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Feuerwehr - Helfer in der Not

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Ich find Feuerwehreinsätze sollten nur kosten, wenn es sich um absichtlichen Fehlalarm handelt, ansonsten hat der Steuerzahler bereits geblecht. Nur meine Meinung.
 
Ist bei echten Feuerwehreinsätzen auch so, afaik. Selbst wenn man das Feuer inzwischen selbst gelöscht hat und die Jungs umsonst anrücken, kostet es nichts. Nur wenn sie Sachen machen, für die Du sonst eine Fremdfirma, Handwerker, sonst wen bestellt hättest, gibt es hinterher eine Rechnung. So weit ich das in Erinnerung habe.
 
Anubis schrieb:
Ich find Feuerwehreinsätze sollten nur kosten, wenn es sich um absichtlichen Fehlalarm handelt, ansonsten hat der Steuerzahler bereits geblecht. Nur meine Meinung.

Feuerwehreinsätze (=/= technische Hilfeleistung), also Brandeinsätze, Menschenrettung (eingeklemmte Personen nach Verkehrsunfall,...), Tierrettungen SIND kostenlos. In Österreich zumindest.

Wo genau hat der Steuerzahler bereits geblecht?
 
Beim Bauen der Gerätehäuser und Aufenthaltsräume
Anschaffen und Warten der Geräte und Wagen
Bei Anschaffen der Bekleidung, Atemgeräte usw.
Bei der Einstellung der Mitarbeiter werden natürlich auch sofort Personalkosten fällig, die müssen ja bezahlt werden.
Ausbildung und Schulungen des Personals müssen ja auch erstmal bezahlt sein, man kann ja kein ungeschultes Personal zu nem Brand in ein Chemiewerk schicken.

Das hat alles der Steuerzahler im Vorraus bezahlt.
 
Paar Euros für die Faulheit mancher Leute ist dagegen auch nicht falsch. Gebühren fallen ja nicht für Einsätze an, die in das Aufgabengebiet der Feuerwehr fällt.
 
Bei der FFW gibt es ja auch passive und aktive Mitglieder. Die passiven zahlen halt einen gewissen Betrag. Davon können auch schon viele Anschaffungen gemacht werden. Für ein neues Fahrzeug das 500.000€ kostet, reicht´s meistens nicht aber für die Stadt ist das so jedenfalls billiger, als wenn sie eine Berufsfeuerwehr stellen muss, wo die Leute täglich Geld kosten, auch wenn sie nichts tun. Von daher sollten alle mal lieber froh sein, dass es genug Idioten gibt die freiwillig Freizeit opfern, sich die Nacht um die Ohren schlagen und dafür nichtmal einen Euro bekommen.


Bei uns ist das jetzt auch seit kurzem so, da wir einige BMA´s in der Gegend haben die immer mal Fehlalarm geben,dass diese Einsätze jetzt richtig Kohle kosten. Meistens wird nämlich an den Dingern rumgespielt oder sie gehen los, weil die Putzfreu sich mal eine Fluppe unter einem Melder ansteckt usw.
Wenn man natürlich noch für das dumme Geschwätz der ganzen Leute die dann immer noch dazu kommen und rumlabern Geld bekommen würde, dann würden die meisten StBi wohl Ferrari fahren xD

Lieber sollte mal daran gedacht werden, wie sich wohl die Einsatzkräfte fühlen, wenn sie irgend nen zermatschten Kerl aus dem Auto schneiden, der damit in einen Bus gerast ist. Oder wie es ist, wenn sich ein Selbstmörder vor den Zug geschmissen hat und man nach dem Kopf suchen muss bzw cm hoch in Gedärmen und Blut steht und später das größte Teil, dass noch gefunden wurde ein Stück der Rippe ist. Oder wenn eine Person vermisst wird und diese dann tot im wassertreibend gefunden wird, aufgequollen bis zum geht nicht mehr und Käseweiß. Oder wie verbranntes Fett im Autositz aussieht. Oder wie es wohl aussieht, wenn sich ein Auto um einen Baum gewickelt hat, die Beine noch auf dem Stuhl sitzen und der Oberkörper in der Böschung liegt.
Gibt bestimmt noch viel krassere Sachen aber das waren ein paar der heftigsten von hier und ich bin froh das ich als relativ junger Mensch, meistens noch im Hintergrund gehalten werde.
Das ist kein kranker Film oder ein Spiel. Das ist echt. Und dann wird sich über ein paar Euro aufgeregt, die die FW vom Staat bekommt.
 
Ich hätt Rettungsdienst immer interessant gefunden, auch ehrenamtlich, aber ich kann mir die Ausbildung zum RettSan nicht leisten. Und über Kontakte drankommen will ich auch nicht, da zumindest bei mir in der Umgebung ausnahmslos Trottel ehrenamtlich arbeiten, die ich mir nicht länger als 5 Minuten geben kann... Irgendwie ziehn die Feuerwehr, Bundeswehr und Rettungsdienste viele sozial behinderte an...
RettAsse sind aber fast ausnahmslos alle cool gewesen, man muss scheinbar nur hoch genug rutschen :?
Bei mir in der Schule waren zB nur die größten Eiermänner bei der freiwilligen Feuerwehr. Und die können gar nix, die haben im besten Fall einen erweiterten San Schein, fachlich aber gar nix drauf und menschlich sind sie richtige Luftpumpen...
 
blue schrieb:
Beim Bauen der Gerätehäuser und Aufenthaltsräume
Anschaffen und Warten der Geräte und Wagen
Bei Anschaffen der Bekleidung, Atemgeräte usw.
Bei der Einstellung der Mitarbeiter werden natürlich auch sofort Personalkosten fällig, die müssen ja bezahlt werden.
Ausbildung und Schulungen des Personals müssen ja auch erstmal bezahlt sein, man kann ja kein ungeschultes Personal zu nem Brand in ein Chemiewerk schicken.

