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"Die AfD will den Einfluss der Parteien auf das Kulturleben zurückdrängen, gemeinnützige
private Kulturstiftungen und bürgerschaftliche Kulturinitiativen stärken und die Kulturpolitik
generell an fachlichen Qualitätskriterien und ökonomischer Vernunft anstatt an politischen
Opportunitäten ausrichten. Die aktuelle Verengung der deutschen Erinnerungskultur auf die
Zeit des Nationalsozialismus ist zugunsten einer erweiterten Geschichtsbetrachtung
aufzubrechen, die auch die positiven, identitätsstiftenden Aspekte deutscher Geschichte mit
umfasst.
"

Richtig!

Das man sich sehr ausführlich mit der Zeit des Nationalsozialismus beschäftigt ist gut und auch völlig richtig! Gerade in Deutschland ist dies aufgrund seiner Verantwortung natürlich auch gut so. Darüber hinaus sollte allerdings auch die durchaus positive und vielfältige deutsche Geschichte abseits des Nationalsozialismus der Zeit 33 bis 45 nicht zu kurz kommen. In meiner Schulzeit hat man über die deutsche Geschichte abseits des Nationalsozialismus aber z.B. nicht wirklich viel gelernt. Hier und da ein paar Themen vielleicht kurz angeschnitten aber wirklich intensiv wurde sich nur mit dem Nationalsozialismus beschäftigt und ansonsten eher mit der restlichen Welt. Ist dies heute groß anders?

Ich fände es ja angebracht, wenn endlich eine ehrliche und schonungslose Aufarbeitung der deutschen Kolonialzeit stattfinden würde. Aber ich habe fast das Gefühl, dass die AfD ausgerechnet jene Ära als einen "positiven, identitätsstiftenden Aspekt deutscher Geschichte" betrachtet.
 
Die Geschichte des Deutschen Nationalstaats ist nun auch nicht so gigantisch lang und episch wie die rechten Verfechter, zum Beispiel gestern auf der Demo in Berlin, gerne behaupten. Da wird was von ner 1000 jährigen Geschichte geschwafelt.

In meinem Geschichtsunterricht wurde umfassend und zum Leidwesen der allermeisten Schüler, über die Geschichte des europäischen Kontinents Wissen vermittelt und wie daraus das Deutsche Reich entstand. Geschichte war immer eines der mit Abstand langweiligsten und trockensten Fächer. Für mich zwar nicht, aber die meisten fanden es total öde. Das dritte Reich tauchte zwar auch regelmässig auf, aber wir waren weit davon entfernt, nur damit gequält worden zu sein. Und letztlich war die Nazizeit immer noch das Thema gewesen, das für die meisten eher greifbar und lebendig gewesen ist. Wir wünschten uns eher, dass auch mal die Nachkriegszeit thematisiert werden würde. Heute wird sicherlich auch der Zusammenbruch der DDR Unterrichtsthema sein, schätze ich.
 
Gute Zusammenfassung!
Flips Beitrag liest sich wie das, was man den ganzen Tag im Mainstream liest/sieht/hört.
Eben eine typisch einseitige Berichterstattung mit weglassen/verschweigen von Fakten, damit es eben hetzerischer ist.
Sorry Flips, sollte kein Angriff sein. Ich schätze Dich sehr!

Nehme ich dir natürlich nicht übel. Mich überzeugen die Auszüge/Erklärungen von medion aber wenig und entkräften meinen subjektiven Beitrag nicht. Er hat die Dinge nun mal anders interpretiert als ich. Will deswegen auch noch auf ein paar Punkte eingehen.

- Alleinerziehende

In dem Abschnitt gefällt mir vor allem das "selbstgewählte Lebensmodell" nicht. Hier bin ich vielleicht etwas vorbelastet, weil das eben genau auf mich zutrifft und meine Mutter seit ich in der 4. Klasse war alleine für meine Schwester und mich verantwortlich war. Würde ihr wirklich wünschen, dass sie jemanden findet, aber wenn man jeden Tag 10-12h arbeitet und viel im In- und Ausland unterwegs ist, ist das nun mal schwer.

- Schwangerschaftsabbruch und Geschlechter-Rollen

Wir leben im Jahr 2016 in Westeuropa (gilt auch für Schwangerschaftsabbruch). Meine Freundin soll genauso arbeiten wie ich und Geld verdienen, von mir geh auch ich in Karenz, wenn es mal zu Nachwuchs kommt.
Und das Kochen übernehme sowieso schon ich.

- Anti-Diskriminierung...

Finde ich beides sehr wichtig und sollte nicht im Gegensatz zueinander stehe, sondern muss auch zusammen funktionieren.

