Urgs schrieb:
Seo schrieb:
Aber eben weil sie nur 'ein' Thema behandeln sind sie doch eigentlich nicht wählbar?
Die taugen imo lediglich als Protestpartei, aber Gott behüte, sollten die jemals irgendwelche politische Macht bekommen.
Es wird immer gesagt, daß die Zersplitterung der Parteienlandschaft etwas Negatives wäre, wohl auch aus den Erfahrungen der Weimarer Republik heraus. Ich könnte mir allerdings eine politische Zukunft vorstellen, in der sich eine Regierung nach einem Baukastenprinzip zusammenstellt. Eine relativ schwache, ehemalige Volkspartei bildet dabei quasi den Grundbaustein mit, sagen wir mal, 20-25% und dann sucht sie sich eben Bausteine aus einer vielfältigen Landschaft kleiner 1-Themen-Parteien, wie eben der Piratenpartei. Ein solches System könnte wieder zu einer neuen Sachpolitik führen und weg vom Populismus unserer Zeit. Die Wähler hätten es so auch leichter, weil sie einfach die Wahl treffen können, die ihnen am wichtigsten ist.
Hans-Ulrich Jörges hat in seiner Kolumne im stern dazu vor ein paar Monaten was interessantes geschrieben, dem ich auch beipflichten konnte und kann.
So ein Splitter-System würde nicht funktionieren. Die zwangsläufig diversen und auch konträren Meinungen der vielen Parteien würde die Regierung lähmen, bei kontroversen Themen wäre eine Ergebnisfindung langwierig oder sogar unmöglich. Und was an Entscheidungen zusammen käme, wären noch faulere Kompromisse, als es die große Koalition so im Mittel zustande bringt.
Eine solche Entwicklung würde unser politisches System lähmen und in die größte Krise führen, die wir uns hier denken können, da bin ich mir sicher.