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Scuzzle goes vegan..

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Ich will mal sagen, dass niemand über alles genau bescheid wissen kann, was er kauft und benutzt.
Du kannst jetzt zwar auf deine angesprochenen Punkte achten, aber trotzdem kann der Chef in dem Betrieb, der deine Tshirts herstellt, seine Angestellten verprügeln.

Wenn jemand in einen Supermarkt geht und dort ein Angebot wahrnimmt, es mit rechtmäßig erworbenem Geld bezahlt, dann muss es demjenigen freistehen, sich über das Produkt viele, wenige oder garkeine Gedanken zu machen. Deswegen ist er vielleicht blauäugig, aber kein schlechterer Mensch als du.

Dafür geht er dann jeden Abend in ein Seniorenheim zum Vorlesen.

Vermeintlich gute Taten gegeneinander aufrechnen ist zynisch und selbstgerecht.
 
Ich will mal sagen, dass niemand über alles genau bescheid wissen kann, was er kauft und benutzt.
Du kannst jetzt zwar auf deine angesprochenen Punkte achten, aber trotzdem kann der Chef in dem Betrieb, der deine Tshirts herstellt, seine Angestellten verprügeln.

Wenn jemand in einen Supermarkt geht und dort ein Angebot wahrnimmt, es mit rechtmäßig erworbenem Geld bezahlt, dann muss es demjenigen freistehen, sich über das Produkt viele, wenige oder garkeine Gedanken zu machen. Deswegen ist er vielleicht blauäugig, aber kein schlechterer Mensch als du.

Dafür geht er dann jeden Abend in ein Seniorenheim zum Vorlesen.

Vermeintlich gute Taten gegeneinander aufrechnen ist zynisch und selbstgerecht.


Das tue ich auch gar nicht. Aber ich habe andere Ansichten von "richtig" und "falsch" als du. Und das ist völlig legitim. Ich handle danach, habe aber noch keinem Menschen gesagt, dass ich deshalb ein "besserer Mensch" bin als er. Du fühlst dich offenbar angegriffen, obgleich dich hier niemand angreift. Offenbar ist es eher so, dass Fleischesser sich in der Position sehen, sich rechtfertigen zu müssen, weil sie sich selbst ein moralisches Defizit andichten. Keine Ahnung - aber dich hat niemand angegriffen. Und doch zählst du hier die ganze Zeit auf, was Veganer alles "falsch" machen und wo sie Massenmord unterstützen. Machst du nicht gerade das, was du Veganern vorwirfst? :?
 
Ey @Scuzzlebutt - interessiert mich wirklich: Achtest du darauf, tierversuchsfreie Produkte zu kaufen? Also Shampoo, Deo etc? Das fand ich, als ich damals Vegetarier wurde, erst noch recht schwer. Mittlerweile hat man sich da so eingegroovt und meidet einfach manche Marken. Aber interessiert mich, wie weit das bei dir geht.
 
ja, allerdings hab ich die ganzen Nonfood Sachen noch nicht weiter in Augenschein genommen, mir fehlte da bisher auch mal ein freier Tag um z.B. meine Klamotten zu begutachten u.ä.

Empfehlungen kannst mir aber auch gern schon geben.
 
ja, allerdings hab ich die ganzen Nonfood Sachen noch nicht weiter in Augenschein genommen, mir fehlte da bisher auch mal ein freier Tag um z.B. meine Klamotten zu begutachten u.ä.

Empfehlungen kannst mir aber auch gern schon geben.



DM Hausmarke ist afaik zum Beispiel gut. Niveau, Schwarzkopf, L'Oreal, Axe (Unilever) und so nicht. Im Zweifel würde ich das aber immer mal kurz googeln... Bei manchen steht es ja auch schon drauf, dass sie frei von Tierversuchen sind. :)

Googel "Tieversuchsfreie Kosmetik". Da sollte es etliche Listen geben. :)



Edit: http://kosmetik.peta.de/deutschland
 
ernsthafte Frage: Ihr kommt ja hier immer mit eurem "Speziesismus" um die Ecke, d.h. ihr findet jedes Lebewesen ist gleich gestellt. Wie haltet ihr es da mit Medikamenten? Die werden doch sehr oft an Tieren getestet.....
Würdet ihr dann lieber (lebens)wichtige Medikamente verweigern oder hört es da dann auf wenn es um euer Leben geht?
 
