Weil mir eine Bekannte Phantom Hourglass ausgeliehen hat, bin ich daran anschließend zu Spirit Tracks gekommen.
Nachdem Twilight Princess für mich durchaus einige Längen hatte bzw. "unnötige" Laufwege in 3D sich ganz schön ziehen können, ging ich mit gemischten Gefühlen an PH. Und ich, der ich nie Wind Waker gespielt habe, war davon absolut positiv überrascht.
Es war zwar nicht alles super, aber es war ein Zelda, welches sich für meinen Geschmack kurzweilig spielen ließ. Neben den etwas zu einfachen Kämpfen gegen die Endgegner bot es ein tolles Dungeon-Design und die Erkundung mit dem Schiff sowie erinnerungswürdige neue Charaktere im Zelda-Universum machten es zu etwas Besonderem. Die Piratenlady nervte schon, aber das war zu vernachlässigen.
Nun ging ich aufgrund der User-Erfahrungen hier mit etwas gemischten Gefühlen an Spirit Tracks ran, und doch muss ich sagen, dass es mir persönlich besser gefällt als Phantom Hourglass. Die verlorene Freiheit durch das Zugfahren (im Vgl. zum Bötchen) wird für meinen Geschmack durch einen größeren Erkundungsdrang wettgemacht. Ich muss nicht jeden Pixel der Landschaft absuchen, um vielleicht irgendwas Verstecktes zu finden, sondern muss nur mit offenen Augen über die Gleise tuckern. Die Sache mit der Hasensammelei gestaltet sich so für mich wesentlich motivierender, und das Rumfahren von Passagieren lässt mich immer wieder von der Hauptstory abschweifen. Das Transportieren von Ladung habe ich noch nicht freigeschaltet.
Was ich sagen will: Den Wunsch, die Welt wirklich komplett zu erkunden, die kleinen versteckten "Nebensächlichkeiten" zu entdecken, kommt hier für mich wesentlich stärker zum Vorschein als in den meisten anderen Zeldas zuvor. Gepaart wird das mit einem nach wie vor tollen Dungeon-Design, netten Items und wiederum gelungenen NPCs. Auch dass man den einen oder anderen alten Bekannten aus PH freiwillig oder unfreiwillig wiedertrifft, ist schön zu sehen.
Freilich könnten ruhig noch 2-3 Dungeons mehr drin sein, aber wer sich auf die Erkundung einlässt und Links Profession als Lokführer umfänglich nachkommt, hat mehr als genug zu tun in dem Spiel.
Wie immer bitte ich auch hier, meinen komischen und selten massenkompatiblen Geschmack zu berücksichtigen, wenn Ihr Euch fragt, ob das Spiel auch für Euch was taugen könnte.
Und ich werde wohl in Sachen Lokführer nach Spirit Tracks eine Stufe weitergehen und mich an Densha de Go! versuchen. Wenn ich doch nur diese Uhr der japanischen Lokführer für den Controller hätte.
