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SWI The Legend Of Zelda: Breath Of The Wild (+ WiiU)

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

So die Titanen sind down. Jetzt lasse ich mich treiben und bereise Hyrule. Ganon kann warten.
 
Ich genieße gerade die Landschaft, finde hier und da noch einen Schrein, perfektioniere meine Kampfskills und erkunde.

Das Spiel hat mich richtig gepackt.

Ja das spiel ist auch mega genial, ich habe damals irgendwie 96 von diesen Schreinen erkundet und habe versucht

das Master Schwert zu verbessere

Habe dann aber irgendwann aufgehört, weil ich mit anderen Games angefangen habe. Hatte bis dahin aber auch schon echt viel Zeit in Zelda investiert. Mir hat das Game sehr gut gefallen, allerdings finde ich den klassischen Stil mit den normalen Dungeons irgendwie besser und hoffe das sowas im zweiten Teil wieder mehr Beachtung findet.
 
Wuhuu, habe mir nun endlich auch Zelda BotW geholt, ich bin gespannt. :headbang::liebe:

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Das Game soll ja ein wahres Umfang-Monster sein. Wenn's nicht gefällt, auch kein Problem, man erzielt ja im Gebraucht-Verkauf nach wie vor gute Preise (…die Preis-Stabilität der Nintendo-Games ist schon bemerkenswert ^^). :gerri:
 
Ich hab ja länger gebraucht um mich daran zu gewöhnen.
Aber als ich die open world und das neue Gameplay angenommen und gerafft habe kam ich kaum davon los.
Die Welt ist so schön designet und es machte riesig Spaß sie zu erkunden. Das einzige was mich weiterhin nervt sind die Waffen die kaputt gehen.
 
So denn, lange hat's gedauert aber eigentlich dann doch nicht so lange, wie mancherorts prognostiziert: Nach immerhin guten 40 Stunden Spielzeit konnte ich The Legend of Zelda Breath of the Wild heute beenden und somit ist es mal wieder Zeit, für ein traditionsgemäßes abschließendes Review, das sich für manche Spiele - wie eben Zelda - aus meiner Sicht auch Jahre nach Release noch lohnt.

Vorne weg: Breath of the Wild ist rund, in sich geschlossen, gut und einfach erzählt und kommt ohne unnötiges Tam-Tam in der Story-Erzählung wunderbar präsentiert auf den Punkt gebracht daher. Die Story ist so simpel und eingängig, man könnte sie Schulkindern vor dem Schlafengehen vorlesen und jedes würde sie sofort verstehen. Dies ist wohl auch dem Umstand geschuldet, dass Zelda neben einem möglichen Unterhaltungsprodukt für Erwachsene eben auch für Kinder als Spielzeug dienen kann, was einerseits sehr löblich von Nintendo ist und andererseits an manchen Stellen im Spiel dazu führt, auf Erwachsene etwas peinlich zu wirken (Man denke hier an die schrumpfende Wissenschaftlerin, die sich zurück in ein Kind verwandelt oder an den stets nach Luft schnappenden Goronen-Prinzen, der sich nicht zu schade ist, sich stets auf ein Neues als Kanonenkugel für die Goronen-Kanone zur Verfügung zu stellen). Die peinlichen Momente halten sich aber insgesamt in Grenzen und somit bekommen Kinder wie Erwachsene eine zutiefst einfache Story präsentiert, die man wunderbar auch in einem einzigen Bild zusammenfassen kann - so wie es das Spiel im übrigen auch tut - und die ich an dieser Stelle gerne noch mal in ihren Eckpfeilern runterbreche:

