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Spiel des Jahres 2011 - Diskussionsrunde

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

SirHorst schrieb:
Das bei Soundtrack keiner FF13 genommen hat :skep: irgendwas stimmt hier nicht. Dafür wählen total viele leute Mafia 2 der soweit ich weiss nichtmal komponiert ist sondern besteht nur aus bekannten liedern. Nicht das diese dann schlecht wären, aber ein paar lieder auszusuchen ist doch keine musikalische leistung in dem sinne Oo
Also SirHorst in letzter Zeit bist du mir ja eigentlich sympathisch geworden durch Fallout:New Vegas und jetzt zockst du auch noch mit Begeisterung Yakuza 3.
Aber jetzt hast du 3 mal dieses Graupenspiel FFXIII in der Liste erwähnt !!!
Ich glaub es hackt :klopf:
:D
 
Ich hatte halt trotzdem spaß mit FF13. Klar, es blieb meilenweit hinter seinen vorgängern zurück (12 mal beiseite genommen das mochte ich auch nicht wirklich) war extrem linear und hatte teils komische charaktere (hope Oo?) aber die Grafik war atemberaubend in verbindung mit dem Artwork, der Soundtrack war teilweise perfekt und konnte sich bei mir knapp gegen blazblue durchsetzen und auch die story ist wenn man sich ehrlich ist nicht verkehrt und im vergleich zur konkurrenz immernoch relativ erhaben. Ich schäme mich nicht für meine Wahl, jawohl! :D

Ahhh was solls den soundtrack muss ich doch noch ändern, geht einfach nich anders :D
 
GOTY kann nach meiner Meinung eh nur FFXIII werden. Denn hier habe ich wieder das bekommen, was mir bei allen anderen Games nicht geboten wird (die kriegen's halt einfach nicht gebacken) und das ich doch so sehr vermisse: Emotionen.

Bester Charakter war Hope und folglich die beste Konstellation die Hope/Snow oder Hope/Lightning.
In FFXIII egaben sich häufig hochemotionale Gespräche/Begegnungen, die ich so gerne sehe und wofür FF eigentlich berühmt ist (Sazh/Vanille war auch wunderschön anzusehen).

FF-Charaktere haben ein Gesicht, haben Charisma, Geschichte, ein Eigenleben, sie denken und fühlen.

Da hinkt jedes andere RPG meilenweit hinterher (die "Westler" kann man da eh vollkommen vergessen, ja, auch Fallout 3 und NV, die in der Beziehung noch Brachland sind).

Deswegen: FFXIII, eindeutig :deal:
 
Wobei ich finde das man sich darüber streiten kann ob hope ein paradebeispiel für FF typische charakterschreibung ist. Lightning oder die beziehung vanille/sasz fand ich da interessanter.
 
Das einzige, was ich FFXIII und XIV positiv anrechnen kann, ist die Tatsache, dass sie relativ gut aufzeigen, was in Japan gerade so richtig schief läuft. Oh, und das Battle Theme war ganz gut :D
 
@ drizzt
Das ist natürlich Ansichtssache. Natürlich habe all die blutleeren Westspiele gerade Konjunktur, ob das nun gut ist oder nicht, darüber kann man sicherlich streiten. Es wird halt das West-RPG mehr gekauft (auf Story legt eh keiner mehr Wert heuer).
Da kann man zwar jede Zehe einzeln ausrüsten und man hat auch Achthundertzwölfzig verschiedene Skills, die man verbessern kann sowie Hunderte von Waffen und Rüstungen zu finden, aber das, was ich für wesentlich erachte, die Erzählung und die "cinematische Präsentation" geht immer mehr unter. Scheint nicht mehr gefragt zu sein.

Die momentanen RPG's dümpeln erzählerisch IMO auf dem Niveau von Hollywood-Actionfilmen rum. Gut, ich kenne jetzt nur Dragon Age und die beiden Fallouts, aber die lassen schon alles Mögliche ungenutzt), aber bei Ersterem hat man mir auch versprochen, dass es über eine "hervorragende Story" verfügen soll, die ich bis heute noch suche ;)

FFXIII war da eine rühmliche Ausnahme. Scheint man nimmer gern zu sehen, sowas, aber für mich ist das immer noch das Erstrebenswerte an einem RPG, eine fesselnde Geschichte möglichst gut rüberzubringen.

