@ Mouseman
Im Grunde genommen war der Beitrag auch nicht explizit an dich oder an Slurms Mc Kenzie gerichtet auch wenn der erste Satz den Eindruck macht. Diese Meinungen über den Bachelor findet man ja an diversen Stellen hier im Thread und auch sonst häufig wenn man mal Meinungen drüber einholt und es ist einfach ne Sache die mich generell sehr stört aber vermutlich liegt die Problematik auch einfach darin, dass die Anforderungen ziemlich heterogen sind und wirklich stark vom jeweiligen Studiengang abhängen.
Nach deinen Schilderungen glaube ich dir auch, dass man im naturwissenschaftl. Bereich wirklich nicht viel mit nem Bachelor reißen kann und es ist auch fächerübergreifend klar, dass jemand mit nem Master mehr kann (das ist ja der Sinn der Sache) nur gewinnt man den Eindruck, dass die verbreitete Meinung über den Bachelor ist, dass er eigentlich nichts wert ist und das finde ich einfach unfair gegenüber allen die 3 Jahre lang ein (mehr oder weniger) stressiges Studium hinter sich gebracht haben.
Ich habe auch mal in einem Artikel gelesen, dass es für die Firmen einfach besonders schwer ist zu beurteilen was ein Bachelorabsolvent jetzt eigentlich wirklich kann, weil der Stoff und die Anforderungen sowohl zwischen FHs und Unis als auch zwischen Hochschulen derselben Kategorien stark schwanken. Im Grunde genommen wurde also genau das Gegenteil von dem erreicht was der Bachelor schaffen sollte - eine bessere Vergleichbarkeit. Aber das ist eine Verfehlung der Politik und der Hochschulen...nur drunter leiden müssen die Studenten.
Dieser Umstand macht es dann umso ärgerlicher, wenn man dann runter gemacht wird nur weil man das Pech hatte 1 Jahr zu spät mit dem Studium zu starten und so die Chance verpasst noch ein Diplomstudium zu beginnen. Hinzu kommt eben, dass (zumindest an einigen Unis!) das Studium etwas härter geworden ist: Zb hat man an meiner Uni nur 2 Versuche pro Klausur. Im Diplom waren es dagegen noch 3. Das macht schon einen Unterschied, denn wenn ich hier irgendwo mal durchgefallen wäre, hätte ich niemals einen 2ten Versuch gewagt, da bei einem Scheitern, das gesamte Studium für die Katz gewesen wäre. Dann kommen noch so Sachen hinzu wie, dass es keine 2ten Prüfungstermine gibt usw....alles ist darauf ausgerichtet dass man schnell durchs Studium gehetzt wird ohne jede Pause und wenn man dann halt auch mal 4 Klausuren pro Woche und 2 davon am gleichen Tag schreiben muss, dann ist es halt so - Pech gehabt. Alternativtermine gibt es nicht...hauptsache schnell fertig, damit wieder Platz im Unimastbetrieb ist.
Ihr wisst ja selbst wie schlecht die Studienbedingungen im Bachelor teilweise sind( durch die extrem hohen Zahlen der Studienanfänger). Da wird dann auch mal gerne über die Mathe- oder Statistikklausuren versucht die Zahl wieder auf ein handelbares Maß zu reduzieren. So sind viele gute Bekannte von mir die mit mir angefangen haben im Laufe der Zeit auf der Strecke geblieben - imo ein Unding und absolut unfair, da es am Ende nicht auf das Können ankommt, sondern darauf in welchem Semester man gerade schreibt. Unter solchen Bedingungen zu studieren verbittert einen natürlich auch, aber wenn man es dann trotzdem geschafft hat und sich am Ende anhören muss, dass das ja quasi nur scheiße ist, wird man halt sauer (wie gesagt, ich meine jetzt nicht dich oder Slurms, sondern wollte nur mal allgemein meine Meinung zu dem Thema sagen).