- Wehrpflicht

Überholtes Modell, braucht niemand und bin auch sowas von froh, dass ich mich diesem Kasperlverein nicht anschließen musste. Hätte mich vermutlich ausmustern lassen. Hab das Jahr lieber sinnvoll genutzt und bin gereist.

- Erinnerungskultur

Das darf man einfach NIEMALS vergessen, auch wenn es natürlich nicht angenehm ist! Und zumindest bei mir in der Schule war es insgesamt wohl eins von acht Schuljahren in denen sich intensiv mit der Zeit beschäftigt wurde. Für alles andere war also genug Zeit. Geschichte war auch immer mit mein Lieblingsfach, deswegen studiere ich das seit diesem Semester neben PoWi.

- Grundrecht auf Asyl

Die Grundrechte sollte und darf niemand anfassen. Dann ist es nur noch ein kleiner Schritt um weitere Rechte zu ändern.

- Klimaschutzpolitik

Die Erde weiter zu Grunde richten, weil man aus Prinzip gegen etwas ist...? ;)
 
- Wehrpflicht

Überholtes Modell, braucht niemand und bin auch sowas von froh, dass ich mich diesem Kasperlverein nicht anschließen musste. Hätte mich vermutlich ausmustern lassen. Hab das Jahr lieber sinnvoll genutzt und bin gereist.
Seid ihr euch dabei sicher? Die Ausgaben für die Armeen steigen eigentlich seit Menschengedenken kontinuierlich und mit dem Klimawandel plus Bevölkerungswachstum werden die Probleme in Zukunft nicht geringer werden. Wenn man sieht, wieviel Probleme man jetzt schon mit den Flüchtlingen hat, dann sehe ich eher schwarz für die Zukunft... Da ist es immer gut wenn man noch etwas (z.B. die Armee) in der Hinterhand hat um rasch reagieren zu können. Auch bei Katastrophen etc. Und ein Milizsystem finde ich immer noch am besten... Wobei ich nicht weiss, ob das in Deutschland auch so ist.
 
in Deutschland gibt es bei Katastrophen die Freiwillige Feuerwehr,Technisches Hilfwerk und diverse andere Freiwilligen Verbände
gitb es so etweas in der Schweiz auch ?
 
Den Teil zum Klimawandel der AfD finde ich ja auch klasse. Wissenschaft interessiert die nicht. Da können sie sich zu den größten Armleuchtern der US Republikaner a la James Inhofe gesellen (wobei zugegebenermaßen etwas die religiöse Komponente fehlt).


Seid ihr euch dabei sicher? Die Ausgaben für die Armeen steigen eigentlich seit Menschengedenken kontinuierlich und mit dem Klimawandel plus Bevölkerungswachstum werden die Probleme in Zukunft nicht geringer werden. Wenn man sieht, wieviel Probleme man jetzt schon mit den Flüchtlingen hat, dann sehe ich eher schwarz für die Zukunft... Da ist es immer gut wenn man noch etwas (z.B. die Armee) in der Hinterhand hat um rasch reagieren zu können. Auch bei Katastrophen etc. Und ein Milizsystem finde ich immer noch am besten... Wobei ich nicht weiss, ob das in Deutschland auch so ist.


Eine Berufsarmee hat imo den entscheidenden Vorteil, dass die Leute entsprechend ausgebildet sind. Was willst du mit Wehrpflichtigen, die 9 oder 12 Monate bei der Bundeswehr waren, anfangen? Die Wehrpflicht entspringt dem Kalten Krieg und damals auch Sinn gehabt - da man im Zweifel eine Armee für einen großen Krieg brauchte. Jetzt brauchst du Experten in einzelnen Bereichen, relativ wenige Soldaten, die aber exzellent ausgebildet sind.
 
Für Baden-Württemberg:
Grüne 32
CDU 27,5
SPD 13
FDP 8
AfD 12,5
Linke 3

Für Rheinland-Pfalz:

SPD 37,5
CDU 32,5
FDP 6
Grüne 5,5
Linke 3
AfD 11


Für Sachsen-Anhalt:

CDU 29
Linke 17
SPD 11,5
Grüne 5,5
AfD 23
FDP 5
 
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Reaktionen: flo
Ich hoffe einfach mal, dass die Arbeit der AfD in den Landtagen seitens der Medien viel Beachtung findet.
Was die bisher abgeliefert haben, war ja zwischen Faulheit und Fremdschämen kaum zu überbieten.
Dürfte im Moment die einzige Möglichkeit sein, diese Partei zu entzaubern, will die nicht im Bundestag sehen.
 
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