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Türkei in die EU

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DieTürkei als EU-Mitgliedsstaat

  • Ja

    Stimmen: 14 13,3%
  • Nein

    Stimmen: 85 81,0%
  • Weiß nicht

    Stimmen: 6 5,7%

  • Umfrageteilnehmer
    105

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

@Cale: Trotzdem kann die Türkei als Mitgliedsland nicht so viel importieren, dass sie die gesamte Wirtschaft der EU "rettet". Ein paar (viele) Unternehmen profitieren sicherlich, aber ob das EU-weite und -relevante Ausmaße annimmt bezweifle ich ganz stark.
 
om3ga schrieb:
@Cale: Trotzdem kann die Türkei als Mitgliedsland nicht so viel importieren, dass sie die gesamte Wirtschaft der EU "rettet". Ein paar (viele) Unternehmen profitieren sicherlich, aber ob das EU-weite und -relevante Ausmaße annimmt bezweifle ich ganz stark.

um genau zu sein werden genau die unternehmen profitieren, denen es jetzt schon gut geht. und diese unternehmen sitzen nicht in den schwachen EU ländern.
die schere zwischen den reichen und armen EU staaten wird somit nur noch größer, bin mal gespannt wann es da zum großen knall kommt. der ist imo schon längst überfällig.

findet es denn keiner lustig, dass in dem taz artikel ausgerechnet der daimler chef zu wort kommt? 1. ist es alles andere als nen unternehmen, welches es in der EU schwer hat und 2. stehen gerade türken total auf dicke deutsche autos von mercedes und bmw. also der offene umgang mit diesem altbekannten türken klischees sorgte schon für nen lächeln in meinem gesicht.:lol:

ich wüsste ja gerne mal was der beitritt der türkei zur minderung der schere zwischen arm und reich in der EU beitragen kann. ich sehe da keinen positiven effekt, nur verschlechterungen. aber ich sehe das wohl auch nicht objektiv.
 
om3ga schrieb:
@Cale: Trotzdem kann die Türkei als Mitgliedsland nicht so viel importieren, dass sie die gesamte Wirtschaft der EU "rettet". Ein paar (viele) Unternehmen profitieren sicherlich, aber ob das EU-weite und -relevante Ausmaße annimmt bezweifle ich ganz stark.

Wer redet denn davon, daß die Türkei die EU "retten" soll? Wo kommt denn der Gedanke plötzlich her? :Skep:

Darum geht es doch gar nicht. Ich habe nur dargelegt, daß ein nach einem EU-Beitritt sowohl die türkischen als auch die EU-Wirtschaft deutlich profitieren würde. Und zwar unabhängig, ob diese Unternehmen in "stärkeren" oder "schwächeren" EU-Ländern ihren Sitz haben (was immer diese Unterteilung auch soll).
 
Deswegen auch die " " ;) Der Gedanke kommt daher, weil die Türkei ja in manchen Medien und von manchen Leuten (jetzt nicht unbedingt du) als der Heilsbringer der EU hochstilisiert wird, dass es riesige Vorteile eines EU-Beitritts gäbe, dass die EU als Ganzes davon profitieren würde, und und und. Und diesen ganzheitlichen Aspekt sehe ich halt irgendwie nicht.
 
Die EU wird ohne die Türkei nicht untergehen und mit ihr nicht in neue ungeahnte Höhen aufsteigen. aber wenn die Türkei die notwendigen Voraussetzungen mitbringt und die entsprechenden Kriterien erfüllt (!), wird ihr Beitritt sowohl der Türkei als auch der EU nachhaltig Vorteile bringen. Daran besteht kein Zweifel, deswegen wundere ich mich ehrlich gesagt über so manche Aussagen hier.
 
lüsterneLINDA schrieb:
ich wüsste ja gerne mal was der beitritt der türkei zur minderung der schere zwischen arm und reich in der EU beitragen kann. ich sehe da keinen positiven effekt, nur verschlechterungen. aber ich sehe das wohl auch nicht objektiv.

