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Thread zur Formel 1 Saison 2015

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Aktuelle News:

Renault übernimmt den Lotus Rennstall und Red Bull wird weiterhin mit Renault am Start sein, jedoch unter dem Namen ihres Sponsors Tag Heuer. Toro Rosso wird nächstes Jahr mit 2015er Ferrari Motoren fahren.
 
In der nächsten Woche treffen sich die Teams und die FIA, um über die Motorenzukunft zu diskutieren. Sollten die Vorschläge der Teams nicht gut genug sein, behält sich die FIA vor, den Alternativ-Motor wieder ins Spiel zu bringen. Durchgesickert ist, dass die Teams am liebsten am aktuellen Motoren-Format festhalten wollen und durch vereinheitliche Standard-Komponenten den Preis der Aggregate senken wollen. 1000 PS Motoren oder dergleichen wollen die Teams scheinbar nicht haben.

Es war meiner Meinung nach nicht anders zu erwarten, dass bestimmte Teams kein Interesse daran haben, die derzeitige Motoren Formel aufzugeben oder zumindest grundlegend zu erneuern. Da wird versucht, den technisch Vorteil für die nächsten Jahre zu zementieren. Ich finde es schrecklich, wieviel Macht die Teams haben. Die FIA sollte als Organisator das endgültige Sagen haben und nicht die Teilnehmer selbst. Übrigens gibt es auch Bestrebungen, die Regeländerungen für 2017 noch um ein weiteres Jahr nach hinten zu verschieben. Angeblich fehle die Zeit, die Regeländerungen für nächstes Jahr vernünftig umzusetzen :roll:

Mal sehen was nächste Woche passiert, aber ich sehe schwarz :drunter:
 
Ich schwelge gerade in alten Erinnerungen.

Heute: Die Formel 1 Saison 1998.


Diese Formel 1 Saison gehört zu meinen persönlichen Favoriten. Es war der Beginn der Rivalität zwischen McLaren und Ferrari und dem Dauer-Duell zwischen Michael Schumacher und dem Finnen Mika Hakkinen. Und es war auch das Ende der Dominanz des englischen Rennstalls Williams-Renault, die mit der Saison 1998 auf den Motorenhersteller "Mechachrome" (Im Prinzip ein umgelabelter Renault-Motor) umgestiegen sind und sich von ihrem legendären blauen Team- und Auto-Design verabschiedet hatten.

McLaren hatte vor Beginn der Saison den "Design Guru" Adrian Newey von Williams verpflichtet. Das ist neben dem starken V10 Mercedes-Motor vom "Motoren-Papst" Mario Illien und dem neuen Reifenlieferant Bridgestone auch der Hauptgrund, warum McLaren nach der Senna-Ära endlich wieder zur alten Stärke zurückgefunden hatte. Adrian Newey galt schon in den 90er Jahren als DER Mann, wenn es um Aerodynamik ging. Michael Schumacher begann sein drittes Ferrari Jahr. Nach dem unglücklichen Ende der Saison 97 stand die Scuderia unter immensen Druck, den Titel nach Ewigkeiten endlich wieder nach Italien zu holen.

Der Saisonstart in Melbourne verlief allerdings alles andere als optimal. Ausfall im ersten Rennen und ein McLaren Team, so gut wie von einem anderen Stern! Nach diesem Rennen hätte es niemand für möglich gehalten, dass wir noch so eine spannende Saison erleben durften. Kurios als Hakkinen fälschlicherweise in die Box geholten worden ist und ihm Coulthard kurz vor Ende des Rennens wieder vorbei ließ. Doch das "rote Imperium" aus Maranello schlug in Argentienin zurück und holte den ersten Saison Sieg. Bei Ferrari hat man erkannt, dass man vor allem im Reifensektor mit Goodyear einen Nachteil hatte. Die Jungs von Bridgestone hatten einen wesentlich besseren Job abgeliefert.

Ebenfalls in Erinnerung geblieben ist das Regen Rennen von Silverstone, als Schumacher seine 10 Sekunden Strafe erst nach Ende des Rennens, also nach der Ziellinie absaß und den Rennsieg trotzdem behalten durfte.

Auch das Rennen von Budapest mit 3-Boxenstopps, als Schumacher jeden seiner Stints im Qualifying Tempo absoliverte, ist mir in Erinnerung geblieben. Beim Belgien Grand Prix haben wir einen wutentbrannten Schumacher gesehen, der beim Überrunden eine unglückliche Kollision mit Coulthard hatte.