Es gibt einen ganz fiesen Obermotz. Der heißt Ganon. Der kommt alle heiligen Zeiten in das so genannte Hyrule, in dem unser Held names Link gegen ebenjenen Obermotz und seine Untertanen kämpfen muss. Als er vor 10.000 mal wieder vorbeikam, gelang es dem damaligen Link, ihn mit Hilfe von gigantischen Robotern, die mit Hilfe der Bewohner von Hyrule erbaut wurden, sowie mit Hilfe von Prinzessin Zelda, die als Quasi-Herrscherin von Hyrule in Erscheinung tritt, zu vernichten.
Vernichten ist hier allerdings der falsche Begriff: In Wahrheit kann man Ganon nämlich nur sehr stark schwächen und ihn für eine gewisse Zeit in die finsteren Welten zurückschlagen, aus denen er immer mal wieder hervorgekrochen kommt. So war es vor 10.000 Jahren und so war es auch vor 100 Jahren. Doch als Ganon vor 100 Jahren wieder die Weltbühne betrat, hat er dazu gelernt: Er wusste die einstigen Roboter für sich zu gewinnen und konnte mit deren Hilfe Hyrule erneut erobern. Nur Prinzessin Zelda ist es zu verdanken, dass zum Zeitpunkt des Spielstarts Ganon mehr oder minder rund um Schloss Hyrule im Zaum gehalten werden kann. Sie nutzt ihre eigene Kraft, um ihn in die Schranken zu weisen und Link damit den Rücken frei zu halten, so dass dieser die riesigen Roboter - übrigens im Spiel als Titanen bezeichnet - wieder für sich gewinnen und schließlich in einer finalen Schlacht gegen Ganon antreten lassen kann.
Soweit und so simpel und doch hinreichend motivierend mag die Story klingen aber dem aufmerksamen Leser ist natürlich nicht entgangen, dass Link gemäß dieser Geschichte eigentlich mehrere Tausend Jahre alt sein müsste und wenn man sich nun Link auf dem mit viel Liebe designten Game-Cover anschaut, ist der doch nie und nimmer mehrere Tausend Jahre alt?
Nun, tatsächlich wurde Link in den riesigen Zeitspannen zwischen Ganon's Auftreten und damit das letzte Mal vor 100 Jahren, nachdem Ganon den Sieg davon trug, in einen tiefen Schlaf versetzt.
Zum Zeitpunkt als das Spiel startet, wird Link nun sozusagen von Prinzessin Zelda aus dem Schlaf geholt, da ihre Kräfte nicht mehr lange ausreichen, um Ganon in Schloss Hyrule zu binden und somit Link die einzige Hoffnung ist, Ganon ein für alle Mal (oder zumindest ein weiteres Mal) in die ewigen Jagdgründe zu schicken.

Die hier geschilderte Story bildet dann auch den wunderbaren Anknüpfungspunkt an die riesige Open-World, die Nintendo geschaffen hat, und in der sich der Spieler alias Link nach dem Aufwachen frei herumtoben darf, um im Prinzip genau das zu tun, wie Ganon vor ihm: Die Titanen bzw. Riesenroboter wieder für sich gewinnen und damit gegen Ganon erneut in den Krieg ziehen.
Insgesamt gibt es im Spiel vier Titanen und jeder Titan kurvt jeweils in einem separaten Landstrich in Hyrule herum, die auf die vier Völker der Gerudo (weibliches Wüstenvolk), Goronen (stämmiges Bergvolk), Orni (Ein Volk bestehend aus flugähnlichen Wesen) und Zora (Wasservolk) aufgeteilt sind.
Der Spieler muss nun zu all diesen vier Völkern reisen, den jeweiligen Titanen erobern bzw. für sich gewinnen und am Ende in einer finalen Schlacht gegen Ganon in Schloss Hyrule antreten.
Neben diesen vier Kernländern existieren in Hyrule noch einige weitere Länder, die man optional besuchen kann. Allen Ländern ist gemeinsam, dass deren Open-World-Karte durch das Erklimmen eines riesigen Turmes freigelegt wird. Weiters gibt es überall verteilt in Hyrule so genannte Schreine zu finden. Diese zeichnen sich durch Mini-Dungeons aus, in denen kleinere Rätseleinlagen gelöst werden müssen und bei deren erfolgreichen Abschluss man so genannte "Zeichen der Bewährung" erhält. Diese wiederum kann man dann eintauschen gegen die aus der Zelda-Reihe allseits bekannten Herz- bzw. Ausdauer-Container. Während Herz-Container die Lebensenergie des Spielers steigern, steigern Ausdauer-Container die Ausdauer. Ausdauer ist vonnöten, um etwa steile Wände oder Berge hoch zu klettern, sehr starke Angriffe auszuführen oder um zu rennen bzw. schnell zu schwimmen.
Neben Fuß- und Schwimmfortbewegung kann der Spieler übrigens auch noch auf Pferde zurückgreifen, die er zunächst in der freien Wildbahn fangen muss, um sie dann in einem der vielen auf der Karten platzierten Pferdeställe zu "registrieren" und somit dauerhaft an sich zu binden.
Diese "Registrierung" hat den Vorteil, dass man das Pferd von jedem Pferde-Stall aus zu sich bringen lassen kann. Dies ist praktisch, wenn man bedenkt, dass man das Pferd nicht in allen Gegenden von Hyrule mitnehmen kann und man öfters mal gezwungen ist, bestimmte Abschnitte der Spielwelt ganz ohne Pferd zu durchqueren (Pferde verweigern zum Beispiel die Wüste oder all zu steiniges bzw. steiles Gebirge).

