Foren Aktuelles Erstellen Mitglieder Anmelden

Uni und so

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Nein, das wäre gar nichts für mich. Ich bin jetzt 22 und irgendwann müsste ich bald mal wissen, was werden soll. Mich jetzt ein halbes Jahr auf den Balkon setzen und in die Sonne gucken, klingt für mich furchtbar. :( Zumal, wie gesagt, meine Eltern bei der Sache auch eine Rolle spielen. Die würden natürlich auch ungeduldig werden.
 
Das meine ich doch nicht. Ich meine eher sowas wie ins Land seiner Träume zu fliegen und dort einen Job zu suchen und schauen, was sich entwickelt. Wenn sich wirklich etwas anbieten sollte, hast du Glück gehabt und nebenbei überlegst du dir, ob du vielleicht doch weiterstudieren solltest.
So will ich das zumindest vielleicht machen, wenn mein Studium steil bergab geht. :D

Hast du irgendeine Alternative, irgendeine Idee, was du machen könntest?
Wahrscheinlich wird es aber das Beste sein dich reinzuhängen und dein Bachelor zu machen.
Du kannst mir glauben. Ich habe mittlerweile auch gar keine Lust mehr, aber bis ich eine Alternative habe, muss ich wohl die Augen zukneifen und durch den Dreck durchmarschieren.
Im Endeffekt bin ich ja selbst schuld, dass ich mich nicht früher um etwas gekümmert habe, das mir Spaß macht.
 
slaughterking schrieb:

aber es macht doch so spaß. ich versteh dich nicht :heul:

ne, aber zumindestens bringt dir ein bachelor in wirtschaft deutlich mehr als einer in soziologie bei der arbeitssuche. ich verstehe aber auch nicht wirklich wieso du keine zukunft siehst, denn es gibt so viele verschiedene Zweige in diesem Bereich.

bin auch im 4. semester und werde es auch nicht in regelstudienzeit schaffen und bei mir bezahlen es auch die eltern. am liebsten würde ich theater studieren und schauspieler werden aber das leben ist nunmal kein ponyhof. :I
 
Prinny schrieb:
Das meine ich doch nicht. Ich meine eher sowas wie ins Land seiner Träume zu fliegen und dort einen Job zu suchen und schauen, was sich entwickelt. Wenn sich wirklich etwas anbieten sollte, hast du Glück gehabt und nebenbei überlegst du dir, ob du vielleicht doch weiterstudieren solltest.
So will ich das zumindest vielleicht machen, wenn mein Studium steil bergab geht. :D

Hast du irgendeine Alternative, irgendeine Idee, was du machen könntest?
Wahrscheinlich wird es aber das Beste sein dich reinzuhängen und dein Bachelor zu machen.
Du kannst mir glauben. Ich habe mittlerweile auch gar keine Lust mehr, aber bis ich eine Alternative habe, muss ich wohl die Augen zukneifen und durch den Dreck durchmarschieren.
Im Endeffekt bin ich ja selbst schuld, dass ich mich nicht früher um etwas gekümmert habe, das mir Spaß macht.
Ich weiß schon, wie Du das meinst, aber auf deinen "American Dream" möchte ich mich nicht verlassen. :p

Alternativen habe ich keine, ansonsten wäre ich wegen meiner Situation auch nicht so niedergeschlagen.
Einfach den Bachelor weiterzumachen, ist leider die Nächstliegendste Sache, aber ich würde nicht hier schreiben, wenn mich das glücklich machen würde. Es ist nicht nur, dass ich mit dem Studieren selbst nicht zufrieden bin, sondern das mir auch irgendwie die Perspektive fehlt. Natürlich könnte ich es jetzt noch durchziehen, aber man braucht schon einen wirklich guten Bachelor und/oder viel Praxis/Auslandserfahrung oder ein gutes Netzwerk, um nach seinem Abschluss interessant zu sein. Und ich kann in meinem Studium einfach nicht die Leidenschaft aufbringen, um irgendwas davon zu erreichen. Daher muss ich mich schon fragen, was das jetzt noch bringt.

Darf ich fragen, was genau Du machst?