von der gegen-seite kommen zwei argumente, die sich doch ziemlich beißen. zum einen sei es scheiße, dass die reichen in die armen länder investieren müssen und so die armen deutschen steuerzahler die schwächelnden staaten bezahlen. zum anderen würde sich die schere zwischen arm und reich weiter öffnen.

das kann man natürlich irgendwie damit erklären, dass die wirtschaft alles auffrisst und für den arbeitnehmer nichts mehr übrig bleibt.

aber wenn ich unsere armen mitglieder bereise, dann sehe ich etwas anderes. und das fängt sogar schon hier in deutschland an. wenn ich hier in meinem armen ortsteil berlins etwas herumlaufe, sehe ich mehrere gebäude, die energetisch saniert werden. mit eu-geldern. dann fahre ich nach polen. dort werden mit eu-geldern vernünftige autobahnen bezahlt. ich mache gerne urlaub in bulgarien und dort sieht man auch wunderbar wie in den letzten jahren der standard gestiegen ist. eine freundin von dort kann mit ihrem sehr talentierten chor dank eu-förderungen in europa touren und wird hier in deutschland bald studieren, was natürlich auch der deutschen wirtschaft gut tut. und das direkt, wenn sie hier arbeiten wird und indirekt, wenn sie in der eu bleibt.

ich verfolge nicht die ganzen fortschritte in den neuen eu-ländern, aber was ich mitbekomme, klingt gut. in bulgarien, in dem land, in dem es gang und gäbe war, an der grenze ein paar säfte abzudrücken, wenn man z.b. nicht angeschnallt war, gab es riesige erfolgreiche maßnahmen gegen korruption.

irgendwer bezahlt natürlich dafür und mit hoher wahrscheinlichkeit gehören wir als deutsche auch dazu. mein lebensstandard ist aber in den letzten jahren nicht gesunken. aber ich kann natürlich nur von mir sprechen.

und natürlich wird der unterschied zwischen arm und reich (global gesehen) immer ausgeprägter. die großen unternehmen nehmen und nehmen und die kleinen menschen leiden. aber ich denke nicht, dass das ein problem ist, das die eu fördert. wie hier schon jemand sagte (evin glaube ich), ist das ein problem des kapitalismus.

innerhalb der eu sehe ich aber sehr viele fortschritte. auch wenn ich mir nicht sicher bin, ob diese errungenschaften gut fundiert sind oder doch nur auf wackeligen pfeilern stehen und standen, die in der finanzkrise mündeten.

deswegen will ich auch erst einmal keine türkei in der eu. wir balancieren genug steine auf unserem kartenhaus. da schmeißen wir lieber nicht den nächsten brocken rauf. aber mit der zeit wird sich hoffentlich das system festigen und dann denke ich, dass wir sehr wohl politisch und wirtschaftlich aus einer mitgliedschaft der türkei profitieren können und dass auch die türkei sich intern umstrukturieren wird, um ein moderner, gleichwertiger eu-staat zu werden. und die tendenz zur annäherung von seiten der türkei ist seit jahren (mit einigen hochs und tiefs) ja schon da.

geographische gründe lasse ich mal außen vor. die finde ich langweilig. :D
 
@Cale

ich finde es halt auch etwas zu einseitig den beitritt der türkei nur von der türkei selbst abhängig zu machen.

ich sehe auch die EU noch lange nicht bereit so einen großen staat aufzunehmen. hier in der EU gibt es so viele offene baustellen, die noch lange nicht fertig sind, als dass man da jetzt in absehbarer zeit nochmal stark wachsen sollte.
 
Da hast Du sicher recht, in der EU besteht noch hoher Reform- und Weiterentwicklungsbedarf. Das habe ich ja an anderer Stelle auch schon betont. Beide Seiten müssen noch stark an sich arbeiten. Trotzdem muß sich die Türkei an die EU anpassen und nicht umgekehrt.
 
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