Doch zurück zu den Titanen: Sobald man also eines der vier Kernländer erreicht, sich dort ein wenig mit der ansässigen Bevölkerung austauscht, in der hiesigen Stadt einige Einkäufe tätigt und meist jeweils einen besonderen Begleiter rekrutiert, der einem beim erstmaligen Besteigen des Titanen unterstützt, wartet das Spiel mit dem Betreten eines Titanen zu einem jeweiligen Story- bzw. Gameplay-Highlight auf: Denn jeder Titan kann im Grunde als "Riesen"-Dungeon betrachtet werden, wie wir sie aus vorherigen Spielen der Zelda-Reihe kennen.
Doch warum dann "Riesen" in Hochkomma? Nun, einerseits im Vergleich zu den (zeitfüllenden) Schreinen sind sie durchaus groß. Während die oben erwähnten Schreine jeweils für ca. 5-10 Minuten Spielzeit sorgen, kann man in einem Titanen mit etwa 1 - 2 Stunden Spielzeit rechnen. Und ebendiese Dungeon-Zeit ist im Vergleich zu Dungeons der älteren Zelda-Spiele wiederum recht dürftig gestaltet.
Dies fällt aber nicht all zu schwer ins Gewicht, da die Titanen wirklich toll und abwechslungsreich gestaltet wurden: Während die primäre Aufgabe innerhalb jedes Titanen darin besteht, jeweils 4-5 Kontrollsiegel zu aktivieren, um dann in einem Endkampf den jeweiligen Ganon-Stellvertreter, dessen Seele gerade über den Titanen herrscht, herauszufordern, sind die Rätsel, die es zu lösen gilt, durchaus knifflig und motivierend umgesetzt.
Zur Lösung der Rätsel bzw. zum Freispielen eines Weges innerhalb des Dungeons, der zu einem Kontrollsiegel führt, benötigt man einerseits Jump'n'Run-Einlagen und andererseits kommen so genannte "Module" zum Einsatz, die man im Laufe des Spiels nach und nach freischaltet.
So gibt es etwa ein Bomben-Modul, mit dessen Hilfe man - wer hätte es gedacht! - Bomben erbauen kann, die man dann mittels Fernzünder in die Luft sprengt. Darüber hinaus gibt es das Stasi-Modul, mit dessen Hilfe Objekte quasi "pausiert" werden können. Dies hat den Vorteil, dass wenn man während der Objekt-"Pausierung" auf das Objekt etwa mit Hilfe von Schwert-Schlägen einwirkt, nach der Starre die bis dahin angesammelte Energie der Schläge mit einem Mal freigesetzt wird, wodurch etwa zunächst still stehende Block-Objekte als mauerbrechende Wurfgeschosse zum Einsatz kommen.
Weiters gibt es ein Magnet-Modul, mit dem man metallene Gegenstände bewegen kann sowie ein Cyro-Modul, das es erlaubt, auf der Oberfläche von flüssigem Material Formationen zu generieren, auf der sich der Spieler fortbewegen kann (im Falle von Wasser friert man somit zum Beispiel Eis und erbaut oberhalb der Wasseroberfläche einen riesigen Eiswürfel, von dem aus man dann einen weiteren Eiswürfel bauen kann usw.).
Davon abgesehen gibt es noch ein Foto-Modul, um Fotos schießen zu können. Neben Erinnerungen oder besonders denkwürdigen Momenten kann man damit auch bestimmte vom Spiel vorgegebene Schauplätze, Tiere oder andere Sehenswürdigkeiten abfotografieren und dauerhaft festhalten. Ein nettes Feature, das bei einem Open-World-Spiel dieser Größe durchaus Sinn macht.