Mir fehlt bei den West-RPG's einfach der "Human touch", den ich wichtig finde und der ein gutes von einem hervorragenden RPG abgrenzt.
 
Präsentation war ja auch nicht unbedingt das Problem. Mit Story und (ein paar) Charakteren könnte ich mich vielleicht auch noch abfinden. Aber spätestens beim Gameplay war's dann bei mir vorbei. Und so lange sich das JRPG Genre auf den Handhelds noch wohl fühlt, soll es mir recht sein. Diesen "Human Touch" z.B. bringt ein Dragon Quest einfach wunderbar rüber.

Für viele war FF XIII die letzte JRPG Hoffnung auf den "großen" Konsolen.
Und es ist sicherlich kein Zufall, dass die Zukunft hier eher düster aussieht.
 
drizzt schrieb:
Und es ist sicherlich kein Zufall, dass die Zukunft hier eher düster aussieht.

Natürlich kein Zufall. Der Trend geht halt zu den storylosen RPG's, die durch andere Attribute auffallen (Riesenlandschaft, viel zu tun, das nix mit der Story zu tun hat, massig Items/Waffen/Rüstungen, womöglich noch Bastelfeature usw.).
Aber ich muß das nicht gut finden. Tu ich auch nicht.
Das "klassische J-RPG" ist auf dem absteigenden Ast, schon länger. Ich finde das schlecht, diesen Hang zu (IMO seelenlosen und blutleeren) West-RPG's.

Andere finden's gut.

Ich vermisse diese Chrono Cross/Parasite Eve/Vagrant Story/FFVIII-Zeiten einfach. Die hätten heuer keine Chance mehr, da die Schwerpunkte völlig anderes gelagert sind heutzutage.
 
Seelenlose und blutleere West-RPGs? Es gibt genug West-RPGs mit Storytiefe und anderen Schwerpunkten.
Die derzeit aktuellen West-RPGs mit der offenen Welt sind doch nur eine Art, wenn derzeit auch augenscheinlich (und auch für mich leider) dominierend.

Aber mit Witcher 2 steht auch auf der anderen Seite ein sehr interessantes West-RPG kurz vor seiner Veröffentlichung, bei dem die Schwerpunkte woanders gesetzt sind als zum Beispiel bei Obilvion.
 
J-RPGs haben zwar oftmals mehr Emotionen in ihrer Charaktergestaltung und im Storyverlauf, was auch oft einfach nur an der Inszenierung liegt, aber die Figuren-Gruppen selber sind auch immer nur die selben. Meist hat man einen Introvertierten, einen Starken, einen Kindlichen, einen Verführerischen und einen Überheblichen Charakter in der Partie. Und die Wesen der Figuren sind dadurch oftmals über Titel hinweg zu gleich und vorhersehbar...

Manche mögen halt auch RPGs in denen die Figuren Gefäße sind in denen man selber etwas hineininterpretieren muss, anstatt das sie schon gleich vollwertige Figuren mit Geschichte und Emotionswelt sind...
 
KaKun schrieb:
J-RPGs haben zwar oftmals mehr Emotionen in ihrer Charaktergestaltung und im Storyverlauf, was auch oft einfach nur an der Inszenierung liegt, aber die Figuren-Gruppen selber sind auch immer nur die selben. Meist hat man einen Introvertierten, einen Starken, einen Kindlichen, einen Verführerischen und einen Überheblichen Charakter in der Partie. Und die Wesen der Figuren sind dadurch oftmals über Titel hinweg zu gleich und vorhersehbar...
Eben genau das meinte ich mit 08/15 ;)
Bei 8 von 10 JRPG läuft das nach dem selben Muster ab
 
@ kakun
Das stimmt natürlich und liegt selbstverständlich darin begründet, dass sich in J-RPG's ein Storyschreiber (oder auch mehrere) auch Gedanken gemacht hat, wie eine Geschichte zu verlaufen hat und welche Protagonisten darin verwickelt sind. Shin megami: Nocturne, Vagrant Story, Parasite Eve, Okage-Shadow King und massig Andere zeigen ja, dass das nicht immer der Fall ist, dass man diese oft belächelten Stereotypen bedient.