Kali schrieb:
slaughterking schrieb:

aber es macht doch so spaß. ich versteh dich nicht :heul:

ne, aber zumindestens bringt dir ein bachelor in wirtschaft deutlich mehr als einer in soziologie bei der arbeitssuche. ich verstehe aber auch nicht wirklich wieso du keine zukunft siehst, denn es gibt so viele verschiedene Zweige in diesem Bereich.

bin auch im 4. semester und werde es auch nicht in regelstudienzeit schaffen und bei mir bezahlen es auch die eltern. am liebsten würde ich theater studieren und schauspieler werden aber das leben ist nunmal kein ponyhof. :I
Und ich schiele immer zu meinen Japanologiefreunden rüber, aber die können mir auch nicht sagen, ob sie mit ihrem Studium alleine mal Geld verdienen können. Ist ja schon beneidenswert, dass sie einfach etwas studieren, was sie wirklich interessiert, aber das Leben ist wirklich kein Ponyhof, deswegen ist das eigentlich keine Alternative für mich.
 
slaughterking schrieb:
Ist ja schon beneidenswert, dass sie einfach etwas studieren, was sie wirklich interessiert,

Das finde ich auch immer sehr beneidenswert. Aber in Anbetracht dessen, dass 95% von denen danach finanziell und beruflich auf die Fresse fallen bzw. am Ende was völlig anderes machen, kann man sich das eigentlich nur leisten, wenn man eh schon abgesichert ist und sich um nichts Sorgen machen muss. Eigentlich traurig, aber ist halt so.

Was das Studium an sich angeht: wenn du glaubst, dass du es schaffen kannst, dann würde ich es auch durchziehen. Du bist ja noch jung und ne Ausbildung kann man danach immer noch machen und dabei ist später dann auch das Studium nützlich, gerade auch bei Gehaltsverhandlungen bzw. Einstiegsgehalt.
 
Ich verstehe dich wirklich vollkommen. Ich glaube, wir sind wirklich in einer ähnlichen Situation.

Ich studiere seit drei Semestern Energie- und Prozesstechnik. Es war nie mein Traumstudium, aber ich dachte, ich könnte damit gut Geld verdienen, durch die Spezialisierung auf "Renewable Energies" einen guten Ruf und ein gutes Gewissen erlangen und vielleicht sogar Spaß an Projektleitungen und anderen Positionen haben.
Aber nee, Pustekuchen, ich hasse es. Ich habe keinen Bock auf den Ingenieursmist. Es interessiert mich nicht. Ich bin kaum in der Uni, mogel mich durch die Hausaufgaben, lerne dann ein bis zwei Tage vor der Klausur aufgepuscht das Wichtigste und bin froh knapp das nächste Semester unbeschadet erreicht zu haben.
Und so ein Typ wie ich soll dann später Verantwortung in Energiekonzernen übernehmen?!

Aber was soll ich sonst machen? Ein Studium beginnen, das mich vielleicht interessiert, aber im Leben nicht weiterbringt? Nachdem ich zwei Jahre verschwendet habe?
Eine Ausbildung suchen, die mich noch weniger interessiert? Soll ich arbeiten und mich den ganzen Tag herumquälen? Tag für Tag denselben Mist machen?

Ich habe keine berufliche Perspektive und fahre auf diesem unhaltbaren Ingenieurszug und traue mich nicht abzuspringen.
 
Prinny schrieb:
Ich verstehe dich wirklich vollkommen. Ich glaube, wir sind wirklich in einer ähnlichen Situation.

Ich studiere seit drei Semestern Energie- und Prozesstechnik. Es war nie mein Traumstudium, aber ich dachte, ich könnte damit gut Geld verdienen, durch die Spezialisierung auf "Renewable Energies" einen guten Ruf und ein gutes Gewissen erlangen und vielleicht sogar Spaß an Projektleitungen und anderen Positionen haben.
Aber nee, Pustekuchen, ich hasse es. Ich habe keinen Bock auf den Ingenieursmist. Es interessiert mich nicht. Ich bin kaum in der Uni, mogel mich durch die Hausaufgaben, lerne dann ein bis zwei Tage vor der Klausur aufgepuscht das Wichtigste und bin froh knapp das nächste Semester unbeschadet erreicht zu haben.
Und so ein Typ wie ich soll dann später Verantwortung in Energiekonzernen übernehmen?!

Aber was soll ich sonst machen? Ein Studium beginnen, das mich vielleicht interessiert, aber im Leben nicht weiterbringt? Nachdem ich zwei Jahre verschwendet habe?
Eine Ausbildung suchen, die mich noch weniger interessiert? Soll ich arbeiten und mich den ganzen Tag herumquälen? Tag für Tag denselben Mist machen?

