Urgs schrieb:
Weiß nicht. Barto hat ja oben geschrieben, er freut sich über kleine Neuentdeckungen über Spotify, aber als CD kauft er sich dann doch lieber das neue Foo Fighters-Album, bei dem er sich sicher ist.
Nein, das hast du falsch verstanden.
Das Foo Fighters Beispiel war VOR meiner Spotify-Zeit. Da hab ich halt eher auf die bekannten Bands gesetzt, weil ein Album halt recht viel Kohle kostet.
Jetzt kauf ich im Moment gar keine CDs mehr, sondern streame alles, inklusive der Sachen, die ich als CD/Kauf-MP3 besitze.
Mein Punkt war: Ohne Spotify bekamen unbekanntere Bands (die für mich Neuland sind, nicht unbedingt im Sinne von Newcomer) von mir keine Kohle, weil ich halt nicht oft experimentiert hab.
Jetzt streame ich hauptsächlich Bands, die ich neu entdecke, die also jetzt von mir Geld bekommen, dass sie ohne Streaming nie gesehen hätten, auch wenns nicht so viel pro Song ist.
und mir ist schon klar, dass The XX schon vor Jahren das Next Big Thing waren, das ist z.B. eine der Bands, die ich vom Namen her schon lange kenne, aber mir niemals gekauft hätte, weil ich mir nicht sicher sein konnte, ob die Ausgabe fürs Album auch lohnenswert ist.
Die Jezabels sind auch so ein Fall von aufstrebender Band, die schon einen gewissen Bekanntheitsgrad haben.
Dagegen stehen aber Bands wie Frau Potz oder Antlered Man (letzere haben selbst auf last.fm grad mal 300 Hörer), die ich ohne Spotify nie kennengelernt hätten und die keinen wirklichen Bekanntheitsgrad haben.
EDIT: nochmal zusammengefasst: ich/wir argumentieren die Verbesserung für kleine Bands so:
Ohne Spotify: Kleine Fanschar, die geschlossen (zwangsweise) CD/MP3 kauft
mit SPotify: größere Fanschar mit Millionen potenziellen Hörern, die keine Barriere haben. Dagegen stehen Einbußen von Leuten, die sich sonst die CD gekauft hätten, aber als Gegengewicht kommt evtl. mehr Geld durch die vielen Winz-Beiträge, die durch das Streaming generiert werden.
Und wenn Streaming so ein Verlustgeschäft wäre: Wieso haben dann z.B. die RHCP gerade ihren kompletten Katalog für Spotify lizensiert, wobei sie sich jahrelang dagegen gesträubt haben?
Der Grund, wieso manche Bands sich wehren, ist ja die Befürchtung von finanziellen Einbußen. Und die scheinen wohl aus dem Weg geräumt zu sein, die Band ist ja nicht plötzlich zu selbstlosen Samaritern mutiert

Urgs schrieb:
Übrigens, mal klipp und klar gesagt. Ich habe überhaupt nichts gegen solche Dienste. Im Gegenteil, ich finde die Technik dahinter fazinierend und wegweisend. Nur möchte ich, dass die Künstler davon auch sicher profitieren.
Da bin ich voll bei dir. Wie gesagt, ich würde auch 20, evtl. auch 30€ für Spotify Premium hinlegen, weil der Service und das Konzept dahinter genial ist.
Ich sehe es nur so, dass v.a. kleine Bands auch jetzt schon von Spotify profitieren können, da sich gute Musik schnell rumspricht, viele Leute mal reinhören und eben auch zu Konzerten gebracht werden.
Klar, in einer idealen Welt würden sich gute, neue Bands auch so schnell rumsprechen und viele Platten verkaufen. Aber so läuft es halt mal nicht. Die Realität ist, dass viele talentierte Bands unterm Radar fliegen, viele Leute ihr begrenztes Budget so einteilen, dass sie eben primär bekannte Bands kaufen und damit kleinen Bands nur wenig Chancen geben.
Und damit muss man Spotify vergleichen und da sehe ich für alle Seiten Positives. Für mich, weil ich einfach und risikolos meinen musikalischen Horizont erweitern kann, für (kleine) Bands, da sie eine viel größere potenzielle Hörerschar erreichen.