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Schweinegrippe - die Rache der Schnitzel

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Bexter schrieb:
Sorry Leute, aber absolut unter aller Sau - möchte mal sehen wie ihr reagiert, wenn jemand von euch jemanden liebes verliert - aber hey, wenigstens im Netz die harte coole Sau sein - sorry, jämmlich...

Du übertreibst jetzt aber auch ein bisschen. Es sterben jährlich etliche tausend Deutsche an der normalen Grippe. Für die zündet auch keiner im Internet ne Kerze an. Täglich sterben etliche Menschen und die Leute sind die Medienmaschinerie einfach auch überdrüssig, bei der man zu jeder Nachricht das passende Gefühl abrufen soll. Das funktioniert auf große Distanz einfach nicht. Klar, ich muß deswegen auch nicht solche Sprüche klopfen, aber jeder Mensch ist anders und nicht jeder kann bei solch medialen Sachen so mitfühlen, als hätte es ein ihm nahestehenden getroffen. Ich mein, Bart ist ja das beste Beispiel. So immer trocken, aber wenns die eigene Katze erwischt, dann ... ;)
 
Nein Urgs, mir ist bewusst, dass wöchentlich tausende Menschen sterben und die Tatsache, dass wir hier über DEN TOD eines Menschen reden, finde ich beängstigend genug. Natürlich zünde ich nicht für jeden eine Kerze an, denn wenn ich so was an mich heran lassen würde, wäre ich vermutlich ein emotionales Wrack. Aber wir stehen aktuell vor einer potentiellen Pandemie und obwohl die Medien dies sicher hochpuschen, mache ich mir Sorgen um die Menschen die ich liebe und kann entsprechend verstehen, dass viele Menschen dies gerade tun.
Das man aber so gleichgültig und zynisch von dem Tod redet, ist für mich respektlos diesen Menschen gegenüber, die bereits daran gestorben sind, und natürlich deren Angehörigen, die sicher gerade trauern.

Ich würde es genau so wenig wagen in den Mund zu nehmen zu sagen "Ach, in Afrika sterben ja täglich viele Kinder, gut so, die Welt ist eh überbevölkert..."
 
swine_flu.png


:deal:
 
Bexter schrieb:
Nein Urgs, mir ist bewusst, dass wöchentlich tausende Menschen sterben und die Tatsache, dass wir hier über DEN TOD eines Menschen reden, finde ich beängstigend genug. Natürlich zünde ich nicht für jeden eine Kerze an, denn wenn ich so was an mich heran lassen würde, wäre ich vermutlich ein emotionales Wrack. Aber wir stehen aktuell vor einer potentiellen Pandemie und obwohl die Medien dies sicher hochpuschen, mache ich mir Sorgen um die Menschen die ich liebe und kann entsprechend verstehen, dass viele Menschen dies gerade tun.
Das man aber so gleichgültig und zynisch von dem Tod redet, ist für mich respektlos diesen Menschen gegenüber, die bereits daran gestorben sind, und natürlich deren Angehörigen, die sicher gerade trauern.

Ich würde es genau so wenig wagen in den Mund zu nehmen zu sagen "Ach, in Afrika sterben ja täglich viele Kinder, gut so, die Welt ist eh überbevölkert..."

Realistisch betrachtet ist es aber so. Mehr Menschen = höhere Wahrscheinlichkeit für neuartige Krankheiten und letztendlich können wir froh sein, dass das bisher immer noch recht harmlose waren...
Mal abgesehen davon sterben jährlich Hunderttausende an stinknormaler Grippe, da muss die Schweinegrippe sich noch ordentlich anstrengen, um da auch nur annähernd ranzukommen...
 