Womit wir auch schon bei einem wichtigen Punkt von Zelda Breath of the Wild angekommen wären: Die Größe der Spielwelt. Sorry, Nintendo, Hyrule ist einfach zu groß! Ja, die Welt ist wunderschön und ja, an jeder Ecke und an jedem Ende wuselt es nur so von Tieren, Pflanzen, Hügeln, Kratern, Gewässern, Einöden und anderen Bildnissen der Natur, doch was hilft einem diese riesengroße Welt, wenn sie im Grunde genommen mit doch relativ wenig Inhalt gefüllt ist?
Hyrule hat das Problem, dass es abseits der absoluten Highlights und individuell herausragend designten Elemente wie Titanen, manchen Städten und Schloss Hyrule relativ wenig und wenn doch, ziemlich viel repetitives Spieldesign aufbietet: Zum einen die bereits erwähnten Schreine, die von außen allesamt gleich aussehen und sich dadurch kennzeichnen, dass sie - solange noch nicht gelöst - in orange erscheinen, etwa wie ein überdimensionierter Stein aussehen und deren Inneres in einem fast jeden Schrein ähnlichen Blauton gehalten wurde.
Dasselbe gilt für die Türme. Jedes der Länder von Hyrule hat genau einen Turm. Angesichts der Größe der Spielwelt ist das eigentlich wenig aber zum Glück dann doch auch nicht mehr! Wer will schon ein völlig auf Ubisoft-Gameplay-Design ausgelegtes Zelda zocken? ^^
Aber wie dem auch sei, fest steht: Jeder Turm sieht nahezu identisch aus. Der Unterschied ist oft nur darin zu finden, welche Bäume, Monster und andere Schleim-Absonderlichkeiten den jeweiligen Turm gerade belagern.
Dies ist für mich bei einem Mammut-Werk wie Zelda bzw. bei einem derart prestigeträchtigen Titel kaum zu akzeptieren.
Und wie gesagt, man muss hier immer wieder unterscheiden: Ja, die riesigen, freiläufigen Landschaften sind allesamt wunderschön designt und laden auch wirklich zum Erkunden ein aber dennoch wirkt es unterm Strich ein wenig so, als hätte Nintendo am Ende, als ganz Hyrule kreiert war, fast noch den Game-Content vergessen und hat dann schnur-stracks hie und da eben noch die Türme, die Schreine und ein paar Neben-Quests hinzugepackt. Spieler, die so richtig in der Spielwelt aufgehen und gerne jedes Blümchen und jedes Insektchen sammeln, um damit die ausgefeiltesten Heil- und Medizintränke zu kochen bzw. zu brauen (dazu gleich mehr), mögen ihren Spaß daran haben aber der Durchschnittspieler wird sich früher oder später langweilen und dann doch zügiger zum nächsten Titanen voranschreiten, als es die Spiel-Designer wahrscheinlich vorgesehen haben.
Wenngleich also die Spielwelt Hyrule in ihrer schlichten Größe atemberaubend ist, so hätte es meiner Meinung nach eine Welt, die ungefähr ein Viertel der Größe von Breath of the Wild ausmacht, auch bei Weitem (!) getan!
Vor allen Dingen hätte man die Zeit, die man durch das Einsparen von der Generierung zusätzlicher Landschaft gewonnen hätte, wunderbar zum Beispiel in etwas abwechslungsreichere Nebenquests stecken können. Die Nebenquests zeichnen sich in gefühlt 80 % der Fälle dadurch aus, einem nur all zu bekannten Muster zu entsprechen: Sammle X und bringe es zu Y. Finde A und bringe ihn zu B. Eile C bei D zu Hilfe etc.

