Foren Aktuelles Erstellen Mitglieder Anmelden

VOTE Musikstreaming: Spotify, Apple Music, Amazon, Google & Co.

Welchen Musikstreaminganbieter benutzt hier?


  • Umfrageteilnehmer
    21

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Eben...ich denk mir halt, dank Spotify hab ich einen Künstler zu mindest ein wenig Unterstützt bei dem ich normal die CD nicht gekauft hätte. Bzw. kann ich in ein Album schonmal reinhören ob es mir zusagt und der Künstler hat noch dazu was davon.
 
SirHorst schrieb:
Wie gesagt, die abnehmerzahl ist dafür bedeutend höher. Man kann nicht davon ausgehen das die gleiche anzahl an streamern alternativ das album kaufen würde, eher ein geringer bruchteil selbiger. Ob sie dabei auf den gleichen ertrag kommen? Vielleicht, manche interpreten eher weniger, aber doch sicherlich auf eine respektable zwischensumme. Das die armen Künstler da draussen schon rechnen müssen und am Hungertuch knabbern halte ich einfach mal für ein Gerücht. Eine Band die es auf Spotify schafft hat idr. auch eine zumindest angemessene Fanbase und somit auch angemessene toureinnahmen.

Also Gerüchte streust du hier, oder auf welche Quellen berufst du dich dabei?
Fakt ist ja wohl eher, dass potentielle Käufer des Albums darauf in Zukunft verzichten - dank solcher Dienste.
 
Und du zweifelst das ernsthaft an?

http://www.hr-online.de/website/rubriken/kultur/index.jsp?rubrik=73271&key=standard_document_44272043

Dennoch sagt auch er, dass die Abgaben durch Streaminganbieter erschreckend gering seien. Musik wird immer günstiger – doch warum soll die Arbeit der Künstler immer weniger wert sein? Denn für was bezahlen die Konsumenten? Für den Übertragungsweg oder das Werk einer Band?

Es ist gut möglich, dass Spotify künftig noch weniger Geld an die Künstler abgeben wird: Der Dienst ist in Deutschland ohne einen Vertrag mit der Gema gestartet. Es bleibt abzuwarten, welchen Teil die Verwertungsgesellschaft vom Kuchen abhaben möchte. Gema-Vorstandschef Harald Heker erwarte eine baldige Einigung. Die letzte Verhandlungsrunde ist für den 26. März angesetzt. Doch egal, was dieses Gipfeltreffen der Giganten ergibt: Wer eine Band unterstützen möchte, kauft sich deren CD am besten über den Handel oder den bandeigenen Online-Shop
 
Ne, ich Zweifel das nicht an...aber du willst einfach verdrängen dass die Künstler durch Streamingdienste auch wesentlich mehr Klicks bekommen. Vl momentan noch nicht, da es noch neu ist und es sich nicht so rumgesprochen hat.
 
Ach, das fokkussiert sich doch immer nur auf bereits bekannt Acts und welche, die gut vermarktet werden. Für kleine, kreative und unangepasste Bands wirds dadurch doch immer schwieriger, wenn bald die meisten potentiellen Käufer alle nur noch streamen.
 
Mir ist grad erst unterwegs eingefallen was für ein sinnloses argument das mit den Abgaben ist :ugly:
Hätte ich mir das Album von Burial gekauft hätte er selbst bei den Abgabezahlen weniger Gewinn gehabt als bei Spotify da ich die Titel vom Album schon weitaus mehr als 157x gehört hab....
 
SirHorst schrieb:
Mir ist grad erst unterwegs eingefallen was für ein sinnloses argument das mit den Abgaben ist :ugly:
Hätte ich mir das Album von Burial gekauft hätte er selbst bei den Abgabezahlen weniger Gewinn gehabt als bei Spotify da ich die Titel vom Album schon weitaus mehr als 157x gehört hab....