Ich habe keine berufliche Perspektive und fahre auf diesem unhaltbaren Ingenieurszug und traue mich nicht abzuspringen.

Du hast keinen Bock was vernünftiges zu machen, weils mit dem Traumjob nicht geklappt hat?
Machs wie ich und werd Lehrer.
 
Tommse schrieb:
Prinny schrieb:
Ich verstehe dich wirklich vollkommen. Ich glaube, wir sind wirklich in einer ähnlichen Situation.

Ich studiere seit drei Semestern Energie- und Prozesstechnik. Es war nie mein Traumstudium, aber ich dachte, ich könnte damit gut Geld verdienen, durch die Spezialisierung auf "Renewable Energies" einen guten Ruf und ein gutes Gewissen erlangen und vielleicht sogar Spaß an Projektleitungen und anderen Positionen haben.
Aber nee, Pustekuchen, ich hasse es. Ich habe keinen Bock auf den Ingenieursmist. Es interessiert mich nicht. Ich bin kaum in der Uni, mogel mich durch die Hausaufgaben, lerne dann ein bis zwei Tage vor der Klausur aufgepuscht das Wichtigste und bin froh knapp das nächste Semester unbeschadet erreicht zu haben.
Und so ein Typ wie ich soll dann später Verantwortung in Energiekonzernen übernehmen?!

Aber was soll ich sonst machen? Ein Studium beginnen, das mich vielleicht interessiert, aber im Leben nicht weiterbringt? Nachdem ich zwei Jahre verschwendet habe?
Eine Ausbildung suchen, die mich noch weniger interessiert? Soll ich arbeiten und mich den ganzen Tag herumquälen? Tag für Tag denselben Mist machen?

Ich habe keine berufliche Perspektive und fahre auf diesem unhaltbaren Ingenieurszug und traue mich nicht abzuspringen.

Du hast keinen Bock was vernünftiges zu machen, weils mit dem Traumjob nicht geklappt hat?
Machs wie ich und werd Lehrer.

Mein Problem ist, dass ich selbst an meinen Träumen zweifle und mich nie für einen Platz beworben habe, der mich wirklich interessiert.

Ist dein Traumjob in der Bundeswehr jetzt geplatzt, oder verstehe ich dich falsch?
 
Naja, ich kann erst ende Oktober nachgemustert werden und mein Studium fängt anfang Oktober an... Und da ich mich lieber damit abfinde, dass das mit Bund nix wird, damit ich dann nich zu hart auf die Fresse falle, wenn negativ ausfällt, bin ich jetzt ein schon vorher frustrierter Student :deal:
 
Prinny schrieb:
Tommse schrieb:
Prinny schrieb:
Ich verstehe dich wirklich vollkommen. Ich glaube, wir sind wirklich in einer ähnlichen Situation.

Ich studiere seit drei Semestern Energie- und Prozesstechnik. Es war nie mein Traumstudium, aber ich dachte, ich könnte damit gut Geld verdienen, durch die Spezialisierung auf "Renewable Energies" einen guten Ruf und ein gutes Gewissen erlangen und vielleicht sogar Spaß an Projektleitungen und anderen Positionen haben.
Aber nee, Pustekuchen, ich hasse es. Ich habe keinen Bock auf den Ingenieursmist. Es interessiert mich nicht. Ich bin kaum in der Uni, mogel mich durch die Hausaufgaben, lerne dann ein bis zwei Tage vor der Klausur aufgepuscht das Wichtigste und bin froh knapp das nächste Semester unbeschadet erreicht zu haben.
Und so ein Typ wie ich soll dann später Verantwortung in Energiekonzernen übernehmen?!

Aber was soll ich sonst machen? Ein Studium beginnen, das mich vielleicht interessiert, aber im Leben nicht weiterbringt? Nachdem ich zwei Jahre verschwendet habe?
Eine Ausbildung suchen, die mich noch weniger interessiert? Soll ich arbeiten und mich den ganzen Tag herumquälen? Tag für Tag denselben Mist machen?

Ich habe keine berufliche Perspektive und fahre auf diesem unhaltbaren Ingenieurszug und traue mich nicht abzuspringen.

Du hast keinen Bock was vernünftiges zu machen, weils mit dem Traumjob nicht geklappt hat?
Machs wie ich und werd Lehrer.