Bexter schrieb:
Sorry Leute, aber absolut unter aller Sau - möchte mal sehen wie ihr reagiert, wenn jemand von euch jemanden liebes verliert - aber hey, wenigstens im Netz die harte coole Sau sein - sorry, jämmlich...
Ja sag mal, was hab ich denn gerade gesagt? Es soll eben nicht jemanden treffen, den man kennt! Das ist ja das Böse und Egoistische an diesem Gedankengang, das leugnet doch keiner. Aber es ist doch logisch, je weniger Leute sich den Kuchen (sprich den Planeten) teilen müssen, desto mehr kann der einzelne kriegen. Und das kann auch keiner leugnen.
 
Nein, das ist mir bewusst, aber wahrscheinlich bin ich zu ethisch veranlagt, als dass ich mich zu solch einer Aussage hinreissen lassen würde, da ich der Meinung bin, dass ich nicht das Recht habe, so über die Leben anderer Menschen zu urteilen...und nein, ich bin kein frommer Christ ;)
 
Bexter schrieb:
Aber wir stehen aktuell vor einer potentiellen Pandemie und obwohl die Medien dies sicher hochpuschen, mache ich mir Sorgen um die Menschen die ich liebe und kann entsprechend verstehen, dass viele Menschen dies gerade tun.

Eben sagte die Berliner Gesundheitssenatorin, daß es derzeit keine realistischen Hinweise darauf gibt, daß wir kurz vor einer Pandemie stehen. Wenn du da jetzt wirklich echt Angst und Sorge verspürt, bist du vermutlich schon ein Opfer der Berichterstattung (oder aber du hast Verwandte in Gebieten, die betroffen sind).

Das man aber so gleichgültig und zynisch von dem Tod redet, ist für mich respektlos diesen Menschen gegenüber, die bereits daran gestorben sind, und natürlich deren Angehörigen, die sicher gerade trauern.

Ich würde es genau so wenig wagen in den Mund zu nehmen zu sagen "Ach, in Afrika sterben ja täglich viele Kinder, gut so, die Welt ist eh überbevölkert..."

Da gebe ich dir Recht. Ich sehe das auch so und es ist sicherlich eine Frage der Reife und des Charakters. Ich bin auch so ein Typ, ich geht lieber mit allen gemeinsam vor die Hunde, als das ich welche vor die Tür schicken würde. Mondknallschlumpf ist genau das Gegenteil, der interessiert sich nur für sich selbst und seinen eigenen Vorteil. Die Menschen sind halt verschieden. Kann man nix machen.
 
Das hat mit Ethik nix zu tun, das sind Fakten. Unschöne Fakten, aber Fakten dennoch. Sieh dich doch mal um! Sieh dir an, wie viele Autos durch die Gegend heizen und die Umwelt belasten, wie viele Menschen sich im Laden die Beine in den Bauch stehen und die U-Bahnen überfüllen. Und dann denk mal global! Brauchen wir (der Planet, die Menschheit allgemein) wohl wirklich jeden einzelnen dieser Leute? Können wir nicht auf einen gewaltigen Teil verzichten, damit der Rest umso mehr Freude am Leben hat? Weniger Stress im Alltag, weniger Umweltbelastung, weniger Arbeitslosigkeit, keine Probleme mehr mit Resourcen, Rente usw.

Dieser Gedanke kommt übrigens von jemandem, dem man seit der Kindheit über die Schule bis hin zum Studium von ausgelasteten Berufsfeldern usw. erzählt und dem in Aussicht gestellt wird, er müsse, wenn er endlich anfängt richtig zu arbeiten (im Alter von vermutlich 32), nebenbei einen Nebenjob haben, um überhaupt ein Brötchen kaufen zu können. Also mir sagt man im Prinzip mein ganzes Leben lang sinngemäß:

Weißt du, eigentlich braucht dich kein Mensch. Im Grunde bist du völlig überflüssig.

Und dann wundern sich die Leute, wenn man bei Meldungen von ein paar toten Mexikanern, über die übermorgen kein Schwanz mehr redet, zynisch wird.
 