Seh ich auch so. Wenn ich überleg, wie viele Bands ich hör, deren Alben ich mir niemals gekauft hätte (zu riskant, zu wenig Interesse etc.) und wie oft ich die Alben teils hör. ich streue dadurch mein Geld (ja, mein Geld. Ich hab nen Premium-Acc) wesentlich breiter als zu den Zeiten vor Streaming.

Und es ist so, wenn eine Band keinen Bock auf Streaming hat, wird sie auch nicht bei den Diensten erscheinen. Grade die kleinen Bands sind doch bei Indie-Labeln oder vermarkten sich selbst. Die haben da wohl ein weitaus größeres Mitspracherecht als viele Bands bei Majorlabeln.

Zumal kleine Bands nicht wirklich hauptsächlich von den Erlösen der Plattenverkäufe, sondern mehr aus den Tour-Erlösen leben/sich finanzieren. Und die werden durch die breite und unverbindliche Verfügbarkeit von ihren Songs bei Spotify garantiert positiv beeinflusst.
 
Ich nutze das kostenlose Angebot von Spotify um CDs richtig(!) probehören zu können. Was mir gefällt, kaufe ich dann einfach als CD :deal:

Ich bin aber gespannt, wie sich das alles für die Künstler rechnet. Man kann in jede Richtung sinnvoll argumentieren, wie die Menschen das Angebot annehmen und nutzen ist das Interessante daran.
 
Urgs schrieb:
Ach, das fokkussiert sich doch immer nur auf bereits bekannt Acts und welche, die gut vermarktet werden. Für kleine, kreative und unangepasste Bands wirds dadurch doch immer schwieriger, wenn bald die meisten potentiellen Käufer alle nur noch streamen.

Exakt falsch rum gedacht.


Wenn ich auf Spotify die lokalen Metal Bands hier aus dem Örtchen suche finde ich die.

Wenn ich zunDir in den Media Markt fahre und deren CDs suche,..... Was glaubst?

Zudem die Apps innerhalb von Sotify wodurch sich "Underdogs" recht schnell herumsprechen weils durch die Facebook Vernetzung und Co eben die Runde geht.

Ich persönlich nutze das Angebot voll aus. Ich ziehe mir ebenso Bands die ich eben nur mal hören will wie Sachen die ich mir sonst nur im Web angehört hätte. Die Hemmschwelle mir Lana Del Ray aufs iPhone zu ziehen ist so wesentlich geringer (10 Sekunden Aufwand samt Künstler Suche ftw) Als dass ich mir den einen Song der mir von Ihr gefällt auf iTunes oder Amazon kaufe.


Zudem Hanisch bei mir ein weiteres Phänomen eingestellt. Ich wollte schon seit Jahren endlich meine CDs auf MP3 umwandeln. Nun hatschendes erledigt. Ich höre die Musik nun einfach in Spotify. Der Künstlermverdient in diesem Fall nun also bereits zum zweiten mal mit mir.

Dass ich für meine 10 Euro im Monat einen enormen Gegenwert erhalte streite ich gar nicht ab.
Ich und andere sind wohl aber auch evtl. Einfach nicht das Modell auf dem sich Streaming stützt.

Und da machen Teenis die von Ihren Eltern Spotify bezahlt bekommen um ihre musik legal zu konsumieren zb denke ich in Zukunft auch nen Teil aus.

Und so kommen eben immer mehr Facetten zu einander bis sich das Modell Ende für Betreiber und Künstler rechnet.

Ums abzuschließen. Ne ich habe kein schlechtes Gewissen. Im Gegenteil, ich mache sogar Werbung im privaten Umfeld für Streaming Angebote um die Aleuten von Youtube und Co wegzubekommen.
 
Also was ich da herauslese, aus deiner seltsamen Argumentation, sind lediglich jede Menge Vorteile für dich und kaum Vorteile für den Künstler. Der darf sich demnach überhaupt schon glücklich schätzen, wenn er von dir gefunden und mal nebenbei gehört werden darf.

Ich meine, man muss doch kein Rechengenie sein, um sich darüber klar zu sein, dass für 10 Euro im Monat, bei vollem Zugriff, statt 10-15 Euro pro Album für die Künstler so gut wie nix mehr übrigbleibt.

