Was mich am Bachelor so ankotzt:
Man soll den Stoff in 6 Semester schaffen, nebenbei Praktikum machen (bei mir 20 Wochen um überhaupt für den Master zugelassen werden zu können) und das beste ist bei mir, dass die Klausurphase von Ende Juli - Anfang Oktober ging. Ja ne is klar, mach ich halt 20 Wochen Praktikum während meinen "Ferien/Klausurphase", daneben wäre es natürlich nicht schlecht hätte man noch ne Werkstudententätigkeit oder andere "Aktivitäten" vorzuweisen.
Bei uns ist der Bachelor auch so schön konzipiert, dass man die Module eig. nur zu einem bestimmten Semester machen kann, weil sonst das mit den späteren Prüfungen nicht hinhaut oder man eben 3 Fächer zur gleichen Zeit hätte...
Und da auch viele nicht das studieren, was sie vllt. interessieren würde, sondern das wo sie die besseren Noten/einfacheren Module haben ist das eh kaum mehr vergleichbar...
Kenne kaum jemanden der das Studium (bin im ersten Bachelor-Jahrgang) im 6. Semester abschließt - ich versuche es durch zuziehen - trotz Praktikum in der Klausurenphase, trotz Werkstudententätigkeit innerhalb des Semesters - aber die Noten können da einfach nicht mit denen mithalten, die quasi "nur" studieren; zumal ich auch noch pendele (also 1,5h Hinfahrt + 1,5h Rückfahrt).
Aber was will man machen... Werde auf jeden Fall versuchen die Uni zu wechseln, weil wenn ich mir das Modulhandbuch im Master so anschaue:

Da gibt es überhaupt keine Spezialisierung. Da studiert man halt mal alles, aber dann auch alles nicht wirklich richtig.
Hätte ich nicht die Praktikas + Werkstudententätigkeit würde ich immer noch nicht wissen für was ich das Ganze studiere und was ich damit mal später machen will. Gerade der Bachelor sollte ja einen praxisorientierteren Schwerpunkt bekommen, davon sehe ich bei meinem Studiengang aber überhaupt nix. Die meisten haben schon Praktikas und Ausbildungen vor dem Studium gemacht, welche mit dem späteren Berufsziel 0,nix zu tun haben - und das soll dann ein "fortschrittlicheres" Modell als das Diplom darstellen?
Gerade die Abgrenzung zwischen Bachelor und Master erlaubt kaum Spielraum. Nach den 3 Semestern Grundstudium, hat man quasi 2 Semester Zeit die Vertiefungsmodule fast abzuschließen um im 6. Semester die Bachelorarbeit schreiben zu können: man will sich ja auch gleich für den Master bewerben (Anmeldeschluss 15. Juli)... Da muss man dann meist die Module nehmen die am besten passen/man wird auf jeden Fall Überschneidungen haben...
Das ganze System ist einfach so was von undurchdacht, dass wenn ich dran denke immer kotzen muss... Würde man wenigstens die Mindeststudienzeit bei einigen Studiengängen erhöhen (wurde jetzt ja auch teilweise gemacht), wäre zumindest schon mal ein Anfang gemacht.
Auch kann ich die Begrenzung des Master Studienganges nicht nachvollziehen. Im Diplom konnte auch jeder mit dem Vordiplom weitermachen - aber gute Noten und vor allem schlechte Noten müssen nicht unbedingt über die Qualität des Studenten Auskunft geben. Es gibt so viele Faktoren die da eine Rolle spielen, aber früher hat es ja auch geklappt mit dem Vordiplom/Diplom, warum sollte es denn nicht auch mit Bachelor/Master klappen?
Man wird ja quasi "gezwungen" die "einfacheren" Module zu nehmen und das kann ja dann nicht Sinn und Zweck des ganzen Auswahlprozesses sein...