In West-RPG's sind es meist der Zauberer, der Bogenschütze, der Zwerg, der Ork, die Heilerin usw., die man rekrutiert, WENN es denn mal eine ganze Gruppe ist. Ansonsten ist man ein gesichtsloser, kreierter Typ ohne großartigen Hintergrund. Was aber auch mal ganz gut ist.

Auch die "Westler" verfallen in ihre Rollenbilder. Sie haben halt andere, was landestypische Ursachen hat.

Nach 2 Fallout's hätte ich halt gerne mal wieder ein schönes J-RPG in ansprechender Grafik, das mir wieder die guten, alten Wege vorgibt.
Mal sehen, ob TRINITY das erfüllen kann.

Ich habe gestern in TWO WORLDS 2 reingespielt und storymäßig ist das dieselbe trübe Soße wie immer. Tussi in Händen von Bösem, Spieler ist Retter derselbigen. Was da nun innovativ oder besonders kreativ sein soll, weiß ich auch nicht.
 
Drakensang anyone? Da kann FFXIII auch mit Charakteren und Story einpacken.

Sisaya schrieb:
Seelenlose und blutleere West-RPGs? Es gibt genug West-RPGs mit Storytiefe und anderen Schwerpunkten.
Die derzeit aktuellen West-RPGs mit der offenen Welt sind doch nur eine Art, wenn derzeit auch augenscheinlich (und auch für mich leider) dominierend.

Aber mit Witcher 2 steht auch auf der anderen Seite ein sehr interessantes West-RPG kurz vor seiner Veröffentlichung, bei dem die Schwerpunkte woanders gesetzt sind als zum Beispiel bei Obilvion.

Drakensang kam ja auch dieses Jahr. Also AFdZ. Tolle Geschichte und tolle Charaktere mit Seele.

Aber auf Konsolen lässt man sowas missen. Und wie soll das jemand beurteilen der nicht PC spielt?
 
Naja, ich muß nur 1 und 1 zusammenzählen und da sehe ich, dass Du sogar dem IMO öden und langweiligen Dragon Age eine hervorragende Story attestiert hast und dahingehend kann ich ein "tolle Geschichte" schon entsprechend einordnen ;)

Da haben wir einfach völlig unterschiedliche Ansprüche an Erzählung und Präsentation innerhalb eines RPG's.

Bei mir fängt "Seele" oder "Story" einfach woanders an. Nicht jeder winselnde Hund ist bei mir schon "Seele".


Beispiel: Was hätte man in Fallout NV oder FO3 noch alles unterbringen können:

Man legt sich schlafen und träumt. Der Traum ist spielbar. Surreal. Man trifft dort einen Begleiter, einen Botenkollegen, mit dem man sich gut verstand. Der weiß, wo man früher gelebt hat oder so. Dann muß man den finden und wird immer wieder von Rückblenden heimgesucht, die einen gemeinsames mit dem langjährigen Freund erleben läßt. Kneipenbesuch, "Jugendtage" usw.
Dann findet man immer mehr Hinweise und es gipfelt darin, dass man ihn (nach langer Suche mit viel Fragerei) irgendwo verwundet findet und er in den Armen des Spielers stirbt (Du verstehst ? Erst dem Spieler nahe bringen, dann sterben lassen ;) DAS ist bei mir emotionale Bindung und Inszenierung). Im Sterben gibt er weitere Hinweise frei. Oder so ähnlich jedenfalls.
Sowas vermisse ich alles in West-RPG's. Da läßt man so dermaßen viel ungenutzt. Soll man eben diese ganze "Customize-Kacke" zu Beginn weglassen und dafür mehr Story-Elemente einfügen, die einen mehr ins Geschehen ziehen.

Ob Oberlippenbart oder Koteletten, ob europäisches oder asiatisches Kinn ist mir schnuppe, ich will ein aufwühlendes, unvergessliches Epos spielen können. Etwas, an das ich noch Jahre denke (wie FFX, FFVII, CHRONO TRIGGER, SUIKODEN III usw.). Das muß doch auch im Westen möglich sein.
 
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