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Robert Enke verstorben...

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Seine Familie und Angehörige zieht man meistens mit rein und dafür habe ich auch kein Verständnis, wenn man diese Menschen liebt. Das sage ich auch, weil Robert Enke auf mich einen sehr intelligenten Eindruck gemacht hat.
 
Ich finde es anmaßend wie teilweise über einen Menschen, der letztendlich der sehr schweren Krankheit Depression erlitten ist, geurteilt wird.
Depression führt Menschen in den Selbstmord, das ist mit Sicherheit keine bewusste Entscheidung in dem Sinne, dass sie von einem gesunden Geist gefällt wird.
Kein Mensch würde sich erlauben über eine tötliche Krankheit wie Krebs oder AIDS abfallende Bemerkungen zu machen, bei Depressionen scheint die Sache komischer Weise anders zu sein.
 
Enke hat laut Wittke sein Auto etwa zehn Meter von den Gleisen entfernt abgestellt, berichtete der Sprecher der Polizeidirektion Hannover. Anschließend muss Enke mehrere 100 Meter an den Gleisen entlang gegangen sein, bevor er von dem aus Richtung Bremen kommenden Regionalzug erfasst wurde.

:I
 
clemgab schrieb:
Naja viele sind geschockt weil er tot. Ich bin eher geschockt wie egoistisch ein Selbstmörder überhaupt sein muss. Er entgeht seinen Problemen indem er sich das Leben nimmt, hinterlässt aber noch viel größere und viel mehr an den "Hinterbliebenen". Daher hab ich 0,0 Verständnis für Selbstmörder und so hart es auch klingt, ist es mir sehr egal ob sich dieser Mensch das Leben genommen hat.

Sehr gut gesagt.
 
sertos schrieb:
Enke hat laut Wittke sein Auto etwa zehn Meter von den Gleisen entfernt abgestellt, berichtete der Sprecher der Polizeidirektion Hannover. Anschließend muss Enke mehrere 100 Meter an den Gleisen entlang gegangen sein, bevor er von dem aus Richtung Bremen kommenden Regionalzug erfasst wurde.

:I

Also sieht es ziemlich nach "gedacht und geplant" aus. Hab ich so kein Verständnis für. Meine Güte, was muss in dem Mann vorgegangen sein?
 
Mingo schrieb:
Depression führt Menschen in den Selbstmord, das ist mit Sicherheit keine bewusste Entscheidung in dem Sinne, dass sie von einem gesunden Geist gefällt wird.

Um suizidgefährdet zu sein muss es schon sehr weit kommen und man hat gottverdammt nochmal die Verantwortung, rechtzeitig etwas dagegen zu unternehmen. Eine Krankheit ist noch lange kein Grund, sich aus der Verantwortung zu ziehen. Erst recht nicht, wenn man eine Familie hat.
 
Sollte nicht noch jemand das Argument bringen, "was wäre wenn, dass eure Mutter gemacht hätte?"

Ich finds scheiße, wie ers gemacht hat. Trotzdem bin ich traurig und schockiert, seine Tochter und Frau tuen mir leid :(
Und der Bahnfahrer wird ein schock fürs leben haben ... (
 
brighT schrieb:
Mingo schrieb:
Depression führt Menschen in den Selbstmord, das ist mit Sicherheit keine bewusste Entscheidung in dem Sinne, dass sie von einem gesunden Geist gefällt wird.

Um suizidgefährdet zu sein muss es schon sehr weit kommen und man hat gottverdammt nochmal die Verantwortung, rechtzeitig etwas dagegen zu unternehmen. Eine Krankheit ist noch lange kein Grund, sich aus der Verantwortung zu ziehen. Erst recht nicht, wenn man eine Familie hat.

ich wage mal zu behaupten, dass er schon längst in therapie war. der angebliche "virus" war imo eher ne ausrede für die öffentlichkeit. natürlich alles spekulation....
 
clemgab schrieb:
Naja viele sind geschockt weil er tot. Ich bin eher geschockt wie egoistisch ein Selbstmörder überhaupt sein muss. Er entgeht seinen Problemen indem er sich das Leben nimmt, hinterlässt aber noch viel größere und viel mehr an den "Hinterbliebenen". Daher hab ich 0,0 Verständnis für Selbstmörder und so hart es auch klingt, ist es mir sehr egal ob sich dieser Mensch das Leben genommen hat.

