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Rauchverbot in der Praxis - interessierts eigentlich noch jemanden?

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blue

Valar Morghulis
Moin,

vorhin bin ich auf dem Weg zur Bank an einem Caffee vorbei gekommen und kurz dahinter noch an einem Restaurant und da standen kaum Leute vor der Tür. Gut, das wird auch sicherlich was mit den Temperaturen zu tun haben, aber da kam mir der Gedanke - vor einigen Jahren (wie lange genau eigentlich? 2 Jahre?) was ja das Riesenbohei um das Thema Rauchen in der Öfentlichkeit. Ist das bei euch heute eigentlich immer noch ein Thema? Ich bin ja Hobbymusiker und spiele mit meinen Bandkollegen häufiger in Kneipen, Irish Pubs, auf Firmenfeiern und überall sonst wo man sich ne Rockabilly Band vorstellen kann. Ich hab das Gefühl, das es heute keinen mehr aufregt oder groß zum Nachdenken bringt. In den kleinen Kneipen gehen die Leute inzwischen ganz selbstverständlich raus, keiner mecker mehr, genau so in anderen Öffentlichen Bereichen, im Restaurant mault auch keiner mehr... das ganze ist -so wie ich das sehe - inszwischen Gesellschaftlich anerkannt. Ich persönlich bin Froh das in den Räumen nicht mehr geraucht wird, denn als Sänger und Nichtraucher hab ich nach einem 4 Studen Gig am nächsten Morgen immer Halsschmerzen und einen rauhen Hals gehabt, oft auch noch einen ekelhaften Nachgeschmack im Mund obwohl ich selber garnicht geraucht habe. Die Kellner, Tresenbedienungen usw. mit denen ich darüber ab und zu mal gesprochen habe, haben mir das selbe bestätgt, die sind auch froh darüber. Entlassen worden ist bei denen auch niemand, und das obwohl ja alle geschrieben haben, dass das Arbeitsplätze kosten würde oder das Läden zumachen müssten - ich kenn keinen, der wegen des Rauchverbots zugemacht hätte. O.K. es fehlt bei Konzerten etwas die vernebelte Stimmung die spät am Abend manchmal aufgetreten ist, aber mit ner Nebelmaschine krieg ich das auch so wieder hin. Wie sind eure Erfahrungen und Meinungen zu dem Thema, jetzt wo einige Zeit verstrichen ist?
 
War eigentlich von Anfang an klar, dass das so kommt. Ich wüsste hier auch von keiner Kneipe, die geschlossen hat...doch eine war's. Und in der durfte man sogar rauchen. :ugly:
Ich erlebe das auch so, dass das niemanden mehr anhebt. Wird halt so gemacht und gut ist. Das Gejammer war 'eh nur die übliche deutsche Reaktion. :gerri:
 
bei uns in der deppenstadt gibts noch genug die trotz rauchverbots in dissen und auf großen partys rauchen. in restaurants natürlich nicht. in kneipen/bars geh ich nicht.

und in der straba gibts auch genug betrunkene deppen, die da noch rauchen. sterben sollen die, und zwar schnell.

das rauchverbot ist hier irgendwie sinnlos, es kümmert eh keinen.
 
Keine Ahnung, seit man nicht mehr Rauchen darf, beschränkt sich meine Kneipenwelt auf die Outsoorsaison und die guten Restaurants haben zum Glück fast alle eine Raucherlounge :D
 
Bei mir hat sich nicht viel geändert.

In Kneipen/Bars gehen ich eh nicht sonderlich oft, in Biergärten kann man rauchen (auch wenn selbst im Freien, wenn man den Qualm absichtlich hoch in die Luft bläst, immernoch Idioten doof gucken...).

Das Rauchverbot in Restaurants begrüsse ich selbst. Die einzige Konsequenz dich ich beobachte ist, dass "der Tisch" schneller nach dem Essen geht. Früher hat man nach dem Essen noch längere Zeit verweilt, ein, zwei Flaschen Wein bei einer guten Zigarette getrunken. Heute verflüchtigt sich das schneller.

Wo es oftmals negativ auffällt ist bei Anlässen wie Hochzeiten. Von 100 Personen sind 50 (Nichtraucher) im Saal, 50 Raucher verlagern sich sukzessive nach draussen. Nach einer Weile kommen die Nichtraucher dann auch nach draussen und die Gesellschaft ist "gesprengt".
 
Interessieren tuts mich auch nicht. Ich nehme nur für mich immer wieder wahr, wie gerne ich wieder in Kneipen oder Restaurants gehe. Fällt mir immer mal wieder auf privaten Geburtstagen auf, bei denen viel geraucht wird. Wenn wir heim kommen stinkt die ganze Kleidung nach Qualm. Das vermißt man eben nicht mehr wenn man in Kneipen und Bars war. Finde ich ne Klasse Regelung - ist dort einfach wesentlich angenehmer jetzt.
 
Selbst ich als Raucher habe mich über diese Regelung gefreut.
Man raucht weniger, man stinkt nicht bzw. die ganzen Klamotten, man kommt immer mal wieder an die frische Luft, wenn man in Kneipen/Bars/Clubs ist und Nichtraucher müssen den ganzen Qualm und Gestank nicht aushalten.