Neben den riesigen, wenngleich aus meiner Sicht eben oft auch substanzlosen Erkundungsmöglichkeiten, strotzt Zelda Breath of the Wild darüber hinaus noch von zahlreichen Loot-Möglichkeiten. Looten kann man nahezu alles: Äpfel von Bäumen, herumliegende Holzbretter, Pilze, Tiere, Blumen, Insekten sowie Waffen und Körperteile von besiegten Gegnern und vieles, vieles mehr. Eben alles, was einem so in der Spielwelt über den Weg läuft. Regelmäßiges Waffen-Looten ist btw. auch fortlaufend erforderlich, da Waffen mit der Zeit kaputt gehen.
Während Loot-Gegenständige wie Waffen oder Rüstungen direkt vom Spieler verwendet bzw. angelegt werden können, müssen andere Loot-Objekte, wie etwa Äpfel, Pilze, verschiedene Fleischsorten oder Körperteile von Tieren bzw. Insekten weiterverarbeitet werden, um ihren vollen Nutzen zu entfalten. So kann man Nahrungsmittel zu Mahlzeiten kochen, die dann zusätzliche Lebensenergie oder nützliche Zusatz-Effekte wie mehr Angriffs- oder Defensiv-Kraft bieten oder ein besseres Schleichen ermöglichen. Schleichen ist btw. per Knopfdruck immer möglich und ab und zu besonders effektiv, um etwa schlafende Gegner zu überraschen und mittels Erstschlag besonders hart an die Kandare zu nehmen.
Körperteile können im Mix mit Insekten zu wertvoller Medizin verarbeitet werden, die zum Beispiel die Ausdauer oder die Geschwindigkeit des Spielers sehr stark zu erhöhen vermag.
Dieses Koch- und Weiterverarbeitungs- bzw. Crafting-Feature ist in Breath of the Wild sehr stark ausgeprägt und es motiviert durchaus, verschiedene Zutaten in unterschiedlicher Mixtur zusammenzustellen, um den möglichst besten Effekt der Zutaten in einer Mahlzeit zu erwirken. Zutaten können zwar auch ganz ohne Kochen verzehrt werden, bieten dann aber nur minimale Effekte und Boni.

So denn, kommen wir langsam zum Fazit: Ja, Zelda Breath of the Wild ist ein gutes Spiel, es ist sogar ein sehr gutes Spiel. Allerdings würde ich es bei Weitem nicht als ausgezeichnetes Spiel oder gar als bestes Spiel aller Zeiten bezeichnen. Vielleicht ist das dem Umstand geschuldet, dass ich mit einer gewissen Coolness viele Jahre nach Release und ohne Hype in absoluter Unvoreingenommenheit auf das mir Dargebotene blicke oder aber mein Eindruck orientiert sich an einer möglicherweise nicht zu leugnenden objektiven Grund-Wahrheit. Sei wie es immer sei: Aus meiner Sicht sind es vor allem die oben erwähnten Dinge, die Zelda den Weg in den absoluten Spiele-Olymp verwehren: Eine viel zu große und zugleich inhaltsleere Spielwelt, die es sich darüber hinaus auch noch großzügig gestattet, auf repetitives Gameplay zurückzugreifen gepaart mit einigen Design-Schnitzern, die ebenfalls nervig sind: So gibt es zwar eine Schnell-Reise-Funktion im Spiel, aber man kann jeweils nur von Türmen bzw. Schreinen hin und her reisen! Städte beispielsweise können somit nicht direkt anvisiert werden, man muss immer erst den jeweiligen Schrein finden, der zumeist in der Nähe einer Stadt aufzufinden ist. Gleiches gilt für Pferdeställe und andere Ortschaften bzw. Dörfer.
Nervig ist auch, dass es zwar die Möglichkeit gibt, Bereiche in der Spielwelt zu markieren, um diese später erkunden zu können, aber das es wiederum nicht möglich ist, konkrete Icons auf der Landkarte, die etwa für bestimmte Städte oder Landschaften stehen, direkt zu markieren. Stattdessen muss man den Marker explizit in einiger Entfernung vom Icon platzieren.
Das sind unter dem Strich zwar Kleinigkeiten, doch sie nerven ständig, da man ja immer wieder auf die Spielkarte zugreifen und sich Wege planen bzw. zurechtlegen muss.

Grafisch spielt Zelda Breath of the Wild durchaus in der oberen Liga mit, wobei hier die Nintendo Switch insgesamt - so fair und ehrlich muss man sein - eine eigene Liga bildet, die jener von Xbox und Play Station doch schon einigermaßen hinterherhinkt.
Getrübt wird der an sich durchaus charmante, bunte und einladende Cel-Shading-Look (...der im übrigen immer mal wieder gerne zum Einsatz kommt, um die Defizite der jeweils vorliegenden Hardware zu kaschieren. Ein Schelm ist, wer behauptet, Nintendo hätte Cel-Shading aus diesem Grund bei Breath of the Wild zum Einsatz gebracht. :P) aber durch eine Vielzahl von Popups.

