Unpopular Opinion: Mir macht es z.B. gerade in AC Origins viel mehr Spaß die Welt zu entdecken als bei BotW... Gibt viel mehr Stellen, an denen ich stehenbleibe, mich umschaue und sage "oooh". Während ich bei Zelda ständig mit Inventarmanagement beschäftigt war, um ja genug Schwerter für die nächsten 5 Gegner dabei zu haben... Oder mich geärgert hab, weil es mal wieder geregnet hat und ich deswegen den Hügel vor mir nicht hoch gekommen bin. Oder ich mal wieder alles aus Metall wegstecken musste wegen Blitzen...
Und ganz ehrlich: SOOO toll fand ich die Welt auch nicht. Ja, eine sehr gut gemachte Open World, aber sicher nicht die einzig gute oder die beste.
Und ja, überall war "etwas". Halt meistens einer der 900 Korok Seeds oder ne Kiste mit einer weiteren, generischen und uninteressanten Waffe, die 5 Minuten später eh kaputt war. Oder halt natürlich ein "Dungeon", bei denen ich mich aber oft geärgert hab, dass man mit Ansätzen des Zelda-Dungeon Gameplays geködert wurde und dann auf einmal wieder das Ende erreicht ist.
Es gab wirklich enorm viel zu entdecken, aber enorm wenig wirklich besonderes. Das und einige andere sehr holprige Stellen im zentralen Gameplayloop haben mich mit zunehmender Spieldauer genervt und dominieren jetzt meine rückblickenden Gedanken über das Spiel.
Ich bin aber halt auch absolut kein Mensch für "ich mach mir meinen eigenen Spielspaß", wie es z.B. bei Minecraft oder vielen Survival-Spielen ja zentraler Bestandteil ist. Ich will mir meine Motivation nicht selbst erfinden müssen, sondern ich will vom Spiel, vom Gameplayloop und dem Storypacing motiviert werden.
Und BotW hatte imo zu viele Aspekte dieses "build your own story".
EDIT: Aber ja, gewisse Ansätze von BotW kann es gerne weiterhin geben. Nur bitte keine Fortsetzung der vollkommenen Abkehr von dem, was Zelda zu Zelda macht.