Gegen Ende der Saison, so ungefähr ab dem Italien Grand Prix, hatte ich den Eindruck, als ob Ferrari den Titel tatsächlich holen könnte. Aber Hakkinen hat es trotzdem geschafft dem immensen Druck standzuhalten und am Nürburgring sein vielleicht bestes Rennen seiner Karriere abzuliefern.

Beim Saisonfinale kam noch etwas Glück hinzu, als Schumacher seinen Motor am Start abwürgte und als letzter starten musste und kurz vor Rennende auf Platz 3 liegend einen Reifenplatzer hatte.

Trotzdem war der Weltmeister Titel mit 8 Saisonsiegen für Hakkinen mehr als verdient. Ich empfand es als unglaublich, wie Ferrari es geschafft hat, den Rückstand auf McLaren aufzuholen. Das wäre in der heutigen F1-Welt überhaupt nicht möglich gewesen.

Für mich war das eine tolle Saison und trotz der Rillenreifen mochte ich die neue Generation an F1-Autos.


Am Rande erwähnt:

- Der größte Formel 1 Crash aller Zeiten beim Belgien Grand Prix
- Damon Hill fuhr in dieser Saison erstmals für Jordan
- Villeneuve und Frentzen gaben am Ende der Saison ihren Abschied von Williams bekannt
- Goodyear verabschiedete sich zum Ende Saison aus der Formel 1
- Christian Danner ersetzte bei RTL als F1-Kommentator Jochen Mass

Da wir uns in einem Gaming Forum befinden:

- Ende des Jahres kam Formel 1 98 von Psygnosis für die PSOne auf den Markt. Leider war das Spiel völlig verbuggt und unfertig.
- Im Jahr 2000 erschien Grand Prix 3 von Microprose mit der offiziellen Lizenz zur Saison 1998.
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Formel 1 Saison 1995 (Für Fans der F1 in den 90ern, wie z.B. @Barry the Scary)

Es war die erste Formel 1 Saison seit 10 Jahren ohne den tödlich verunglückten Ayrton Senna. Titelvertediger Michael Schumacher ging erneut mit Benetton in den WM-Kampf. Diesmal allerdings mit den hochgelobten V10 Motoren von Renault, die zur damaligen Zeit das Nonplus Ultra in der Formel 1 darstellten. Damit hat man sich vom gut fahrbaren, aber schwächeren Ford-Cosworth V8 Motor aus der Vorsaison verabschiedet. Neuer Teamkollege von Schumi wurde Johny Herbert, damit neben dem Fahrer-Titel auch der Konstrukteurs Titel eingefahren werden konnte.

Bei Williams Renault blieb eigentlich alles beim Alten. Als Teamkollegen für Hill hat man sich für den jungen schotten Coulthard und gegen den deutlich älteren Weltmeister aus der Saison 1992, Nigel Mansell entschieden. Das "Löwenherz" Mansell fand jedoch ein Cockpit bei der neuen Traum-Ehe McLaren-Mercedes. Zusammen mit Hakkinen wollte McLaren somit zur alten Stärke zurückfinden. Die anfälligen Peugot Motoren ist man somit los geworden. Für Ferrari und die Formel 1 sollte es das allerletzte Jahr mit einem V12 Motor werden.

Beim ersten Rennen in Brasilien gewann Schumacher vor Coulthard. Nachdem es Unstimmigkeiten mit den Spritproben gab, wurden beide Fahrer nachträglich disqualifizert. Williams und Benetton gingen mit Erfolg in Berufung: Beide Fahrer bekamen die Punkte zurück, die Teams gingen jedoch leer aus. In den Folge Rennen gewann Damon Hill auf Williams Renault. Bei Benetton machte sich langsam Frust breit: Der Motor war zwar top, das Auto jedoch nicht mehr so gut steuerbar wie der Vorjahres Benetton. Erst im Laufe der Saison bekam man die Probleme in den Griff und Schumacher fragt sich bis heute, wie er mit dem Auto den Titel holen konnte.

In großer Erinnerung geblieben sind mir die zwei großen Kollisionen von Schumacher mit Hill. Einmal in England und später beim Italien Grand Prix in Monza. Hill fuhr daraufhin unter Bewährung.