Das hat alles der Steuerzahler im Vorraus bezahlt.

Ja, die Gemeinde finanziert in gewissem Maße die Feuerwehr. Allerdings gibt es keine vorgeschriebene Kostenbeteiligung, so in der Art pro Einwohner soundso viele Euro pro Monat. Das ist alles Aushandlungssache und Bettelei seitens der Feuerwehr.

Und es ist ja bekannt, dass Gemeinden auch nicht in Geld schwimmen und möglichst knausrig mit der Verteilung der Gelder umgeht.

Dein Post mag auf eine Berufsfeuerwehr zutreffen, allerdings wenig bis gar nicht für eine Freiwillige Feuerwehr (in Österreich).
Personalkosten fallen nur soweit an, dass ein neuer Mitarbeiter eine Schutzausrüstung und natürlich die Ausbildung braucht.

Unsere FF schafft in den kommenden 4-5 Jahren neue Einsatzbekleidung an, da viele Ausrüstungsgegenstände hoffnungslos veraltet sind (und keiner Norm entsprechen).
Warum über 4-5 Jahre? Weil es sonst einfach zu teuer wäre. Unterstützung gibts wie schon gesagt von der Gemeinde, aber der Großteil kommt aus Eigenmitteln der FF und Bettelei bei einer Privatstiftung.
 
Bacchus schrieb:
Und es ist ja bekannt, dass Gemeinden auch nicht in Geld schwimmen und möglichst knausrig mit der Verteilung der Gelder umgeht.

will hier keine zahlen nennen (bekannt sind sie mir). aber beim hausbau heißt es immer - 1/3 eigenkapital.

wenn jetzt eine ff gerade mal 1/8 eigenkapital hat und trotzdem bauen darf, dann darf man die lage durchaus etwas kritisch betrachten.

und wenn das auch noch eine ff ist, welche hauptsächlich wespennester entfernt und kühe einfängt, dann entspannt das die situation auch nicht gerade...
 
maXX schrieb:
wenn jetzt eine ff gerade mal 1/8 eigenkapital hat und trotzdem bauen darf, dann darf man die lage durchaus etwas kritisch betrachten.

Manchmal kommt die Gemeinde nicht drum rum und muss neu bauen, da die alten Feuerwehrhäuser oft nicht mehr den Sicherheitsauflagen entsprechen und sonst geschlossen werden müssen.
 
aLDi schrieb:
maXX schrieb:
wenn jetzt eine ff gerade mal 1/8 eigenkapital hat und trotzdem bauen darf, dann darf man die lage durchaus etwas kritisch betrachten.

Manchmal kommt die Gemeinde nicht drum rum und muss neu bauen, da die alten Feuerwehrhäuser oft nicht mehr den Sicherheitsauflagen entsprechen und sonst geschlossen werden müssen.

Guter Punkt. Aber genau das ist das Problem... Manche FFen SOLLTEN geschlossen bzw. mit anderen zusammengelegt werden.
1 Gemeinde mit mehreren Ortschaften, jeder Ort hat seine eigene FF und will alles und das Beste an Ausrüstung/Autos, auch wenn diese Ortschaften teils nur 2 km auseinanderliegen.

Aber da traut sich kein Politiker/Bürgermeister drüber, weil da das Geschrei in der Bevölkerung groß wäre.

Seit heuer gibt es eine neue Regelung, welche Autos/Ausrüstung welcher Gemeinde zusteht. Die Fahrzeuge die einem zustehen werden gefördert und sind dementsprechend billiger. Man kann gerne jedes andere Fahrzeug kaufen, dann aber 100% aus eigener Tasche.
Und wenn 1 Gemeinde 4 kleine FFen hat, muss das Kontingent auf diese 4 Wehren aufgeteilt werden. Und das da oft nicht mehr viel im Gerätehaus steht ist klar.
 
als abgangsgemeinde kommt es trotzdem nicht gut. es wird einfach zuviel ok und amen gesagt, "weil es ja die feuerwehr ist". und da setze ich meine kritik an. nicht beim personal, sondern beim system.

wenn einer sagt "depperte feuerwehrler", dann ist er ein trottl.

wenn einer sagt "depperte unterstützung der feuerwehren", dann gebe ich ihm in gewisser weise schon recht.

politiker müssten halt mal eier beweisen und standhaft bleiben. aber was rede ich...
 
Immer wieder traurig. Bei uns ist auch mal jemand auf nem Einsatz gestorben. Das geht einem extrem nah. Vorallem weil wirs alle freiwillig aus Vereinsdenken machen. :nein:
 
Unschöne Sache; Ist jetzt aber nicht tragischer als jeder andere Tod durch Unglück.

Haftungsausschluss um sinnlose Diskussionen zu vermeiden: Was die Tragik aus dem Vorfall nicht rausnehmen soll. Natürlich unschöne Sache. Wer sich aber engagiert tut das aber des Engagements wegen und nicht wegen der Anerkennung. So hart ist das moderne Leben. Wenn ich der 80 jährigen Nachbarin den Einkauf abnehmen will und auf dem Weg dorthin abgestochen werde, war ich auch altruistisch unterwegs.
 
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