Sicherlich, Spotify und Co. sind sicherlich nicht das Böse Ding schlechthin, sondern letztlich nur der Sargnagel innerhalb eines langjährigen, unheilvollen Trends, bei denen es für die Künstler immer schwieriger wird und Musik zur digitalen Ramschware wird.

Das Künstler und Bands ihre Einnahmen fast nur noch über Konzerte reinkriegen (wenn überhaupt), ist auch eher eine Not statt eine Tugend. So schön Konzerte auch sind, es ist ein Rückschritt. Es war einst eine große Errungenschaft im Dienste ihrer Unabhängigkeit und künstlerischen Freiheit gewesen, dass Musiker ihre Werke konservieren können, anstatt der reinen Unterhaltung wegen durch die Welt zu tingeln.
 
Urgs schrieb:
Ich meine, man muss doch kein Rechengenie sein, um sich darüber klar zu sein, dass für 10 Euro im Monat, bei vollem Zugriff, statt 10-15 Euro pro Album für die Künstler so gut wie nix mehr übrigbleibt.

Das stimmt dann, wenn auch die Hardcore-Musiksammler auf Streaming-Dienste umsteigen. Dann wäre vermutlich wirklich weniger Geld im System. Ich persönlich habe vor Simfy, Spotify und Co deutlich weniger als eine CD im Monat gekauft, eher so alle drei bis vier Monate eine CD (zum Vollpreis). Momentan gebe ich also mehr für Musik aus als vorher. Und höre auch mehr. Und vor allem auch deutlich mehr verschiedene Künstler!

Du tust außerdem so, als ob der durchschnittliche Künstler, der bei einem Label unter Vertrag ist, mit CDs Geld verdienen würde. Das entspricht doch nicht der Realität. Natürlich wird mit CDs Geld viel verdient. Das soll auch gerne weiter geschehen. Aber es sind doch nicht die Künstler, bei denen die Kohle hängen bleibt, sondern vor allem die extrem lange Vertriebskette. Und die fällt halt im digitalen Zeitalter weg.
 
Es dürfte doch aber viel wahrscheinlich sein, dass wer sich nur alle 3-4 Monate eine CD kauft, dass der dann schon mit der Light-Variante eines solchen Dienstes zufrieden ist. Da bist du doch eher die Ausnahme. Grundsätzlich dürften solche Dienste vor allem Hardcore-User ansprechen. Zumindest jetzt noch.

Und ich rede ja nicht nur vom Kauf einer CD. Auch an den Downloads verdienen Künstler noch mehr.
 
Davon ab machen es auch viele Musikkäufer so das sie sich nur einzelne Lieder auf i-Tunes rauspicken. Wieviel da von den 0.99Cent für den Künstler übrig bleibt wäre ja auch mal interessant zu wissen.
 
Urgs schrieb:
Es dürfte doch aber viel wahrscheinlich sein, dass wer sich nur alle 3-4 Monate eine CD kauft, dass der dann schon mit der Light-Variante eines solchen Dienstes zufrieden ist. Da bist du doch eher die Ausnahme.

Das macht doch keinerlei Unterschied. Wenn die Musik abgespielt wird, wird der Künstler entlohnt.
 
ich gebe auch tendenziell mehr - und vor allem regelmäßiger - Geld für Musik aus als vorher. Da hab ich hauptsächlich bei Amazon-MP3-Angeboten zugeschlagen. (Neben Day-1-Pflichtreleases).
Ich würde aber für Spotiy auch locker 20€ im Monat hinlegen, das wärs mir locker wert. So viele kleine, unbekannte Juwelen, die ich dadurch schon kennenlernen durfte, so viele verschiedene Stile, in die ich mich nie getraut hätte, wenn ich für ein Album voller Ungewissheit 10€ hinlegen müsste...

