, Frust oder Übermaß.

Urgs schrieb:
Hey, ihr sitzt ja alle (Alex, Dowie) vorm PC. Ich fahr jetzt gleich noch mit dem Rad zum Flughafenfeld. Wenn ihr Lust habt? :D

Heute nicht, ich war die letzten Tage immer unterwegs, heute will ich vor der Konsole chillen. Zudem habe ich ja kein Fahrrad. :lol:
 
Also ich verzichte auf ausschweifende Wochenendaktivitäten.
Ich gehe Samstag´s lieber an die Arbeit, als mir am Freitagabend einen reinzufahren, dass ich den ganzen Samstag flach liege.
Zudem verzichte ich auf Zigaretten und übermäßigen Alkohol. Klar, hin und wieder wird mal eine Ausnahme gemacht aber ich sauf mich nicht jedes Wochenende zu. Wenn das vielleicht 2-3 mal im Jahr vorkommt, wenn es mal besonders gut hergeht.
Außerdem verzichten meine Freundin und ich auf auswärts essen gehen. Natürlich gibt es auch hier Ausnahmen aber das sind dann schon ganz besondere Anlässe.
Worauf ich auch gerne verzichte, ist Kino. Ich bin zwar absoluter Film Fan aber knappe 10€ pro Person und Film ist mir die Sache nicht Wert. Auch die tolle Kinoatmosphäre, die manche empfinden, kann ich nicht teilen. Meistens gehen mir die ganzen Leute mit ihrem geraschel und dummgelaber auf die Nerven.
Im Vergleich zu früher, verzichte ich auch auf den Kauf von übermäßig vielen Blu-Rays und kaufe nur noch ausgewählte Scheiben.
Auch richtig teure Markenklamotten die gerade mal im Trend sind, meide ich.
Kauf dann eher Markensachen mit humaneren Preisen wie z.b. Nike oder auch Tom Tailor.

Ansonsten verzichte ich freiwillig eigentlich auf nicht viel. Meistens ist es halt das Geld, dass einen Riegel vorschiebt. :ugly:

Aber wenn ich dann mal was kaufe, dann immer lieber das teurere (wenn es im Rahmen liegt). Ich bin nicht Rockefeller und kann es mir daher nicht leisten, was günstiges zu kaufen. Ob es nun orginal Kameraobjektive sind oder ob es darum geht ob der Tablet nun von Apple oder meinetwegen Motorola kommen soll.
Geht natürlich auch nicht bei allen Sachen. Man muss sich dann halt damit abfinden, dass einfach nicht mehr drin ist. Aber das ist ja ein anderes Thema.
 
Dow Jones schrieb:
Geht natürlich auch für die andere Richtung, wenn mich nämlich jemand permanent damit nervt, dass er lebt, um nicht zu konsumieren. Und die anderen dafür auch noch abstraft in dem er Wurstfreunde als Mörder beschimpft, oder Autos für eine unsinnige Erfindung (im Unterschied zu, ich brauche keines) hält etc pp.

+1 :dhoch:

Allgemein stören mich aber beide Richtungen nicht, solange sie (Achtung!) maßvoll kommuniziert werden. Wenn man mir ständig solche Sachen unter die Nase reibt, egal was, stößt es einem nunmal sauer auf. Normale Reaktion, würde ich sagen.
 
Verzichten? Wieso sollte ich eigentlich? Ich mein, ich arbeite für mein Geld, dann kann ich mir damit doch auch leisten was ich möchte. Und das mache ich im Grunde genommen auch. Gibt schon mal Monate, wo ich 0 auf 0 rauskomme mit dem Gehalt, bei Urlaub geht vlt. auch mal was vom ersparten mit weg. Aber wieso sollte ich verzichten? Klar, die harten Reserven sind unantastbar, aber bis dahin kann ich mir doch leisten was ich möchte.
Und wenn ich Abends mal irgendwo unterwegs bin mit Kumpels, dann gehen da halt mal, wenns exzessiv wird, 50-70 Euro weg. Ich leb doch nur einmal. Dann gibts halt auch wieder Wochen, da kauf ich mir gerade was zum Essen, mehr leiste ich mir dann nicht.

Und ganz ehrlich: Ob ich mir jetzt einen 55" TV kaufe oder stattdessen pro Lebensmittel 20-50 Cent mehr ausgebe weil ichs gerne Bio hätte, gleicht sich nach einiger Zeit auch aus ;)

Ich finde dass die ganze Sache mit Bexter ziemlich hochgespielt wird. Bei JokerofDarkness zum Beispiel macht doch auch keiner so einen Terz. Bexter hat nunmal was erreicht, Geld gemacht, wo liegt das Problem? Gerri hat sich auch ein Haus gekauft, meckert an dem einer rum? Oder Flexx mit seinen schicken Autos und ständigen Markenklamotten. Ist doch alles nix falsch, ich finds immer interessant was die Leute sich so leisten und lasse mich davon auch gerne inspirieren.
Das mit den drei Threads, die Bexter aufgemacht hat, finde ich auch nicht so schlimm. Ich mein, sind ja drei Sinnvolle Threads eigentlich.
 
Ja, ich verzichte bewußt. Auf Dinge, die mir sinnlos oder als nicht erstrebenswert erscheinen. Das definiert aber jeder anders.
Ich verdiene sehr gut, aber das ändert nichts an meiner Einstellung in meinem Konsumverhalten.
 
