Okay, aber das ergibt trotzdem nicht viel Sinn. Die Midlifecrisis führt nicht zwangsläufig dazu, dass man an flexiblen Beziehungsmodellen interessiert ist. Da sehe ich keinen Zusammenhang. Auch kann man in dieser Phase die große Liebe suchen und möchte sich nicht unbedingt alles offen lassen. Ich glaube, da haste ein ungenaues Bild von dieser Lebenskrise. Kannst dir ja mal den Wiki-Eintrag dazu durchlesen.
Tatsächlich kursieren solche offenen Beziehungsmodelle ja eher bei den zwanzig-dreissigjährigen und nicht bei den Mitvierzigern.
Auf der anderen Seite haben wir hier Fanatic, der erst ganz frisch Single ist und aus ner gescheiterten Langzeitbeziehung kommt. Er wäre fast mit dieser Frau zusammengezogen und was danach passiert ist, darüber hüllt er sich in Schweigen.
Wir wissen nicht, was da passiert ist und wie sie sich geeinigt haben, aber wir erleben ihn hier nun in einer völlig neuen Situation. Plötzlich ist da eine andere Frau, mit der er genau das haben möchte, was kurz vorher gescheitert ist. Er benötigt offenbar keine "Zwischenzeit" und will sofort Nägel mit Köpfen machen. Ich glaube, die meisten wären hier froh, wenn sie nach einer gescheiterten Beziehung so eine/n flexible/n Freund/in hätten, bei der sie Bestätigung finden und die sie über die Trauerzeit um die alte Beziehung hinwegtrösten.
Daher sehe ich meinen Denkanstoß nicht als so exotisch, wie er hier wohl aufgenommen wird.
Fanatic hat das alte aber wohl alles hinter sich gelassen und will die neue zu 100%. Okay, eigentlich ja toll, dass er die alte Geschichte so schnell hinter sich lassen konnte. Das würden sich viele sicherlich auch wünschen. Das gibt dann auch Hoffnung, dass er die aktuelle Geschichte genauso schnell vergessen wird.