Und in 3/5 Fällen auf gute Produktionsbedingungen zu achten ist besser als in 0/5 Fällen darauf zu achten.

Da steht schonmal der Anriss zu einem "ich bin aber besserer als du". Klar kannst du dir ständig über alles Gedanken machen. Und das ist auch den gutes Recht. Du kannst aber anderen nicht vorwerfen, wenn sie sich keine Gedanken machen. Das ist nämlich deren gutes Recht.

Vielleicht machen sie dafür was anderes.


Ach ja: Leute, die nach dem Fleischgenuss von anderen, direkt posten "Du blöder Sack. Das ist falsch" habe ich in diesem Forum noch nicht gesehen. Dass man Videos postet und auf manche Sachen im Zuge einer Diskussion hinweist, ist legitim und damit nicht vergleichbar. Wer hat hier wem gesagt, er sei ein Arsch, weil er ne Salami gegessen hat?

Ich hab den Thread nur überflogen, besonders die Pommesdiksussion war sehr ermüdend, weswegen ich danach nur quergelesen habe, aber es waren einige Ausreißer in diese Richtung drin, auch, wenn vielleicht niemand explizit angesprochen wurde. Allerdings geht es in der veganen Diskussion ja auch meist um die Metaebene. "Die Menschheit muss dies oder das tun, um dies oder das besser zu machen"... Und jeder glaubt, im Besitz der ultimativen Wahrheit zu sein. Dabei ist der Veganismus in der Ausprägung erst knapp 70 Jahre alt (wurde in den 50er Jahren von Watson "erfunden"). Von der Hipstervariante will ich mal nicht reden, es gibt derzeit sogar Veganer, die sich Vegganer nennen und überall Eier drauf machen, vor allem aus dem Grund, weil das auf Essensfotos besser aussieht.

Es gibt ja nicht die Erzeugung pflanzlicher Kost und die Erzeugung tierischer Kost, die nebeneinander in Konkurrenz zueinander stünden, sondern beide Wege sind miteinander verbunden. Ohne Tierzucht und den resultierenden Dünger gäbe es auch nicht soviele leckere Tomaten.

Es gibt übrigens Ansätze, und einige interessante Experimente, bei denen exzessive Weidehaltung der Wüstifizierung der Kontinente Einhalt gebieten kann. Das würde dann auch erhöhten Fleischkonsum bedeuten.

http://www.ted.com/talks/allan_savory_how_to_green_the_world_s_deserts_and_reverse_climate_change


Ich gebe allerdings zu, dass ich mich von veganen Anwandlungen wirklich leicht angegriffen fühle, weil ich persönlich Erfahrungen damit sammeln durfte. Es ist in allerhöchstem Grade ätzend, wenn bei jeder Grillparty von Leichenteilen und Kadavern die Rede ist.
Außerdem ging es bei der täglichen Konversation in diesen Kreisen zu 90% ums essen und ums zubereiten. Irgendwann hängt einem das zu den Ohren raus und man kriegt Pickel, wenn jemand nur sagt, dass er gestern wieder super Vegane Paprika containert hat.


Und ich habe grad nochmal stichpunktartig in diesen Thread hier geguckt. Du solltest Soja nicht als "sehr gesund" bezeichnen. Soja wird erst durch aufwändige Behandlung überhaupt genießbar und enthält sehr viel Phytoöstrogene, die unter anderem männliche Unfruchtbarkeit hervorrufen können.
 
ernsthafte Frage: Ihr kommt ja hier immer mit eurem "Speziesismus" um die Ecke, d.h. ihr findet jedes Lebewesen ist gleich gestellt. Wie haltet ihr es da mit Medikamenten? Die werden doch sehr oft an Tieren getestet.....
Würdet ihr dann lieber (lebens)wichtige Medikamente verweigern oder hört es da dann auf wenn es um euer Leben geht?

Hierzu befrage doch Petas Vizepräsidentin Mary Beth Sweetland, die als Diabetikerin auf an Tieren getestetes Insulin angewiesen ist. Sie hält sich und ihr Leben aber für wichtiger, damit sie sich für die Tiere einsetzen kann.
 