Urgs schrieb:
Wir könnten uns ein Auto leisten. Ich habe übrigens nirgendwo geschrieben, dass wir aus Umweltgründen darauf verzichten. Das ist eher ein nettes Nebenbei. Wir verzichten vielmehr darauf, weil wir der Ansicht sind, dass unser Leben ohne Auto unterm Strich mehr Qualität als mit Auto beinhaltet. Gerade wenn du in einer Großstadt lebst, macht Autofahren keinen Spaß. Jede Stunde, die du in dem Teil verbringst, ist in meinen Augen eine verlorene Stunde. Dagegen ist jede Stunde auf dem Fahrrad ein Mehr an Lebensqualität, in jeder Hinsicht. Das ist unsere Überzeugung. Ein Leben mit Auto wäre natürlich bequemer, aber eben nicht schöner.

Ob jede Stunde auf dem Fahrrad mitten in Berlin ein Mehr an Lebensqualität bedeutet, mag ich aber zu bezweifeln. :lol::ugly::knuddel: Hab letztens beim Abbiegen z.B. fast einen Radfahrer übersehen. :schreck:

Ich persönlich möchte nie auf ein Auto verzichten. Da ich in einem 320 Einwohner-Dorf wohne, ist das aber auch eh nötig. Aber selbst, wenn ich in Berlin oder so wohnen würde, würde ich nicht drauf verzichten. Habe einfach Spaß am Autofahren und das ist es mir Wert. Und brauchen tu ich so einen Passat dafür im Prinzip auch nicht (ein kleineres Auto reiche dafür), aber ich will es einfach. Dafür verzichte ich eher auf die allerneuste oder beste Unterhaltungselektronik, auch wenn diese mich reizt. Aber ich belass es z.B. weiterhin bei meinem mittlerweile knapp drei Jahre alten 28"-LCD-Fernseher, bis er halt irgendwann mal kaputt gehen sollte. Eine Ausnahme, was die Technik angeht, wäre die neue Xbox, wenn sie irgendwann erscheint :D Spiele kauf ich übrigens nur ungern zu Release und wirklich nur dann, wenn ich wirklich absolut heiß drauf bin (Forza z.B. :D ). Die meisten Spiele, die ich zu Hause habe, haben max. 30 Euro gekostet. Die bringen beim eventuellen Verkauf zwar nix mehr groß, aber dann werden sie halt verschenkt :)
 
Dow Jones schrieb:
Urgs schrieb:
Hey, ihr sitzt ja alle (Alex, Dowie) vorm PC. Ich fahr jetzt gleich noch mit dem Rad zum Flughafenfeld. Wenn ihr Lust habt? :D

Heute nicht, ich war die letzten Tage immer unterwegs, heute will ich vor der Konsole chillen. Zudem habe ich ja kein Fahrrad. :lol:

Und ich war kurz nach meinem letzten Posting eben mit dem Fahrrad unterwegs und hab meine Kamera abgeholt. ^^ Hab meine paar Kilometer für heute und jetzt ist ja eh schon "zu spät", ne? ^_^;
 
Nö, bin jetzt hier, lieg auf ner Betonplatte, lass mich vom Wind berieseln und geniesse die Akkustik. Und denke über den Thread nach ... :D
 
Urgs schrieb:
Alexicious schrieb:
Vor einigen Jahren war das noch anders, aber der übermäßige Konsum war da bei mir zum Großteil nur Frustshopping, weil ich mit meinem alten Job und mit wenig Freunden im fremden Land so unglücklich war.

Ich finde, das ist ein interessanter Gedanke.
Ist das Kaufen von Luxusartikeln nicht meist eine Art Ersatzbefriedigung? Wenn der Jahresabstand zwischen den Fernsehern immer kürzer wird? Wenn sich die Klamotten im Schrank stapeln und man 10 Hosen hat? Wenn das Kinderzimmer vor Spielzeug überquillt? Kompensiert man mit diesem aggressiven Konsum nicht die eigene Unzufriedenheit mit dem eigenen Leben?

Wir hatten in Wirtschaftsethik mal das Thema, warum Konsum (nicht) glücklich macht. Da gings genau darum. Das würde dir gefallen. Das Ergebnis ist, dass Konsum langfristig unglücklich macht (Spoiler). Hat mit nem Dopamin/Endorphin-Gleichgewicht zu tun und ist vereinfacht gesagt mit Drogenkonsum vergleichbar. Sehr interessant und spannend erklärt auch wenn ich mich an die Details nicht mehr exakt erinnere. Man reflektiert da aber auf einmal ganz anders.
 
Konsum bzw. der damit einhergehende Wohlstand macht in meinen Augen auf jeden Fall glücklicher. Zwar nur bis zu einem gewissen Wohlstandspunkt und auch nur in Kombination mit anderen Faktoren, aber im Schnitt sind wohlhabende Menschen glücklicher als nicht wohlhabende (innerhalb der gleichen Gesellschaft).
 
Klar, aber gesellschaftlich gesehen, haben wir diesen Wohlstandspunkt spätestens in den 70ern überschritten. Seitdem lebt eine gigantische Werbeindustrie davon, Menschen Bedürfnisse einzureden, die sie bisher nicht hatten. :D

edit: Aufm Feld wars geil. Wie ein Trip in eine andere Dimension. :grins:
 
Ich verzichte auf Alkohol und Zigaretten, auf Mittagspause und auf Freizeit wenn ich mal wieder ne Überstunde mache.
Ganz bewusst verzichte ich auf alle Aplle-Produkte.
Ansonsten gibts eigentlich wenig worauf ich verzichte.
Was ich wirklich, wirklich will und mir leisten kann wird auch früher oder später mir gehören :D Manchmal verzichte ich temporär auf eine Sache, weil mir da Preis/Leistungsverhältung noch nicht stimmt und warte erst auf ein günstiges Angebot.
 

Ähnliche Themen

G
Gelöschte Mitglieder 617
Antworten
128
Aufrufe
11K
Zurück
Oben