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KT "Mentales Trilemma" -Philosophie für Jedermann. Dow Jones sucht interessierte Leser..

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

eape schrieb:
Ich liebe meine Freundin. Ich kann das mit vollster Überzeugung aussprechen. Warum ist das eine Lüge? Liebe ist auch nur ein Gefühl, nämlich das stärkste Gefühl der zwischenmenschlichen Zuneigung. Und das empfinde ich und viele andere Menschen auch. Erkläre, was du mit der Aussage meinst.

Ja Lüge in dem Sinn, da du ihr etwas sagst, was es gar nicht gibt. Ich bin der Überzeugung, wenn man mit einem Menschen sehr lange zusammen ist, kommt das was du Liebe nennst automatisch. Als Beispiel wenn du auf einer fast einsamen Insel zusammen mit einer Frau lebst und irgendwann bekommst du auch das was du Liebe nennst zu dieser Frau. Wegen dem Fortpflanzungstrieb. In Wirklichkeit wirst du diese Frau aber nie lieben weil sie einfach nicht dein Typ ist oder was auch immer.
Das ist schwer zu beschreiben diese Sache mit der "Liebe" die es nicht gibt. Ich hatte mal ein Gespräch mit meinem ehemaligen Religionslehrer der mich zu sich nach Hause einlud. Ich wollte ihn überzeugen, dass es kein Gott gibt. Und der meinte dass er weiss dass es ihn gibt. Er spürt das. So wie ich das spüre dass ich meine Freundin liebe. Dann lachte ich und sagte, dass es Liebe auch nicht gibt und dann hat er erst mal blöd gekuckt.


Okay, das Gehirn gaukelt uns das vor um die Art zu erhalten. Kann ich nachvollziehen. Von mir aus können wir annehmen, der Mensch ist nur ein Instrument zur Arterhaltung und jeder Mechanismus des Körpers, jeder Gedanke dient dazu sich fortzupflanzen, sich selbst und seine Art zu erhalten.
Ist relativ plausibel. Ich denke das nicht, aber es ist rational. Und nun? Wer bist du, dass du es verurteilst? Laut dieser Aussage bewegt sich jeder Mensch in diesen Schranken und ein Ausbruch wäre unmöglich. Wieso verurteilst du dann das menschliche Verhalten?

Wenn du verurteilen sagst klingt das so hart. Ich meine das gar nicht so neg. wie es rüberkommt. Aber ich verurteile die ganzen Leute die einfach so täglich "ich liebe dich" sagen.
Ob ein Ausbruch möglich ist, weiß ich nicht ganz so recht. Eig. ja schon, denn es gibt ja homosexuelle Menschen die eig. sich nicht fortpflanzen können. Aber alleine der Trieb nach Sex zeigt ja dass die Natur das gemacht hat, damit wir uns Fortpflanzen. Ohne den Trieb viel wenger Sex und keine Nachkommen. Das dann meist eine emotionale Bindung zu dem Menschen entsteht mit dem wir Sex hatten, ist ja auch so von der Natur gemacht. Damit wir auch das Kind und die Mutter dazu ernähren können. Aber dann nach ein paar Jahren, ist es in meinen Augen so vorgesehen, dass Mama und Papa wieder getrennte Wege gehen und neue Partner kennen lernen und noch mehr (unterschiedliche) Menschen zeugen. Daher gehen auch so viele Ehen kaputt, weil das so von der Natur nicht vorgesehen ist dass wir länger mit Jemanden zusammen sind. Die Paare die nach 30 Jahren dann immer noch sagen sie lieben sich, mögen sich halt einfach und/oder wollen aus verschiedenen Gründen keinen anderen Menschen haben (Finanzen, Gewohnheit, Stress, Umfeld etc.).


Jetzt kreidest du die Kultur des Menschen an. Ist okay. Du wirfst dem Menschen vor, dass er heiratet und bei seinem Partner bleibt. Ist das nicht vermutlich eine Konsequenz der Arterhaltung? Es gibt ja nichts anderes im Menschen. Und wieso ist das jetzt schlecht? Und noch viel wichtiger. Wieso ist der Mensch dafür jetzt wieder nicht geschaffen? Die Maschine Mensch kennt doch nur die Arterhaltung und ist zu mehr nicht in der Lage.

Ja siehe oben. Der Text passt eig. auch dazu.


Der letzte Satz verwirrt mich dann noch mehr. Wem unterwerfen wir uns jetzt? Der Routine, also wieder der Konsequenz der Arterhaltung? Oder meinst du wir können doch aus diesem Dilemma ausbrechen? Aber wenn wir doch mehr sind als diese Maschine, dann sehe ich auch kein Problem darin so etwas wie Liebe zu empfinden. Oder wer bist du, dass du beurteilen kannst welche Handlungen der Natur entsprechen und welche nicht? Du reduzierst den Menschen erst auf seine Natur, schließt dich aber komischerweise dabei mit dem 'euch' aus um ihm dann eben das vorzuwerfen als müsste er sich nicht dieser unterwerfen. Irgendwie ist das total widersprüchlich und unüberlegt oder zumindest unverständlich und schlecht dargestellt.

Ja der Routine meine ich und diesem "Ich denke nicht weiter drüber nach, ist halt so".
Naja ich schließe mich ja auch nur mit den Gedanken aus, weil ich eben anders denke als die meisten. Und mit "ihr" meine ich eben die meisten unserer Art.
Der Mensch ist eben auch nur ein Tier.
Wobei das Wort Tier gibt es bei mir nicht. Es gibt keine Tiere. Es gibt Menschen und es gibt Elefanten, Hunde, Wale usw. Alles zusammen sind wir Lebewesen. Aber das ist wieder eine ganz andere Geschichte….
 
Jetzt will ich das ganze mal ausgraben.

Ich beschäftige mich zur Zeit viel mit dem Leben und bin dabei etwas in die nihilistische Sichtweise abgedriftet.

Worüber ich hier reden will, ist die Wahrheit. (Logischer Nihilismus) Was ist Wahrheit?

Ich greife hier mal die Wikipedia-Definition auf:

- Übereinstimmung mit der Wirklichkeit

Aber Wirklichkeit ist ja immer eine subjektive Wahrnehmung. Wie kann also etwas wahr sein, also mit dem übereinstimmen, was ich wahrnehme, wenn du es vielleicht ganz anders wahrnimmst? Und ist es dann noch wahr? Gibt es diese Wahrheiten im Leben? Ich meine... es werden einem ja immer so unumstößliche Wahrheiten aufgetischt. Iss dein Gemüse, putz deine Schuhe, lerne für die Schule, mache deinen Job blablabla.
Was wenn das aber nicht alles ist? Wenn es vielleicht sogar falsch ist? Wobei das wiederrum schwierig ist, wie kann etwas falsch sein wenn es kein richtig gibt? Aber wenn es vielleicht nicht das für mich ist, was die Gesellschaft es für mich sieht. An was soll man sich im Leben halten wenn es diese Wahrheit nicht gibt? Woher weiß ich, was richtig und was falsch ist? Wenn ich glücklich damit leben kann?
Gibt es überhaupt diesen Sinn im Leben? Wir suchen immer den Weg zum glücklichen Leben, aber vielleicht gibt es das ganze ja überhaupt nicht? Vielleicht suchen wir den Weg, nichtsahnend, dass dieser nur in unseren Köpfen existiert und wir alle nur willkürlich umherirren in unseren Leben?
 
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