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Unheilbar krank

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Ich habe inzwischen (durch die Therapie) eine Polyneuropathie entwickelt, die sich bei mir hauptsächlich durch Schmerzen in den Füßen auswirkt.
Seit ein paar Tagen sind die so heftig, dass ich nur noch schwer (ein)schlafen kann. Letzten beiden Nächte bereits um 4 Uhr aufgewacht und aufgestanden (aka wach liegen geblieben).
Lässt sich auch medikamentös nur schwer behandeln, weil klassische Schmerzmittel nicht wirken.
Macht Bock!
Gibt zumindest im psychiatrischen Kontext ein Medikament, das man bei Depressionen gibt, das sich auch dämpfend auf die Polyneuropathie auswirkt.
Kannst ja mal googeln: Amitriptylin. Habe das nur Mal im Kontext gehört bei jmd. mit einer alkoholbedingten Nervenschädigung.
Da ich kein Arzt bin, ist das hier natürlich nur ein laienhafter Post über ein Medikament, dessen Name ich Mal aufgeschnappt habe.
Wünsche dir auf jeden Fall auch gute Besserung. Wie auch allen anderen hier.
 
Danke für eure Geschichten, die mich wirklich sehr zum Nachdenken bewegt haben. Man merkt dadurch erst, wie klein die eigenen “Probleme” in Wahrheit sind, solange man nur gesund ist.

Aber eigentlich bin ich hier, um ein kleines Wort der Hoffnung zu verbreiten: Ihr seid *noch* unheilbar krank.

Das kann sich ändern. Man denke nur an früher unheilbare bakterielle Krankheiten wie die Pest oder Tuberkulose, die heute durch Antibiotika heilbar sind. Oder durch Viren verursachte Krankheiten wie HIV/AIDS. Früher war die Diagnose HIV positiv ein “Todesurteil” dank moderner Medikamente können Menschen mit dem Virus heute alt werden und er ist nicht mehr nachweisbar in ihrem Blut.

Wir leben in einer Zeit mit massiven Fortschritten im Bereich der künstlichen Intelligenz. Dies geht so weit, dass wir sogar noch in diesem Jahrzehnt AGI erreichen könnten. Der Einsatz von (starker) AI in der (medizinischen) Forschung könnte die Rate des medizinischen Fortschritts vervielfachen.

Ist das eine Garantie für irgendwas? Natürlich nicht. Aber die Hoffnung lebt definitiv und ich persönlich glaube tatsächlich daran, dass sich durch AI in den nächsten Jahren / Jahrzehnten die wissenschaftliche Forschung in allen Bereichen revolutionieren wird und massive Beschleunigung erfahren wird.

Also haltet durch, mit einer Portion Skill und Glück retten uns die Wissenschaft und der technologische Fortschritt vielleicht wieder einmal den Arsch…
 
Meine Mutter ist heute, 8 Monate nach der Diagnose, an ihrem Lungenkrebs verstorben.

Ich bin ja seit dem 23.12.24 bereits hier in der Heimat und sie war quasi durchgehend im Krankenhaus. Sie war dabei mal zwei Tage nicht ansprechbar und ich bin dann am nächsten Tag einfach in Tränen ausgebrochen, weil ich nochmals mit ihren reden konnte, als sie von der Intensivstation wieder herunter verlegt wurde. Hatte nicht erwartet nochmal ein Wort mit ihr wechseln zu können. Das war echt ein Auf und Ab der Emotionen. Daneben noch Kinderbetreuung mit meiner Frau.

Habe auch ständig mit den Ärzten gesprochen (Organisiert euch unbedingt eine General- und Vorsorgevollmacht!) und ihren Willen quasi ständig durchgesetzt. Dementsprechend wurden alle weiteren Maßnahmen stark eingeschränkt. Also nur noch geringfügig Sauerstoff und dazu Morphin und Midazolam. Letzteres ist eine Art Schlafmittel. Sie wollte nie ein "sabbernder Lappen" werden. Zitat ihrerseits. Und in diesen Zustand war sie leider schon großenteils angekommen. Ein Hospiz war bereits im Gespräch und ich musste mit Engelszungen auf sie einreden und ihr teilweise deutlich klarmachen, dass sie nie wieder in ihr Einfamilienhaus zurückkehren kann. Das tat unendlich weh. Sie dachte bis zum Schluss das sich das Blatt nochmal wenden könnte und hat immer Hoffnung gehabt.

Auch wenn sie durch ihre Raucherei schlussendlich großenteils an ihrer Erkrankung selber Schuld war, war es ungemein frustrierend sie ständig mit der Wahrheit zu konfrontieren und hinter ihren Rücken Klartext mit den Ärzten zu reden. Die Frau wollte einfach nur leben und mit ihren Freunden und ihrer Familie nochmal was unternehmen und nach Hause gehen. Das war echt schlimm mit anzusehen.

Leider konnte die Lunge den Körper seit Anfang der Woche nicht mehr mit Sauerstoff versorgen. Ab Mittwoch war sie erneut gar nicht mehr ansprechbar. Ich war teilweise den ganzen Tag bei ihr am Bett und heute Morgen, kurz nach 9, ist sie dann für immer eingeschlafen. Hab ihren Puls nicht mehr gespürt und dann eine Schwester gerufen.

Jetzt sitze ich in meinen Elternhaus und fühle mich einfach fehl am Platz. Meine Mutter müsste hier sitzen und leben. Die Frau ist letztes Jahr in Rente gegangen. Ein kleiner Trost ist, dass sie zu Lebzeiten nichts hat anbrennen lassen und wirklich alles gelebt hat. Urlaube, Konzerte, Feiern.. Und das sie halt nicht mehr leiden muss.

Aber es fühlt sich einfach so Falsch an. Meine gesamte Familie ist jetzt verstorben. Fühle mich gerade total ohnmächtig.
 
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Fuck. Mein Beileid.

Ich wünsche dir ganz viel Kraft für die nächste Zeit.

Als damals mein Vater verstorben ist, ging es mir ähnlich.
 
Mein Beileid. Meine Mama hat leider vor 6 Monaten auch die Diagnose Krebs bekommen. Leider Leberkrebs, der bereits gestreut hat (obwohl sie nie Alkohol getrunken hat).
Also unheilbar. Im Endeffekt genießen wir jede Sekunde, die wir zusammen verbringen. Auch mit meinem Sohn (5 Jahre), weil es ihr und ihm gut tut.
Irgendwie ein Scheiss Gefühl nichts machen zu können, außer die noch verbleibenden Zeit so schön zu machen wie es geht.
Die Endlichkeit wird einem da wieder richtig bewusst.
Wünsche dir ganz viel Kraft und Energie und immer ein schönes Gefühl wenn du an deiner Mama denkst.
 
Zuletzt bearbeitet:
Mein Beileid, ich kann das alles sehr gut nachvollziehen. Gibt bei mir kaum eine Minute wo ich nicht an meine Mama denke und warum das alles passiert ist..

Ich wünsche dir viel Kraft in dieser extrem schweren Zeit
 
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