Ich bin jeweils ein paar Runden in einem GT4-KI Rennen gefahren.
Zunächst mit dem KTM auf dem Redbull-Ring, was auch gleich vorweggenommen, nicht das richtige Terrain für ihn ist. Anschließend mit dem Porsche in Hockenheim und zu guter Letzt der Lotus auf dem Nürburgring.
Mir fällt es auch schwer einen Favoriten auszumachen. Es liegt daran, dass jedes der drei Fahrzeuge eine vollkommen unterschiedliche Physik bietet, welche extrem gut rüberkommt und jedem Wagen ein ganz individuellen und charismatischen Charakter verleiht.
Der Porsche hat Dampf, fährt auf der Gerade mal easy dem KTM auf und davon. Bist Du hinter ihm, dann braucht es keinen Windschatten, um vorbeizugehen. Man muss nur auf den Pinsel treten und rausziehen. Mit dem Mittelmotorkonzept fährt er sich in der Tat tricky. Deutlich besser als der bisherige Cayman der neu geschaffenen Cayman Manthey Racing Class (Physik wurde ja überarbeitet gott sei Dank), doch die Lastwechsel sind nicht ohne und erfordern Übung. In der Zufahrt auf die Haarnadel in Hockenheim musste ich auch gefühlt 50m eher in die Eisen steigen, um den Porsche bis Kurveneingang in Position zu bringen. Eine echte Achillesverse für Ausbremsmanöver und auch in den Kurven büßt man den Vorsprung wieder ein, den man auf den Geraden herausfahren kann.
Wie erwähnt war der KTM für den Redbull-Ring nicht die ideale Wahl. Ihm fehlt es an Kraft, punktet dafür mit einer exzellenten Verzögerung und sehr guten Kurvenlage. Vielleicht lässt sich der Lotus noch verteidigen, wenn die Gerade nicht zu lange ist, gegen den Porsche scheint das ein fast unmögliches Unterfangen. Da muss man sich voll auf die Kurven konzentrieren, um den entscheidenden Vorsprung rauszufahren. Ich bin dann den KTM auch noch auf Zandvoort gefahren. Auf dem engen vielkurvigen Kurs ist der KTM zu Hause. Die extrem gute Kurvenlage lässt die Runden zu einem puren Genuss werden. Ohne TC kann man ihn jedoch auch verlieren. Er hat einen späten Grenzbereich, übertreiben darfs man jedoch auch mit ihm nicht.
Der Lotus ist imo ein Mittelding, einfach weil er nicht die rohe Kraft des Porsche hat, dafür etwas wendiger ist ohne allerdings an den KTM heran zu reichen. So richtig Bock hat mir das Schumacher-S gemacht. Die Veränderung der Balance ist da einfach mega. Man spürt die Verlagerung extrem gut und merkt wie sich der Grip der Reifen auf- und abbaut. Nach den ersten Ründchen gefiel mir der Lotus vielleicht mit hauchdünnem Vorsprung am besten.
Bei etwa einer Stunde Spielzeit muss ich feststellen, dass Sector 3 mit den GT4 ein kleines Meisterwerk gelungen ist. Auch die anderen Rennklassen, ob DTM, GT3, WTCR, WTCC....fahren sich extrem unterschiedlich, auch die Fzg. innerhalb der Serien.
Die GT4 scheint das noch weiter auszuprägen. Einfach sexy und das Potential eine enorm beliebte Rennklassen zu werden analog GT3. Mit den nächsten GT4 (man ist dran...u.a. gibt es Kontakt zum Seyffarth -der hat ja den AMG GT4 abgestimmt-, den M4 hat man auch im Fokus..) dürfte die Klasse nochmal extrem an Bedeutung und Attraktivität gewinnen. Vielleicht ist sogar unter den drei neuen Porsche im Dez. was für die GT4 dabei.
Unabhängig davon wann die Serie erweitert wird, werde ich wahrscheinlich etliche Std. mit der GT4 verbringen. Meine Hoffnungen wurden deutlich übertroffen.
@BradSalter
SRS wird mit Sicherheit GT4-Serien fahren. Ebenso VR...usw. Da wird kein Weg dran vorbeiführen.