Absolut legendär sind der erste Heim-Sieg von Schumi in Hockenheim und sein famoses Regenrennen vom 16. Startplatz aus in Spa, wo er rundenlang unter nassen Bedingungen mit Slicks Damon Hill (der wiederum Regenreifen auf hatte) auf Distanz halten konnte. Nur dadurch gelang es ihm, den Grand Prix von Belgien auf sensationelle Weise zu gewinnen. Sicherlich ein Meisterstück seine Formel 1 Karriere. Williams beschwerte sich nach dem Rennen über die gefährliche Fahrweise von Schumacher. Den Sieg durfte Schumi trotzdem behalten.

Ebenfalls erinnerungswürdig ist der Schumacher Sieg beim Nürburgring GP, als er Alesi im Ferrari kurz vor Schluss in einem tollen Manöver überholte. Das war auch der Zeitpunkt, wo Hill nach seinem Ausscheiden realisierte, dass er auch dieses Jahr nicht die WM-Krone holen könnte.

Zwei Rennen vor Schluss holte Schumacher dann in Aida die letzten nötigen Punkte und den Grand Prix Sieg für die erfolgreiche Titelverteidigung. Schon vorher gab Schumacher bekannt, den Benetton Rennstall für Ferrari zu verlassen. Für Hill und Williams war es eine enttäuschende Saison: Hill hat in vielen Drucksituationen einfach zu viele Fehler gemacht. Auch für McLaren verlief die Debüt-Saison mit Mercedes mehr schlecht als recht. Mansell beendete vorzeitig die Saison, weil er am Anfang der Saison nicht ins Cockpit passte und ihm wahrscheinlich auch die Motivation fehlte, weiterzufahren.

Insgesamt betrachtet war es sicherlich nicht die spannendste Formel 1 Saison. Dafür wurde die Kombination Schumacher/Benetton dann doch zu stark. Auch für die Formel 1 Fans war es sicherlich interessanter zu sehen, was Schumacher in Zukunft bei Ferrari erreichen konnte, statt im Folgejahr wieder ein WM-Erfolg mit Benetton feiern zu können.

Am Rande erwähnt:


- Benetton wurde zum ersten und einzigen Male auch Team-Weltmeister
- Schumacher gewann 9 Rennen und stellte den Rekord von Mansell aus 1992 ein
- Es war die letzte Saison mit einem V12 F1-Motor
- Damon Hill gewann das letzte Rennen mit 2 Runden Vorsprung vor allen anderen
- Es war der letzte Grand Prix in Adelaide, bevor man nach Melbourne gewechselt ist
- Johny Herbert, Alesi und Coulthard gewannen ihren ersten Formel 1 Grand Prix
- Tolle Szene, als Schumacher Alesi als Chauffeur beim Kanada Grand Prix in der Ehrenrunde mitnahm
- Mika Hakkinen hatte einen extrem bösen Unfall in Adelaide und verletzte sich dabei schwer
- 1996 erschien mit Formula 1 das erste Formel 1 Rennspiel für Playstation mit den Daten der Saison 1995. Durch die tolle 3D-Grafik bekam das Spiel eine große Aufmerksamkeit geschenkt.
 
1000 PS Motoren oder dergleichen wollen die Teams scheinbar nicht haben.

Es war meiner Meinung nach nicht anders zu erwarten, dass bestimmte Teams kein Interesse daran haben, die derzeitige Motoren Formel aufzugeben oder zumindest grundlegend zu erneuern. Da wird versucht, den technisch Vorteil für die nächsten Jahre zu zementieren. Ich finde es schrecklich, wieviel Macht die Teams haben. Die FIA sollte als Organisator das endgültige Sagen haben und nicht die Teilnehmer selbst.

Das ist IMO nicht weit genug gedacht.

Die FIA hat das aktuelle Motorenreglement mit den Teams beschlossen. Es stand von Anfang an fest, dass dieses Reglement für mehrere Jahre Bestand haben soll, gerade auch, um die Kosten zu senken, was gerade auch den kleinen Teams zu Gute kommen sollte.

Da kann man jetzt nicht hingehen, nachdem die Motoren für zig Millionen Euro entwickelt und prodzuiert sind und sagen "Ätsch bätsch, alles nochmal auf Null und nun guckt, was ihr macht". Damit diese Entwicklung auch nur halbwegs rentabel ist, und somit auch für die kleinen Teams die ja einkaufen, müssen diese Motoren eine Zeit lang laufen.

Dazu kommt, dass die Teams laufende Verträge mit den Motorenlieferanten haben. Was meinst du, mit wieviel sich die FIA bei Vertragsbruch beteiligt, weil es andere Motoren gibt? Oder ob sich Mercedes, Ferrari und Co. einfach ohne Abfindung die Verträge kündigen lassen?

