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Gast
DaMeep schrieb:Künstler die das möchten steht es doch frei ihre werke frei zugänglich ins internet zu stellen . Das sollte aber jeder selber entscheiden können .
Nein, denn mit Creative-Commons-Lizenzen verdienen sie (noch) nichts. Eine Abschaffung bzw. Reformation des Urheberrechts heißt ja nicht dass die Künstler alles gratis verteilen, sondern dass es zwangsläufig neue Geschäftsmodelle geben wird und muss.
Außerdem finde ich es schon etwas befremdlich, wenn von der Anti-Kopier-Front argumentiert wird dass eine Abschaffung des Urheberrechts der Untergang wäre. Warum? Nur weil das Urheberrecht wegfällt kann man ja trotzdem auf iTunes oder im Laden den Künstler entlohnen. Oder bezahlt "ihr" nur dafür weil ihr es müsst, und nicht weil ihr den Künstler/Entwickler für seine Arbeit entlohnen wollt?
Hier muss ein Umdenken stattfinden. Und zwar schnell. Erste Geschäftsmodelle fangen im Indiebereich schon an sich zu entwickeln. Eines der interessanteren Projekte die mir untergekommen sind, ist eine Plattform, auf der man eine Band die einem gefällt unterstützen kann.
Man spendet ihnen Geld für die Produktion einer CD und wird dann anteilig entlohnt, sofern Gewinn im Verkauf erzielt wird. Finde ich unheimlich spannend. Gerade in Verbindung mit dem "Social Networking (facebook, twitter, myspace, blablalba.) ein interessanter Markt.
Die großen Musik-konzerne sind ein überbleibsel der Schallplatten/CD zeiten , die werden gezwungenermasen sowieo kleiner und werden immer mehr an macht verlieren . Daher werden ( hoffentlich ) die rechte wieder bei den Künstlern und nicht bei der Industrie liegen .
Hoffentlich, nur wenn ich lesen muss dass sie aktuell versuchen durchzubekommen die Schutzfristen auf Tonträger von 50 auf 95 Jahre (!!!) durchzuboxen (ich glaube es ist sogar schon durch) dann frage ich mich ernsthaft wie man hier Pro-Industrie sein kann. Die Einzigen die hier gut verdienen sind die Musikkonzerne und wenige, bekannte Superstars.