Mein Problem ist, dass ich selbst an meinen Träumen zweifle und mich nie für einen Platz beworben habe, der mich wirklich interessiert.

Ist dein Traumjob in der Bundeswehr jetzt geplatzt, oder verstehe ich dich falsch?

was würdest du denn am liebsten machen ? i
 
Mondknallschlumpf schrieb:
Das finde ich auch immer sehr beneidenswert. Aber in Anbetracht dessen, dass 95% von denen danach finanziell und beruflich auf die Fresse fallen bzw. am Ende was völlig anderes machen, kann man sich das eigentlich nur leisten, wenn man eh schon abgesichert ist und sich um nichts Sorgen machen muss. Eigentlich traurig, aber ist halt so.
So sieht es leider aus. Aber wenn man sich tagtäglich auf die Uni und Veranstaltungen freut und Neues lernen möchte, sieht die Welt trotzdem ganz anders aus und über solche Sachen, wie ich derzeit, macht man sich dann möglicherweise nicht so viele Gedanken. Ich denke, man wird sich ganz automatisch ausreichend engagieren, um nach dem Studium zu wissen, wo es hingeht und wer einen haben möchte. Diese Studiengänge gibts ja auch nicht nur zum Vergnügen der Studenten.
Aber es stimmt schon, dass die Perspektive bei solchen Studiengängen automatisch irgendwo eingeschränkt wird. So ein bischen käme ich da vom Regen in die Traufe.
Ich tröste mich aber immer damit, dass man sich ja privat als Hobby mit seinem Traum-Studium beschäftigen kann. Dann wirds auch nicht so schnell langweilig. :D

Prinny schrieb:
Ich verstehe dich wirklich vollkommen. Ich glaube, wir sind wirklich in einer ähnlichen Situation.

Ich studiere seit drei Semestern Energie- und Prozesstechnik. Es war nie mein Traumstudium, aber ich dachte, ich könnte damit gut Geld verdienen, durch die Spezialisierung auf "Renewable Energies" einen guten Ruf und ein gutes Gewissen erlangen und vielleicht sogar Spaß an Projektleitungen und anderen Positionen haben.
Aber nee, Pustekuchen, ich hasse es. Ich habe keinen Bock auf den Ingenieursmist. Es interessiert mich nicht. Ich bin kaum in der Uni, mogel mich durch die Hausaufgaben, lerne dann ein bis zwei Tage vor der Klausur aufgepuscht das Wichtigste und bin froh knapp das nächste Semester unbeschadet erreicht zu haben.
Und so ein Typ wie ich soll dann später Verantwortung in Energiekonzernen übernehmen?!

Aber was soll ich sonst machen? Ein Studium beginnen, das mich vielleicht interessiert, aber im Leben nicht weiterbringt? Nachdem ich zwei Jahre verschwendet habe?
Eine Ausbildung suchen, die mich noch weniger interessiert? Soll ich arbeiten und mich den ganzen Tag herumquälen? Tag für Tag denselben Mist machen?

Ich habe keine berufliche Perspektive und fahre auf diesem unhaltbaren Ingenieurszug und traue mich nicht abzuspringen.

Ah, verstehe. Das hätte wirklich genauso von mir kommen können. Schon blöd. Und frustrierend. Und beängstigend auch.
Bei wem kann ich mich denn beschweren, dass das Leben so kompliziert sein muss? Gibts vielleicht einen Studiengang, der mir hilft die Sache irgendwie zu bewältigen? :lol:



/edit/ Jetzt erstmal Fußball....
 
Eigentlich wollte ich 'Szenisches Schreiben' studieren oder sonst irgendwas Richtung Theater machen, aber eigentlich interessiert mich das moderne Theater auch nicht wirklich und bestimmt wäre das auch ein Reinfall.
Und wenn ich mich im Studium mit Dramen, die mich interessieren (vielleicht Altphilologie oder von mir aus auch deutscher Philologie), befassen würde, könnte ich einen Job vergessen.
Und außerdem mag ich Studenten dieser Fachrichtungen eh nicht besonders und hätte allein deswegen wenig Spaß und würde aufhören.
Mein realistischster Traum ist es vielleicht eine Existenz aufzubauen, einen kleinen besonderen Laden, vielleicht im Ausland. Oder vielleicht andersweitig irgendwo in einer fernen Metropole selbstständig zu sein.
Aber wer will das nicht? Und wie viele scheitern?

