Das neueste Need for Speed ist ein ganz eigenwilliger Teil der Reihe. Auf den ersten Blick und auch nach einem kurzen PS4-Probezock haben wir den Eindruck, dass das Action-Rennspiel eigentlich gar nicht so viel neu macht. Wie in Hot Pursuit heizt ihr als Raser oder Cop in diversen Sportwagen – vom Einsteiger-Proletenbomber bis hin zum Supersportwagen für Superreiche – durch eine offene Spielwelt. Klar sieht das dank Next-Gen-Grafikpower richtig gut aus. Bevor wir auf das Gaspedal unseres Polizei-Bugattis treten, zoomt die Kamera lüstern über allerlei Details des Wagens. Und es ist wirklich beeindruckend, wie Regenwasser über den Lack rinnt und kleine Tropfen hinterlässt oder selbst die Beschriftungen der Reifen und Bremssattel klar lesbar sind. Im Rennen beeindruckt dann die weitläufige Umgebung mit abwechslungsreichen Klimazonen. So rast ihr in einer kargen Wüstengegend in Richtung der Berge und einen Highway-Tunnel später findet ihr euch inmitten einer verschneiten Gipfellandschaft wieder. Licht-und Physik-Effekte gibt es allerorten, für unseren Geschmack übertreiben es die Macher aber noch ein wenig mit dem "Staub auf der Kamera-Linse"-Effekt, der bei Fahrten Richtung Sonne schon ein wenig zu viel des Guten ist. Aber insgesamt zeichnet Need for Speed Rivals ein schickes Next-Gen-Bild. Dass es dann mehr als ein "Hot Pursuit 2" ist, liegt an der dauerhaften Online-Anbindung des Spiels sowie dem neuen Fortschrittssystem.