Und es ist IMO auch richtig, wenn Hersteller wie Mercedes oder Ferrari ihren Entwicklungsvorsprung verteidigen möchten. Ich als Mercedes-Chef würde mich auch nicht verarschen lassen.

Das, was wir jetzt haben, haben wir der FIA zu verdanken.
 
Das ist IMO nicht weit genug gedacht.

Die FIA hat das aktuelle Motorenreglement mit den Teams beschlossen. Es stand von Anfang an fest, dass dieses Reglement für mehrere Jahre Bestand haben soll, gerade auch, um die Kosten zu senken, was gerade auch den kleinen Teams zu Gute kommen sollte.

Da kann man jetzt nicht hingehen, nachdem die Motoren für zig Millionen Euro entwickelt und prodzuiert sind und sagen "Ätsch bätsch, alles nochmal auf Null und nun guckt, was ihr macht". Damit diese Entwicklung auch nur halbwegs rentabel ist, und somit auch für die kleinen Teams die ja einkaufen, müssen diese Motoren eine Zeit lang laufen.

Dazu kommt, dass die Teams laufende Verträge mit den Motorenlieferanten haben. Was meinst du, mit wieviel sich die FIA bei Vertragsbruch beteiligt, weil es andere Motoren gibt? Oder ob sich Mercedes, Ferrari und Co. einfach ohne Abfindung die Verträge kündigen lassen?

Und es ist IMO auch richtig, wenn Hersteller wie Mercedes oder Ferrari ihren Entwicklungsvorsprung verteidigen möchten. Ich als Mercedes-Chef würde mich auch nicht verarschen lassen.

Das, was wir jetzt haben, haben wir der FIA zu verdanken.

Welche Kostensenkung? Die Hybrid-Aggregate kosten über 20 Million, während die V8 Motoren nur 8 Million gekostet haben sollen. Das wird sehr viele Jahre dauern, bis die Hybrid-Motoren das Preisniveau der V8 Aggregate erreicht haben werden.

Die aktuellen Motoren und Regeln sind einfach schlecht. Wozu also jahrelang warten, bis es noch weiter bergab mit der F1 geht? Und es ist ja nicht so, als ob Mercedes nichts von der Einführung der Hybrid Motoren gehabt hätte. Im Gegenteil: Schließlich ist man in den letzten zwei Jahren locker Weltmeister geworden und der dritte Titel in Folge ist mehr als wahrscheinlich. Für "die" haben sich die letzten Jahre mit diesem Motor gelohnt. Aber man ist langsam an einem Punkt angekommen, wo die eigenen Erfolge nichts mehr bringen, wenn die Formel 1 als Ganzes nur noch schlecht geredet wird. Das schadet dann auch dem eigenen Produkt.

Und was ist das eigentlich für eine Art den eigenen Entwicklungsvorsprung zu verteidigen, indem man versucht das Reglement mehr oder weniger einzufrieren?

Die F1 Fans laufen davon. Sieht man selbst im KT. Ein bißchen mehr back to the roots und auch die Fans werden wieder zurückkommen.
 
Ich weiß ich nerv Euch damit aber anschauen und Gänsehaut bekommen :D
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das nervt nicht... guck dir mal allein das lenkrad an... nix knöpfe en masse... da waren fahrer noch tatsächlich diejenigen, die gefahren sind... ich gucke seit jahren schon keine F1 mehr... das ist mehr technik und reglement als rennen... als nächstes kommen wahrscheinlich autopiloten... :lol:
 
Gerhard Berger wütet "Das wird uns der Fan nicht verzeihen"

"Formel-1-Fahren ist heute kein Ritt auf der Kanonenkugel mehr", ledert er gegenüber 'Auto motor und sport' los. "Es ist ein Schaulaufen von wahnsinnig komplizierter Technik. Der Fahrer fällt hinten runter. Wenn ein Debütant bei Testfahrten nach einem Tag bis auf drei Zehntel an die Bestzeit rankommt, ist die Anforderung nicht hoch genug.

