@MouseMan:
Und selbst Professoren sind nur an guten Fakultäten mit entsprechendem Ruf lange da...
Ich sehs an meiner Uni: Die WiWi-Professoren sehen ihrer Stelle dort meist nur als Durchgangsstation, bis ein Ruf einer besseren Uni kommt. Dazu noch die ganzen Juniorprofessuren, die ja prinzipiell nur "günstige" befristete Lehrstellen für die Uni darstellen... Nur "mein" Marketing-Prof ist da standhaft und bleib trotz vielen Rufen bei uns

War aber vor 2 Jahren anscheinend auch mal sehr knapp und es bedurfte ziemlicher "Überredungskunst" der Unileitung (seitdem fährt er einen Porsche

), um ihn zu halten.
Die Professoren der Mathe-Fakultät hingegen (die die beste in Deutschland ist) bleiben dagegen meist bis zur Pensionierung.
Was ich aber auch schade finde ist, wenn Doktoranden von ihren Profs nur als billige und hochwertige Arbeitssklaven gesehen werden... So war das in der AG, wo meine Freundin ihre Promotion begonnen (und u.a. deswegen abgebrochen) hat. Wie glücklich die Doktoranden mit ihrem Thema waren, wie ergiebig das Thema für ihre Arbeiten sind, ist dort absolut egal. Da werden Projekte, die von 90% der Leute als sinnlos abgestempelt werden, durchgeprügelt, weil ein Erfolgsfall für die Arbeitsgruppe (und besonders für den Prof) Prestige wäre und ein Paper in der Science oder Nature bedeuten würde... Der Prof. dort hat auch nen super Ruf weltweit, aber der Ruf ist anscheinend auch durch gnadenlose Ellbogenmentalität zustande gekommen.
Wir haben noch Kontakt mit anderen Doktoranden dort und eine musste jetzt gerade ihr Projekt komplett aufgeben. Nach 3 Jahren Arbeit und Frust, weil nix funktioniert hat, steht sie wieder bei Null... Seit 2 Jahren hat sie (plus Arbeitsgruppenleiter und andere Docs) dem Prof gesagt, dass das Projekt keinen Sinn macht, aber er wollte dran festhalten, weil er darin großes gesehen hat... Natürlich wird ihr Arbeitsvertrag dort auch entsprechend verlängert, aber meist sieht man ja auch die Doktorandenzeit noch zur "Ausbildung" gehörig, vor allem da man in den NatWiss nur mit einem recht kärglichen Gehalt abgespeist wird... Ihr gehts auch entsprechend nicht gerade toll...
Corpsegrinder18 schrieb:
MouseMan schrieb:
Etwas ähnliches: Es ist ebenfalls schade, dass es keine langfristig angestellten Wissenschaftler an den Universtitäten mehr gibt. Die Professoren sind die einzigen die lange da sind, die haben aber nichts im Labor zu tun. Damit geht extrem wertvolles Wissen - was Arbeit im Labor angeht - im Lauf der Zeit einfach verloren weil die längste Anwesenheitszeit eines Wissenschaftlers eben 6 Jahre ist. Das sind dann Doktoranden und Postdocs. Sind die weg, ist ein Wissensschatz verloren und muss meist neu aufgebaut werden. Und das alle paar Jahre, das ist echt nicht gut
ist echt kein Spaß -> gibt bei uns Geräte, die niemand mehr benutzt, weil sich keiner damit auskennt...
wurden mal für teuer Geld gekauft und es gab einen Doktoranden oder Postdoc, der superviel damit gearbeitet hat und sich auskannte. Dann ist derjenige weg und niemand weiß mehr wie das Ding zu benutzen ist, bzw die Leute machen sich nicht die Mühe sich neu einzuarbeiten.
So wars bei meiner Freundin auch^^
An großen Unis in guten AGs sitzt halt auch das Geld locker. Wenn ein PhD da halt n Analysetool für 50.000€ braucht, wird das schnell gekauft, geben die Geldmittel ja locker her. Und wenn der Kerl dann weg ist, dient das Tool noch als großer Staubfänger...
Ebenso wie dort im Lab alle Computer Macs mit Riesenmonitor oder MacBooks waren. Man hats ja
