HiRes schrieb:
Mein damaliger BWL Prof hat mal zu uns gesagt: "An der FH wird lediglich das gelehrt, was am Markt und Beruf gerade angewandt wird. Und wir an der Uni dagegen lehren einfach ALLES!"
Ich finde das trifft die Sache ganz gut
Ist aber ne alte Denkweise und Schwachsinn.
Mag sein, dass es mal so war, aber heutzutage ist es definitiv nicht mehr so.
Ich war an ner Uni und FH (ähnliche Studiengänge) und kann nur sagen, dass der größte Unterschied in der Vermittlung des Stoffs lag. An der Uni stand einer vorne, dem es am arsch vorbei ging was im raum vor sich geht. Habe eine Vorlesung zweimal belegt und der Prof hat an exakt der selben Stelle den exakt selben "spontanen" Witz gemacht - verdammt gut geschauspielert.
In der Fh konnte man egal wann Fragen stellen und Profs haben für Ruhe gesorgt.
Vom Stoff her war an der FH in manchen Fächern weniger, in manchen exakt das gleiche.
Weniger macht aber Sinn, da man mehr Beispiele in der Vorlesung bekam anstatt Tutorien außerhalb der Vorlesung. Außerdem war das Semester kürzer, da man die Klausuren ja noch innerhalb des Semesters geschrieben hat.
In manchen Fächern haben wir auch an der FH Programme gelernt, die NIEMAND in der Industrie benutzt. Für meinen Studiengang würde ich zusammenfassend sagen, dass die Lehre an der Fh deutlich besser war, dafür muss man ein semester dranhängen damit man wirklich gute spezialisierungsfächer nehmen kann, da man bei 6 bis 8 klausuren nicht einfach nochmal 4 mehr reinquetschen kann. Ein weiterer großer Unterschied ist die herrangehensweise an Probleme. Während ich an der Uni oft gar nicht mehr wusste warum ich diese 6 zeilige gleichung mit 10 unbekannten kryptischen zeichen lösen soll war an der FH meist ein praktisches Beispiel im Hintergrund. Das hatte vorallem zur Folge, dass man die mathematik als werkzeug benutzt hat und nicht alles theoretisch bis ins kleinste detail gelöst hat.