Was haben schimpfwörter wo man nicht benützen soll mit abbrennen von Feuerwerk zu tun?
Wieder Äpfel mit Birnen vergleich.
Okay, dann ohne Äpfel und Birnen:
Ich fand Feuerwerk und Böller als Kind und Jugendlicher auch toll und habe viele Silvester in toller Erinnerung.
Da wusste ich aber auch nicht, was Feinstaubbelastung überhaupt ist und wie schlecht der hinterlassene Müll für die Umwelt ist.
Ich hatte auch keine Haustiere und wusste dementsprechend nicht, was das für ein Stress für Tiere bedeutet.
Ich hatte keine Ahnung wie viele Unfälle damit deutschlandweit passieren und dass die Notaufnahmen in der Nacht komplett auf Anschlag sind.
Ich hatte keine Ahnung, dass die Dinger außerhalb unseres idyllischen Dorfs, auf dem ich aufgewachsen bin, teilweise gezielt auf Menschen geschossen wurden oder zur Sachbeschädigung verwendet werden.
Heute weiß ich all das und kann auf einer sachlich-fundierten Grundlage zu dem Schluss kommen, dass es einfach zu viele Gründe außerhalb von Tradition und nostalgischer Verklärung gibt die für ein Verbot von privatem Feuerwerk sprechen.
Im übrigen finde ich es eine total hohle Phrase vom deutschen Verbots-Fetischismus zu sprechen.
Wie oben beschrieben gibt es doch inhaltlich total nachvollziehbare Gründe die für ein Verbot sprechen. Wie es die z.B. auch in den Achtzigern für ein FCKW-Verbot gab oder für Bleiverbot im Benzin.
Oder um einen ganz ähnlichen Fall heranzuziehen, an den viele von uns bestimmt auch schöne Kindheitserinnerungen haben: Das Steigenlassen von Luftballons. Zwar nicht pauschal verboten, aber doch gesellschaftlich inzwischen ganz gut geächtet; einfach weil heute jeder die negativen Aspekte sieht, über die sich vor 20 Jahren noch überhaupt niemand groß Gedanken gemacht hat.