Wie gesagt was mir nicht egal ist, sind seine Frau usw. denn die haben die Lasten jetzt zu tragen die er nicht im Stande war. Das ist das einzig traurige an der Geschichte, nicht wie sympathisch das er war oder weiß Gott was....

Denkst du er hat nicht an seine Familie gedacht?

Die Gefühle die ihn zu so etwas getrieben haben sind ja nun nicht "spontan" über ihn "hereingebrochen". Nicht jeder hat das Glück ein glückliches Leben zu führen. Nicht jeder kann das Leben so wertschätzen wie vielleicht ein "normaler" Mensch.

Warum bringen Leute andere Leute um, warum gibt es Gewalt und Verbrechen? Was ist denn rational und was irrational? Nur weil man den Menschen nicht "versteht" ihn gleich zu verurteilen halte ich gerade zu so einem Zeitpunkt doch eher unangebracht.

Natürlich hat er seine Frau, sein Kind, seine Freunde nun alleine gelassen, aber denkst du nicht, dass er darüber nachgedacht hat? Und warum sollte er egoistisch gewesen sein? Wie gesagt so etwas macht man nicht "einfach mal so"... Das waren vielleicht schon Jahre in dem er sich tagtäglich hinter einer Fassade versteckt hatte und wir alle wissen nicht was in ihm so vor sich ging. Irgendwann geht man dann halt zu Grunde - fühlt sich schon emotional tot und erträgt irgendwann die Gefühle die einem entgegenkommen (welche man eben nicht mehr erwidern kann) nicht mehr.

Was soll man denn machen wenn man den Sinn glaubt verloren zu haben und dann vielleicht in einem seelischen Loch steckt und plötzlich nur noch der "Freitod" als letzter Ausweg "rational" scheint?

Ich muss seine Tat nicht verstehen, vielleicht kann ich sie auch nicht verstehen, aber ich glaube wenn man sich erst einmal über den Selbsterhaltungstrieb, der in jedem Menschen steckt, hinwegsetzen kann, dann ist das weder egoistisch noch feige - dann ist das sehr, sehr traurig...
 
Mingo schrieb:
Ich finde es anmaßend wie teilweise über einen Menschen, der letztendlich der sehr schweren Krankheit Depression erlitten ist, geurteilt wird.
Depression führt Menschen in den Selbstmord, das ist mit Sicherheit keine bewusste Entscheidung in dem Sinne, dass sie von einem gesunden Geist gefällt wird.
Kein Mensch würde sich erlauben über eine tötliche Krankheit wie Krebs oder AIDS abfallende Bemerkungen zu machen, bei Depressionen scheint die Sache komischer Weise anders zu sein.

Noch besser gesagt!:dhoch:
 
Hana-Bi schrieb:
clemgab schrieb:
Naja viele sind geschockt weil er tot. Ich bin eher geschockt wie egoistisch ein Selbstmörder überhaupt sein muss. Er entgeht seinen Problemen indem er sich das Leben nimmt, hinterlässt aber noch viel größere und viel mehr an den "Hinterbliebenen". Daher hab ich 0,0 Verständnis für Selbstmörder und so hart es auch klingt, ist es mir sehr egal ob sich dieser Mensch das Leben genommen hat.

Wie gesagt was mir nicht egal ist, sind seine Frau usw. denn die haben die Lasten jetzt zu tragen die er nicht im Stande war. Das ist das einzig traurige an der Geschichte, nicht wie sympathisch das er war oder weiß Gott was....

Denkst du er hat nicht an seine Familie gedacht?

Die Gefühle die ihn zu so etwas getrieben haben sind ja nun nicht "spontan" über ihn "hereingebrochen".

Das ist reine Spekulation. Und wenn er dabei an seine Familie gedacht hat, dann hat er irgendwo falsch gedacht...
 
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