Ich brauche nur unbedingt etwas Schaffendes. Ich hasse es gewöhnlicher Arbeitnehmer zu sein. Ich hasse es morgens um sieben Uhr aufzustehen um dann elf Stunden später erschöpft nach Hause zu kommen und mit dem Gefühl ins Bett zu gehen "Hey, super, du bist total fertig, aber trotzdem hätte dein Job jeder andere machen können!".
Es ist so unbefriedigend. Ich weiß: C'est la vie. Aber wir sprechen von Träumen.
 
Studium abbrechen is imo nix verwerfliches.
Ich hab meine Story ja auch schon mal hier geschrieben. Ich war während der Schule felsenfest davon überzeugt, Chemie studieren zu wollen.
Nach dem Zivi hab ich das dann auch an der Uni Heidelberg angefangen. Der monströse Arbeitsaufwand (O-Ton Prof bei Eignungsgespräch:" Suchen sie sich Freunde in der Chemie, für die anderen werden sie keine Zeit mehr haben") und die Tatsache, dass es doch ziemlich anders war wie in der Schule haben dann stark an meiner Motivation genagt. Die Folge war, dass ich kaum noch gelernt hab, und nach 1,5 Semestern nur noch an der Uni eingeschrieben war, aber nix mehr gemacht hab...
Nur bin ich daraus nicht schlau geworden, sondern hab an meinem Chemie-Traum festgehalten. Ich dachte, an einer FH wird das ganze vllt praxisorientierter und hab mich an der FH Darmstadt für chemische Technologie eingeschrieben. War aber das selbe in Grün wie in HD und mein Arbeitsaufwand ging mit meiner Motivation wieder schnell in den Keller.

Da war ich irgendwann stark am Zweifeln, ob ich überhaupt studieren soll, für ne Ausbildung wurd ich inzwischen auch zu alt (war damals immerhin schon fast 25, da sind andere fertig studiert). Hab mich dann nach nem anderen Studium umgeschaut, irgendeine komplett andere Richtung. Bin dann schnell in die Wirtschaft-Richtung gekommen bei meinen Recherchen. Hat sich alles super interessant für mich angehört.
Irgendwann stand dann Wirtschaftspädagogik im Raum und das studier ich jetzt. Und da hier der Fokus extrem auf WiWi und der technischen Qualifikation (bin fast E-Techniker und ITler im Nebenfach) und Pädagogik fast keine Rolle im Studienplan spielt, kann ich eigentlich von mir behaupten, ein Wirtschaftswissenschaftler zu sein.
Naja, jedenfalls macht mir das Studium jetzt Spaß, ich bin im 7. Semester und immernoch motiviert. Meine Noten sind besser als sie in der Schule je waren, ich lerne gerne und das zahlt sich aus. Sozusagen ein positiver Teufelskreis aus lernen, gute bis sehr gute Noten kassieren und noch mehr lernen :D

Long story short: Wenn man mit seinem Studium unzufrieden ist, sollte man imo abbrechen und sich nach was geeigneterem umschauen, denn man wird sein ganzes Leben in diesem Feld verbringen. Und fast nichts macht mir in meiner Zukunftsplanung mehr Angst, als in nem Job festzusitzen, der mich tagaus, tagein ankotzt. Dann lieber ein paar Jahre "verschwendet" und irgendwann das Richtige, die Berufung, zu finden.
 
naja 1,5 semester sind nichts... studiere ab herbst bauingenieurswesen und die ersten 2 semester fast sind dann erstmal fast nur reine mathematik und physik :ugly: da muss man sich halt durchbeissen bis endlich baustoffe statik und was weiss ich kommt und einen interessiert
 
@ Prinny: das was du studierst hätte ich studieren sollen. :lol: :I

Bin zum Glück schon im 6. Semester WING Bachelor und ich hab mir nie wirklich Gedanken gemacht wegen meinem Studium und meiner Wunschvorstellung davon. Wollte in der Nähe meiner Freundin (Ex) bleiben und hab gedacht mit dem Studium stehen mir alle Türen offen - aber ich hatte nie das Gefühl gehabt auch nur annähernd durch das Studium einen zufriedenstellenden Beruf zu finden und diese Unzufriedenheit/Perspekivlosigkeit ist Gift für die Motivation und dann eben auch für die Noten - gerade wenn man pendelt und quasi alle VL sausen lässt.

