Foren Aktuelles Erstellen Mitglieder Anmelden

Piratenpartei - Freiheit und Bürgerrechte

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Urgs schrieb:
Es wird immer gesagt, daß die Zersplitterung der Parteienlandschaft etwas Negatives wäre, wohl auch aus den Erfahrungen der Weimarer Republik heraus. Ich könnte mir allerdings eine politische Zukunft vorstellen, in der sich eine Regierung nach einem Baukastenprinzip zusammenstellt. Eine relativ schwache, ehemalige Volkspartei bildet dabei quasi den Grundbaustein mit, sagen wir mal, 20-25% und dann sucht sie sich eben Bausteine aus einer vielfältigen Landschaft kleiner 1-Themen-Parteien, wie eben der Piratenpartei. Ein solches System könnte wieder zu einer neuen Sachpolitik führen und weg vom Populismus unserer Zeit. Die Wähler hätten es so auch leichter, weil sie einfach die Wahl treffen können, die ihnen am wichtigsten ist.
Dein Gedankengang hat sicher was für sich, aber sowas würde wohl kaum funktionieren. Wenn szuviele Parteien gibt, werden die sich doch nie einigen, und am Ende haben wir Zustände wie in Italien, wo es alle paar Monate (übertrieben gesagt) Neuwahlen gibt.
 
Urgs schrieb:
Seo schrieb:
Aber eben weil sie nur 'ein' Thema behandeln sind sie doch eigentlich nicht wählbar?
Die taugen imo lediglich als Protestpartei, aber Gott behüte, sollten die jemals irgendwelche politische Macht bekommen. :schreck:

Es wird immer gesagt, daß die Zersplitterung der Parteienlandschaft etwas Negatives wäre, wohl auch aus den Erfahrungen der Weimarer Republik heraus. Ich könnte mir allerdings eine politische Zukunft vorstellen, in der sich eine Regierung nach einem Baukastenprinzip zusammenstellt. Eine relativ schwache, ehemalige Volkspartei bildet dabei quasi den Grundbaustein mit, sagen wir mal, 20-25% und dann sucht sie sich eben Bausteine aus einer vielfältigen Landschaft kleiner 1-Themen-Parteien, wie eben der Piratenpartei. Ein solches System könnte wieder zu einer neuen Sachpolitik führen und weg vom Populismus unserer Zeit. Die Wähler hätten es so auch leichter, weil sie einfach die Wahl treffen können, die ihnen am wichtigsten ist.

Hans-Ulrich Jörges hat in seiner Kolumne im stern dazu vor ein paar Monaten was interessantes geschrieben, dem ich auch beipflichten konnte und kann.

So ein Splitter-System würde nicht funktionieren. Die zwangsläufig diversen und auch konträren Meinungen der vielen Parteien würde die Regierung lähmen, bei kontroversen Themen wäre eine Ergebnisfindung langwierig oder sogar unmöglich. Und was an Entscheidungen zusammen käme, wären noch faulere Kompromisse, als es die große Koalition so im Mittel zustande bringt.

Eine solche Entwicklung würde unser politisches System lähmen und in die größte Krise führen, die wir uns hier denken können, da bin ich mir sicher.
 
Mondknallschlumpf schrieb:
Imo würde dann aber gar nichts mehr laufen, das gäbe ne Stagnation ohne Ende und alle würden sich gegenseitig blockieren.

In der machtgeilen Athmosphäre des Bundesstags bestimmt. Aber dafür kann ja das System nix, wenn die Politiker noch nicht reif dafür sin. :D
 
Art Vandelay schrieb:
Mondknallschlumpf schrieb:
Imo würde dann aber gar nichts mehr laufen, das gäbe ne Stagnation ohne Ende und alle würden sich gegenseitig blockieren.

Ein Glück das das jetzige System so reibungslos läuft. :lol:

Es gibt keine wirklich tolle Regierungsform. "Die Demokratie ist die schlechteste aller Staatsformen - mit Ausnahme aller anderen." :D. Zumindest funktioniert es bei uns noch halbwegs, da stehen andere Länder noch deutlich übler da, ganz vorne mit dabei Italien.
 
auch wieder richtig, trotzdem wird auch hier zuviel Politik für die Wähler gemacht und nicht für das Volk.....

edit: verdammt Evin :klopf:
 
el_barto schrieb:
Urgs schrieb:
Seo schrieb:
Aber eben weil sie nur 'ein' Thema behandeln sind sie doch eigentlich nicht wählbar?
Die taugen imo lediglich als Protestpartei, aber Gott behüte, sollten die jemals irgendwelche politische Macht bekommen. :schreck:

Es wird immer gesagt, daß die Zersplitterung der Parteienlandschaft etwas Negatives wäre, wohl auch aus den Erfahrungen der Weimarer Republik heraus. Ich könnte mir allerdings eine politische Zukunft vorstellen, in der sich eine Regierung nach einem Baukastenprinzip zusammenstellt. Eine relativ schwache, ehemalige Volkspartei bildet dabei quasi den Grundbaustein mit, sagen wir mal, 20-25% und dann sucht sie sich eben Bausteine aus einer vielfältigen Landschaft kleiner 1-Themen-Parteien, wie eben der Piratenpartei. Ein solches System könnte wieder zu einer neuen Sachpolitik führen und weg vom Populismus unserer Zeit. Die Wähler hätten es so auch leichter, weil sie einfach die Wahl treffen können, die ihnen am wichtigsten ist.

