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Uni und so

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Jaja, ganz viel hab ich da gelernt^^ Vor allem weil ich nicht mal ne Klausur schreiben muss für die Zertifikate, sondern nur an allen 4 Terminen anwesend sein muss.
War aber trotzdem ziemlich anstrengend, vor allem weil einem nach ein paar Stunden der Schädel brummt von diesem unergonomischen, überladenen Programm^^
 
Du hast unser ERP System noch nicht gesehen :p

Aber ich habe schon gehört, dass besonders bei Umsatzsteuerprüfungen SAP ERP super beliebt ist.. also zumindest im Betrieb, weil man da so geil Sachen verschleiern und verstecken kann :ugly:
 
Ihr müsst euch mal Philosophie reinziehen, da ist teilweise so kranke Scheiße dabei, dass man gar nicht mehr los kommt.

Und teilweise in einer Klarheit, dass es mir bei meinem Geschmadder kalt den Rücken herrunter läuft. Leider scheint das selbst unter Studenten nicht anerkannt zu werden. Hab letztens einen Master-Koordinator der TU Berlin gefragt mit welcher BA-Abschlussnote man da für den Master anrücken müsste, und der sagt nur "....wir nehmen jeden!"
 
Dow Jones schrieb:
Hab jetzt mein Bachelor-Thema:

Wittgenstein und die Privatsprachen-Problematik. Freu mich schon drauf.

Da müsste ich jetzt zwei Wörter von googlen um überhaupt nur ne geringe Ahnung davon zu haben um was es gehen wird.
Kannst du das kurz ausführen?
 
Jo,

Was meint Wittgenstein, wenn er von Privatsprache spricht?

Er hat ein spezielles Verständnis von Privat. Er will nicht sagen, dass wir uns im Alltag nicht mit uns selbst unterhalten dürften, uns selber Befehle geben könnten oder Dinge lautlos für uns denken könnten. Das ist alles okay. Die Frage ist nur, können wir verständlicherweise etwas meinen, dass nur uns zugänglich ist und niemand anderem sonst.

Welche Themen in der Philosophie werden damit eigentlich angeschnitten (Gegenpositionen)?

1) Qualia (Rot-Wahrnehmung, Invertierte Spektren) Qualia-Info
- Was ist Wahrnehmung, sehe ich rot anders als du, oder sehe ich Dinge wirklich rot und du eigentlich grün? Sprechen wir von der selben Qualität von Schmerzen, wenn wir beide sagen, wir haben schmerzen? Generell, wie kann ich sicher sein, dass du die selbe sensorische Beschaffenheit aufweist, wie ich. Jeder hat sich schon einmal die Frage gestellt, ob der andere genauso empfinden kann wie ich, man steckt ja nicht drin, was?



2) Autorität der ersten Person (Nur ich kann wissen, ob ich Schmerzen habe, du kannst es nur erahnen)

- betrifft das Thema, ob ich der sein kann, der am besten über seine Empfindungen bescheid weiß, welchen Zugang habe ich zu meiner emotionalen Welt, welche Möglichkeiten des Zugangs haben die anderen. Was kann ich nur über mich selber wissen, was kein anderer über mich in Erfahrung bringen kann.




Wieso sind diese Positionen unmöglich vertretbar?

a) Um etwas speziell für sich meinen zu können, also zum Beispiel eine Empfindung mit einem Wort zu benennen, dass niemand anders verstehen kann, benötige ich die Technik eines „Benennens“ Und diese kann ich nur haben, wenn ich schon eine komplette Sprache mit jemand anderem Teile. Ich kann natürlich konsequenterweise auch keine Sprache ausdenken, die nur ich nur für mich ausgedacht habe, auch dafür bräuchte ich eine Sprache. Beispiel: Es wäre laut des Argumentes unsinnig zu sagen, dass ich etwas an meiner emotionalen Beschaffenheit (Schmerzen) ausmachen kann, dass niemand anderes feststellen kann. Man wüsste nicht, wovon man spricht.

b) Wenn ich das Wort wissen verwende knüpfe ich es automatisch an eine Rechtfertigungsbedigung und eine Falsifikationsmöglichkeit. Wenn ich jetzt also sagen will, ich weiß, dass ich schmerzen habe, und du kannst es nicht wissen, verwende ich ganz einfach diesen Begriff falsch. „Ich weiß, dass ich X habe“ bedeutet nichts anderes als „ich habe X“ Die anderen derweil können sehr wohl wissen, ob ich schmerzen habe oder nicht. Das nagt so ein wenig an der Autorität der ersten Person, dass diese Person privat etwas über sich aussagen kann, die niemand anderes jemals verständlicherweise wissen kann.

c) Wie sieht es aus mit unser qualitativen Beschaffenheit von Bewusstseinszuständen, können wir alle das selbe Rot sehen? Oder das selbe Grün, die gleichen Schmerzen haben etc? Könnten wir wir Rot und Grün nicht immer schon vertauscht haben, und wüssten es nicht? Auch hier würde Wittgenstein sagen: Schon immer etwas für sich vertauscht haben geht nicht. Um etwas vertauschen zu können, muss man zu irgendeinen Zeitpunkt mal richtig zugeordnet haben. Und richtig zuordnen kann man auch nicht alleine machen, sondern immer nur in einer Gemeinschaft.


Im Allgemeinen lässt sich also zeigen, dass viele Gedankenexperimente der Philosophie sinnlose Komponenten haben. Entweder erhalten einige Wörter eine eigene Bedeutung und werden größtenteils unverständlich oder aber es wird übersehen, dass für die richtige Verwendung des Wortes eine Sprachgemeinschaft von Nöten ist und man gar nicht alleine so und so von den Dingen sprechen kann. Da sich der Philosoph oft einer „Privatsprache“ in irgendeiner Form bedient, kommt eine Menge Quark hinten heraus.



Ich muss allerdings auch zugeben, dass ich noch nicht alles komplett verstanden habe. Vielleicht klingt meine Ausführung ein wenig ungehobelt und ist schwer nachzuvollziehen, dass liegt dann daran, dass ich es noch nicht besser formulieren kann. Ich hole das nach, wenn meine Arbeit fertig bewertet worden ist.
 
Boah ne, da dreht sich mir alles Dow :D

Im Moment finde ich Freuds Psychoanalyse sowas von interessant, dass ich mir vorstellen könnte, später darüber meine Bachelor-Arbeit zu schreiben. Allerdings müsste ich das dann im Modul Sozialpsychologie machen. Im Prinzip nich schlecht....mal schauen.
 
The perfect Dark schrieb:
Boah ne, da dreht sich mir alles Dow :D

Ja, das ist dann aber meine Schuld. Nicht die Wittgensteins..:lol:

Im Moment finde ich Freuds Psychoanalyse sowas von interessant, dass ich mir vorstellen könnte, später darüber meine Bachelor-Arbeit zu schreiben. Allerdings müsste ich das dann im Modul Sozialpsychologie machen. Im Prinzip nich schlecht....mal schauen.

Es gibt auch eine Vorlesung Wittgensteins speziell zu dem Thema. In: Ludwig Wittgenstein "Vorlesung und Gespräche", Fischer 2005, S. 61-75.
 
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