Nur affig wird's, als nun schon die ersten kamen und es im Stadion oder allgemein in der Stadt verbieten wollen.
Das geht dann doch etwas zu weit.
 
Ich rauche nimmer, aber das Rauchverbot fand ich schon recht nervig. Bin ganz klar weniger lange in Kneipen, selbst jetzt noch als Nicht-Raucher. Paar Straßen weiter hat auch glaub ein beliebter Club wegen Rauchverbot dicht machen müssen. Die Leute standen dann alle vor der Tür und das wurde immer lauter...

Man wird älter: kein Techno-Szene mehr, keine verrauchten und versoffenen Clubs - nur noch so sterile Pseudo-Hipp Kneipen, wo sich die Kundschaft am iPhone fummelnd langweilt.
 
ich gehe meistens in ziemlich schäbige läden, dort wirst du ausgelacht, wenn du zum qualmen raus gehst...
die stadt krallt sich gerne die steuer und tut so, als ob die gesundheit der bürger sie interessieren würde :D
 
In Locations bei denen die Gesetze greifen, muss ich aber feststellen, dass ich nun meine Mitmenschen wieder intensiver rieche.
Wenn ich die Wahl zwischen Rauch und den menschlichen Ausdünstungen hätte, würde ich mich definitiv für den Rauch entscheiden. ;)
 
Nun, es bleibt ein imho unzulässiger Einriff in die Freiheitsrechte insbesondere der Wirte, den mag ich nicht bejubeln und wie ich schon immer sagte, macht das nun Schule, es wird noch so manch einem das Lachen im Hals stecken bleiben. Hier ist ein Damm gebrochen und wenn ich schon lang abgenippelt bin, werdet Ihr die Suppe auslöffeln, hier ein aktuelles, ganz konkretes Beispiel: die "Fettiges Essen"-Steuer in Dänemark ( "“Higher fees on sugar, fat and tobacco is an important step on the way toward a higher average life expectancy in Denmark” - http://abcnews.go.com/blogs/health/2011/10/02/denmark-introduces-fat-tax-on-foods-high-in-saturated-fat/ )

Für mich persönlich hat sich nicht viel geändert, da ich immer zahlen soll, bestimme ich das Lokal und wos nicht qualmt, da gibts keinen AltenSack. Da kann ich ausnahmsweise Mal recht konsequent sein.
 
Von wegen "keine Umsätzeinbrüche" durch das Rauchverbot, in Bayern geht man inzwischen von Umsatzverlusten in Größenordnung um 28% - 30% in der eh schon heiklen Kategorie der kleinen Eckkneipen aus, oder auf gut Deutsch gesagt: die Wasserlöcher für die H4 Kollegen - immer auf die Kleinen:

- http://www.sueddeutsche.de/muenchen/ebersberg/ein-jahr-rauchverbot-die-gaeste-verziehen-sich-1.1130044
- http://www.ahgz.de/archiv/rauchverbot-belastet-die-kleinen,200012188425.html

Die Zahlen sind annähernd gleich in der Schweiz:
- http://www.news.ch/Gastronomen+beklagen+Umsatzeinbussen+wegen+Rauchverbot/488337/detail.htm

Selbst Zahlen aus 2007, als die Gängelung noch im Pillepalle Rahmen lag, gaben belastbare Zahlen bis zu 15% her: http://www.wiwo.de/politik-weltwirtschaft/jetzt-amtlich-rauchverbot-fuehrt-zu-umsatzeinbussen-295606/

Also, auch mal ein bissl weiter über den Tellerrand blicken - nur weil eurer Club, Hippe Edeldisco oder gepflegter Restaurantbetrieb nicht dicht gemacht hat, heisst es noch lange nicht, dass nicht ganze Gruppen von Wirten schwer am Rauchverbot zu knabbern haben - und die am meisten betroffenen kleinen Eckkneipen sind grad die, die aus purer Verzweiflung bis zum bitteren Ende der totalen Überschuldung dran bleiben, dran bleiben müssen. Da krachts dann erst in ein zwei Jahren. Auf der anderen Seite gibt es durchaus auch Gewinner durch das Rauchverbot.
 
Bei uns schließt nun eine Kneipe.Die Wirtin gibt an das ihr das Rauchverbot sehr viel Kundschaft gekostet hat.Unsere Metalkneipe die nur Donnerstags offen war ist ebenfalls davon betroffen weil die im Keller unter der betroffenen Kneipe liegt.
Mir persöhnlich ist schon lang egal.Ich hab nix dagegen raus zu gehen.Mach ich zuhause ja auch.Und auf Konzerten war das Rauchverbot ein lang erhoffter Segen. :D
 
altersack schrieb:
Nun, es bleibt ein imho unzulässiger Einriff in die Freiheitsrechte insbesondere der Wirte
klar, solange der wirt alleine arbeitet und keine angestellten hat klingt das ja auch völlig logisch.

ansonsten könnte man mit dieser argumentation alle arbeitsschutzrechtlichen regelungen abschaffen und beim daimler werden die jungs in der lackiererei ohne schutzmasken zur arbeit geschickt.

das bringt mich auf ne idee. es darf wieder in kneipen geraucht werden und der wirt verpasst seinen angestallten atemschutzmasken und seinen kunden gleich mit. die raucher können weiter qualmen und alle sind glücklich.:knuddel:
 
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