Harter Stoff Bart, aber gut, deine Aussage kann ich so zwar nicht als sehr positiv sehen (weißt du sicher selbst), aber von deinen Ausführungen her nachvollziehen.
Ich selber sehe es eben anders und schätze jedes Menschenleben, auch, wenn ich damit nichts zu tun habe. Natürlich "überlese" ich auch täglich etliche Meldungen, wo von dem Tod von vielen Menschen gesprochen wird, aber genau genommen, ist so etwas doch ziemlich traurig, oder?

Ein Leben wird ausgelöscht, wo ein Mensch, eine Geschichte und Gefühle hinterstecken. Menschen, die diesen Menschen vielleicht geliebt haben, werden um das wichtigste in ihrem Leben beraubt und diesen Gedanken finde ich schrecklich. Ich glaube, es ist in vielen Situationen heute einfacher abzustumpfen, aber ich glaube, dann würde ich in der heutigen Zeit den letzten Teil Menschlichkeit verlieren...
 
Urgs schrieb:
Mondknallschlumpf ist genau das Gegenteil, der interessiert sich nur für sich selbst und seinen eigenen Vorteil.

So generell stimmt das allerdings nicht. Bei Freunden und Familie kommts mir natürlich nicht auf den eigenen Vorteil an, nur fremde Menschen sind mir ziemlich egal. Und daran sehe ich ehrlich gesagt auch nichts Schlechtes. Außerdem würde ich mal behaupten, dass das insgeheim eine Menge Menschen so sehen, auch wenn sie es nie zugeben würden und immer schön alibihaft ihre 5 Euro im Jahr ans Rote Kreuz spenden...
 
dann schwing hier nich die doppelmoralkeule Rolleye
un wunder dich nich über solche aussagen, dass es keine sau interessiert, ob da irgendwelche menschen sterben oder ned, die von uns eh niemand kennt...

Das ist doch Bullshit. Du vergleichst hier deine Veggie-Moral mit dem Tod etlicher Menschen.
Ich habe selber einige Freunde, die Vegetarier sind und respektiere so was zu 100%, aber komischerweise respektieren die wenigstens Vegetarier, dass der Durchschnitts-Mensch nun mal von Natur aus Fleischfresser ist...
 
Ich zitiere mal kurz FF VII, Cait Sith gegen Barret:

Barret: Es geht um den Planeten. Da musst du ein paar Opfer einplanen.

Cait Sith: Für dich sind es ein paar, für die Betroffenen ist es alles.

Das trifft es sehr gut.
 
Schönes Zitat und durchaus zutreffend - ist alles eine Frage der Sichtweise und das sollte man immer irgendwo im Hinterkopf behalten...

@Schlumpf: Hängt davon ab, welche Sichtweise Bart hat ;)
Wenn er es wie Barret sieht...
 
Mondknallschlumpf schrieb:
Urgs schrieb:
Mondknallschlumpf ist genau das Gegenteil, der interessiert sich nur für sich selbst und seinen eigenen Vorteil.

So generell stimmt das allerdings nicht. Bei Freunden und Familie kommts mir natürlich nicht auf den eigenen Vorteil an, nur fremde Menschen sind mir ziemlich egal. Und daran sehe ich ehrlich gesagt auch nichts Schlechtes. Außerdem würde ich mal behaupten, dass das insgeheim eine Menge Menschen so sehen, auch wenn sie es nie zugeben würden und immer schön alibihaft ihre 5 Euro im Jahr ans Rote Kreuz spenden...

Naja, ich würde sagen, ein Mensch der ein wirklich intaktes und ausgeprägt soziales Familienleben führt, wird auch immer vom Tod fremder Menschen berührt sein, weil er das auch immer als imaginäre Bedrohung für seine Familie empfindet.
Ich seh das an meinem Sohn. Wenn ich irgendwo lese, Kind ertrunken usw usw dann dreht sich mir regelrecht der Magen um. Da kann man rational nichts dagegen tun, man überträgt dieses Unglück immer auf sich selbst, die Vorstellung, es würde einem selbst passieren, drängt sich einem dabei immer auf.
 
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