"Man müsste nur erkennen, dass einige Lösungen von früher gar nicht so schlecht waren. Heute wird der Zuschauer mit einem Haufen von Regeln und Wörtern konfrontiert, die er nicht kapiert. Jeden Sonntag kommt ein neuer Begriff dazu. Wir haben DRS, KERS, Token, der Ultrasoft-Reifen, und so weiter. Kein Mensch auf der Welt weiß, was ein Token ist. Die Formel 1 aber diskutiert jeden Tag darüber. Die Leute müssen die ganze Woche arbeiten. Die wollen in den 2 Stunden Grand Prix mit Sport unterhalten werden. Wenn Bernie und Jean nicht in der Lage sind, diesen Schwachsinn von den Zuschauern fernzuhalten, müssen sie sich nicht wundern, dass sich keiner mehr dafür interessiert."

sehr lesenswertes Interview @Mutzi @megachri
 
ich mochte den berger noch nie... äußerst mittelmäßiger fahrer zu seiner zeit, der den rand so weit aufgerissen hat, dass senna, schumacher und prost locker platz drin gehabt hätten...

aber dieses interview ist top... er spricht mir aus der seele...
 
Berger hat absolut recht und er spricht jedem echten Formel 1 Fan aus der Seele.

Die Motorenhersteller haben die Macht in der F1 übernommen und machen nur das, was für ihren Konzern das Richtige ist. Die Fans sind egal.

Langsam, Leise, Langweilig:
Diese drei Wörter beschreiben den aktuellen Zustand der F1 sehr gut. Und die wundern sich immer noch, warum immer weniger Leute zuschauen :lol: Selbst Schuld!

News:
- Wie es aussieht haben die Motorenhersteller mal wieder das geschafft, was sie wollten. Der Alternativ-Motor ist vom Tisch und der Hybrid soll bis 2020 bleiben. Durch die Verwendung von Standard-Komponenten soll der Preis der Motoren erheblich gesenkt werden. Außerdem sollen Regeln aufgestellt werden, damit in Zukunft kein Team ohne Motor da steht. Durch Modifikationen soll der Motorensound weiterhin verbessert werden.

Für uns Fans bleibt also alles beim Gleichen :drunter: Von den Sound Verbesserungen erwarte ich mir nicht viel. Die Zeiten von echtem Power-Sound sind leider vorbei :heul:
 
Die Formel 1 1994

Für mich persönlich ist das ein besonders Jahr, weil dies meine erste Formel 1 Saison war, die ich aktiv verfolgt habe. Der Weltmeister der Saison 1993 Alain Prost hat sich aus dem Sport zurückgezogen. Mansell war in der IndyCar unterwegs und Ayrton Senna wechselte von McLaren zum aktuellen Klassen-Primus und Weltmeister-Team Williams Renault. Viele befürchteten daher eine extrem langweilige und eintönige Saison. Der beste Fahrer im besten Auto und das ohne Konkurrenz. Damon Hill sollte behilflich sein, den Konstrukteurs-Titel zu holen. Die Fahrer-Meisterschaft sollte allerdings für Senna reserviert sein. Schumacher und das Benetton Team hielt man noch für zu schwach, um gegen Williams ankommen zu können.

Zur Saison 1994 wurden große Regeländerungen umgesetzt. Allem voran viel Elektronik und Fahrhilfen wurden aus den Autos verbannt, damit wieder mehr der Fahrer im Mittelpunkt steht. Benetton kam damit am besten zurecht und stellte Schumacher ein sehr gut fahrbares Auto hin. Williams hingegen hat den gesamten technischen Vorsprung aus den letzten zwei Jahren auf einen Schlag verloren. Das mit Abstand beste Auto ist auf Normal-Niveau zurückgefallen und ist zu Anfang der Saison auch deutlich zickiger zu fahren gewesen als der Benetton von Schumacher. So hatte sich das Senna eigentlich nicht vorgestellt: Seine Idee war es mit dem Williams-Wechsel das beste Auto zu bekommen und sofort Weltmeister zu werden.

Beim Saisonstart in Brasilien holte Senna jedoch die Pole vor Schumacher. Das Rennen gewann jedoch überlegen Schumacher, als Senna bei seiner Aufholjagd einen Fahrfehler beging. In Aida krachte Senna beim Start mit Hakkinen zusammen. Schumacher gewann erneut. Senna war sich sicher, dass der Benetton von Schumacher illegalerweise verbotene Fahrhilfen nutzte, was allerdings nie bewiesen worden ist.

Danach folgte das traurige Wochenende von Imola. Es fing schon am Freitag im Training an, als Barrichello einen bösen Unfall hatte und mit Verletzungen ins Krankenhaus musste. Am Samstag darauf verunglückte der F1 Neuling Roland Ratzenberger im Simtek. Einen Tag später fuhr Ayrten Senna mit 300 km/h in die Mauer der Tamburello Kurve und starb kurze Zeit später. Das Rennergebnis war durch diese Ereignisse total nebensächlich, weshab ich darauf nicht näher eingehen will.