Und wie Ächti auch schon gesagt hat: Bei Spotiy findet man Unmengen an unbekannten Geheimtipps, die man im lokalen Plattenladen sicherlich nicht und selbt bei Amazon teils nicht oder nur als arschteuren Import findet. Diese ganze Kategorie an Bands (die es als kleine "Underground"-Bands am nötigsten haben) hätten früher von mir niemals einen Cent gesehen, das hat sich jetzt geändert.

Zumal auch die Social-Network Funktionen von Spotify als Multiplikator dienen, die unbekannten Bands einen Boost verschaffen können, wie er sonst nicht möglich wäre, was einen Vorteil für die kleinen Bands, die das Geld brauchen, darstellt. Man kann so einfach Playlists empfehlen, sharen und rumschicken, jeder hört mal rein und generiert einen kleinen Umsatz für die Band. Und hier und da entwickelt sich ein Fan, der zusätzlich noch die Alben kauft und auf Konzerte geht, daneben auch wieder selbst als Multiplikator dient und seine eigenen Freunde anfixt.

Das sind alles Faktoren, die es bei dem pro Stück sicherlich lukrativeren klassichen Plattenverkauf niemals in dem Ausmaß geben könnte.
 
@nas: Ja, aber doch eingeschränkt. Unendlich oft kann er den Titel nicht wiederholen (Endlosschleife). Aber nur so käme der Künstler auf die gleiche Entlohnung. Nur mal angenommen, der Free-Nutzer kommt theoretisch auf die Idee das Album mal ne Nacht lang durchlaufen zu lassen, damit seine Lieblingsband was davon hat! :D

@El Barto: Du stellst doch hier echt selten bis nie unbekannte Bands vor. Das sind doch alles etablierte Sachen, die bereicht einen starken Bekanntheitsgrad haben, die von dir hier öffentlich entdeckt werden. Momentan hörst du dich in den Indie-Bereich rein. Jedenfalls soweit mir das aufgefallen ist.
 
Urgs schrieb:
@nas: Ja, aber doch eingeschränkt. Unendlich oft kann er den Titel nicht wiederholen (Endlosschleife). Aber nur so käme der Künstler auf die gleiche Entlohnung. Nur mal angenommen, der Free-Nutzer kommt theoretisch auf die Idee das Album mal ne Nacht lang durchlaufen zu lassen, damit seine Lieblingsband was davon hat! :D

Ja ich kann ein Lied vl nicht unendlich oft anhören, aber dafür kann man alle Alben des Künstlers anhören. Da kommst du dann auch auf ne ordentliche Summe, wenn der Künstler mehrere Alben hat.

Aber es is egal was man sagt, du wirst es immer schlecht sehen.
 
Urgs schrieb:
@nas: Ja, aber doch eingeschränkt. Unendlich oft kann er den Titel nicht wiederholen (Endlosschleife). Aber nur so käme der Künstler auf die gleiche Entlohnung. Nur mal angenommen, der Free-Nutzer kommt theoretisch auf die Idee das Album mal ne Nacht lang durchlaufen zu lassen, damit seine Lieblingsband was davon hat! :D

Natürlich ändert sich das Konsumverhalten schlagartig mit den Streaming-Diensten. Ich gebe halt nicht 10-15 Euro für eine Platte aus (Künstleranteil bei einem ordentlichen Vertrag 1-2 Euro) und dann ist es dem Künstler egal, ob ich die Platte tausendmal höre oder ins Regal stelle.

Aber unterm Strich höre ich doch auch (mehr verschiedene) Musik. Und all die anderen User machen das auch. Das heißt global gesehen wird schon ordentlich Geld verteilt. Aber eben anders und vermutlich auch an andere Künstler, was die Spotify-Charts zeigen, die sich eben nicht mit den CD-Charts decken.

Zu den Free-Accounts: Das sind reine Werbemaßnahmen, die auf Dauer nicht durchgehalten werden. Zumindest für die legalen Dienste, die an die Gema zahlen. Die hohen Gema-Gebühren lassen sich nicht mit Werbung erwirtschaften. Deshalb kommen Youtube, Spotify und Co ja auch zu keiner Einigung.
 
Zurück
Oben