Kann man überhaupt komplett ohne Tierversuche auskommen?
Spätestens bei Medizin hast da ja eigtl keine Wahl weil die eben Testläufe durchgemacht haben in ner bestimmten Phase.

Die meisten Produkte die frei von Tierversuchen sind stützen sich doch aber eh an den Daten und nur das neuere Zeug im Bereich Kosmetik ist da wirklich frei von. Oder hab ich da was verpasst?
 
Ich gebe allerdings zu, dass ich mich von veganen Anwandlungen wirklich leicht angegriffen fühle, weil ich persönlich Erfahrungen damit sammeln durfte. Es ist in allerhöchstem Grade ätzend, wenn bei jeder Grillparty von Leichenteilen und Kadavern die Rede ist.
Außerdem ging es bei der täglichen Konversation in diesen Kreisen zu 90% ums essen und ums zubereiten. Irgendwann hängt einem das zu den Ohren raus und man kriegt Pickel, wenn jemand nur sagt, dass er gestern wieder super Vegane Paprika containert hat.

Da hast du womöglich nicht unrecht, allerdings ist das auch ein eher zweischneidiges Schwert da man seine Gemüsefresserei ja auch vorgekaut bekommt während derjenige sein entzückendes Stück Fleisch in sich reinstopft.
 
Da hast du womöglich nicht unrecht, allerdings ist das auch ein eher zweischneidiges Schwert da man seine Gemüsefresserei ja auch vorgekaut bekommt während derjenige sein entzückendes Stück Fleisch in sich reinstopft.

Ich mag Grillgemüse und hab denen auch einen gehörigen Anteil davon weggefressen. Vollgemeckert habe ich sie deswegen nicht. Sie mich aber schon.
 
Willst du jetzt echt deine Klamotten entsorgen, weil sie aus Wolle sind?

Ich meine, für das jeweilige Tier ist es nun wirklich zu spät, und du hattest das Zeug auch schon an.

Willst du die dann wegschmeißen oder jemandem geben, der noch was damit anfangen kann?
 
dann sollte man solche Leute halt zukünftig ausladen, ich für meinen Teil werde zumindest bei zukünftigen Anlässen niemand bzgl. seiner Ernährung belehren aber wenn einer anfängt mich voll zu labern dann hau ich ebenfalls auf die kacke und werde diese "Feierlichkeiten" fortan meiden
 
Da steht schonmal der Anriss zu einem "ich bin aber besserer als du". Klar kannst du dir ständig über alles Gedanken machen. Und das ist auch den gutes Recht. Du kannst aber anderen nicht vorwerfen, wenn sie sich keine Gedanken machen. Das ist nämlich deren gutes Recht.

Vielleicht machen sie dafür was anderes.




Ich hab den Thread nur überflogen, besonders die Pommesdiksussion war sehr ermüdend, weswegen ich danach nur quergelesen habe, aber es waren einige Ausreißer in diese Richtung drin, auch, wenn vielleicht niemand explizit angesprochen wurde. Allerdings geht es in der veganen Diskussion ja auch meist um die Metaebene. "Die Menschheit muss dies oder das tun, um dies oder das besser zu machen"... Und jeder glaubt, im Besitz der ultimativen Wahrheit zu sein. Dabei ist der Veganismus in der Ausprägung erst knapp 70 Jahre alt (wurde in den 50er Jahren von Watson "erfunden"). Von der Hipstervariante will ich mal nicht reden, es gibt derzeit sogar Veganer, die sich Vegganer nennen und überall Eier drauf machen, vor allem aus dem Grund, weil das auf Essensfotos besser aussieht.

Es gibt ja nicht die Erzeugung pflanzlicher Kost und die Erzeugung tierischer Kost, die nebeneinander in Konkurrenz zueinander stünden, sondern beide Wege sind miteinander verbunden. Ohne Tierzucht und den resultierenden Dünger gäbe es auch nicht soviele leckere Tomaten.