Nachdem dann meine Freundin fort war - habe ich mir dann endlich Gedanken gemacht und wollte mein Studium in Richtung meiner Praktika/Werkstudententätigkeit lenken (Erneuerbare Energien/Planung) - was zwar 2 zusätzliche Aufbaustudiengänge erforderlich gemacht hätten, aber es wäre eben (hoffentlich) "erfüllend" gewesen. Vor 2 Wochen habe ich dann erfahren, dass der Studiengang den ich eig. im WS anfangen wollte nicht mehr angeboten wird und ich wieder "Nichts" habe... :nein:


Ich kann jetzt nur hoffen, dass ich in Berlin genommen werde, denn da könnte ich zumindest WING mit Studienrichtung Energie+Ressourcenmanagement studieren. Aber ob das mit meinem nicht einmal durchschnittlichen (vorläufigen) Bachelor-Abschluss von 2,7 klappt darf stark bezweifelt werden...


Meine jetzige Freundin studiert übrigens Japanologie - hach :traurig:
 
hyperman schrieb:
naja 1,5 semester sind nichts...

Ja, nur wenn man das selbe nochmal in grün an ner FH macht, läppert sichs zusammen :ugly:

Klar, war auch viel langweilige Mathe und Physik, aber die Aussichten auf das Danach waren auch nicht besser... Physikalische Chemie hier, Quantenmechanik da, theoretischer uninteressanter Mist dort...

Naja, hinterher is man immer schlauer^^
 
slaughterking schrieb:
Ah, verstehe. Das hätte wirklich genauso von mir kommen können. Schon blöd. Und frustrierend. Und beängstigend auch.
Bei wem kann ich mich denn beschweren, dass das Leben so kompliziert sein muss? Gibts vielleicht einen Studiengang, der mir hilft die Sache irgendwie zu bewältigen? :lol:

Dachte mir schon, dass es uns da ähnlich ergeht. Ich versuche mich auch damit zu trösten, dass man sich mit seinem Traum privat beschäftigen kann. Eigentlich bin ich sogar der Meinung, dass man sich der Kunst selbstständig und niemals schulisch widmen sollte.
Aber ich schaffe es nicht. Für mich ist jedes Hobby ein anstrengender Akt. Wenn ich für mich lese oder schreibe, wenn ich im Internet bin, oder Freunde besuchen will, auch wenn Wochenende ist oder die Woche gerade erst angefangen hat, belastet mich immer der Druck der Uni und des Nebenjobs.
Meine allgegenwärtigen Gedanken sind "Oh fuck, du musst noch diese Hausaufgabe machen", "Oh shit, bald sind Klausuren" und "Mein Gott, ich muss noch arbeiten".
Und was mache ich? Ich bin total gestresst und mache im Endeffekt gar nichts und stresse mich umso mehr. Eher liege ich apathisch im Bett als auch nur einen Finger für die Uni oder die Arbeit zu rühren. Irgendwann zwinge ich mich dann doch dazu, meist mitten in der Nacht, viel zu spät und lieblos.

Wie auch du beneide ich Menschen, die etwas studieren, das ihnen Spaß macht. Wenn ich meine Freunde sehe, wie sehr sie sich reinhängen um irgendwelche Prozesse und Phänomene zu verstehen, wie sie diskutieren und herumprobieren und ich daneben sitze und mit einem Nicken und stumpfen "Ja, ja" versuche zu signalisieren, dass ich alles schon verstehe und sie sich nicht an mir aufhalten sollen, wünsche ich mir gleichzeitig nichts mehr als auch so eine Leidenschaft für mein Studium und mein Tun zu verspüren.

Es muss so erfüllend sein das zu machen, was einem Spaß macht und sich damit auseinanderzusetzen.. oder wenigstens die Disziplin zu besitzen es durchzuziehen, indem man sich das Ziel all der Mühe vor Augen führt, und sei es nur das Geld.

Ich bin aber völlig hoffnungslos. Ich weiß es nicht zu schätzen, dass ich die Möglichkeit habe später einen respektiven Job zu haben, gut zu verdienen und angesehen zu sein. Auch habe ich momentan den wahrscheinlich besten Nebenjob, den ich mir ausmalen kann und bin total unzufrieden und würde am liebsten kündigen.

Mein Wunsch wäre momentan mich auf den Mond schießen zu lassen und dort etwas in Ruhe spazieren zu gehen.