Hinsichtlich Sound ist festzuhalten, dass dieser seinen Zweck tut. Da ich nun lediglich eine Nintendo Switch Lite besitze, die nicht an ein Surround-System gekoppelt ist, kann ich die genaue Qualität nicht vollumfänglich feststellen. Die Hintergrundmusik, die einem beim Durchqueren der Spielwelt begleitet, ist sehr dezent und ruhig und damit absolut passend gehalten. Stolpern einem Gegner über den Bildschirm, wechselt das Sound-Schema entsprechend, und der Ton wird düster und vermittelt Gefahr. Waffen- und Rüstungseffekte sind ebenso vorhanden wie gelegentlich vertonte NPCs. Meistens aber begnügt sich Zelda der Serie entsprechend damit, reine Textscroll-Nachrichten vorzutragen. Sprachlich vertont sind neben wenigen Stellen im Spiel insbesondere die sehr gut umgesetzten Zwischensequenzen.

Die Steuerung ist insgesamt sehr eingängig, alles ist schnell zu finden und auszuführen und die Lernkurve ist im richtigen Maß umgesetzt. Einzig die Pferde-Steuerung ist hie und da etwas hibbelig und es wird schon mal hektisch, wenn man auf dem Pferd sitzend mit Pfeil und Bogen Gegner beschießt. Da nun aber das Schießen vom Pferde aus für sich schon ein Highlight und bei Weitem nicht vorauszusetzen ist, fällt das nicht sonderlich schwer ins Gewicht. Ich würde eigentlich sogar behaupten, die Pferde-Steuerung ist realistischer und angenehmer als etwa jene von Red Dead Redemption 2.

Summa summarum vergebe ich The Legend of Zelda Breath of the Wild 89 von 100 möglichen Punkten und freue mich bereits auf einen Nachfolger auch wenn ich hoffe, dass dieser wieder mit größeren Dungeons, einer kleineren aber dafür mit mehr Inhalt voll gepackten Spielwelt aufwartet. :)
 
Habe das Spiel schon vor Jahren gekauft und vorgestern den ersten richtigen Anlauf gestartet. Damals hatte ich das Spiel nur kurz angeworfen.

Hat soweit auch Spaß gemacht und das man sich ein wenig zurechtfinden muss ist denke ich normal? Jetzt soll ich drei weitere dieser Schreine (?) finden und erledigen, habe schon die ersten zwei geschafft. Das dritte befindet sich ja in einer eisigen Region. Ich muss jetzt wohl dem alten Mann etwas kochen und man hat zwei Zutaten vorgegeben (Wild und Chili). Jetzt muss ich aber wirklich aus etlichen möglichen Zutaten die Dritte finden? Da bin ich ja ggf. ewig am probieren und muss ewig sammeln..
 
Afaik liegt irgendwo ein Rezept, ansonsten

Es ist der Hyrule-Barsch, den findest du in Gewässern auf dem Plateau

Alternativ kannst du auch einfach etwas scharfes essen und hast dann einen temporären Kälteschutz.
 
@BitByter @Frequenzberater

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Spätestens zum DLC/Addon sind wir wieder in Hyrule, auf dem Pferd und voller Zelda-Liebe!

Knapp vier Jahre hats gedauert, aber jetzt bin ich mit Frau wieder voll am Start :D

Diesmal mit den DLCs. Geschätzt haben wir jetzt die Hälfte des Spiels erledigt.

Ist schon geil und der Rerun macht viel Spaß. Allein wie liebevoll und detailverliebtheit alles gestaltet ist und ineinander greift.

Nichtsdestotrotz würde ich mir für BOTW2 eine leicht geänderte Formel wünschen die sich wieder etwas mehr am klassischen orientiert.
 
Lohnt es sich das alte Savegame nochmal nach Abschluss der Kampagne für Siequests, Exploration und die DLCs rauszukramen? Bin mir nicht sicher ob man ohne erneuten Re-Run so gut wieder ins Spiel findet. :klopf:
 
Zuletzt bearbeitet:
Habe diese Woche nochmal von vorne Angefangen, mein Gott, das Spiel ist immer noch sowas von gut und ich entdecke immer wieder noch was neues, es ist und bleibt ein Meisterwerk :huldig:
 
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