Es gibt übrigens Ansätze, und einige interessante Experimente, bei denen exzessive Weidehaltung der Wüstifizierung der Kontinente Einhalt gebieten kann. Das würde dann auch erhöhten Fleischkonsum bedeuten.

http://www.ted.com/talks/allan_savory_how_to_green_the_world_s_deserts_and_reverse_climate_change


Ich gebe allerdings zu, dass ich mich von veganen Anwandlungen wirklich leicht angegriffen fühle, weil ich persönlich Erfahrungen damit sammeln durfte. Es ist in allerhöchstem Grade ätzend, wenn bei jeder Grillparty von Leichenteilen und Kadavern die Rede ist.
Außerdem ging es bei der täglichen Konversation in diesen Kreisen zu 90% ums essen und ums zubereiten. Irgendwann hängt einem das zu den Ohren raus und man kriegt Pickel, wenn jemand nur sagt, dass er gestern wieder super Vegane Paprika containert hat.


Und ich habe grad nochmal stichpunktartig in diesen Thread hier geguckt. Du solltest Soja nicht als "sehr gesund" bezeichnen. Soja wird erst durch aufwändige Behandlung überhaupt genießbar und enthält sehr viel Phytoöstrogene, die unter anderem männliche Unfruchtbarkeit hervorrufen können.


Der entscheidende Punkt ist: Ich poste nicht in diesem Thread: "Hey, ich handel in 3/5 fällen ethisch korrekt und du nicht nachdenkender Typ machst das gar nicht". Ich sage das, nachdem man mir unterstellt, ich würde inkonsequent (und damit ebenfalls falsch) handeln. Es ist eine Reaktion, keine Aktion. Vor langer Zeit habe ich mal ein Essen gepostet mit vegetarischen Ersatzprodukten. Da durfte ich mir direkt danach anhören, dass das kein richtiges Essen sei, weil da kein "richtiges Geschnetzeltes" drin sei. Das sei ekelhaft und ich solle gefälligst was Vernünftiges essen. Ein anderer meinte, ein vegetarisches Schnitzel dürfe es nicht geben, weil ein Schnitzel ja nunmal aus Fleisch zu bestehen habe. Wenn ich im Zuge dessen dann diskutiere, hebe ich mich nicht auf eine Stufe über andere Menschen. Aber oftmals gehen Fleischesser auf Vegetarier oder Veganer los, ohne dass diese sie in irgendeiner Form direkt mit etwas konfrontiert haben. Da fällt mir das hier wieder ein: http://www.sueddeutsche.de/wissen/p...m-fleischesser-vegetarier-anfeinden-1.1274443

Ich möchte mich nicht dafür rechtfertigen müssen, dass ich das Leben eines Tieres hoch einschätze. Das finde ich paradox und wirklich seltsam. Du möchtest nicht, dass jemand dich anfeindet, weil du Fleisch isst - dann feinde aber auch niemanden an, der kein Fleisch isst.
 
dann sollte man solche Leute halt zukünftig ausladen, ich für meinen Teil werde zumindest bei zukünftigen Anlässen niemand bzgl. seiner Ernährung belehren aber wenn einer anfängt mich voll zu labern dann hau ich ebenfalls auf die kacke und werde diese "Feierlichkeiten" fortan meiden

Die "Feierlichkeiten" waren alle im dienstlichen Rahmen und man konnte nicht fernbleiben, ohne sich unkollegial zu verhalten.

Ist jetzt aber Geschichte, nur mein Verhältnis zu Salatfressern ist nachhaltig geschädigt.

Bärendienst sozusagen.
 
Sie haben sich nicht darüber beschwert, sondern dass ich zusätzlich zu ihrem Gemüse noch ein Steak gegessen habe.

Gemüse gabs bei der Auswahl an Veganern und Vegetariern in der Abteilung wirklich genug.
 
@Das Gute M

Leider hast du dir noch nicht die Zeit genommen, um auf meinen letzten Beitrag zu antworten.

Daher noch mal, kurz zusammengefasst: Sollte das A und O nicht sein, dass man beide Lebensstile akzeptiert? Schau dir doch einfach mal meinen Link an. Ich erkenne da schon was wieder... Es ist nicht nur so, dass Veganer Fleischesser belehren wollen bzw. ansprechen, dass irgendwas verkehrt läuft. Ganz offensichtlich werden doch auch Veganer und Vegetarier von Fleischessern angefeindet. Es passieren in beiden Lagern Dinge, die nicht passieren sollten. Und ja: Es gibt nervige und militante Veganer. Aber es gibt - das habe ich ja selbst erlebt - ebenso nervige Menschen, die Fleisch essen.
 
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