Hana-Bi schrieb:
@ Prinny: das was du studierst hätte ich studieren sollen. :lol: :I

Bin zum Glück schon im 6. Semester WING Bachelor und ich hab mir nie wirklich Gedanken gemacht wegen meinem Studium und meiner Wunschvorstellung davon. Wollte in der Nähe meiner Freundin (Ex) bleiben und hab gedacht mit dem Studium stehen mir alle Türen offen - aber ich hatte nie das Gefühl gehabt auch nur annähernd durch das Studium einen zufriedenstellenden Beruf zu finden und diese Unzufriedenheit/Perspekivlosigkeit ist Gift für die Motivation und dann eben auch für die Noten - gerade wenn man pendelt und quasi alle VL sausen lässt.

Nachdem dann meine Freundin fort war - habe ich mir dann endlich Gedanken gemacht und wollte mein Studium in Richtung meiner Praktika/Werkstudententätigkeit lenken (Erneuerbare Energien/Planung) - was zwar 2 zusätzliche Aufbaustudiengänge erforderlich gemacht hätten, aber es wäre eben (hoffentlich) "erfüllend" gewesen. Vor 2 Wochen habe ich dann erfahren, dass der Studiengang den ich eig. im WS anfangen wollte nicht mehr angeboten wird und ich wieder "Nichts" habe... :nein:


Ich kann jetzt nur hoffen, dass ich in Berlin genommen werde, denn da könnte ich zumindest WING mit Studienrichtung Energie+Ressourcenmanagement studieren. Aber ob das mit meinem nicht einmal durchschnittlichen (vorläufigen) Bachelor-Abschluss von 2,7 klappt darf stark bezweifelt werden...


Meine jetzige Freundin studiert übrigens Japanologie - hach :traurig:

Du willst dann wahrscheinlich auch an die TU Berlin? Ich drücke dir mal die Daumen. Auch wenn ich nicht wirklich weiß, wie schwer es ist in den Studiengang zu kommen.
Auf jeden Fall eine sehr sympathische Uni! Hätte ich von einer TU nie gedacht. Und die Dozenten im ganzen Energiebereich sind auch top! :dhoch:
Aber ich hasse es halt. :D

el_barto schrieb:
Long story short: Wenn man mit seinem Studium unzufrieden ist, sollte man imo abbrechen und sich nach was geeigneterem umschauen, denn man wird sein ganzes Leben in diesem Feld verbringen. Und fast nichts macht mir in meiner Zukunftsplanung mehr Angst, als in nem Job festzusitzen, der mich tagaus, tagein ankotzt. Dann lieber ein paar Jahre "verschwendet" und irgendwann das Richtige, die Berufung, zu finden.

Bei meinen Träumen habe ich nur sehr schnell Angst auf die Fresse zu fallen, aber ansonsten stimme ich dir zu. Bei dir hat sich der Mut echt ausgezahlt! :dhoch:
 
Prinny schrieb:
Dachte mir schon, dass es uns da ähnlich ergeht. Ich versuche mich auch damit zu trösten, dass man sich mit seinem Traum privat beschäftigen kann. Eigentlich bin ich sogar der Meinung, dass man sich der Kunst selbstständig und niemals schulisch widmen sollte.
Aber ich schaffe es nicht. Für mich ist jedes Hobby ein anstrengender Akt. Wenn ich für mich lese oder schreibe, wenn ich im Internet bin, oder Freunde besuchen will, auch wenn Wochenende ist oder die Woche gerade erst angefangen hat, belastet mich immer der Druck der Uni und des Nebenjobs.
Meine allgegenwärtigen Gedanken sind "Oh fuck, du musst noch diese Hausaufgabe machen", "Oh shit, bald sind Klausuren" und "Mein Gott, ich muss noch arbeiten".
Und was mache ich? Ich bin total gestresst und mache im Endeffekt gar nichts und stresse mich umso mehr. Eher liege ich apathisch im Bett als auch nur einen Finger für die Uni oder die Arbeit zu rühren. Irgendwann zwinge ich mich dann doch dazu, meist mitten in der Nacht, viel zu spät und lieblos.

