Ich nutze Whatsapp, Instagram, Reddit, Youtube, Foren und Snapchat. Oft verkläre ich die Zeit vor Social Media nostalgisch und erinnere mich, wie herrlich oldschool man sich "damals" in den 90ern und Anfang der 2000er noch verabredet hat, den Kontakt hielt und welch harmonische schöne kleine Bubble das Internet in dieser Zeit noch war. Ich bin auf jeden Fall sehr froh, diese Zeit noch erlebt zu haben.
Trotzdem nutze ich grundsätzlich gerne Social Media (logisch, sonst würde ich es ja nicht tun). Der große Vorteil ist: ich kann komplett selbst darüber entscheiden, was für einen Inhalt ich sehen möchte - ICH lege fest, was mich interessiert. Dabei nutze ich Social Media so, dass es mein Leben bereichert. Ich lege fest, wem oder welchen Seiten ich bei Instagram folge, mit wem meiner Freunde ich bei whatsapp schreibe und welche Subreddits ich abonniere. Auf dieser Basis bekomme ich Inhalte zu sehen und ähnliche Vorschläge. Zum Beispiel bin ich sehr geschichtsinteressiert und erweitere so ganz gezielt mein Wissen, erfahre viele spannende Dinge. Philosophische Themen erweitern meinen Horizont. Außerdem koche ich sehr gerne und bekomme neue Inspiration, was auch meiner Partnerin zu Gute kommt, ähnlich wie bei schönen Deko-Ideen - wenn es mal etwas "flacher" sein soll. Habe ich Fragen oder benötige bei etwas Hilfe, so finde ich praktisch immer eine Antwort.
Natürlich passiert es auch mal, dass mich etwas nicht so interessiert, aber das macht weniger als 1% meiner Nutzungszeit aus.
Dort bewege ich mich dementsprechend auch unter Gleichgesinnten und in Communitys, die gezielt ebenfalls solche Interessen verfolgen und deren Kommunikation und allgemeines Wohlfühl-Klima an die "goldenen Zeiten" des Internets erinnert.
Was ich aber definitiv meide, sind allgemeine Nachrichtenseiten und deren Kommentarspalten. Da ist über die Jahre ein enormer Niveau-Abfall erkennbar gewesen, der gefühlt auch immer schlimmer wird. Das Gute ist: wenn man davon nichts mitkriegen möchte, dringt es auch nicht zu einem vor, denn wie gesagt: bei Social Media steuere ich selbst, wohin mich der Weg führt und welches Niveau mich umgibt. Dazu gehört Disziplin und Vernunft - dann kann es aber eine tolle, lebensbereichernde Sache sein.
Trotzdem erkenne ich natürlich auch die Gefahr und den allgemeinen Abstieg.