Hans-Ulrich Jörges hat in seiner Kolumne im stern dazu vor ein paar Monaten was interessantes geschrieben, dem ich auch beipflichten konnte und kann.

So ein Splitter-System würde nicht funktionieren. Die zwangsläufig diversen und auch konträren Meinungen der vielen Parteien würde die Regierung lähmen, bei kontroversen Themen wäre eine Ergebnisfindung langwierig oder sogar unmöglich. Und was an Entscheidungen zusammen käme, wären noch faulere Kompromisse, als es die große Koalition so im Mittel zustande bringt.

Eine solche Entwicklung würde unser politisches System lähmen und in die größte Krise führen, die wir uns hier denken können, da bin ich mir sicher.

Das ist halt die klassische Erfahrung aus der Weimarer Republik. Dort saßen aber alles Splitterparteien, die überwiegend aus Streit innerhalb der großen Parteien entstanden sind. Die wollten aber alle große Politik machen und natürlich an die Macht. So entstand letzlich der Stillstand. Meine Baukasten-Idee basiert halt darauf, daß sich kleine 1-Themen-Parteien aus dem gesellschaftlichen Interesse herausbilden und so als politische Kraft ins Parlament einziehen, um eben nur in diesem Themenbereich zu wirken.
 
Vorallem darf man nicht vergessen dass es bei so "Ein-Themen-Parteien" trotz allem inhaltliche Überschneidungen gibt und sich trotz allem Mehrheiten bilden lassen.

Wenn die Piraten gegen irgendwelche Zensurbestimmungen sind, stimmen ihnen beispielsweise die Grünen zu. Im Umkehrschluss helfen die Piraten bei Umweltthemen aus hinsichtlich der Mehrheitsfindung.
 
Die Donaumonarchie war klasse. Kultureller Schmelztiegel mit vielen tollen Errungenschaften. Ok, wir haben den ersten Weltkrieg ins Rollen gebracht. Kann passieren. :D
 
Die Frage ob Piraten nun regierungsfähig sind oder nicht, oder wie Piraten koalieren könnten ist doch nur ein Scheinargument, da werden die in meinem Leben nicht mehr hinkommen.

Nichtmal 5% werden se bekommen dieses Jahr. Ist also furzpiepegal, ob die nun ein umfassendes Programm haben oder nur die 4-5 Themen. Wir könnten auch alle Graue Panther wählen, hätte den selben Effekt - mit einem klitzekleinen Unterschied: an den Zahlen der Piratenwähler wird den Politikern mal bewusst, wo es der Generation "online" drückt. Eine Protestwahl, mit einer ganz klar, auf 4-5 Themen spezifiierten AUssage, ich wähle Protest, weil mich das hier ankotzt.

Mir ist es lieber, alle frustrierten 18+ Jährigen wählen Piraten als der Wahl fernzubleiben oder Rechts zu wählen. Den Rest muss jeder mit sich selber ausmachen. Ich werd auf jeden Fall keine SPD/CDU mehr wählen, aber das ist nix neues, hab ich schon lang nimmer gemacht.
 
Autsch.. jetzt gerade bei Phoenix gesehen, wie sehr versierte Politiker in der Piratenpartei fehlen. Der Chefpirat hat sich für seine Verhältnisse tapfer geschlagen, aber das war schon nicht schön anzusehen.

Müsste eigentlich in Kürze ein Videomitschnitt zu geben.
 
Evin schrieb:
Ich würde lieber eine Partei wählen die gegen Macht der Medienkonzerne ist (und als deren Konsequenz das Urheberrecht abschaffen will), als dass die Kontentmafia durch Lobbying die Gesetze nach Gutdünken selbst macht.

Alter Hut, aber das Thema wird viel zu einseitig gesehen. Ich kenne Musiker und Programmierer die selber gegen das Urheberrecht sind. Aber daran wird sich nix ändern. Ich habe nur die Gewissheit dass die Macht der Konzerne in 10 bis 20 Jahren vorbei ist; sich einkomplett anderes Geschäftsmodell entwickelt hat, und wir uns alle an "damals" erinnern und fragen wie es je anders sein konnte.

Künstler die das möchten steht es doch frei ihre werke frei zugänglich ins internet zu stellen . Das sollte aber jeder selber entscheiden können .
Die großen Musik-konzerne sind ein überbleibsel der Schallplatten/CD zeiten , die werden gezwungenermasen sowieo kleiner und werden immer mehr an macht verlieren . Daher werden ( hoffentlich ) die rechte wieder bei den Künstlern und nicht bei der Industrie liegen . Aber die sollten auch die möglichkeit haben diese zu schüzen wenn sie das möchten .
Es müßen zeitgemässe regelungen her , aber einfach das Urheberrecht abschaffen ist auch nicht die richtige lösung .
 
Zurück
Oben