Wie auch du beneide ich Menschen, die etwas studieren, das ihnen Spaß macht. Wenn ich meine Freunde sehe, wie sehr sie sich reinhängen um irgendwelche Prozesse und Phänomene zu verstehen, wie sie diskutieren und herumprobieren und ich daneben sitze und mit einem Nicken und stumpfen "Ja, ja" versuche zu signalisieren, dass ich alles schon verstehe und sie sich nicht an mir aufhalten sollen, wünsche ich mir gleichzeitig nichts mehr als auch so eine Leidenschaft für mein Studium und mein Tun zu verspüren.

Es muss so erfüllend sein das zu machen, was einem Spaß macht und sich damit auseinanderzusetzen.. oder wenigstens die Disziplin zu besitzen es durchzuziehen, indem man sich das Ziel all der Mühe vor Augen führt, und sei es nur das Geld.

Ich bin aber völlig hoffnungslos. Ich weiß es nicht zu schätzen, dass ich die Möglichkeit habe später einen respektiven Job zu haben, gut zu verdienen und angesehen zu sein. Auch habe ich momentan den wahrscheinlich besten Nebenjob, den ich mir ausmalen kann und bin total unzufrieden und würde am liebsten kündigen.

Mein Wunsch wäre momentan mich auf den Mond schießen zu lassen und dort etwas in Ruhe spazieren zu gehen.
Schon verrückt, wie sehr sich unsere Situationen ähneln. Wobei es so verrückt wahrscheinlich auch nicht ist. Ist wahrscheinlich das typische "Studium-Abbrecher"-Profil, nur eben ohne das tatsächliche Abbrechen des Studiums. :D
Aber ich kann das wirklich nachvollziehen.

Dieses Semester hat ein Kommilitone und Freund von mir übrigens sein Studium abgebrochen. Ihm hat man richtig angemerkt, wie er sich die letzten drei Semester so gar nicht für das Studium begeistern konnte und er hat so gut wie keine Prüfungen bestanden. Gegen ihn sah sogar ich wie ein anständiger Student aus (ich bestehe ja zumindest meine Prüfungen), aber er hat dennoch ziemlich lange durchgehalten. Mir hat das lustigerweise in meiner Motivation ungemein geholfen, weil ich mir dachte "Wenn er noch weitermachen kann, kann ich das erst recht.".
Zum vierten Semester hat er dann abgebrochen und das hat entschieden dazu beigetragen, dass ich mein Studium auch für mich auch in Frage stelle. Es ist natürlich nicht nett, dass es mir geholfen hat gewissermaßen auf ihn herab schauen zu können (das hab' ich natürlich nie gesagt oder auch nur angedeutet :ugly: ), aber es hat sich doch als entscheidender Faktor herausgestellt.
Jetzt ist er weg und ich umgebe mich auch nur mit Leuten, wie Du sie oben beschreibst. Oder zumindest mit welchen, die sich mit dem Motto "Hauptsache Student" durchschlagen. Das wird natürlich auch nochmal auf sie zurückkommen, aber so sorgenfrei wäre ich auch gerne.


Wobei ich auch dazu sagen muss, dass ich meinen Studiengang nicht per se schlecht finde, sondern eher das Studieren an sich. Ich bin einfach nicht diszipliniert genug, um bestenfalls semi-interessante und durchaus anspruchsvolle Inhalte aus eigener Motivation heraus zu lernen. Ich lerne eben effizient, aber bei Weitem nicht ausreichend und schon gar nicht so, dass ich mich mal mit gutem Gewissen für einen Beruf bewerben kann.
Und ich hasse, hasse, hasse, HASSE es mich ausschließlich mit Theorie beschäftigen zu müssen. Für mich ist das alles sehr unintuitiv und geradezu weltfremd. Mir fällt es sehr schwer, mich da reinzudenken und ich kann mir nicht vorstellen, das in ein paar Jahren noch adequat in die Praxis umsetzen zu können. Das liegt natürlich in der Natur des Studiums und es liegt an mir, mich um Praxiserfahrungen zu kümmern, aber das Thema Leidenschaft und Motivation hatten wir ja schon... :lol:
Da wäre dann wieder das Traumstudium gefragt. :D


Ich denke daher, die sinnvollste Alternative wäre eine fachähnliche Ausbildung. Die ist straffer organisiert, bestimmt weniger anspruchsvoll als vergleichbare Studieninhalte, praxisnäher und ich denke, mit meiner bisherigen Studienerfahrung hätte ich da durchaus zusätzliche Vorteile.
Mal ganz davon zu schweigen, dass ich meine Eltern finanziell nicht mehr belasten würde.
 
Zurück
Oben