In Monaco blieb aus Respekt vor den beiden Todesfällen die erste Startreihe leer. Schumacher gewann sein viertes Rennen in Folge. Die Überlegenheit von Benetton wurde langsam unheimlich. In Barcelona wäre es unter normalen Umständen zum fünften Sieg gekommen, doch das Getriebe streikte. Schumacher kam jedoch sensationellerweise trotzdem auf P2 hinter Hill ins Ziel und das obwohl er den Großteil des Rennens nur den 5. Gang (!) zur Verfügung hatte.

Um der Schumacher Dominanz ein Ende zu setzen, wurde der Altmeister Nigel Mansell für 1 Rennen in Magny Cours verpflichtet. Dabei verpasste er die Pole nur ganz knapp, die sich Hill geschnappt hat. Der Frankreich Grand Prix war meiner Meinung nach auch der Wendepunkt in der Saison 1994. Da hat Williams fast schon zur alten Stärke zurückgefunden.

Beim Silverstone GP holte Hill erneut die Pole Position und das hauchdünn vor Schumacher. Für das Überholen in der Einführungsrunde von Hill ignorierten Schumacher und Benetton eine Zeitstrafe und später auch die schwarze Flagge. Als Konsequenz daraus wurden Schumacher die 6 Punkte für den zweiten Platz aberkannt und er wurde für den Italien und Portugal Grand Prix gesperrt. Der eigentlich so große Punktevorsprung in der WM begann langsam dahin zu schmelzen.

Den Deutschland Grand Prix Sieg holte sich das Ferrari Team mit Gerhard Berger. Auf dieser reinen Power Strecke konnte der V12 Motor seine Vorteile ausspielen. Schumacher fiel mit technischen Defekt aus. Den Belgien GP gewann Damon Hill, nach dem Schumacher durch die Unterboden Affäre nachträglich disqualifiziert worden ist. Die beiden Rennen von Italien und Portugal gewann Damon Hill. Trotz zweier Pole Positions konnte Ferrari das Williams Team nicht aufhalten.

Mit 5 Punkten Vorsprung ging Schumacher ins vorletzte Rennen. Damon Hill zeigte im strömenden Regen überraschenderweise seine beste Saison Leistung und siegte vor Schumacher. Die Kombination Hill / Williams hat sich in der zweiten Saisonhälfte zu einem ebenbürtigen Gegner entwickelt.

In Australien konnte der Altmeister Mansell durch seine überraschende Pole nochmal zeigen, was er als 41jähriger so drauf hat. Beim Rennstart hatte er jedoch gegen Schumacher und Hill keine Chance. Schumacher geriet durch Hill immer mehr unter Druck und macht dabei einen Fehrfehler. Hill sah seine Chance, wollte innen vorbei und crashte mit Schumacher, als der in die Kurve einzog. Diese Szene wird seit über 20 Jahren immer noch kontrovers diskutiert.

Schumacher holte sich durch einen Punkt Vorsprung den Titel. Er war der erste deutsche Formel 1 Weltmeister in der Geschichte dieses Sports.

Eine vorab als langweilg deklarierte Saison, wurde zu einer höchst dramatischen, kontrovers diskutierten, aber auch traurigen Saison. Nach den bereits sehr guten Saison 92 und 93 ging der Schumacher Hype in Deutschland durch diesen WM-Titel erst richtig los.


Am Rande erwähnt:

- Mansell bestritt insgesamt drei Rennen für Williams. Für die Saison 1995 verpflichte Williams jedoch Coulthard.
- Berger und Ferrari holte beim Deutschland GP ihren einzigen GP-Sieg in der Saison.
- Hakkinen wurd für das Verschulden des Deutschland Start Crashs für ein Rennen gesperrt (soweit ich weiß).
- Prost testete für McLaren. Er entschied sich jedoch gegen einen Rennstart in der Rennsaison 94.
- Schumacher holte in 12 Zielankünften 8 Saisonsiege.
- Senna holte die Poles der ersten drei Rennen.
- Im Laufe der Saison wurden größere Reglement Änderungen für die Saison 95 beschlossen, um die Sicherheit zu verbessern.
- Ford-Cosworth stieg als Motorhersteller aus der F1 aus
- 1996 erschien das PC-Rennspiel Grand Prix 2 mit den Saisondaten von 1994.
 
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